Sonntag, 19. November 2017

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Nicht Bild...

...sondern Blog dir deine Meinung. Viel (Lese-)Vergnügen!



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Die Leiden des Jagdterriers Mike T.
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Namhafte Jury liest Trump-Bibel
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Das Zwiegespräch

Mit dem Klima

Heute habe ich das Klima getroffen. Es saß auf einer Bank, abgemagert, zaghaft und voller Angst. Was tust du hier?, fragte ich das Klima. Nachdenken, antwortete das Klima. Worüber?, fragte ich. Wozu ihr mich das nächste Mal zwingt, denn das, was ich tun muss, ist keineswegs das, was ich gern tun würde, antwortete das Klima. Der Zustand des Klimas verschlechterte sich zusehends.

Das Klima schöpfte auch keinen Mut, als ich zu bedenken gab, dass es demnächst Hilfe bekommt von den Grünen in der Bundesregierung. Bekomme ich nicht, sagte das Klima und verwies auf die jüngsten Talkshows. Die halte ich schon lange für Energieverschwendung, gab ich zu. 

Aber so pessimistisch darf man nicht einmal sein, versuchte ich weiter, das Klima aufzubauen, wenn Jürgen Trittin Bundesminister wird. Der Zustand des Klimas verschlechterte sich noch mehr, denn es wusste, wie sehr Trittin als Minister dem Klima geschadet hatte, wenn er sich weigerte, auch nur 500 Meter zu Fuß zurückzulegen. Von Trittin wollte das Klima also nichts wissen. Deswegen ging es dem Klima vorübergehend etwas besser.

Ich hätte nur nicht Katrin Göring-Eckardt erwähnen sollen. Das Klima wurde grün im hageren Gesicht. Die ist doch schon jetzt zu weitgehenden Kompromissen bereit, nur nicht beim veganen Essen, empörte sich das Klima und verbrauchte dabei viel Kraft. Ich kann keine weitgehenden Kompromisse machen, sagte das Klima, auch keine kleinen. Ich muss machen, wozu ihr mich zwingt. 

Zum Abschied legte ich eine Hand auf die schlaffe Schulter des Klimas, denn für Katrin Göring-Eckardt konnte ich nichts, sie war schließlich nur eine typische Grüne. Die machte auch nur Sprüche ohne Hintergrundwissen, sonst hätte sie schon längst gesagt, dass der Kohleausstieg nicht nur möglich ist, sondern für die Verbraucherinnen und Verbraucher auch noch vorteilhaft, weil wir dann keinen Strom mehr verschenken oder beim Verschenken von Strom sogar noch draufzahlen müssten. 

Das Klima dankte mir für mein Verständnis und versicherte mir, dass es sich wieder erholt, wenn die Erde menschenleer ist. Plötzlich wirkte das Klima seltsam lebendig, es freute sich wohl schon auf diese Zeit, in der das Klima eine neue Chance bekommt.  

  


Samstag, 18. November 2017

Die Bahn tötet

Das kann man nicht verhindern?

"Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte auf dem Gelände ein Jugendlicher beim Spielen auf den abgestellten Waggons einen Stromschlag erlitten, in diesem Fall war er tödlich."

Berichtet die "Berliner Morgenpost" über den Tod eines 15-Jährigen in einem Berliner Güterbahnhof. Verhindern könne man so etwas nicht, heißt es in dem Bericht. Das klingt wieder einmal nach einer Notlüge. 

Auf Readers Edition habe ich mich vor über fünf Jahren mit tödlichen Mutproben beschäftigt. Die Überschrift lautete "Die Bahn tötet". Daraus ein Auszug:

"Zwischen all diesen entsetzlichen Meldungen findet man aber auch die Nachricht, dass etwas zum Schutz waghalsiger Kinder und junger Leute getan wird? Hört sich fast so an: ´Aus diesem Grund verlangt das Gesetz die Schaffung von konstruktiven Vorkehrungen beim Bau neuer Anlagen.´"

Bei diesen "konstruktiven Vorkehrungen" ging es aber nicht um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, sondern um den Vogelschutz...Vögel sollten vor Stromschlägen geschützt werden.

Der Link zu meinem Bericht vom 4. Mai 2008.

Viele Artikel von mir in diesem Portal haben für Wirbel gesorgt, gelegentlich wurde auch mit Klage oder anderen juristischen Schritten gedroht. "Die Bahn tötet" blieb allerdings ohne solche Folgen.

28. Dezember 2013, Essener Hauptbahnhof, 20-Jähriger klettert auf  S-Bahn und bekommt einen Stromschlag. Der Polizeibericht

29. Dezember 2013, eine Mutter hat mir diese Broschüre geschickt. Ist die auch verteilt worden?

Es passiert immer noch

Ein 26-Jähriger ist durch einen Stromschlag von einer Oberleitung schwer verletzt worden. Nach Angaben der Bundespolizei handelt es sich bei dem 26-Jährigen vermutlich um einen Sprayer, der am frühen Freitagmorgen im Rangierbahnhof Hainholz unterwegs war.

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 17. November 2017

Das Portal Readers Edition gibt es inzwischen nicht mehr.

Donnerstag, 16. November 2017

Die Sondierung

Nicht mehr aktuell.
Ein grauer Tag im Gasthaus Jamaica

Da saßen sie also ein letztes Mal im "Gasthaus Jamaica" von Daphne du Maurier. Es war ein grauer, kalter Tag, spät im November. Der Horst heizte gut gelaunt den Bollerofen mit brauner Kohle, Joachim musste nicht mehr fürchten, dass seine Familie ihm nach Berlin folgte, Cem stellte sich sein zukünftiges Leben wie die Katrin vor, langweilig zwar, aber doch von großer Schönheit. 

Angela eilte kein letztes Mal in den ersten Stock, um von dem Balkon zu fallen, den Horst bereits am 24. September abgerissen hatte. "Das Thema vertagen wir", kam ihr nicht mehr über die Lippen. 

Vertagen war noch nie die Sache von Christian. Sie gingen also ihrer Wege, die sich getrennt hatten, bevor sie dieses Gasthaus kennenlernten. Die Auseinanderwanderung tat besonders dem Peter gut, denn er hatte seit Mitte Oktober weitere 10 Kilogramm zugenommen.

Da tat Angela, was ihr Mann sie geheißen. Eilig zog sie sich aus und kroch ins Bett, nahm die Decke über den Kopf, legte die Finger in die Ohren und hatte nur den einen Wunsch, von den Vorgängen und dem Treiben im "Gasthaus Jamaica" nichts mehr zu hören.   




Samstag, 4. November 2017

Bürgernahe Politiker

Und wiesennahe Kühe

Finden Sie es auch toll, wenn ein Politiker oder eine Politikerin Bürgernähe verspricht? Ich nicht. 

Sonst müsste ich annehmen, dass sich diese Politikerinnen und Politiker nicht für Bürgerinnen und Bürger halten. Was wären sie aber dann? Etwas anderes, Besseres, Abgehobenes, damit wir uns gut aufgehoben fühlen? 

Da jedoch jeder Politiker und jede Politikerin Bürger und Bürgerin ist, ist jede Politik, die sie machen, bürgernah. Sogar eine, die nur ihrem eigenen Vorteil dient. Die kann sogar als sehr bürgernah gelten. 

So betrachtet, gibt es natürlich viele sehr bürgernahe Politikerinnen und Politiker. Nur nahe Verwandte können gelegentlich noch schlimmer sein...

Die Zeit ist irgendwann auch noch reif für wiesennahe Kühe. In Indien sind sie schon heilig. 

Dienstag, 31. Oktober 2017

Das Lutherjahr

Anhänger von Luther gehen
mit einem Bauern sehr
pfleglich um. 
Schluss mit der Metzelei

Die Show ist vorbei, Martin Luther legt seinen Hammer wieder aus der Hand. Dieses Mal nicht vor, sondern in der Schlosskirche zu Wittenberg. Die Jubiläums-Beendigungsrede hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, gehalten. Andächtig lauschten auch der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier. Sonst sind bei uns Staat und Kirche streng getrennt. 

Der Festredner trat für eine "neue innere Freiheit" ein, während es Luther wohl eher um seine Freiheit ging. Nicht für alle. Natürlich. Kranke, Hexen, Bauern und Juden waren davon ausgeschlossen. Die verachtete Luther oder er mochte sie nicht, konnte sie einem Buchtitel zufolge nicht ertragen. Aber um die deutsche Sprache machte er sich verdient, er erfand sogar neue Wörter. Die Kombination von Juden und Lügen gehörte dagegen bereits zum Allgemeinwissen.

Wäre Luther ein Politiker gewesen, würde man heute noch vor ihm warnen. Aber er war Theologe. Die durften schon immer mehr als andere. Kriege anzetteln. Blutbäder gut heißen. Zum Mord aufrufen. Würde ich in einem blog den folgenden Satz veröffentlichen, bekäme ich Ärger. 

"Denn die Hand, die das Schwert führt und tötet, ist dann auch nicht mehr meine Hand, sondern die Hand der gerechten Sache, nicht ich, die gerechte Sache henkt, rädert, enthauptet, tötet..."

Luther war da raffinierter. Gott stand bei ihm für die "gerechte Sache". Der Mönch, der angeblich die Menschen von der Angstmache der katholischen Kirche befreien wollte, war aus dem gleichen Vatikan-Holz geschnitzt. Aus denen man keine Madonnen ritzt.

Dieser Mann hat das Neue Testament übersetzt und kein einziges Wort von der Botschaft begriffen, die Jesus verbreitete. Das ist schon eine Jubiläums-Beendigungsrede im Beisein von Schäuble, Merkel und Frank-Walter Steinmeier wert. Sonst sind bei uns Staat und Kirche streng getrennt.

In dem Roman "1984" ist von "Neusprech" die Rede, "Neusprech" ist die Sprache der Kirchen. Kindesmissbrauch in kirchlichen Heimen nennen sie "schwarze Pädagogik". Und Luther einen Reformator. 

Montag, 30. Oktober 2017

Bibelfest

Immer noch da. 
US-Präsident freut sich über 7. Auflage

Das hätten nur wenige für möglich gehalten. Der US-Präsident Donald Trump hat die siebte Auflage der "Trump-Bibel" ermöglicht. Dazu heißt es bei Amazon:

Dies ist bereits die 7. Auflage, doch die Frage bleibt: Wie sind die USA auf den Trump gekommen? Ein Hund kann einem schon mal zulaufen, aber doch nicht ein Präsident. Wenn es um Donald Trump geht, sind sich viele einig. Deshalb kann ein Werk über ihn nur eine Bibel sein. Zumal Trump im September 2017 auch noch auf den zweiten deutschen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gekommen ist. Wie weiland Lübke erfindet er bei einem Treffen mit afrikanischen Staatsoberhäuptern in New York einen Staat, der Nambia heißen soll. Auf die Begrüßungsformel "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger" verzichtet der US-Präsident allerdings noch.

Sollten dem Autor weitere Offenbarungen zuteil werden, werden diese in der Trump-Bibel sogleich mitgeteilt. Der US-Präsident freut sich unbestätigten Gerüchten zufolge auch über die Nominierung dieser Broschüre für den Kindle-Storyteller 2017. Dennoch unterscheidet ihn etwas von Klara Westermann, Küsterin aus Münster, über die der "Spiegel" am 22. Juli 2017 berichtet hat. Ich dagegen berichte als Erster über eine neue Romanze des US-Präsidenten. Trump soll sich in eine fernöstliche Schönheit verliebt haben, die abgeht wie eine Rakete. Gelüftet wird in der 7. Auflage zudem ein süßes Geheimnis des US-Präsidenten. 

Heinz-Peter Tjaden ist Redakteur und Schriftsteller in Burgwedel bei Hannover. Ironisch mag er es auch in "Ich packe mein Buch", "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" und in dem Politthriller "Tödliche Wolke".


Der Klick zur "Trump-Bibel"

Freitag, 6. Oktober 2017

Wie der Wagner

Bild-Zeitung, 6. Oktober 2017
Lieber Jupp Heynckes,

wie schön, dass Osram wieder leuchtet. Wie schön, dass Sie sich wieder aus der Fassung bringen lassen wollen. 

Sie waren eine ziemlich sinnlose Funzel, wie eine von der EU zugelassene Energiesparlampe. Beim Angebot der Bayern, in Stadien wieder zu leuchten, beginnt der Glühdraht an zu glimmen, noch einmal des Abends 70 000 staunen sehen, dass während des Spiels auf Flutlicht verzichtet werden kann. 

Glühbirnen wie Jupp Heynckes kennen wir nicht mehr. Er ist eine 1000-Watt-Birne. Ein unglaubliche Leuchte. Sagt auch BVB-Chef Hans-Joachim Watzke. Wie schön, dass Dortmund Meister wird. 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Einheits-Gedanken

Erhältlich bei Amazon.
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Sie reden wieder von "Dunkeldeutschland"

Bei einigen kommt der Begriff "Dunkeldeutschland" wieder in Mode, besonders bei denen, die in "Helldeutschland" leben. Dort, wo es dunkel ist, wird AfD gewählt, wo es hell ist, scheuen die Rechten das Licht. Zumindest hin und wieder. Deswegen haben in Mainz 15,4 Prozent AfD gewählt und in Rostock erschreckende 15,5 Prozent. Die feinen Unterschiede prägen die Begriffe. Und der "Tag der deutschen Einheit" wird deshalb nicht in Rostock gefeiert, sondern in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Könnte man behaupten, wenn der Grund nicht ein anderer wäre. 

Gründe brauchen die Medien aber gar nicht. Wir "Helldeutschen" haben den "Dunkeldeutschen" die Demokratie gebracht - basta! Haben die nur noch nicht begriffen, die sind schließlich von der SED sozialisiert worden. Von der Ost-CDU wurden sie anschließend entsozialisiert. 

Alle Volksfront-Christen waren über Nacht Demokratie-Christen, die Nachfolge der SED übernahm die PDS. Die Linken waren schon immer etwas bescheuert. Während sich niemand darüber aufregte, wenn ein ach so christlicher Hinterher-Läufer dort blieb, wo er schon immer eine Führungsposition hatte, standen alle anderen am Pranger der lupenreinen Demokraten. Wenn später so mancher durchgeknallte PDSler bestritt, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, dann wollte er eigentlich nur eine differenziertere Betrachtungsweise zur Diskussion stellen, diente aber in Wirklichkeit der Ost-CDU und allen, die so taten, als seien sie schon immer Widerstandskämpfer gewesen.

Der "Kanzler der Einheit" kam auch nicht aus Leipzig, der lebte in Oggersheim. Er war von den Ereignissen zwar überrascht worden, hatte sie aber letzten Endes herbeigeführt. Das ist der Vorteil, wenn man im Hellen wohnt. Dann beherrscht man auch die herbeigeführte Überraschung. 

Der "Kanzler der Einheit" wird in den Geschichtsbüchern stehen, in einer Fußnote werden möglicherweise sogar die Montagsdemonstranten erwähnt, denen man nach der Einheit die runden Tische ganz schnell wieder unter dem Arsch weggezogen hat. In einer Demokratie müssen Tische eckig sein.

Gaukler regieren die Welt. Deshalb bekommt die AfD so viele Stimmen. Man darf jetzt schon auf die Nachfolgepartei gespannt sein. Wehe, jemand spricht dann noch einmal von "Dunkeldeutschland"! Denn die angeblich im Hellen sind oft die Schlimmeren.    

Freitag, 29. September 2017

Vom Wähler befreit

Cem Özdemir erklärt Joachim Herrmann
und Wolfgang Kubicki die Welt.
Die SPD blüht auf

Was niedergewalzt sein müsste, blüht plötzlich auf. Sogar Thomas Oppermann wirkt wie befreit. Oppositionsführer kann ich nicht, sagt er bei Markus Lanz, das kann Andrea Nahles besser. Wie aus dem Nichts kommt er sympathisch rüber und feuert Union, Grüne und FDP geradezu an, doch schleunigst die Koffer für Jamaika zu packen. Denn von dieser Reise werden die Grünen niemals wieder zurückkehren. Horst Seehofer wird sie irgendwo im Sand verbuddeln und behaupten: "Ich bin nie auf dieser Insel gewesen." 

Die Grünen haben vieles überlebt: das Ja zu Kriegseinsätzen als ehemals pazifistische Partei, das Ja zu Hartz IV als angebliche Verfechter einer besseren Welt. Die CSU überleben sie nicht. Erst werden die Grünen nach rechts gedrängt und sind plötzlich keine Partei aus dem Nirgendwo mehr, dann macht Seehofer die Flanke zu. Petra Kelly dreht sich noch einmal im Grab um, schon herrscht Ruhe auch an jeder Waldorfschule.

Zu den Aufgeblühten gehört auch Gesine Schwan, bisher eher bekannt als Professorin, die sich schon beim zweiten Satz verhaspelt. Wie sie gestern Abend in der Talkshow mit Maybrit Illner den Hahnenkampf von Cem Özdemir, Joachim Herrmann und Wolfgang Kubicki kommentiert hat, das hatte schon etwas von Marcel Reif in seinen besten Reporterzeiten. Sie drohte sogar mit Gender-Forschung. Die CSU-These, die Medien hätten die AfD stark gemacht, konterte sie mit dem Hinweis, dass eigentlich niemand verlässlich sagen könne, wie Medien wirken. Wolfgang Kubicki blieb - als es um die Ministerposten ging - trotzdem dabei: "Ich kann alles."

Das macht aber nichts. Passieren kann eigentlich nur dies: Der Premierminister des Inselstaates verbittet sich demnächst die Verwendung des Namens Jamaika für Koalitionen aus Union, FDP und Grünen.



  

Donnerstag, 14. September 2017

AfD-Probleme


Das ist Alexander
Gauland. 
Googeln Sie mal das Foto einer Hyäne

Gott schützt die Liebenden. Die anderen wählen AfD? 

Die Dating-Plattform "Gleichklang" will bei einer Umfrage herausgefunden haben, dass sich AfD-Wählerinnen und -Wähler in der Liebe häufiger "verarscht" fühlen als die Wählerinnen und Wähler der anderen Parteien. Befragt worden sein sollen 700 Frauen und Männer. Die Umfrage ist also nicht repräsentativ, sie ist allenfalls werbewirksam. 

Doch das Ergebnis könnte stimmen. Viele haben die Neigung, gemachte Fehler immer wieder zu wiederholen. Darüber mag man sich wundern, aber es ist leider so. Warum also sollen sich dann in der Liebe "Verarschte" nicht auch in der Politik "verarschen" lassen wollen?

Andererseits scheint das Ergebnis aber auch nicht schlüssig zu sein. Wenn jemand von der einstmals Geliebten plötzlich wie ein Fremder behandelt wird, warum hasst er dann Fremde? 

Des Rätsels Lösung könnte lauten: Die Selbstzerfleischung gehört zur Zerfleischung anderer. Letzten Ende treibt also das Hyänen-Prinzip so manchen in die Arme der AfD. Die Armen!

Nun schauen Sie sich einmal das Foto von Alexander Gauland an. Und dann - siehe oben...

Mittwoch, 6. September 2017

Impressum







Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel
heinzpetertjaden02@gmail.com
Telefon 05139/9519599
www.heinzpetertjaden.de

Alice im AfD-Land

Mit ihr geht die Alice durch.
Ich schalte ein, sie geht

"Alice Weidel (38, AfD), Gauland-Gegenentwurf mit der Gabe, Blödsinn bierernst zu präsentieren." So hat die "Bild"-Zeitung gestern eine Frau vorgestellt, die ich bis dahin überhaupt nicht kannte. Das änderte sich auch gestern nur unwesentlich. Kaum hatte ich die ZDF-Sendung "Wie geht´s, Deutschland?" eingeschaltet, ging sie. Ich versichere hiermit: Ich habe ihr nichts getan.

Erst behauptete die 38-Jährige, wenn es um gelungene Integration gehe, könne das nur ein "Einzelfall" sein, dann sprach sie von "Legalisierung illegaler Einwanderung" und wanderte aus. Vorher tat sie noch so, als wolle sie sich eine Notiz machen. Da sie aber wahrscheinlich das Wort Legalisierung nicht schreiben konnte, verzichtete sie darauf.

Laut heutigen Medienberichten ist Alice Weidel eine Spitzenkandidatin der AfD. Au weia! Leute schickt das Wahlamt...

Montag, 4. September 2017

Duell-Taktik

Harmonie auch bei der Pressekonferenz.
In vier Jahren ablösefrei zum Gegner

Das Duell hat 95 Minuten gedauert. Auch in der fünfminütigen Verlängerung konnte auf den Video-Beweis verzichtet werden. Auf dem Rasen standen tatsächlich: die Kanzlerin und Martin Schulz, der schon vor dem Anpfiff versicherte, nicht noch einmal behaupten zu wollen, dass Angela Merkel gar nicht antreten wolle. 

Da wusste sie: Auch sie musste nur den Ball flach halten, das Runde musste nicht mehr ins Eckige. Das hatte sie vorher schon so mit den Schiedsrichtern vereinbart. Denen hatte sie klar gemacht: Wenn es bei dem Duell darum gehen sollte, Tore zu erzielen, würde sie gar nicht erst antreten. Die Null sollte stehen. Über links durfte Martin Schulz deswegen auch kaum einmal kommen.

Kurz vor Schluss stand der Gegner trotzdem frei vor dem Tor. Martin Schulz holte aus, Merkel flog in die falsche Ecke, als sie am Boden lag, rief sie: "Martin, wenn du das Tor verfehlst, machen wir auch die Musterfeststellungsklage gegen Betrüger in Autokonzernführungsetagen gemeinsam." Da die Schiedsrichter mit einem Diesel angereist waren, entschieden sie vorsorglich auf Abseits. Proteste gab es nicht.

Bei der anschließenden Pressekonferenz versicherte Merkel, dass sie nur noch vier Jahre Kanzlerin sein wolle. Dann könne sie ablösefrei zum Gegner wechseln. "Darauf freue ich mich schon", antwortete Martin Schulz.





  

Samstag, 26. August 2017

Eine Morddrohung?

Oder kann das weg?
In Wilhelmshaven habe ich von 2007 bis 2013 in einem Schimmel-Haus gewohnt, das einer Heuschrecke gehörte, die sich Anjas Erste Property nennt und sich weitere Namen gibt. Sie frisst sich in einem englischen Steuerparadies voll und lässt ihre Immobilien in Deutschland verrotten. Verwaltet worden ist das Haus von Treureal mit Sitz in Mannheim. Die Sitze der zuständigen Treureal-Büros wechselten ständig. Abgewimmelt wurden die Beschwerden der Mieter in Hamburg, Bremen, Hannover, Chemnitz, Leipzig und irgendwann in Munster. Trotz dieser Skandale war die Heuschrecke vor Gericht meistens erfolgreich.

Dienstag, 22. August 2017

Asymmetrische Merkel

Martin Schulz pfeift im Kanzlerinnen-Wald

Als asymmetrische Demobilisierung wird in der Politikwissenschaft eine Wahlkampfstrategie bezeichnet, bei der durch das Vermeiden einer Stellungnahme zu kontroversen Themen vermieden wird, die potenziellen Wähler des politischen Gegners zu mobilisieren. Wenn nicht unbeabsichtigt gleichzeitig die eigenen Wähler demobilisiert werden, steigt der Stimmenanteil der Partei, die die Strategie praktiziert. Das Sinken der Wahlbeteiligung wird bei Anwendung der asymmetrischen Demobilisierung billigend in Kauf genommen.

Wikipedia

"Wir werden gewinnen", spricht sich der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" selbst so eine Art Rest-Mut zu. Doch ein griffiges Thema findet er nicht. Könnte er eins finden, wird es schon vorher von Merkel einfach gestohlen. Beispiel: Die Ehe für alle. 

Den Namen Schulz erwähnt Merkel bei ihren Wahlkampfauftritten gar nicht. 25 Prozent sind eben unter ihrer Würde. In der DDR hat sie sich an 99,9 Prozent gewöhnt. Die Bundeskanzlerin gibt sich staatstragend. Unentschlossene Wählerinnen und Wähler will sie nicht zur SPD tragen. Je geringer die Wahlbeteiligung, desto besser für die CDU. Weiß man doch.

Statt weiter zu schimpfen, sollte Schulz seine Taktik ändern und darauf hinweisen, wer in der Bundesregierung eigentlich was macht. In der CSU gilt Andrea Nahles schon als Schattenkanzlerin, bei der man sich Rat holt, bevor Merkel überhaupt erfährt, was gut sein könnte. Darüber schweigt Martin Schulz. Wie über die manchmal pfiffigen Ideen der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Angeblich freut sich der SPD-Kanzlerkandidat bereits auf das Fernsehduell mit Merkel. Dann will er sie stellen, sagt er. Besser wäre es, er würde die SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aus der GroKo vorstellen und würdigen, was sie gegen den Widerstand der Union doch noch geleistet haben. Ursula von der Leyen vorschicken kann Merkel dann nicht mehr, damit ihre Allzweck-Waffe und nicht die Kanzlerin Ladehemmung bekommt, wenn es beispielsweise um konstruiert wirkende Unterschiede zwischen Lohnuntergrenze und Mindestlohn geht.

Klar machen sollte sich Martin Schulz auch, dass Merkel sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Wahlergebnis wünscht, bei dem eine Koalition mit der FDP unmöglich ist. Die Erfahrungen, die sie mit diesem Koalitionspartner gemacht hat, sind von ihr sicherlich gespeichert worden. Von wegen politische Liebes-Heirat. Dann doch lieber Fortsetzung der GroKo, wird sie sich ganz asymmetrisch sagen.  




Sonntag, 13. August 2017

Zeit verschwenden

Love me gender, love me long.

Viele können mit ihrer Zeit nichts anfangen, noch mehr nichts mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Dennoch ist am 10. August die 33. Ausgabe erschienen. Mit Putin "oben ohne" auf Seite 1. Marc Brost und Bernd Ulrich fischen nebenan ebenfalls im Trüben. Der eine erklärt den Wahlkampf zum Kulturkampf, der andere vergleicht die "Generation Merkel" mit den 68-ern. Angezettelte Revolution damals, tatsächliche Revolution heute. 

Die allerdings wird auch im Innenteil von der "Generation Merkel" verpennt. Laut Britta M. Schulz ist diese Generation auch noch dumm genug, sich auf das Internet zu verlassen. "Der Zeitungsleser kann Berichte noch einigermaßen einsortieren", meint sie, was wir fast täglich bei der Mülltrennung erleben. Wer gar nicht erst Müll produziert, verlässt sich dagegen auf Suchmaschinen, die Nachrichten bewerten. Muss man dann laut Britta M. Schulz nicht mehr selber. Irgendwann sind wir deswegen dümmer als der Computer. 

So schlau wie Alice Schwarzer sind wir alle allerdings nicht einmal zu jener Zeit gewesen, als es noch keine Computer gegeben hat. Deshalb schreibt sie auf Seite 37 auch ganz richtig: "Ich kann nicht voraussetzen, dass alle Zeit-Leser mit den Gender-Theorien vertraut sind, denn die sind außerhalb des akademischen Milieus entweder unbekannt oder zur Karikatur verzerrt.,.(Das) liegt daran, dass sie an den Grundfesten der Geschlechterordnung rütteln."

Wie etwas nicht Existierendes an Grundfesten rütteln kann, könnte uns vielleicht Gerhard Schröder beantworten. Der soll dermaleinst an etwas Existierendem gerüttelt haben. 

Irgendwo in der Ausgabe 33 liest man dann auch noch, dass sowieso alles zu spät sei. Die Frage laute nicht mehr, ob der Klimawandel uns umbringt, sondern wann. Schon kann man wieder auf Seite 1 der "Zeit" anfangen. Oder den Müll trennen.

Mehr über Alice Schwarzer u. a.    


Dienstag, 8. August 2017

Bambi

Hier ist vor 30 Jahren ein Verlag
verschwunden. 
Erst einsam-dann immer beliebter

Bambi wird heute 75 Jahre alt, ist also einige Jährchen älter als ich. Die ersten Lebensjahre hat das Trickfilm-Rehkitz von Walt Disney ziemlich einsam verbracht, kaum jemand wollte es im Kino besuchen. Doch das änderte sich schlagartig, als Bambi nach Europa kam.

In meinem Leben hat sich einiges auch stets schlagartig verändert. Manchmal bekam ich aber auch Schläge. Als Autor. Meine erste Erzählung wurde von einem Verlag schlicht vergessen, als die Anthologie, in der auch meine Geschichte veröffentlicht werden sollte, auf den Markt kam. Der Lektor entschuldigte sich in einem Brief für dieses Versehen, das er sich einfach nicht erklären konnte. Schrieb er.

Was anschließend ein Verlag aus Wickede mit mir machte, der meinen ersten Roman veröffentlichte, konnte ich mir nicht erklären. Ich bekam ein paar Belegexemplare, der Verlag beteiligte sich an der Frankfurter Buchmesse und das war es dann. Der Verlag war wieder futsch.

Meine nächsten Bücher erschienen in Worms - oder in London? Das ist bis heute nicht geklärt. Als es um nicht gezahlte Honorare ging, behauptete der Verleger einen Sitz in der Londoner Finchley Road, wenn ich Bücher bestellte und sie bezahlte, befand sich sein Verlag angeblich in Worms. Bis heute haben mir viele versichert, diese Bücher gelesen zu haben, doch finanziell spürte ich davon kaum etwas.

Zwischendurch schlüpfte ein Krimi von mir in einen Sammelband mit dem Titel "Mordslust", eine angesehene Literaturzeitschrift feierte mich als Nachwuchstalent, mein Text erschien sogleich in einem schwedischen Schulbuch für den Deutsch-Unterricht an Gymnasien. Auch dieser Verlag entglitt mir wieder, ohne tschüs zu sagen.

Mit dem Internet kam die Wende. In Mainz stellte sich ein Verlag vor, der sich auf Autorinnen und Autoren spezialisiert hatte, die ihre Bücher nicht nur selbst schreiben, sondern am Computer auch bis zur Druckreife gestalten. Das lief gut, hatte aber einen Haken: Die Buchpreise waren zwar annehmbar, die Portokosten für Einzelbesteller und Buchhandlungen aber nicht. Als auch noch ein wild gewordener Polizeibeamter mein internettes Buchkonto zerstört hatte, entdeckte ich für mich den Kindle-Shop für e-books und Createspace für die Printausgaben.

Das ist eine feine Sache und klappt vorzüglich. Auch über die Werbung, die für meine Veröffentlichungen gemacht wird, kann ich mich nicht beklagen. Die Honorare kommen pünktlich, Anregungen meinerseits stoßen nicht auf taube Ohren. 

Sind wir wieder bei Bambi. Eine Zeitlang haben sich auch meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" und das Mathe-Bilderbuch für Kinder "Wenn Zahlen Streit bekommen" sehr einsam gefühlt. Das ändert sich allmählich. Und da ich noch nicht 75 bin...  


Montag, 31. Juli 2017

Perverse Medien

Der schlechte und der weniger schlechte Mord

Ein Mann stürmt mit einem Gewehr in einen Club in Konstanz, ein Toter, zwei Schwerverletzte. Nähere Einzelheiten will die Polizei noch nicht mitteilen. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch unklar. 

Da die Tat keinen "islamistischen Hintergrund" hat, verschwindet diese Meldung schon bald wieder aus den Nachrichten, Zeitungen machen auch keine Titelseiten frei, im Fernsehen gibt es keine Sondersendungen. Franz Josef Wagner schreibt in der "Bild-Zeitung" keinen Brief an die geschockten Disco-Besucher. 

Hätte doch wenigstens einer "Allah ist groß" gerufen...

Ein Mann stürmt in Hamburg in einen Edeka-Markt. Mit einem Küchenmesser tötet er einen 50-Jährigen, außerdem gibt es sieben Schwerverletzte. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch unklar.

Ob die Tat einen "islamistischen Hintergrund" hat, ist weiter unklar. Deshalb hat diese Meldung in den Medien auch ein längeres Haltbarkeitsdatum. Immerhin soll der Mörder "Allah ist groß" gerufen haben.

Die Moral von der Geschicht: Es gibt für die Medien zweierlei Arten von Morden. 

Oder werden diese Morde nur unterschiedlich bewertet, weil mehr Leute in einen Edeka-Markt gehen als in eine Disco? An dem Verdacht, dass auch der Mörder aus Hamburg psychisch krank gewesen ist, kann es nicht liegen. Psychisch krank ist jeder Mörder. 


Mittwoch, 26. Juli 2017

"Bild"-Dichter

Dazu fällt mir nur ein sehr kurzes
Gedicht ein: "Wow, ein Stau"
Stau und andere Gedichte

"Bild" will nicht mehr allein dichten, deshalb sind gestern die Leserinnen und Leser dieses Blattes um Heimatgedichte gebeten worden. Gereimt werden soll über landschaftliche Schönheiten, wunderbare Stau-Erlebnisse und den Park um die Ecke.

Da habe ich mich nicht lange lumpen lassen. Lesen Sie selbst:

Heimaturlaub

Wenn meine Heimat wäre
wie "Bild" schreibt
wäre hier niemand
der im Urlaub bleibt.

Da aber viele bleiben
muss "Bild" wohl übertreiben.

Samstag, 22. Juli 2017

Twitter-Warnung

Vor einem gefährlichen Ratgeber

21. Juli 2017. Wenn Sie meine Tweets lesen und weitere Informationen aufrufen wollen, bekommen Sie seit heute auch eine Warnung vor meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Nun werde ich also nicht nur wegen fahrlächerlicher Tötung von Seniorinnen und Senioren gesucht, sondern auch wegen Computerkriminalität. Das geschieht mir recht. 



Der Link, auf den Du zuzugreifen versuchst, wurde von Twitter oder unseren Partnern als möglicherweise schädigend oder als Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter eingestuft. Dieser Link könnte auf eine Seite verweisen, die:
  • stiehlt Dein Passwort oder andere private Informationen
  • installiert schädliche Softwareprogramme auf Deinem Computer
  • sammelt Deine privaten Informationen zu Spam-Zwecken
  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter verletzt
22. Juli 2017. Die Warnhinweise sind wieder verschwunden. 

Montag, 10. Juli 2017

Der Steinewerfer

Lieber mittendrin-als nur dabei?
Und die unbeeindruckte Fotografin

"Mit Steinen, Molotow-Cocktails und Stahlgeschossen wurden Polizisten beim Hamburger G20-Gipfel von Kriminellen angegriffen. Wer kann die Verbrecher identifizieren?" Titelseite der "Bild"-Zeitung vom 10. Juli 2017. Mit fünf Fotos von Gewalttaten und einer Plünderung. Die Fotografen: Leon Neal/Getty Images, Kai Pfaffenbach/Reuters, Lars Berg, Thomas Lohnes/Getty Images und Omer Messenge/DDP Images.

Auf einem dieser Fotos sieht man einen Steinewerfer, direkt neben ihm steht eine Fotografin, die offenbar darauf wartet - dass sie ein besseres Foto machen kann? Hat sie diesen Kriminellen anschließend gefragt, ob er noch mehr Steine in seinem Rucksack hat? Oder ist sie zu dem Fotografen gegangen, dem dieses Foto geglückt ist, um ihm zu gratulieren?


Freitag, 30. Juni 2017

Ehe für Kalle

Er blitzt nicht mehr ab.
Wird Sahra seine Frau?

Hat der Kalle gejubelt! Und alle freuen sich mit ihm. Die Tagesschau. Alle Zeitungen. 393 Bundestagsabgeordnete haben heute für die Ehe für Kalle gestimmt. 226 stimmten dagegen, vier enthielten sich.

Kalle, der schon in der Schule bei jedem Mädchen abgeblitzt ist, Kalle, der unzählige Kontaktanzeigen aufgegeben hat,die nach dem ersten Treffen weitere Kontaktanzeigen nach sich zogen, Kalle, der sich schon einsam sterben sah, dieser Kalle bekommt nun vom Deutschen Bundestag eine Frau.

"Endlich werde ich nicht mehr benachteiligt", sagt er. Sofort werde er sich an die SPD, die Grünen und die Linke wenden, um sein Recht geltend zu machen. Claudia Roth möchte er allerdings nicht heiraten. Er denkt eher an Sahra Wagenknecht. "Die ist ganz hübsch", meint er. Auch Angela Merkel als Partnerin könne er sich vorstellen.

Doch die hat bereits öffentlich abgelehnt. "Ich bin zwar dafür, dass Kalle einen Hund haben darf, aber für mich bleibt die Ehe eine Ehe zwischen Angela und Joachim. Schon ein gewisser Ulrich war nichts für mich. Das wäre bei Kalle auch nicht anders."





Montag, 26. Juni 2017

Hagelbäuschen

Hagelkörner für die SPD.
Sehr geehrter Herr Thomas Oppermann,

was Sie links im Bild sehen, sind keine Wattebäuschen, sondern Hagelkörner, mit denen Demoskopen der SPD die Laune verhageln. Beim Messias der Juden soll es vier Tage gedauert haben, bis die Stimmung umschlug. Beim SPD-Messias dauerte es etwas länger. Als alle wussten, dass Martin Schulz in jungen Jahren Alkoholiker und ein Fiesling gewesen ist, sank das Interesse wieder. Und für Würselen hat sie nie jemand wirklich interessiert.

Da das so ist, wollen Sie im Wahlkampf nicht mit Wattebäuschen werfen, mit Hagelkörnern natürlich auch nicht. Da muss schon schärfere Munition verwendet werden. Der SPD-Parteitag war zwar so langweilig wie viele davor, aber für etwas Erregung sorgte Martin Schulz dennoch. Er warf der Union Anschläge auf die Demokratie vor. 

Da begriffen die Delegierten, die alle einer Meinung waren, weil die SPD weiß, was demokratisch bedeutet, warum die Einlasskontrollen so streng gewesen waren. Es wurde nicht etwa befürchtet, dass sich der eine oder andere Delegierte eigene Gedanken machen würde, gerechnet wurde mit einem Anschlag.

Bis dahin waren Anschläge auf die Demokratie noch die Spezialität von Terroristen, jetzt gab es die auch von Merkel und ihrer kriminellen Vereinigung. Die Merkel/Schäuble-Bande plante Schlimmes, die SPD beschloss: "Bei diesem Parteitag wird zurückgeschossen."

Nun werden Demoskopen der SPD die Laune noch mehr verhageln, denn viele haben noch nicht vergessen, was auch Sie nach dem Auftauchen der ersten Pegida-Horden den Wählerinnen und Wähler versicherten. Die SPD wollte nicht pöbeln. Und niemand hat das Martin Schulz mitgeteilt?

Sollten Sie nun so aus dem Anzug schauen wie bei Talkshows mit Sahra Wagenknecht, der Sie nicht gewachsen sind, dann empfehle ich Wattebäuschen zum Schweiß abwischen. Gern geschehen.  


Sonntag, 25. Juni 2017

Kein guter Kanzler

Und es ist Sommer. Foto:
Heinz-Peter Tjaden
Das schöne Gedicht und der Kandidat

Bei einer Radtour durch die schönste Stadt Niedersachsens ist mir ein Gedicht eingefallen, das ich vor 30 Jahren in einer Todesanzeige für ein Neugeborenes las, und ich dachte: Bessere Eltern hätte dieses Kind nie haben können.

Geht leise.

Es ist müd von der Reise.
Kommt von weit her.
Vom Himmel über das Meer.
Vom Meer über das Land.
Bis es endlich.
Seine Wiege fand.
Geht leise.


In den Nachrichten hörte ich nach meiner Rückkehr, dass die SPD in Dortmund Martin Schulz stehend bejubelt hat. Vorher bezichtigte er den mehrfachen und zukünftigen Koalitionspartner eines Anschlages auf die Demokratie.
Da war mir klar: Das wäre kein guter Bundeskanzler.

Samstag, 24. Juni 2017

Sie glimmt noch

Am Rhein gefunden-von Erhard
geraucht?
Die letzte Kanzler-Zigarre von Ludwig Erhard

Bonn. Die "Bild"-Zeitung, die immer wieder gern über ihren Lieblingskanzler Adolf Hitler berichtet (letztes Beispiel "Hitlers Silberschatz gefunden", 21. Juni 2017), will diesen Fund verschweigen: Spaziergänger haben Mitte Mai am Rhein eine noch glimmende Zigarre gefunden. Ersten Schätzungen zufolge soll sie dort seit über 50 Jahren gelegen haben.

Historiker bezeichnen diesen Fund bereits als "sensationell", wahrscheinlich handelt es sich um eine Zigarre, die sich der zweite Bundeskanzler Ludwig Erhard vor seinem Rücktritt angezündet hat. 

Da es am 1. Dezember 1966 sehr kalt gewesen sei, habe Erhard die Zigarre wohl nach einer gewissen Zeit mit seinen erfrorenen Fingern nicht mehr halten können.

Experten des Internetportals "Starke Zigarren", die stets die Auffassung vertreten haben, dass man Zigarren so lange rauchen kann wie sie schmecken, wundern sich über den Fund nicht. Der Pressesprecher von Delicious Berlin: "Erhard rauchte stets Zigarren, die außergewöhnlich gut schmeckten."


Mittwoch, 21. Juni 2017

36 Grad und...

Auch unter einem Baum kann man
ein Buch lesen. Foto: Pixabay
...wo liest jemand auf einer Parkbank ein Buch?

"Ist das heiß." Klagen die einen. "Hoffentlich wird es bald wieder kühler." Wünschen sich die anderen. Drei Tage Sommer - und schon reden alle vom Wetter. Die Medien berichten über eine angebliche Hitzewelle. Petrus möchte ich in Deutschland nicht sein. 

Ich mag dieses Wetter. Doch eins vermisse ich: Menschen, die auf Parkbänken Bücher lesen. Dabei kann es kaum etwas Schöneres geben, als jemand, der in eine Geschichte vertieft ist und alles um sich herum vergisst.

Wo sind sie geblieben? Sag mir, wo die Bücherleser sind...Obwohl: Gelesen wird noch. Nicht mehr, aber zum Glück auch nicht weniger als früher. Bücherleser sind schon immer eine Minderheit gewesen.

Wenn es einem dann als Autor wenigstens noch gelingt, ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern, dann ist das wundervoll. Gelungen sein soll mir das in diesen angeblich so heißen Tagen mit meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Berichtet mir eine 40-jährige Bekannte, die täglich meinen Ratgeber an jemand anderes verleiht. "Die lächeln alle, wenn sie mir das Buch zurückgeben", sagt meine Bekannte und freut sich mit mir.

Wenn jetzt die Medien über eine Schmunzel-Welle berichten würden, wäre das allemal besser als die Klagen über eine vermeintliche Hitzewelle. Doch diese Meldung wäre wohl zu positiv.

Positives berichten kann ich auch über ein Mathe-Bilderbuch, das ich mit einer Siebenjährigen veröffentlicht habe. "Wenn Zahlen Streit bekommen", dann schmunzeln immer mehr Eltern und Kinder. Finde ich so gut, wie das, was Petrus gerade macht...

Freitag, 16. Juni 2017

Rentenalarm

Wie schlägt Ratgeber zu Buche?

Die Bundesregierung macht sich Sorgen um die Rentenkasse. Einer neuen Studie zufolge führt der Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" keinesfalls dazu, dass Rentnerinnen und Rentner sich tot lachen, wie das dem Autor Heinz-Peter Tjaden bisher sogar von mehreren Staatsanwaltschaften vorgeworfen worden ist.

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Mittwoch, 7. Juni 2017

Über Ärger ärgern

Wer damals von Mord sprach,
wurde diffamiert. 
Die Ermordung von Benno Ohnesorg

Vor 50 Jahren ist in Berlin der Student Benno Ohnesorg aus Hannover von einem Polizeibeamten ermordet worden. Dieser Mord geschah bei einem brutalen Polizeieinsatz, während der Schah von Persien mit dem Regierenden Bürgermeister Heinrich Albertz in der Oper saß. Die Demonstranten wurden eingekesselt, vorne standen die Knüppel-Polizisten, hinter einem Bauzaun die Provokateure, die den Einsatz mit Angriffen auf die Polizei legitimieren sollten. Alles inszeniert, nur der Mord war nicht geplant.

Dafür entschuldigte sich am 50. Jahrestag dieses Verbrechens der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen vor dem Schöneberger Rathaus bei so genannten "68er-Veteranen". Worüber sich gestern Gunnar Schupelius in der "BZ" aufregte. Er fragte "Wer entschuldigt sich bei den Opfern der ´Bewegung 2. Juni´?"

Also schrieb er: "...aus ihrer Mitte (gemeint sind die "68er-Studenten" - OT Schupelius) entstand die Terrorgruppe mit dem Namen ´Bewegung 2. Juni´. Mitglieder dieser Bewegung verübten zahlreiche Sprengstoff- und Brandanschläge..." Sie waren also eingebettet in die Freie Universität Berlin - oder wo? Die Rechten haben schon immer gern alles in einen Sack gesteckt, damit man beim Draufschlagen auch einmal den Richtigen trifft. Außerdem produzierte die "BZ" damals widerwärtige Schlagzeilen, wer sagte, dass in Berlin ein Mord geschehen sei, galt schnell als Sympathisant durchgeknaller Attentäter. Das hätte Gunnar Schupelius gern wieder? Und wer damals angeblich mit Terroristen sympathisierte, hat sich heute zu entschuldigen?

Was sind eigentlich "68er-Studenten"? Jene Studenten, die sich um Rudi Dutschke geschart haben? Die Spontis, die etwas gegen den "Mief unter den Talaren" hatten? Doch Gunnar Schupelius will gar nicht differenzieren, er will die Ermordung von Benno Ohnesorg relativieren.

Das wäre Heinrich Albertz nie eingefallen. In den 80er-Jahren traf ich ihn bei einer Frankfurter Buchmesse. Er war immer noch empört über die Lügen, die ihm von der Polizeiführung erzählt worden waren. Das fand ich beeindruckend. Soll ich mich dafür jetzt bei der Berliner Polizei entschuldigen - als "68er-Schüler"?

Merke: Terroristen sind verurteilt worden, der Mörder von Benno Ohnesorg wurde - freigesprochen! Entschuldigt sich dafür jetzt die Justiz?

Samstag, 20. Mai 2017

Die Pressefreiheit

Die letzte Ausgabe unserer
Wochenzeitung. 
Für 200 reiche Leute?

"Die Botschaft des 3. Mai lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können. Eine Beschränkung der Pressefreiheit ist immer auch eine Beschränkung der Demokratie."

Heißt es auf den Internet-Seiten der deutschen Unesco-Kommission. Deshalb wird jedes Jahr der Internationale Tag der Pressefreiheit gefeiert. Ausgespart werden aber: Die Angriffe deutscher Medienkonzerne auf die Pressefreiheit im eigenen Lande. Diese Konzerne haben den deutschen Meinungskuchen unter sich aufgeteilt. In den meisten deutschen Städten gibt es nur noch eine Lokalzeitung, gibt es zwei oder drei, dann kommen sie aus dem gleichen Hause.

Kommt man nicht aus diesem Hause, gehört man zu den Störenfrieden, erst wird man beäugt, dann bekämpft, ist man trotzdem erfolgreich, wird man umworben, bis sich ein Zeitungskonzern das Kuchenstück einverleibt. 

So weit ist es bei uns gar nicht gekommen, als wir 2004 in Wilhelmshaven eine Wochenzeitung gründeten. Ich wurde als Redakteur sofort verleumdet, dem Oberbürgermeister musste ich auf die Füße treten, damit der mich zu seinen Pressekonferenzen einlud, besuchte ich Podiumsdiskussionen, wurden meine Wortmeldungen geflissentlich übersehen. Nur eine Bürgerinitiative behandelte uns so wie die Lokalzeitung, die intern über sich selbst behauptete, eine "gut gefüllte Kriegskasse" zu haben, mit der man uns wieder vertreiben könne. Womit sie Recht hatte, sie ließ die Anzeigenpreise in den Keller sausen und holte sie dort wieder heraus, als wir das Erscheinen unserer Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen wieder einstellten.

Nach dem Aus informierte ich den Deutschen Journalisten-Verband über unsere Erlebnisse. Die Gewerkschaft verlor darüber kein Wort. Sie reagierte überhaupt nicht. Wäre uns das, was uns 2004 in Wilhelmshaven passiert ist, in diesen Tagen in der Türkei passiert, hätten alle deutschen Medien darüber berichtet. Jede Wette.

Nachrichten sind eine Ware, mit der nur wenige handeln sollen. So ist das. Paul Sethe, Gründungsherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat das mal so formuliert: "Pressefreit ist die Freitheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten." Etwas Ähnliches hätte beinahe auch im jüngsten Armutsbericht der Bundesregierung gestanden. Wurde aber gestrichen.

Ein Beispiel für Verleumdung