Donnerstag, 14. September 2017

AfD-Probleme


Das ist Alexander
Gauland. 
Googeln Sie mal das Foto einer Hyäne

Gott schützt die Liebenden. Die anderen wählen AfD? 

Die Dating-Plattform "Gleichklang" will bei einer Umfrage herausgefunden haben, dass sich AfD-Wählerinnen und -Wähler in der Liebe häufiger "verarscht" fühlen als die Wählerinnen und Wähler der anderen Parteien. Befragt worden sein sollen 700 Frauen und Männer. Die Umfrage ist also nicht repräsentativ, sie ist allenfalls werbewirksam. 

Doch das Ergebnis könnte stimmen. Viele haben die Neigung, gemachte Fehler immer wieder zu wiederholen. Darüber mag man sich wundern, aber es ist leider so. Warum also sollen sich dann in der Liebe "Verarschte" nicht auch in der Politik "verarschen" lassen wollen?

Andererseits scheint das Ergebnis aber auch nicht schlüssig zu sein. Wenn jemand von der einstmals Geliebten plötzlich wie ein Fremder behandelt wird, warum hasst er dann Fremde? 

Des Rätsels Lösung könnte lauten: Die Selbstzerfleischung gehört zur Zerfleischung anderer. Letzten Ende treibt also das Hyänen-Prinzip so manchen in die Arme der AfD. Die Armen!

Nun schauen Sie sich einmal das Foto von Alexander Gauland an. Und dann - siehe oben...

Mittwoch, 6. September 2017

Impressum







Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel
heinzpetertjaden02@gmail.com
Telefon 05139/9519599
www.heinzpetertjaden.de

Alice im AfD-Land

Mit ihr geht die Alice durch.
Ich schalte ein, sie geht

"Alice Weidel (38, AfD), Gauland-Gegenentwurf mit der Gabe, Blödsinn bierernst zu präsentieren." So hat die "Bild"-Zeitung gestern eine Frau vorgestellt, die ich bis dahin überhaupt nicht kannte. Das änderte sich auch gestern nur unwesentlich. Kaum hatte ich die ZDF-Sendung "Wie geht´s, Deutschland?" eingeschaltet, ging sie. Ich versichere hiermit: Ich habe ihr nichts getan.

Erst behauptete die 38-Jährige, wenn es um gelungene Integration gehe, könne das nur ein "Einzelfall" sein, dann sprach sie von "Legalisierung illegaler Einwanderung" und wanderte aus. Vorher tat sie noch so, als wolle sie sich eine Notiz machen. Da sie aber wahrscheinlich das Wort Legalisierung nicht schreiben konnte, verzichtete sie darauf.

Laut heutigen Medienberichten ist Alice Weidel eine Spitzenkandidatin der AfD. Au weia! Leute schickt das Wahlamt...

Montag, 4. September 2017

Duell-Taktik

Harmonie auch bei der Pressekonferenz.
In vier Jahren ablösefrei zum Gegner

Das Duell hat 95 Minuten gedauert. Auch in der fünfminütigen Verlängerung konnte auf den Video-Beweis verzichtet werden. Auf dem Rasen standen tatsächlich: die Kanzlerin und Martin Schulz, der schon vor dem Anpfiff versicherte, nicht noch einmal behaupten zu wollen, dass Angela Merkel gar nicht antreten wolle. 

Da wusste sie: Auch sie musste nur den Ball flach halten, das Runde musste nicht mehr ins Eckige. Das hatte sie vorher schon so mit den Schiedsrichtern vereinbart. Denen hatte sie klar gemacht: Wenn es bei dem Duell darum gehen sollte, Tore zu erzielen, würde sie gar nicht erst antreten. Die Null sollte stehen. Über links durfte Martin Schulz deswegen auch kaum einmal kommen.

Kurz vor Schluss stand der Gegner trotzdem frei vor dem Tor. Martin Schulz holte aus, Merkel flog in die falsche Ecke, als sie am Boden lag, rief sie: "Martin, wenn du das Tor verfehlst, machen wir auch die Musterfeststellungsklage gegen Betrüger in Autokonzernführungsetagen gemeinsam." Da die Schiedsrichter mit einem Diesel angereist waren, entschieden sie vorsorglich auf Abseits. Proteste gab es nicht.

Bei der anschließenden Pressekonferenz versicherte Merkel, dass sie nur noch vier Jahre Kanzlerin sein wolle. Dann könne sie ablösefrei zum Gegner wechseln. "Darauf freue ich mich schon", antwortete Martin Schulz.





  

Samstag, 26. August 2017

Eine Morddrohung?

Oder kann das weg?
In Wilhelmshaven habe ich von 2007 bis 2013 in einem Schimmel-Haus gewohnt, das einer Heuschrecke gehörte, die sich Anjas Erste Property nennt und sich weitere Namen gibt. Sie frisst sich in einem englischen Steuerparadies voll und lässt ihre Immobilien in Deutschland verrotten. Verwaltet worden ist das Haus von Treureal mit Sitz in Mannheim. Die Sitze der zuständigen Treureal-Büros wechselten ständig. Abgewimmelt wurden die Beschwerden der Mieter in Hamburg, Bremen, Hannover, Chemnitz, Leipzig und irgendwann in Munster. Trotz dieser Skandale war die Heuschrecke vor Gericht meistens erfolgreich.

Dienstag, 22. August 2017

Asymmetrische Merkel

Martin Schulz pfeift im Kanzlerinnen-Wald

Als asymmetrische Demobilisierung wird in der Politikwissenschaft eine Wahlkampfstrategie bezeichnet, bei der durch das Vermeiden einer Stellungnahme zu kontroversen Themen vermieden wird, die potenziellen Wähler des politischen Gegners zu mobilisieren. Wenn nicht unbeabsichtigt gleichzeitig die eigenen Wähler demobilisiert werden, steigt der Stimmenanteil der Partei, die die Strategie praktiziert. Das Sinken der Wahlbeteiligung wird bei Anwendung der asymmetrischen Demobilisierung billigend in Kauf genommen.

Wikipedia

"Wir werden gewinnen", spricht sich der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" selbst so eine Art Rest-Mut zu. Doch ein griffiges Thema findet er nicht. Könnte er eins finden, wird es schon vorher von Merkel einfach gestohlen. Beispiel: Die Ehe für alle. 

Den Namen Schulz erwähnt Merkel bei ihren Wahlkampfauftritten gar nicht. 25 Prozent sind eben unter ihrer Würde. In der DDR hat sie sich an 99,9 Prozent gewöhnt. Die Bundeskanzlerin gibt sich staatstragend. Unentschlossene Wählerinnen und Wähler will sie nicht zur SPD tragen. Je geringer die Wahlbeteiligung, desto besser für die CDU. Weiß man doch.

Statt weiter zu schimpfen, sollte Schulz seine Taktik ändern und darauf hinweisen, wer in der Bundesregierung eigentlich was macht. In der CSU gilt Andrea Nahles schon als Schattenkanzlerin, bei der man sich Rat holt, bevor Merkel überhaupt erfährt, was gut sein könnte. Darüber schweigt Martin Schulz. Wie über die manchmal pfiffigen Ideen der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Angeblich freut sich der SPD-Kanzlerkandidat bereits auf das Fernsehduell mit Merkel. Dann will er sie stellen, sagt er. Besser wäre es, er würde die SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aus der GroKo vorstellen und würdigen, was sie gegen den Widerstand der Union doch noch geleistet haben. Ursula von der Leyen vorschicken kann Merkel dann nicht mehr, damit ihre Allzweck-Waffe und nicht die Kanzlerin Ladehemmung bekommt, wenn es beispielsweise um konstruiert wirkende Unterschiede zwischen Lohnuntergrenze und Mindestlohn geht.

Klar machen sollte sich Martin Schulz auch, dass Merkel sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Wahlergebnis wünscht, bei dem eine Koalition mit der FDP unmöglich ist. Die Erfahrungen, die sie mit diesem Koalitionspartner gemacht hat, sind von ihr sicherlich gespeichert worden. Von wegen politische Liebes-Heirat. Dann doch lieber Fortsetzung der GroKo, wird sie sich ganz asymmetrisch sagen.  




Sonntag, 13. August 2017

Zeit verschwenden

Love me gender, love me long.

Viele können mit ihrer Zeit nichts anfangen, noch mehr nichts mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Dennoch ist am 10. August die 33. Ausgabe erschienen. Mit Putin "oben ohne" auf Seite 1. Marc Brost und Bernd Ulrich fischen nebenan ebenfalls im Trüben. Der eine erklärt den Wahlkampf zum Kulturkampf, der andere vergleicht die "Generation Merkel" mit den 68-ern. Angezettelte Revolution damals, tatsächliche Revolution heute. 

Die allerdings wird auch im Innenteil von der "Generation Merkel" verpennt. Laut Britta M. Schulz ist diese Generation auch noch dumm genug, sich auf das Internet zu verlassen. "Der Zeitungsleser kann Berichte noch einigermaßen einsortieren", meint sie, was wir fast täglich bei der Mülltrennung erleben. Wer gar nicht erst Müll produziert, verlässt sich dagegen auf Suchmaschinen, die Nachrichten bewerten. Muss man dann laut Britta M. Schulz nicht mehr selber. Irgendwann sind wir deswegen dümmer als der Computer. 

So schlau wie Alice Schwarzer sind wir alle allerdings nicht einmal zu jener Zeit gewesen, als es noch keine Computer gegeben hat. Deshalb schreibt sie auf Seite 37 auch ganz richtig: "Ich kann nicht voraussetzen, dass alle Zeit-Leser mit den Gender-Theorien vertraut sind, denn die sind außerhalb des akademischen Milieus entweder unbekannt oder zur Karikatur verzerrt.,.(Das) liegt daran, dass sie an den Grundfesten der Geschlechterordnung rütteln."

Wie etwas nicht Existierendes an Grundfesten rütteln kann, könnte uns vielleicht Gerhard Schröder beantworten. Der soll dermaleinst an etwas Existierendem gerüttelt haben. 

Irgendwo in der Ausgabe 33 liest man dann auch noch, dass sowieso alles zu spät sei. Die Frage laute nicht mehr, ob der Klimawandel uns umbringt, sondern wann. Schon kann man wieder auf Seite 1 der "Zeit" anfangen. Oder den Müll trennen.

Mehr über Alice Schwarzer u. a.    


Dienstag, 8. August 2017

Bambi

Hier ist vor 30 Jahren ein Verlag
verschwunden. 
Erst einsam-dann immer beliebter

Bambi wird heute 75 Jahre alt, ist also einige Jährchen älter als ich. Die ersten Lebensjahre hat das Trickfilm-Rehkitz von Walt Disney ziemlich einsam verbracht, kaum jemand wollte es im Kino besuchen. Doch das änderte sich schlagartig, als Bambi nach Europa kam.

In meinem Leben hat sich einiges auch stets schlagartig verändert. Manchmal bekam ich aber auch Schläge. Als Autor. Meine erste Erzählung wurde von einem Verlag schlicht vergessen, als die Anthologie, in der auch meine Geschichte veröffentlicht werden sollte, auf den Markt kam. Der Lektor entschuldigte sich in einem Brief für dieses Versehen, das er sich einfach nicht erklären konnte. Schrieb er.

Was anschließend ein Verlag aus Wickede mit mir machte, der meinen ersten Roman veröffentlichte, konnte ich mir nicht erklären. Ich bekam ein paar Belegexemplare, der Verlag beteiligte sich an der Frankfurter Buchmesse und das war es dann. Der Verlag war wieder futsch.

Meine nächsten Bücher erschienen in Worms - oder in London? Das ist bis heute nicht geklärt. Als es um nicht gezahlte Honorare ging, behauptete der Verleger einen Sitz in der Londoner Finchley Road, wenn ich Bücher bestellte und sie bezahlte, befand sich sein Verlag angeblich in Worms. Bis heute haben mir viele versichert, diese Bücher gelesen zu haben, doch finanziell spürte ich davon kaum etwas.

Zwischendurch schlüpfte ein Krimi von mir in einen Sammelband mit dem Titel "Mordslust", eine angesehene Literaturzeitschrift feierte mich als Nachwuchstalent, mein Text erschien sogleich in einem schwedischen Schulbuch für den Deutsch-Unterricht an Gymnasien. Auch dieser Verlag entglitt mir wieder, ohne tschüs zu sagen.

Mit dem Internet kam die Wende. In Mainz stellte sich ein Verlag vor, der sich auf Autorinnen und Autoren spezialisiert hatte, die ihre Bücher nicht nur selbst schreiben, sondern am Computer auch bis zur Druckreife gestalten. Das lief gut, hatte aber einen Haken: Die Buchpreise waren zwar annehmbar, die Portokosten für Einzelbesteller und Buchhandlungen aber nicht. Als auch noch ein wild gewordener Polizeibeamter mein internettes Buchkonto zerstört hatte, entdeckte ich für mich den Kindle-Shop für e-books und Createspace für die Printausgaben.

Das ist eine feine Sache und klappt vorzüglich. Auch über die Werbung, die für meine Veröffentlichungen gemacht wird, kann ich mich nicht beklagen. Die Honorare kommen pünktlich, Anregungen meinerseits stoßen nicht auf taube Ohren. 

Sind wir wieder bei Bambi. Eine Zeitlang haben sich auch meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70" und das Mathe-Bilderbuch für Kinder "Wenn Zahlen Streit bekommen" sehr einsam gefühlt. Das ändert sich allmählich. Und da ich noch nicht 75 bin...  


Montag, 31. Juli 2017

Perverse Medien

Der schlechte und der weniger schlechte Mord

Ein Mann stürmt mit einem Gewehr in einen Club in Konstanz, ein Toter, zwei Schwerverletzte. Nähere Einzelheiten will die Polizei noch nicht mitteilen. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch unklar. 

Da die Tat keinen "islamistischen Hintergrund" hat, verschwindet diese Meldung schon bald wieder aus den Nachrichten, Zeitungen machen auch keine Titelseiten frei, im Fernsehen gibt es keine Sondersendungen. Franz Josef Wagner schreibt in der "Bild-Zeitung" keinen Brief an die geschockten Disco-Besucher. 

Hätte doch wenigstens einer "Allah ist groß" gerufen...

Ein Mann stürmt in Hamburg in einen Edeka-Markt. Mit einem Küchenmesser tötet er einen 50-Jährigen, außerdem gibt es sieben Schwerverletzte. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch unklar.

Ob die Tat einen "islamistischen Hintergrund" hat, ist weiter unklar. Deshalb hat diese Meldung in den Medien auch ein längeres Haltbarkeitsdatum. Immerhin soll der Mörder "Allah ist groß" gerufen haben.

Die Moral von der Geschicht: Es gibt für die Medien zweierlei Arten von Morden. 

Oder werden diese Morde nur unterschiedlich bewertet, weil mehr Leute in einen Edeka-Markt gehen als in eine Disco? An dem Verdacht, dass auch der Mörder aus Hamburg psychisch krank gewesen ist, kann es nicht liegen. Psychisch krank ist jeder Mörder. 


Mittwoch, 26. Juli 2017

"Bild"-Dichter

Dazu fällt mir nur ein sehr kurzes
Gedicht ein: "Wow, ein Stau"
Stau und andere Gedichte

"Bild" will nicht mehr allein dichten, deshalb sind gestern die Leserinnen und Leser dieses Blattes um Heimatgedichte gebeten worden. Gereimt werden soll über landschaftliche Schönheiten, wunderbare Stau-Erlebnisse und den Park um die Ecke.

Da habe ich mich nicht lange lumpen lassen. Lesen Sie selbst:

Heimaturlaub

Wenn meine Heimat wäre
wie "Bild" schreibt
wäre hier niemand
der im Urlaub bleibt.

Da aber viele bleiben
muss "Bild" wohl übertreiben.

Samstag, 22. Juli 2017

Twitter-Warnung

Vor einem gefährlichen Ratgeber

21. Juli 2017. Wenn Sie meine Tweets lesen und weitere Informationen aufrufen wollen, bekommen Sie seit heute auch eine Warnung vor meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Nun werde ich also nicht nur wegen fahrlächerlicher Tötung von Seniorinnen und Senioren gesucht, sondern auch wegen Computerkriminalität. Das geschieht mir recht. 



Der Link, auf den Du zuzugreifen versuchst, wurde von Twitter oder unseren Partnern als möglicherweise schädigend oder als Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter eingestuft. Dieser Link könnte auf eine Seite verweisen, die:
  • stiehlt Dein Passwort oder andere private Informationen
  • installiert schädliche Softwareprogramme auf Deinem Computer
  • sammelt Deine privaten Informationen zu Spam-Zwecken
  • die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter verletzt
22. Juli 2017. Die Warnhinweise sind wieder verschwunden. 

Montag, 10. Juli 2017

Der Steinewerfer

Lieber mittendrin-als nur dabei?
Und die unbeeindruckte Fotografin

"Mit Steinen, Molotow-Cocktails und Stahlgeschossen wurden Polizisten beim Hamburger G20-Gipfel von Kriminellen angegriffen. Wer kann die Verbrecher identifizieren?" Titelseite der "Bild"-Zeitung vom 10. Juli 2017. Mit fünf Fotos von Gewalttaten und einer Plünderung. Die Fotografen: Leon Neal/Getty Images, Kai Pfaffenbach/Reuters, Lars Berg, Thomas Lohnes/Getty Images und Omer Messenge/DDP Images.

Auf einem dieser Fotos sieht man einen Steinewerfer, direkt neben ihm steht eine Fotografin, die offenbar darauf wartet - dass sie ein besseres Foto machen kann? Hat sie diesen Kriminellen anschließend gefragt, ob er noch mehr Steine in seinem Rucksack hat? Oder ist sie zu dem Fotografen gegangen, dem dieses Foto geglückt ist, um ihm zu gratulieren?


Freitag, 30. Juni 2017

Ehe für Kalle

Er blitzt nicht mehr ab.
Wird Sahra seine Frau?

Hat der Kalle gejubelt! Und alle freuen sich mit ihm. Die Tagesschau. Alle Zeitungen. 393 Bundestagsabgeordnete haben heute für die Ehe für Kalle gestimmt. 226 stimmten dagegen, vier enthielten sich.

Kalle, der schon in der Schule bei jedem Mädchen abgeblitzt ist, Kalle, der unzählige Kontaktanzeigen aufgegeben hat,die nach dem ersten Treffen weitere Kontaktanzeigen nach sich zogen, Kalle, der sich schon einsam sterben sah, dieser Kalle bekommt nun vom Deutschen Bundestag eine Frau.

"Endlich werde ich nicht mehr benachteiligt", sagt er. Sofort werde er sich an die SPD, die Grünen und die Linke wenden, um sein Recht geltend zu machen. Claudia Roth möchte er allerdings nicht heiraten. Er denkt eher an Sahra Wagenknecht. "Die ist ganz hübsch", meint er. Auch Angela Merkel als Partnerin könne er sich vorstellen.

Doch die hat bereits öffentlich abgelehnt. "Ich bin zwar dafür, dass Kalle einen Hund haben darf, aber für mich bleibt die Ehe eine Ehe zwischen Angela und Joachim. Schon ein gewisser Ulrich war nichts für mich. Das wäre bei Kalle auch nicht anders."





Montag, 26. Juni 2017

Hagelbäuschen

Hagelkörner für die SPD.
Sehr geehrter Herr Thomas Oppermann,

was Sie links im Bild sehen, sind keine Wattebäuschen, sondern Hagelkörner, mit denen Demoskopen der SPD die Laune verhageln. Beim Messias der Juden soll es vier Tage gedauert haben, bis die Stimmung umschlug. Beim SPD-Messias dauerte es etwas länger. Als alle wussten, dass Martin Schulz in jungen Jahren Alkoholiker und ein Fiesling gewesen ist, sank das Interesse wieder. Und für Würselen hat sie nie jemand wirklich interessiert.

Da das so ist, wollen Sie im Wahlkampf nicht mit Wattebäuschen werfen, mit Hagelkörnern natürlich auch nicht. Da muss schon schärfere Munition verwendet werden. Der SPD-Parteitag war zwar so langweilig wie viele davor, aber für etwas Erregung sorgte Martin Schulz dennoch. Er warf der Union Anschläge auf die Demokratie vor. 

Da begriffen die Delegierten, die alle einer Meinung waren, weil die SPD weiß, was demokratisch bedeutet, warum die Einlasskontrollen so streng gewesen waren. Es wurde nicht etwa befürchtet, dass sich der eine oder andere Delegierte eigene Gedanken machen würde, gerechnet wurde mit einem Anschlag.

Bis dahin waren Anschläge auf die Demokratie noch die Spezialität von Terroristen, jetzt gab es die auch von Merkel und ihrer kriminellen Vereinigung. Die Merkel/Schäuble-Bande plante Schlimmes, die SPD beschloss: "Bei diesem Parteitag wird zurückgeschossen."

Nun werden Demoskopen der SPD die Laune noch mehr verhageln, denn viele haben noch nicht vergessen, was auch Sie nach dem Auftauchen der ersten Pegida-Horden den Wählerinnen und Wähler versicherten. Die SPD wollte nicht pöbeln. Und niemand hat das Martin Schulz mitgeteilt?

Sollten Sie nun so aus dem Anzug schauen wie bei Talkshows mit Sahra Wagenknecht, der Sie nicht gewachsen sind, dann empfehle ich Wattebäuschen zum Schweiß abwischen. Gern geschehen.  


Sonntag, 25. Juni 2017

Kein guter Kanzler

Und es ist Sommer. Foto:
Heinz-Peter Tjaden
Das schöne Gedicht und der Kandidat

Bei einer Radtour durch die schönste Stadt Niedersachsens ist mir ein Gedicht eingefallen, das ich vor 30 Jahren in einer Todesanzeige für ein Neugeborenes las, und ich dachte: Bessere Eltern hätte dieses Kind nie haben können.

Geht leise.

Es ist müd von der Reise.
Kommt von weit her.
Vom Himmel über das Meer.
Vom Meer über das Land.
Bis es endlich.
Seine Wiege fand.
Geht leise.


In den Nachrichten hörte ich nach meiner Rückkehr, dass die SPD in Dortmund Martin Schulz stehend bejubelt hat. Vorher bezichtigte er den mehrfachen und zukünftigen Koalitionspartner eines Anschlages auf die Demokratie.
Da war mir klar: Das wäre kein guter Bundeskanzler.

Samstag, 24. Juni 2017

Sie glimmt noch

Am Rhein gefunden-von Erhard
geraucht?
Die letzte Kanzler-Zigarre von Ludwig Erhard

Bonn. Die "Bild"-Zeitung, die immer wieder gern über ihren Lieblingskanzler Adolf Hitler berichtet (letztes Beispiel "Hitlers Silberschatz gefunden", 21. Juni 2017), will diesen Fund verschweigen: Spaziergänger haben Mitte Mai am Rhein eine noch glimmende Zigarre gefunden. Ersten Schätzungen zufolge soll sie dort seit über 50 Jahren gelegen haben.

Historiker bezeichnen diesen Fund bereits als "sensationell", wahrscheinlich handelt es sich um eine Zigarre, die sich der zweite Bundeskanzler Ludwig Erhard vor seinem Rücktritt angezündet hat. 

Da es am 1. Dezember 1966 sehr kalt gewesen sei, habe Erhard die Zigarre wohl nach einer gewissen Zeit mit seinen erfrorenen Fingern nicht mehr halten können.

Experten des Internetportals "Starke Zigarren", die stets die Auffassung vertreten haben, dass man Zigarren so lange rauchen kann wie sie schmecken, wundern sich über den Fund nicht. Der Pressesprecher von Delicious Berlin: "Erhard rauchte stets Zigarren, die außergewöhnlich gut schmeckten."


Mittwoch, 21. Juni 2017

36 Grad und...

Auch unter einem Baum kann man
ein Buch lesen. Foto: Pixabay
...wo liest jemand auf einer Parkbank ein Buch?

"Ist das heiß." Klagen die einen. "Hoffentlich wird es bald wieder kühler." Wünschen sich die anderen. Drei Tage Sommer - und schon reden alle vom Wetter. Die Medien berichten über eine angebliche Hitzewelle. Petrus möchte ich in Deutschland nicht sein. 

Ich mag dieses Wetter. Doch eins vermisse ich: Menschen, die auf Parkbänken Bücher lesen. Dabei kann es kaum etwas Schöneres geben, als jemand, der in eine Geschichte vertieft ist und alles um sich herum vergisst.

Wo sind sie geblieben? Sag mir, wo die Bücherleser sind...Obwohl: Gelesen wird noch. Nicht mehr, aber zum Glück auch nicht weniger als früher. Bücherleser sind schon immer eine Minderheit gewesen.

Wenn es einem dann als Autor wenigstens noch gelingt, ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern, dann ist das wundervoll. Gelungen sein soll mir das in diesen angeblich so heißen Tagen mit meiner Broschüre "Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70". Berichtet mir eine 40-jährige Bekannte, die täglich meinen Ratgeber an jemand anderes verleiht. "Die lächeln alle, wenn sie mir das Buch zurückgeben", sagt meine Bekannte und freut sich mit mir.

Wenn jetzt die Medien über eine Schmunzel-Welle berichten würden, wäre das allemal besser als die Klagen über eine vermeintliche Hitzewelle. Doch diese Meldung wäre wohl zu positiv.

Positives berichten kann ich auch über ein Mathe-Bilderbuch, das ich mit einer Siebenjährigen veröffentlicht habe. "Wenn Zahlen Streit bekommen", dann schmunzeln immer mehr Eltern und Kinder. Finde ich so gut, wie das, was Petrus gerade macht...

Freitag, 16. Juni 2017

Rentenalarm

Wie schlägt Ratgeber zu Buche?

Die Bundesregierung macht sich Sorgen um die Rentenkasse. Einer neuen Studie zufolge führt der Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" keinesfalls dazu, dass Rentnerinnen und Rentner sich tot lachen, wie das dem Autor Heinz-Peter Tjaden bisher sogar von mehreren Staatsanwaltschaften vorgeworfen worden ist.

Hier weiterlesen

Mittwoch, 7. Juni 2017

Über Ärger ärgern

Wer damals von Mord sprach,
wurde diffamiert. 
Die Ermordung von Benno Ohnesorg

Vor 50 Jahren ist in Berlin der Student Benno Ohnesorg aus Hannover von einem Polizeibeamten ermordet worden. Dieser Mord geschah bei einem brutalen Polizeieinsatz, während der Schah von Persien mit dem Regierenden Bürgermeister Heinrich Albertz in der Oper saß. Die Demonstranten wurden eingekesselt, vorne standen die Knüppel-Polizisten, hinter einem Bauzaun die Provokateure, die den Einsatz mit Angriffen auf die Polizei legitimieren sollten. Alles inszeniert, nur der Mord war nicht geplant.

Dafür entschuldigte sich am 50. Jahrestag dieses Verbrechens der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen vor dem Schöneberger Rathaus bei so genannten "68er-Veteranen". Worüber sich gestern Gunnar Schupelius in der "BZ" aufregte. Er fragte "Wer entschuldigt sich bei den Opfern der ´Bewegung 2. Juni´?"

Also schrieb er: "...aus ihrer Mitte (gemeint sind die "68er-Studenten" - OT Schupelius) entstand die Terrorgruppe mit dem Namen ´Bewegung 2. Juni´. Mitglieder dieser Bewegung verübten zahlreiche Sprengstoff- und Brandanschläge..." Sie waren also eingebettet in die Freie Universität Berlin - oder wo? Die Rechten haben schon immer gern alles in einen Sack gesteckt, damit man beim Draufschlagen auch einmal den Richtigen trifft. Außerdem produzierte die "BZ" damals widerwärtige Schlagzeilen, wer sagte, dass in Berlin ein Mord geschehen sei, galt schnell als Sympathisant durchgeknaller Attentäter. Das hätte Gunnar Schupelius gern wieder? Und wer damals angeblich mit Terroristen sympathisierte, hat sich heute zu entschuldigen?

Was sind eigentlich "68er-Studenten"? Jene Studenten, die sich um Rudi Dutschke geschart haben? Die Spontis, die etwas gegen den "Mief unter den Talaren" hatten? Doch Gunnar Schupelius will gar nicht differenzieren, er will die Ermordung von Benno Ohnesorg relativieren.

Das wäre Heinrich Albertz nie eingefallen. In den 80er-Jahren traf ich ihn bei einer Frankfurter Buchmesse. Er war immer noch empört über die Lügen, die ihm von der Polizeiführung erzählt worden waren. Das fand ich beeindruckend. Soll ich mich dafür jetzt bei der Berliner Polizei entschuldigen - als "68er-Schüler"?

Merke: Terroristen sind verurteilt worden, der Mörder von Benno Ohnesorg wurde - freigesprochen! Entschuldigt sich dafür jetzt die Justiz?

Samstag, 20. Mai 2017

Die Pressefreiheit

Die letzte Ausgabe unserer
Wochenzeitung. 
Für 200 reiche Leute?

"Die Botschaft des 3. Mai lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können. Eine Beschränkung der Pressefreiheit ist immer auch eine Beschränkung der Demokratie."

Heißt es auf den Internet-Seiten der deutschen Unesco-Kommission. Deshalb wird jedes Jahr der Internationale Tag der Pressefreiheit gefeiert. Ausgespart werden aber: Die Angriffe deutscher Medienkonzerne auf die Pressefreiheit im eigenen Lande. Diese Konzerne haben den deutschen Meinungskuchen unter sich aufgeteilt. In den meisten deutschen Städten gibt es nur noch eine Lokalzeitung, gibt es zwei oder drei, dann kommen sie aus dem gleichen Hause.

Kommt man nicht aus diesem Hause, gehört man zu den Störenfrieden, erst wird man beäugt, dann bekämpft, ist man trotzdem erfolgreich, wird man umworben, bis sich ein Zeitungskonzern das Kuchenstück einverleibt. 

So weit ist es bei uns gar nicht gekommen, als wir 2004 in Wilhelmshaven eine Wochenzeitung gründeten. Ich wurde als Redakteur sofort verleumdet, dem Oberbürgermeister musste ich auf die Füße treten, damit der mich zu seinen Pressekonferenzen einlud, besuchte ich Podiumsdiskussionen, wurden meine Wortmeldungen geflissentlich übersehen. Nur eine Bürgerinitiative behandelte uns so wie die Lokalzeitung, die intern über sich selbst behauptete, eine "gut gefüllte Kriegskasse" zu haben, mit der man uns wieder vertreiben könne. Womit sie Recht hatte, sie ließ die Anzeigenpreise in den Keller sausen und holte sie dort wieder heraus, als wir das Erscheinen unserer Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen wieder einstellten.

Nach dem Aus informierte ich den Deutschen Journalisten-Verband über unsere Erlebnisse. Die Gewerkschaft verlor darüber kein Wort. Sie reagierte überhaupt nicht. Wäre uns das, was uns 2004 in Wilhelmshaven passiert ist, in diesen Tagen in der Türkei passiert, hätten alle deutschen Medien darüber berichtet. Jede Wette.

Nachrichten sind eine Ware, mit der nur wenige handeln sollen. So ist das. Paul Sethe, Gründungsherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat das mal so formuliert: "Pressefreit ist die Freitheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten." Etwas Ähnliches hätte beinahe auch im jüngsten Armutsbericht der Bundesregierung gestanden. Wurde aber gestrichen.

Ein Beispiel für Verleumdung 
  

Montag, 8. Mai 2017

Mehrere Personen in einer

Erschienen im
Kindle-Shop. 
Zeuge der Anklage schützt dreifache Mörderin

Fortsetzungsromane haben früher zu fast jeder Zeitung gehört. Bei leichter Literatur-Kost schmeckte auch das Frühstück besser. Mit "Green mile" knüpfte Stephen King an diese Tradition an, dieser Fortsetzungsroman wurde 1999 mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmt. Auch "Die Mörderin, die unschuldig ist" ist ein Fortsetzungsroman.

Die 38-jährige Sabine Becker wird des dreifachen Mordes beschuldigt. Der Erzähler ist Kronzeuge in diesem Prozess. Er soll im Sinne der Staatsanwaltschaft aussagen. Doch das tut er nicht. Er hält Sabine Becker für unschuldig und verweist den Vorsitzenden Richter auf das Buch "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling. Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte einer Frau, die eines Morgens aus dem Fenster schaut, sie weiß nicht, wo sie ist, sie kennt die Kennzeichen der Autos nicht. Nach schrecklichen Ereignissen hat sie ihre Persönlichkeit in mehrere Persönlichkeiten aufgespalten.

Das ist auch bei Sabine Becker so, meint der Erzähler. Der Verteidiger der Angeklagten zeigt kein großes Interesse an dieser These. Er will den Prozess schnell hinter sich bringen. Auch die Presse freundet sich mit dem Verhalten des Erzählers nicht an.


Autor: Heinz-Peter Tjaden
Coverzeichnung "Tanzende Bäume": Monka Schmidt-Rinke

Der Klick zum e-book Erstes bis viertes Buch, 3,82 Euro

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Buch 3 und 4 erschienen Hier klicken

Samstag, 6. Mai 2017

Neuer Simmel-Roman

Es muss nicht immer Fondue sein

Die Schweiz hat einen Spion - und der arme Kerl ist jetzt auch noch erwischt worden. Was für ein Schlag für den Geheimdienst "Banken zuerst" der Eidgenossinnen und Eidgenossen. Nun wird aus dem Simmel-Roman "Es muss nicht immer Kaviar sein" auch noch "Es muss nicht immer Fondue" sein. Wenn das kein anderer macht, schreibe ich den.

Selbstverständlich würde auch ich diesen Roman mit Rezepten versehen. Denn wie ein Schweizer Spion wird, müsste erläutert werden. Erlernen sollte er diesen Job im Berner Oberland. Dort ist man sehr langsam, dafür aber gründlich. Im Kanton Uri sollte er mit allen Kajak-Wassern gewaschen werden. In Zürich sollte er eine Zusatzausbildung als Bankkaufmann mit dem Spezialgebiet Nummernkonten machen. 

Sollte mein Roman ebenfalls verfilmt werden, käme O. W. Fischer wegen seines Ablebens für die Hauptrolle nicht mehr infrage, ein guter Ersatz wäre aber Helene Fischer, denn "Atemlos durch die Nacht" als musikalische Untermalung würde den Anschein von Spannung zumindest wahren.

  

Mittwoch, 3. Mai 2017

Haustürwahlkampf

Wer das am besten macht,
bekommt meine Stimme.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Die CDU kommt ohne Burka-und die anderen Parteien?

Das wird noch was geben: Die Grünen haben den Haustürwahlkampf bereits erprobt. So hätten sie im Saarland auch Cem Özdemir verhindert, wenn er dort kandidiert hätte. Bei der Bundestagswahl muss nur noch Katrin Göring-Eckardt ("Manchmal würde ich mich doch darüber freuen, wenn in meiner veganen Suppe ein bisschen Fleisch herumschwimmen würde") verhindert werden. Gelingen soll das mit der Broschüre "Die Geister*innen, die Rudolf Steiner rief", die allen Haustüröffnenden*innen in die Hand gedrückt werden soll.

Vor der Wahl herumziehen wollen auch die anderen Parteien. Da ich seit Sonntag weiß, dass die CDU nicht Burka ist, sammele ich bei meinen Nachbarn bereits alte Anzüge ein, die ich für die angekündigten Besuche weg hänge, damit die Vorbeigekommenen nicht unverhüllt wieder vondannen ziehen. 

Die AfD will für ihren Haustürwahlkampf die Broschüre "Unser Krampf mit Björn Höcke" nutzen, damit allen klar werden möge, dass Thomas de Maiziére mit seiner Leidkultur von Björn Höcke gar nicht so weit entfernt ist, wie beispielsweise ich das auch nie vermutet habe.

Die FDP setzt wie eh und je auf Flüssiges. Seit der Darm zu literarischen und journalistischen Ehren gekommen ist, soll Lindnerblüten-Tee für die richtigen Kreuze an den richtigen Stellen sorgen. Leiten lässt sich diese Partei von dem Spruch des großen Philosophen Helmut Kohl, der dermaleinst gesagt hat: "Entscheidend ist, was dabei hinten herauskommt."

Die SPD, die ihr Umfrage-Hoch schon wieder hinter sich hat, will mit einem Scheuertuch retten, was wahrscheinlich gar nicht mehr zu retten ist. Auf dem Tuch festgetackert werden soll ein buntes Stück Pappe mit dem Satz "Martin glänzt wieder". 

Allen in die Haustürwahlkampf-Parade fährt die Linke. Sie lässt im "Neuen Deutschland" mitteilen: "Arbeiter, ihr habt nichts zu verlieren als eure Sicherheitsketten an euren Haustüren".

Den Rest meiner Ausführungen erspare ich meinen Leserinnen und Lesern. Er würde Sie nur verwirren... 


Mittwoch, 26. April 2017

Noch vier Tage

Aus den "Lübecker Nachrichten"
Mit linker Mousetaste vergrößern.
Und dann auf Platz 1?

In vier Tagen endet das Facebook-Event "Bilderbuch in der Champions-League". Werden Sarah Kodritzki aus Lübeck es schaffen, dass unser Mathe-Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen" Platz 1 belegt? Schaun mer mal!

Der Klick zu diesem Event

Donnerstag, 6. April 2017

Heiko nimmt Maas

Aber leider nicht richtig

Polizeibeamte tun es, Politiker tun es, Verkäufer tun es - alle tun es, sie tun es am liebsten heimlich, obwohl alle es erfahren sollen, manche bekommen von den Grünen trotzdem ein Sternchen mit folgendem innen. Das sind dann die Hassbotschafter Sternchen innen. 

Wenn nicht der Heiko wäre, wozu wäre Maas Justizminister, wenn er nicht per Gesetz Hassbotschaften zumindest im Netz verbieten würde? Strafbare Inhalte sollen innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden. Muss erst noch geklärt werden, ob ein Inhalt strafbar ist, gibt es die Ein-Wochen-Frist. Die Bußgelder sollen bis zu 50 Millionen Euro betragen. Die wird aber kein Internet-Konzern ohne juristisches Aufmucken bezahlen.

Die Meinungsfreiheit endet, wo das Strafrecht beginnt, sagt der Minister. Wo das Strafrecht beginnt, kann doch nicht auf privater Ebene geklärt werden, sagen die Kritiker des Gesetzentwurfes. Diese Kritiker befürchten zudem die Abschaffung der Anonymität im Netz. 

Was ist das denn für ein Argument? Warum kann nicht jede und jeder mit seinem Namen zu seiner Meinung stehen? Wer anonym schreibt, macht sich doch sowieso nur lächerlich. Die einfachste Lösung wäre also: Beschwert sich jemand über Anonymes, wird es gelöscht. Vorher kann man dem Verfasser oder der Verfasser Sternchen in durchaus die Möglichkeit geben, den Schleier der Anonymität zu lüften. Dann stinkt es auch nicht mehr so.

Mir jedenfalls stinkt jeder Anonyme, der sich im Netz herumtreibt und meint, sich im Schutze der Anonymität alles erlauben zu können. Heiko sollte also noch einmal Maas nehmen. Aber richtig...

Beispiel für eine Hassbotschaft

Donnerstag, 23. März 2017

Wie Diogenes

Von David Jordaens (1593 bis
1678, flämischer Maler)
Vergebliche Suche nach einem Ehrenmann

Wenn ich an meine Erlebnisse mit dem Wilhelmshavener Jugendamt, mit dem Oberbürgermeister der Stadt und mit zwei Polizisten denke, fällt mir gelegentlich der kynische Philosoph Diogenes von Sinope ein, der mit einer Funzel in der Hand nach einem Ehrenmann gesucht hat.


Und schon denke ich an die Zeit, als Witze über Breitmaulfrösche kursierten. In einem dieser Witze tarnte sich ein solcher Frosch mit einem Maul, das er spitz machte, und entging der Gefahr mit den Worten: "Breitmaulfrösche gibt es hier nicht."


Sollten Sie nun meinen, dass diese beiden Absätze irgendwie nicht zusammenpassen, dann versichere ich Ihnen: Das Gemeinsame ist manchmal das Nichtvorhandensein...


Einstieg in die Geschichte 

Sonntag, 19. März 2017

Wir sind Martin

Wo sich 605 Sozialdemokraten
versammeln, will Martin mitten
unter ihnen sein. 
SPD steht nun für Schulz-Partei Deutschlands

Angela Merkel soll sich bereits erkundigt haben, ob während ihrer Abwesenheit die DDR wieder gegründet worden ist. In Washington habe sie sich voll und ganz auf Donald Trump konzentrieren müssen, da könne ihr derlei durchaus entgangen sein. Freuen würde sie sich aber. Mit der SED sei sie als DDR-Bürgerin genauso gut zurecht gekommen wie später als Kanzlerin mit der SPD. Nur das mit der Führungsrolle habe sich geändert.

In der SPD sind jetzt alle Martin, so viel Walter, Erich und Egon hat es in der SED nie gegeben. 605 von 605 Stimmen bei der Wahl des Parteivorsitzenden und das auch noch in Berlin, wo sonst Höhenflüge eigentlich nicht möglich sind, weil die dafür erforderlichen Flughäfen nie fertig werden - das klingt irgendwie durchgedreht. Ist es laut Sigmar Gabriel aber gar nicht. Wer ihn loswerden könne, der wolle das zu 100 Prozent.

Dumm aus der Bio-Wäsche schauen die Grünen. Mit Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir haben sie auf Schwarz-Grün gesetzt, jetzt setzen sie jede Umfrage in den Treibsand der drohenden Fünf-Prozent-Hürde. Trotzdem gratulierten sie Martin Schulz zur vollkommenen Wahl fast so euphorisch wie die SPD. Sie richteten ein Grußwort an den "lieben Martin", der die "alte Tante SPD" wieder flott mache, und wünschten dem neuen SPD-Chef "alles Gute für den bevorstehenden Wahlkampf". Dafür braucht er die Grünen allerdings gar nicht.   

Freitag, 3. März 2017

Bild dir deinen Adolf

Auch im März "Bild-Paar des Monats":
Eva Braun und Adolf Hitler 
Endlich wieder Bericht über Lieblingskanzler der "Bild"-Zeitung

Manchmal werden Hitler-Fans von der "Bild"-Zeitung ein wenig auf die Folter gespannt. Dieses Mal mussten sie elf schier endlose Tage auf einen neuen "Führer"-Bericht warten. Doch das Warten hat sich gelohnt. 

Die Seite 1 zierte heute endlich wieder ein Foto von Adolf Hitler mit der "Bild"-Anmerkung, dass der "Führer" fröhlich lächele. Der Grund: In England ist die Versteigerung eines Fotoalbums geplant, das im Nachlass von Eva Braun gefunden wurde. Alle Ehre machte sie ihrem Namen bekanntlich als Geliebte von Adolf Hitler, obwohl "Bild" sich auch schon - aber nur einmal - sorgenvoll gefragt hat, ob ihr Lieblingskanzler nicht etwa "schwul" gewesen ist.

Für das Fotoalbum räumte "Bild" fast die ganze Seite 7 frei, Hitler-Fans wurden mit acht Schnappschüssen verwöhnt, die Kommentare wie "Das Volk zu Besuch: Hitler stellt sich für ein Erinnerungsfoto in Pose", "Heil-Rufe und Begeisterung: Das Volk genießt die Nähe zu Hitler" und "Lachend eilt Reichsführer-SS Heinrich Himmler zum Rapport beim ´Führer´" trugen. 

Es ist also in jenen Tagen viel gelächelt und genossen worden. Hitler war "Bild" zufolge ein Kanzler, der nicht nur in Wahlkampfzeiten die Nähe zu seinem Volk suchte - denn Wahlen hatte er verboten, es gab also gar keine Wahlkampfzeiten mehr. Das dürfte "Bild" demnächst dem "Führer" hoch anrechnen. Hitler-Fans dürfen also schon mit zwei "Bild"-Sonderseiten am 17. April rechnen...

Ob ich darauf eine Antwort bekomme?

Sehr geehrter Herr Elitz,
 
in der heutigen “Bild”-Ausgabe sind Sie als neuer Ombudsmann auf drei Leser-Beschwerden eingegangen, die Sie zurückgewiesen haben. Bei der “Schweden-Rede” von Donald Trump lassen Sie es der Redaktion durchgehen, dass sie sich auf “Platzmangel” beruft. Es gehöre zu deren Arbeit, dass sie “streng auswähle”, was jeweils wichtig sei. Heute scheint “Bild” das Fotoalbum der Hitler-Geliebten Eva Braun so wichtig zu sein, dass unglaublich viel Platz auf Seite 1 und Seite 7 freigeräumt wurde. Sind auch Sie der Meinung, dass Hitler immer wieder so viel Raum in der “Bild”-Zeitung bekommen sollte wie sonst keine Meldung? Und für wie passend halten Sie die Bildunterschriften zu den Schnappschüssen aus diesem Fotoalbum? Ein Beispiel: “Heil-Rufe und Begeisterung: Das Volk genießt die Nähe zu Hitler”. 

Dienstag, 28. Februar 2017

Die Welt in Bild

Für Frauen, die kein Dr. sind

 Lieschen Müller liest die "Bild"-Zeitung, Dr. Lieschen Müller liest die "Welt". Hat einer meiner Lehrer immer behauptet. Er las die "Welt", obwohl er gar keine Frau war.

Lehrer, die keine Frauen sind, hat es wahrscheinlich schon immer gegeben, aber Fußball-Pflichtspiele, die 45 Minuten dauern, gab es noch nie. Dennoch hat "Bild"-Hannover heute die Schlagzeilen-Befürchtung gehegt, dass der Trainer von Hannover 96 den Aufstieg verschnarcht, denn die "Roten" sind in der ersten Halbzeit weniger wach als in der zweiten. 

Das macht zwar nichts, wenn die Ergebnisse nach 90+ Minuten für den zweiten Platz reichen, dennoch hat "Bild Hannover" zwei Tabellen veröffentlicht. In der Tabelle "1. Halbzeit" liegt Hannover 96 auf Platz 13, in der Tabelle "2. Halbzeit" sind die "Roten" Spitzenreiter.

Da der Trainer seiner Mannschaft aber wohl kaum sagen kann, dass sie erst nach der Pause, die dann zudem gar keine Pause wäre, auf den Platz gehen soll, bleibt es, wie es ist: Hannover 96 ist Zweiter. Lieschen Müller kann also ruhig schlafen. Sogar, wenn sie eine Frau ist...


Donnerstag, 16. Februar 2017

Grenzen für Ältere

Die "Zeit" hat (Erziehungs-) Probleme.
Auch Großeltern dürfen sich nicht alles erlauben

"Wer setzt Kindern noch Grenzen?", fragt die "Zeit". Die "Zeit" ist eine Wochenzeitung. Sie erscheint also glücklicherweise nicht täglich. Sonst müsste man auch noch mit Fragen wie "Wie lange wollen Hühner noch rumeiern?" oder "Wann werden gestohlene Gänse endlich fuchsteufelswild?" rechnen.

Die "Zeit" zählt angeblich zu den angesehenen Publikationen, da mein blog ebenso angeblich zu den angesehenen Publikationen zählt, stelle ich jetzt die Frage "Wer setzt Älteren endlich Grenzen?"

Die gegebenen Frage-Anlässe aus dem Blätterwald dieser Woche: Ein 83-Jähriger verprügelt seine 81-jährige Freundin, weil sie mit einem 75-Jährigen anbandeln will. Bei einer Geburtstagsfeier verabreden sich ein 53- und ein 61-Jähriger zu einer Schlägerei vor dem Lokal. Ein 53-Jähriger zersticht die Autoreifen eines Nebenbuhlers. Ein 66- und ein 65-Jähriger lassen wegen eines Supermarkt-Parkplatzes die Fäuste fliegen.

Noch werden solche Meldungen als Einspalter versteckt. Doch wie lange kann man die Diskussion darüber, ob Älteren nicht endlich Grenzen gesetzt werden müssen, noch verhindern? Tragen die 68-er Mitschuld an der steigenden Kriminalität der über 50-Jährigen? Wenn ja, warum nicht?

   

Freitag, 10. Februar 2017

Eigentlich nordkoreanisch

Pressekammer des Hamburger Landgerichtes jetzt auch türkisch

Kein Zweifel: Jan Böhmermann hat ein schlechtes Gedicht über Erdogan zu Gehör gebracht. Wenn das Hamburger Landgericht nun zivilrechtlich Teile dieses Werkes verbietet, wird es auch nicht besser. 

Und das Gericht wird auch nicht besser, weil es nun von Nordkorea in die Türkei umzieht, denn die Verhandlungen finden immer noch an der Elbe statt, die Urteile sollen auch in Deutschland gelten, obwohl sie oft verfassungswidrig sind. Jedenfalls deutsch betrachtet. In Nordkorea hätten die Richter längst Orden bekommen, in der Türkei dürfen sie nun wahrscheinlich kostenlos Urlaub machen.

Da es in Hamburg auch schon mal hagelt, scheinen die Richter zu meinen, dass Kritik, die seit Jahren auf sie herab hagelt, zum Wetter gehört. Ich bin selbst mehrfach Beklagter vor diesem Gericht gewesen. Einmal gewannen die Zeugen Jehovas gegen mich, obwohl ich ein Interview mit einer Großmutter lediglich mit einem Vorspann versehen hatte, in dem ich aus einer Ärzte-Zeitung zitierte, was diese Zeitung von dieser Sekte hielt. Die Großmutter durfte ihre Enkel nicht mehr sehen, weil ihre Tochter Zeugin Jehovas geworden war. Als ich dem Anwalt der Zeugen Jehovas mitteilte, dass ich in Berufung gehen würde, wenn er Geld von mir haben wolle, verzichtete er auf sein Honorar...Die Kosten, die für meine Anwältin entstanden waren, wurden mir von einem Kritiker der Zeugen Jehovas gespendet, weil er wusste, dass ich die Wahrheit verbreitet hatte.

Dann waren da noch Prozesse, die ein Scharlatan aus Lüneburg gegen mich anzettelte. Zu dem ersten Verfahren erschien über ein Dutzend Betroffene, die im Gerichtssaal aussagen wollten, was sie mit diesem Sozialpädagogen erlebt hatten. Sie wurden nicht angehört. Als mein Anwalt und ich auf Vernehmung bestanden, bekamen wir ein Säumnisurteil - wir verloren also. Ein Säumnisurteil in Anwesenheit des Beklagten, seines Anwaltes und vieler Zeugen ist schon etwas ganz Besonderes gewesen. Außer in Nordkorea wahrscheinlich. Das zweite Verfahren gewann ich geradezu sensationell, den Richtern muss für kurze Zeit eingefallen sein, dass sich das Gerichtsgebäude am Sievekingplatz in Hamburg befindet...

Nun also ist das Hamburger Landgericht auch noch türkisch. Wenn jemand demnächst behauptet, dass Erdogan - wie Gerhard Schröder - seine Haare färbt, dann setzt es wieder etwas!