Montag, 29. August 2016

IP-Recherche

Die drei Verleumder-Ecken

Nicht nur eine Staatsanwaltschaft recherchiert derzeit, von wem ich in anonymen Kommentaren verleumdet werde. Ich habe gestern auch eigene Recherchen angestellt. Ich googelte die IP-Nummern, die Schmierfinken hinterließen.

Erste Verleumder-Ecke: Wilhelmshaven und Sande. Dort wird nicht gemocht, was ich über einen Jugendamts- und Polizeiskandal berichte. Hier klicken

Zweite Verleumder-Ecke: Düsseldorf. Dort wird nicht gemocht, was ich über den Immobilienhai Anjas Erste Property berichte, der angeblich in Frankfurt herum schwimmt. Aber eben nur angeblich. Hier klicken  

Dritte Verleumder-Ecke: Hamburg. Dort wird nicht gemocht, was ich über einen Scharlatan aus der Psycho-Szene berichte. Hier klicken  

Dazu haben sich auch schon anonyme Briefschreiber gesellt, die ich aber wieder vertrieben habe. Hier klicken 

Samstag, 20. August 2016

Aldous Huxley

Jetzt beim Jobcenter

Mittels physischer Manipulationen der Embryonen und Föten sowie der anschließenden mentalen Indoktrinierung der Kleinkinder werden die Menschen gemäß den jeweiligen gesellschaftlichen Kasten geprägt, denen sie angehören sollen und die von Alpha-Plus (für Führungspositionen) bis zu Epsilon-Minus (für einfachste Tätigkeiten) reichen.

Allen Kasten gemeinsam ist die Konditionierung auf eine permanente Befriedigung durch Konsum, Sex und die Droge Soma, die den Mitgliedern dieser Gesellschaft das Bedürfnis zum kritischen Denken und Hinterfragen ihrer Weltordnung nimmt. Die Regierung jener Welt bilden Kontrolleure, Alpha-Plus-Menschen, die von der Bevölkerung wie Idole verehrt werden.

Wikipedia

So weit sind die Jobcenter noch nicht. Aber laut interner Anweisung der Bundesagentur für Arbeit arbeiten sie daran. Langzeitarbeitslose sind nicht erst seit gestern Angehörige der Epsilon-Minus-Kaste. Fehlt nur noch die Verehrung der Job-Center-Mitarbeiter als Idole, die auch von den Eltern und Großeltern der Hartz-IV-Empfänger so sehr verehrt werden, dass sie gar kein Geheimnis mehr vor ihnen haben. 


Morgens nehmen alle Epsilon-Minus-Kunden die Droge "Bild"-Zeitung, konsumieren mittags billige Konserven von Aldi und hinterfragen abends nichts mehr, wenn die Jobcenter alles wissen wollen und sogar unter den Matratzen nachschauen, ob dort jemand einen Fünf-Euro-Schein versteckt hat.

Dass die Würde der Menschen unantastbar ist, wird demnächst aus dem Grundgesetz gestrichen. Anspruch darauf haben nicht einmal mehr die Eltern und die Großeltern aus der Epsilon-Minus-Kaste. "Schöne neue Welt", die irgendwann auch nicht mehr ohne Kontrolleure der Kontrolleure der Kontrolleure auskommt, die kontrollierende Kontrolleure kontrollieren, falls die Gen-Manipulation nicht geklappt hat.

Und was sagt die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles dazu? Die fühlt sich längst als Alpha-Plus-Mensch so wohl, dass von ihr wohl ein Verbot des nächsten Schrittes in die "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley nicht zu erwarten ist.

Merke: Alpha-Plus-Menschen lassen sich nicht gern auf die Füße treten. Dafür hier ein weiteres Beispiel





Mittwoch, 17. August 2016

Amerikas Angela Merkel

Der Aufstieg des Trumpels. 
Donald auf dem Trumpelpfad

Eigentlich ist Donald Trump nicht mehr als ein amerikanischer Carsten Maschmeyer, der derzeit im Wahlkampf von der Leine gelassen wird, damit der Trumpelpfad immer breiter werden kann. "How can you find the way to the top?", hat er 2004 auf dem Umschlag des Buches "The way to the top" gefragt - seine Antwort lautete: "Ask people who are already there."

Angela Merkel fragen will er 12 Jahre später aber nicht, obwohl die ziemlich weit oben ist. Die deutsche Bundeskanzlerin hält er für ähnlich schrecklich wie ihre Flüchtlingspolitik. Dieses Wahnbild überträgt er auf Hillary Clinton, aus der für ihn "Amerikas Angela Merkel" wird, die nach seiner Auffassung nur von der Waffenlobby gestoppt werden kann. Ein gezielter Schuss würde also genügen...Soll bei John F. Kennedy in Dallas auch geklappt haben.

Links und rechts von Donalds Trumpelpfad liegen schon länger die Mexikaner, Einwanderer und Journalistinnen. Nun liegt dort auch Angela Merkel. Bei jeder Wahlkampfrede metzelt er jemanden dahin - nicht einmal Babys sind vor ihm sicher, wenn sie lauter schreien als er.

Ohne Perücke ist dieser Präsidentschaftskandidat der Republikaner ein Glatzkopf, der in Deutschland Flüchtlingsheime ansteckt und Schwarzafrikaner verprügelt. Seine Kandidatur zeigt, dass es immer noch schlimmer kommen könnte, wenn wieder einmal ein Republikaner ins Weiße Haus einzieht.  

Montag, 15. August 2016

Aula geschlossen

Hermann Kant: Begnadet und verbohrt.
Hermann Kant stirbt im Alter von 90 Jahren

"Die Aula" (1965), "Das Impressum" (1972) und "Der Aufenthalt" (1976): Meine Begeisterung für diese Romane von Hermann Kant wird ebenso bleiben wie mein Unverständnis für seine Rolle als Vorsitzender des DDR-Schriftsteller-Verbandes, der 1976 seinem Kollegen Reiner Kunze hinterhergerufen hat: "Kommt Zeit, geht Unrat!" 

Wie nur sollte ich seine "quasi" (Kenner werden diese Anspielung verstehen) leichte Feder getunkt in feine Ironie in Einklang bringen mit seinen Entscheidungen als Funktionär, die einem Betonkopf entsprangen? Doch das hatte ich mich auch schon bei der im Jahre 1900 in Mainz geborenen DDR-Schriftstellerin Anna Seghers ("Das siebte Kreuz") gefragt, die so einfühlsam schrieb und so herrisch auf Kritik an der DDR reagierte. Die Wege von Hermann Kant und Anna Seghers kreuzten sich bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie mochten sich. 

Ab 1976 löschten Kant und Seghers das Feuer des künstlerischen Aufbegehrens, Wolf Biermann durfte nach einem Konzert in Köln bleiben, die DDR-Medien und die DKP-Zeitung "Unsere Zeit" (UZ) brandmarkten ihn mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat als heimlichen Verbündeten des BRD-Kapitalismus ("Ich bin heute Abend zu jeder Schandtat bereit"), der sich am Rhein geoutet hatte. 

Ich schrieb damals einen wütenden Leserbrief an die "UZ" und verglich diese Art des Journalismus mit dem "Bild"-Journalismus jener Tage, denn Biermann hatte mit diesem Satz lediglich auf einen Lied-Wunsch aus dem Publikum reagiert. Danach geschah, womit ich nicht gerechnet hatte, denn "Bild" hatte meine ebenfalls wütenden Leserbriefe über die Diffamierung von Willy Brandt nie abgedruckt: Die "UZ" veröffentlichte meinen Leserbrief ungekürzt und ohne jeden Kommentar. 

Mit der Ausbürgerung von Wolf Biermann begann die "Säuberungswelle" im DDR-Schriftsteller-Verband, 1979 wurden neun prominente Mitglieder ausgeschlossen. Dass dies eine falsche Entscheidung war, ging nie in den Betonkopf von Hermann Kant, noch im hohen Alter hielt er alles, was seinerzeit geschah, für "alternativlos".

"Es ging nicht anders" kann aber niemals das Motto eines Künstlers sein - und eines so hervorragenden Schriftstellers wie Hermann Kant schon gar nicht. Gestern ist er gestorben, im Alter von 90 Jahren und Marcel Reich-Ranicki wiederholt beim Wiedersehen in der jenseitigen Welt möglicherweise, was er zu Lebzeiten über Kant gesagt hat: "Vielleicht ist er ein Halunke, aber schreiben kann er." Reich-Ranicki darf das - er ist der Ältere von beiden...

Lesetipp in eigener Sache: "Niemand hat die Absicht, die Einheit zu verhindern" Hier klicken 

Mittwoch, 10. August 2016

Schleichendes Gericht

Auszeichnung für eine Amtsrichterin aus Wilhelmshaven

Dieser Applaus gebührt ihr, sie hat ihn sich langsam, aber sicher verdient: Die Wilhelmshavener Amtsrichterin Gubernatis ist die langsamste Juristin Deutschlands. Wenn sie ein Verfahren aufhalten will, dann hält sie niemand mehr auf.

1. Dezember 2015: Ich fahre von Burgwedel nach Wilhelmshaven, soll mich vor dem Amtsgericht verantworten. Ich höre mir an, was mir vorgeworfen wird und bereite mich gedanklich schon auf die Berufung vor, denn Verhandlungen vor diesem Gericht kann ich schon lange nicht mehr ernst nehmen.

Hier weiterlesen