Samstag, 23. Juli 2016

Amoklauf in München

Ein fantastischer Polizeisprecher. 
Polizeisprecher wie Fels in der Brandung

Vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München fallen Schüsse, Menschen sterben, werden verletzt. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Mördern. Es sollen drei sein. Der Mörder ist ein 18-Jähriger, der seit 2009 für den Amoklauf von Winnenden schwärmt. Doch das weiß noch keiner, Journalisten löchern den Polizeisprecher vor laufenden Fernsehkameras mit Fragen.

Marcus da Gloria Martins gießt kein Öl ins Panik-Feuer, der 43-Jährige blickt in einen Wald aus Mikrophonen, beantwortet geduldig jede Journalisten-Frage - auch wenn sie zwei- oder dreimal gestellt wird, er bleibt souverän, als ein Redakteur wissen will, warum die Ausfallstraßen nicht gesperrt sind: "Weil wir sehr schnell sind." Deshalb könnten die Mörder nur in München unterwegs sein.

Seinen Job macht Martins erst seit Oktober 2015, doch an diesem grausigen Mordabend wird er zum Fels in der Brandung für alle, die sich Sorgen machen, die um ihre Angehörigen fürchten, die nicht fassen können, was soeben geschehen ist. 

Im "tagesschau"-Studio stammelt sich derweil Thomas Roth von Einblendung zu Einblendung, kurz vor Mitternacht fragt er Kanzleramtsminister Peter Altmeier, warum die Politik die Morde von München nicht verhindert hat. Fehlt nur noch sein Standard-Schlusssatz "Kommen Sie gut durch die Nacht."

Die für die Polizei von München noch nicht zu Ende ist. Ein Redakteur fragt Marcus da Gloria Martins: "Was passiert heute noch?" "Wir machen unsere Arbeit", antwortet der 43-Jährige, der hoffentlich schon bald mit dem Bundesverdienstkreuz und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wird. Eine Fan-Seite bei Facebook gibt es schon...  

Mittwoch, 20. Juli 2016

Alles nur geklaut

Die aufrichtige Lügnerin. 
SPD-Bundestagsabgeordnete hält sich immer noch für aufrichtig

Angela Merkel hat gar nicht in der DDR gelebt? Sigmar Gabriel ist Italiener? Wolfgang Schäuble schreibt den Haushalt von den Griechen ab? Was kommt denn nun noch alles heraus? An Plagiats-Minister haben wir uns gewöhnt, aber...

Petra Hinz aus Essen ist eine aufrichtige Politikerin, behauptet ihr Anwalt, warum sie das getan habe, wisse sie nicht mehr so genau. Eine Lüge habe sich aus der anderen ergeben. Das ist bei Politikerinnen und Politikern zwar häufiger so, aber diese SPD-Bundestagsabgeordnete, die seit 2005 im Parlament sitzt, hat in ihrem Lebenslauf nicht nur ihr Abitur erfunden, auch Jura studierte sie nicht, juristische Staatsexamina machte sie ebenfalls nicht.


Der Anwalt von Petra Hinz nennt das "falsche Behauptungen". Von wegen. Das sind Lügen, Täuschung der Wählerinnen und Wähler, Betrug. Dafür gehört Petra Hinz vor Gericht. Ihre Entschuldigungen kann sie beim Richter abgeben. Vielleicht findet sie einen, der ebenfalls nie Jura studiert hat. Der würde für sie Verständnis aufbringen.

"Das politische Engagement von Frau Hinz war und ist von Aufrichtigkeit und Integrität geprägt. Sie ist daher sehr bestürzt, nicht die Courage aufgebracht zu haben, für ihr Fehlverhalten geradezustehen. Sie bittet ihre Wegbegleiter, ihre Mitarbeiter, ihre Freunde und Familie, all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung", lässt Petra Hinz ihren Anwalt auf ihren Internet-Seiten schreiben. Sogar jetzt noch schickt sie einen anderen vor...

Dienstag, 19. Juli 2016

Pokémon-Sorgen

Hinkt meiner Fantasie hinterher.
Children in motion/Und was ist mit "Mord per Tastendruck"?

Immer mehr Eltern machen sich Sorgen um ihre Kinder, denn viele von ihnen sind zum ersten Mal in der Stadt unterwegs und hängen nicht mehr in ihren Zimmern herum. Das trifft viele Eltern völlig unvorbereitet. Schuld ist: Pokémon go! Dem Spiel fehlt schlicht die Anweisung "Jetzt aber nach Hause".

Was aber ist mit "Mord per Tastendruck"? Den habe ich vor über 30 Jahren in einer Kurzgeschichte erfunden, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in einem schwedischen Schulbuch veröffentlicht worden ist. Niantic Labs hinkt meiner damaligen Fantasie doch immer noch Jahrzehnte hinterher. 

Dabei ist die Vorstellung, dass man als Ehefrau per Druck auf die Fernbedienung des Fernsehers aus der Realität entschwinden und in eine virtuelle Welt eintauchen kann, doch wesentlich reizvoller als die Wahrscheinlichkeit, mit einem Smartphone in der Hand gegen einen Laternenpfahl zu laufen, weil der auf dem Display von einem Pokémon verdeckt wird.

Auch die Gewaltbereitschaft des eifersüchtigen Ehemannes, die zu einem blutigen Ende meiner Kurzgeschichte führt, hätte doch damals schon für einen Spiele-Entwickler reizvoller sein müssen als jetzt Kinder und Jugendliche mit der Gewalt des Herdentriebes zu konfrontieren.




Kein Porno

Toll: Sie mag meine Geschichten.
Geile Geschichten ohne Gewalt

15. Juli 2016. Seit Jahren schreibe ich Erzählungen, die meistens ironisch sind, verfasse Sachbücher über Sekten, Kinderheime, den Mauerfall und über Skandale. Doch jetzt gibt es zum ersten Mal eine Veröffentlichung von mir, die bei Twitter geliked wird, die stündlich im Kindle-Shop neue Leserinnen und Leser findet, weil die Geschichten tabulos sind. Oder trotzdem?

Immer wieder habe ich von Frauen den Spruch gehört, dass sie sich einen Porno mit Handlung wünschen, Zeitungen und Zeitschriften berichten darüber, sprechen Empfehlungen aus, die Frauen gefallen sollen. Ich habe für "Kein Porno mit Handlung-geile Geschichten" noch keine Werbung gemacht, um Spießer nicht in Aufruhr zu versetzen. Doch die Nachfrage überrollt mich, also nehme ich nun den Reklame-Kopf hoch.

Gestern Abend habe ich mir im Kindle-Shop so genannte "erotische Erzählungen" angeschaut, schon die Textproben sind meistens zum Weglaufen. Die Verfasserinnen und Verfasser geben sich falsche Namen, falsch ist auch ihr Deutsch und dazu auch noch mehr als miserabel, den Geschichten fehlt jeder Witz, Sex wird gearbeitet, nicht genossen. Wie in vielen deutschen Betten, ahne ich aus Erzählungen von Frauen, die ihre Erfahrungen aber nicht aufschreiben. Und das ist für viele Männer gut so.

Der Klick für Erwachsene zum blog "Scharfe Geschichten"

Freitag, 8. Juli 2016

Das EM-Aus

Und der "Immerhin-Reporter" der Schweizer Boulevardzeitung "Blick"

"Und wir können uns vor dem Final an die Brust heften, das einzige Team gewesen zu sein, gegen das Frankreich nicht gewonnen hat. Immerhin!" Meint die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" nach der 0 : 2-Niederlage der deutschen Mannschaft gegen Frankreich. 

Das schreibt nicht Hinz oder Kunz, das schreibt Alain Kunz, immerhin! Schon als Junge hat er gern Sätze mit "immerhin" gebildet. Ein Satz ist sogar ein Witz geworden. Der geht so: Der Lehrer: "Alain, bilde doch einmal einen Satz mit immerhin." Alain: "Wir haben eine schöne Nachbarin. Da geht Papi immer hin."

Frankreich stehe zu Recht im Finale, meint dieser "Blick"-Reporter, denn die Mannschaft habe mit Didier Deschamps einen netten Trainer. Jogi Löw ist zwar auch ganz nett, möchte man da einwenden, aber der hätte die Schweiz sicherlich geschlagen. Das hätte Alain Kunz gar nicht nett gefunden.

Manchmal rollt der Fußball schon auf merkwürdige Weise, deshalb gewinnt nicht immer die beste Mannschaft ein Turnier. Das ist immerhin schon bei einigen Welt- und Europameisterschaften so gewesen. Bei der WM ist hoffentlich die Schweiz ein Gruppengegner der deutschen Elf. Das sind dann schon einmal drei Punkte fürs Weiterkommen. Immerhin!

 

Freitag, 1. Juli 2016

Der Polizist

Sonderseiten/Im Netz seit 30. 6. 2016
Das Jugendamt von Wilhelmshaven
Hier lesen 

Aus Wilhelmshaven und die Wahrheit

Hallo Heinz-Peter,

ich habe versucht Sie heute anzurufen. Ich wollte ein Mißverständnis aufklären. Ihr ursprüngliches Konto (tjadenheinzpeter@aol.com) wurde nicht gehackt sondern von Lulu geschlossen. Laut unseren Geschäftsbedingungen haben Sie gegen die Privatsphäre Dritter verstoßen und wir haben daraufhin Ihr Konto gelöscht.

Sie finden unsere Geschäftsbedingungen hier:
http://www.lulu.com/about/legal#privacy

Mit freundlichen Grüßen

Luise M.
Lulu Press, Inc.


25. Juni 2016. Diese mail habe ich heute bekommen. Seit Monaten versuche ich, Kontakt mit Lulu zu bekommen, wo meine Bücher erscheinen. Bis mein Konto erlischt. Ich vermute einen Hacker-Angriff, ärgere mich darüber, dass meine Bücher auch nicht mehr von Hugendubel, Thalia, Buch 24, Buch.ch und vielen anderen angeboten werden. Bei Amazon sind einige inzwischen vergriffen, weil sie nicht mehr von Lulu geliefert werden können. Ich weiche in die USA aus, lade e-books im Kindle-Shop hoch. Doch manche Dateien habe ich gar nicht mehr. Hugendubel, Thalia, Buch 24, Buch.ch und viele andere fallen als Vertriebspartner inzwischen aus.  Wie hoch der Verlust ist, weiß ich nicht.

Vor ein paar Tagen gelingt mir die erste Kontaktaufnahme mit Lulu. Die heutige mail macht mich fassungslos. Streit hat es um die Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine" gegeben. In der schildere ich die Ereignisse während und nach der Durchsuchung meiner damaligen Wohnung in Wilhelmshaven. Die veranlasst das Wilhelmshavener Jugendamt am 17. Juni 2013. Angeblich verstecke ich meinen Patensohn. Zwei Polizeibeamte dringen um 21.40 Uhr mit Gewalt in meine Wohnung ein, nennen sich Wiegand und Schweiger. So heißen sie aber gar nicht, erfahre ich ein halbes Jahr später. Vor dem Wilhelmshavener Amtsgericht lügen die beiden Polizisten einer Strafrichterin und einem Zivilrichter die Hucke voll. Das Strafverfahren gegen mich wird im Februar 2015 vom Oldenburger Landgericht eingestellt, der Wilhelmshavener Zivilrichter bescheinigt mir im Dezember 2014 Glaubwürdigkeit, den beiden Polizeibeamten aber auch.

Die Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine" lässt der Polizeibeamte, der sich Wiegand genannt hat, bei Lulu verbieten. Ich versuche es im Kindle-Shop mit einem e-book. Auch dagegen geht "Wiegand" vor. Dann verschwindet mein deutsches Lulu-Konto. 

Ich habe Lulu nach der mail von heute um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Ich will wissen, ob "Wiegand" auch für die Löschung meines Lulu-Kontos verantwortlich zeichnet. Ist das der Fall, werde ich ihn auf Schadenersatz verklagen. Ein anderer Verantwortlicher als "Wiegand" fällt mir allerdings auch nicht ein. Niemand - außer "Wiegand" - hat jemals behauptet, dass ich in einem meiner Bücher seine "Persönlichkeitsrechte" verletze.

"Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer wieder Böses muss gebären", heißt es bei Schiller. Da schillert auch das Wilhelmshavener Jugendamt, das mich am Tag nach der Wohnungsdurchsuchung am Telefon ausgelacht hat, als ich wissen wollte, warum ich heimgesucht worden war. 

Das blieb auch dem Wilhelmshavener Amtsgericht verborgen. Die Jugendamtsmitarbeiterin, die während der Durchsuchung meiner Wohnung schweigend vor meiner Wohnungstür gestanden hatte, bekam im Namen des Wilhelmshavener Oberbürgermeisters Andreas Wagner ein Aussageverbot. Das war angeblich dringend geboten, dazu bot man dem Gericht die Begründung an, ich hätte diese Jugendamtsmitarbeiterin gestalkt. Das war ebenfalls eine Lüge. 

Irgendwann sind alle in ihren Mauselöchern verschwunden und die beiden Polizeibeamten wollten nicht mehr Wiegand und Schweiger heißen. Was ich verständlicher finde als die Löschung meines Lulu-Kontos und die damit einhergehende dreiste Geschäftsschädigung.

20. Juni 2016

Alle schweigen

25. Juni 2016. Diesen Bericht habe ich u. a. an das Wilhelmshavener Jugendamt geschickt, an die Wilhelmshavener Polizei und an die Wilhelmshavener Stadtverwaltung. Alle schweigen, niemand kündigt eine Überprüfung an oder dementiert meine Angaben. 

Wer das verwunderlich findet (ich gehöre nicht dazu, denn als Berater von Müttern, Vätern und anderen, die Probleme mit einem Jugendamt haben, wundere ich mich über die Parallelgesellschaft Kinder- und Jugendhilfe überhaupt nicht mehr),  könnte mir wenigstens mit einer Buchbestellung helfen, um noch einen Verdacht zu erhärten. Mehr berichte ich später. Der Klick zur Buchbestellung

Die wahre Geschichte einer Wohnungsdurchsuchung 

Sonderausgabe "Burgdorfer Kreisblatt" Hier ausdrucken