Donnerstag, 25. Februar 2016

Krisen kriseln

Bis die nächste Krise beginnt

Vor fast 90 Jahren hat sich die ganze Weltwirtschaft eine Krise genommen, dann den Zweiten Weltkrieg. Danach kriselten Krisen eigentlich nur noch, sie kriselten sich sozusagen in die nächste Krise, die ebenfalls schon bald kriselte, weil mit immer der gleichen Krise viele Zeitungen sehr schnell so sehr gekriselt hätten, wie sie erst seit Beginn der Medien-Krise kriselten.

Irgendwann wollte jeder auch seine eigene Krise haben. Denn sonst hätte so mancher Therapeut, Soziologe und Psychologe rascher gekriselt als persönliche Krisen kriselten. Mit 14 nahm man sich seine Identitätskrise, mit 30 seine Ehekrise, mit 40 die Mittelalter-Krise und mit 60 die Krisen-Krise, weil die Gedächtnis-Krise dazu kam.

Jede Krise sollte einmalig sein, nicht vergleichbar mit den Krisen anderer, die nie so gut kriselten wie man selbst, denn sonst hätte man zwischen 14 und 60 noch mehr Krisen bekommen, was zu einer Krisenübersichts-Krise geführt hätte. 

Dann kamen, wer da kommen musste. Das waren die Krisenmanager, die allen in der Krise versicherten, dass man aus jeder Krise gestärkt hervorgehe, weil jeder neuen Krise ein Zauber innewohne wie bekannten Krisen nur noch selten. Diese Zauberkrise machte süchtig auf so viele Krisen wie möglich, die Krisennachfrage überstieg eilends das Krisenangebot sowohl im privaten als auch im gesellschaftlichen Krisen-Bereich. Die Krisenlösung ließ nicht lange auf sich warten, die Krisenangebotslücke wurde geschlossen mit der Erinnerung an vergangene und somit schon nachgefragte Krisen, die als Krisenerneuerungen Krisen gleichsam unendlich reproduzierbar machten. 

Die deswegen erwartete Begriffskrise wurde vermieden mit Krisengerede, die Krisenmanager hatten ihr Ziel erreicht, sie mussten keine Krise mehr fürchten.      

Dienstag, 23. Februar 2016

Peter Hahne

Denkt alles vom Tod her - nur seine Kolumne nicht

9. Dezember 2012. Vor drei Jahren habe ich Peter Hahne die Broschüre "Sticheleien am Sonntag - ehe Peter Hahne dreimal kräht" gewidmet. Mit dem Titel bewies ich nicht nur Bibelkenntnisse, ich blieb auch meiner Linie treu. Quatscht jemand nach meiner Meinung zu viel Unsinn, schreibe ich ein Buch über ihn. Bestätigen können das die Scientology Church und eine Psycho-Sekte aus Lüneburg.

Was mich gerade nachdenklich stimmt - aber das nur am Rande: Zurzeit ist die Deutsche Nationalbibliothek hinter einigen Büchern von mir her. Ich soll nicht nur ein Pflichtexemplar abliefern, sondern auch noch ein zweites für Leipzig. Meine Broschüre über Peter Hahne (2009) und über die Scientology Church (2008) wollten die aber noch gar nicht haben. Ob das ein Zeichen ist?

Für Peter Hahne ist jede Kolumne, die in der "Bild am Sonntag" abgedruckt wird, auf jeden Fall ein   Zeichen. Deswegen hat er heute aufgezeichnet, was im Leben wichtig ist. Auf die Antwort wären nur wenige von uns gekommen. Wichtig ist, so Peter Hahne, der Tod. Wenn man alles vom Tod her denke, versäume man im Leben nichts Wichtiges mehr.

Diese These hat etwas. Würden Fürth und Augsburg jedes Bundesligaspiel vom Schlusspfiff her denken,  lägen die Spieler schon lange irgendwo in der Sonne und ihren Trainern nicht mehr mit der  Frage in den Ohren: "Was machen wir nur falsch?" Wenn Peer Steinbrück seine Kandidatur vom Wahlergebnis her denken würde, wäre der heute nicht in einer hannoverschen Messehalle gewesen, sondern irgendwo in den griechischen Schuldenbergen. Würden Paare Sex vom Orgasmus her denken, hätte das Vorspiel kein Nachspiel - wie beispielsweise Schwiegermütter - mehr. Würden wir den Frühling vom Winter her denken, ginge ab März niemand mehr zur Arbeit. Dächten wir alles vom Ende her, käme das dicke Ende auch nicht mehr hinterher, sondern jede Leserin und jeder Leser der "Bild am Sonntag" nähme den Sportteil heraus und vom Rest keine Kenntnis - denn nach der Kenntnis ist - laut Peter Hahne - vor seiner Kolumne.

Wer Peter Hahne dreimal krähen lässt, denkt Weihnachten von Ostern her und wird Zeuge Jehovas. Die feiern Weihnachten und Ostern gar nicht...

Broschüre gibt es nicht mehr

Die hier erwähnte Broschüre "Sticheleien am Sonntag" gibt es nicht mehr, weil ein Hacker mein Bücherkonto bei Lulu zerstört hat. Gewürdigt habe ich Peter Hahne aber auch in "Ich packe mein Buch". Hier klicken

Montag, 22. Februar 2016

Spiegel-Zellen

Für Gaffer und Pöbel aus Bautzen

Ein geplantes Heim für Flüchtlinge brennt in Bautzen, Pöbel behindert Polizei und Feuerwehr, Gaffer applaudieren - und nun diskutiert die Politik, wie man solche Idioten zur Besinnung bringen kann. Wahrscheinlich gar nicht. Die brauchen jemanden, auf dem sie herum trampeln können. Dann - und nur dann - fühlen sie sich wichtig.

Deshalb halte ich die richtige Strafe für wichtig. Ich schlage für die hoffentlich sehr bald Verurteilten Zellen mit Spiegeln vor, an den Wänden, an der Decke, auf dem Boden. Dann sind sie keinen Augenblick unbeobachtet - und müssen sogar noch sich selbst beobachten. Härter kann es für diese Leute gar nicht kommen. Nur wenige verbringen gern Tag und Nacht mit einem Idioten. Möglicherweise nicht einmal diese Idioten aus Bautzen.

Schockierend sind aber nicht nur die Bilder aus Bautzen, schockierend sind auch die Umfrageergebnisse vor den Landtagswahlen am 13. März. In Sachsen-Anhalt kommt die AfD derzeit auf 17 Prozent, in Baden-Württemberg auf 10 Prozent und in Rheinland-Pfalz auf 8,5 Prozent. Fremdenfeindlichkeit ist also nicht nur ein sächsisches Problem. Allerdings ist dieses Problem in Sachsen am größten.  Dieses Bundesland zieht immer mehr Krawallmacher an. Die Pegida lässt kriminell grüßen...


Mittwoch, 17. Februar 2016

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Hallstein-Doktrin

Liebe ist für sie rätselhaft

15. Februar 2016. Irgendwann müssen sie meine dritte Ehefrau Angelika ins Spiel bringen, die vor über zwei Jahren an Krebs gestorben ist, oder eine andere Ehefrau. Anonyme Briefschreiber haben das getan Hier klicken, die mir u. a. mehrere Kinder andichten wollten. Diese Briefschreiber sind seit über 4 Wochen schreibfaul.

Heute schreibt sich wieder jemand die Finger wund, um meine Recherchen über ein dubioses Firmengeflecht und mich lächerlich zu machen. Ob mir meine Frau fehle, werde ich gefragt. Von einem Kommentator, der sich internette Frauenkleider anzieht und Christine Hallstein oder Christine Hallenstein nennt. Wohnen müsste sie in Schollbrunn, in Frankfurt am Main oder in Neu-Isenburg. Doch dort gibt es keine Frauen mit diesen Namen, jedenfalls keine registrierten...

Die anonymen Briefschreiber haben mir mit mich belastenden Informationen an Jugendämter und Gerichte gedroht, als ich im Internet darauf hinwies, dass ich diese Gerichte und Jugendämter umgehend über diese Ankündigungen informiert hätte, ließen sie es bleiben oder agierten anders. Nun hat "Christine Hallstein/Christine Hallenstein" ähnliche Aktionen angekündigt. Zwei Kommentare habe ich veröffentlicht, und zwar hier. Die anderen 44 Kommentare sind gespeichert...

Lesetipp: Der Da-Vinci-Code 

Die Hallstein-Doktrin war eine außenpolitische Doktrin der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1969. Sie besagte, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Deutschen Demokratischen Republik durch Drittstaaten als „unfreundlicher Akt“ gegenüber der Bundesrepublik betrachtet werden müsse. Die Gegenmaßnahmen der Bundesrepublik waren nicht festgelegt. Damit war eine weite Skala von wirtschaftlichen Sanktionen bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit dem betreffenden Staat möglich. Ziel war es, die DDR außenpolitisch zu isolieren.

Wikipedia

16. Februar 2015. "Frankfurter Neue Presse" berichtet Hier klicken 

Montag, 8. Februar 2016

Der Selbstbedienungsladen

Für die Parteien
Deutschland ist kein Selbstbedienungsladen, aus dem Kuchen dürfen sich Flüchtlinge nicht nur die Rosinen herauspicken. Sagt heute die rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner in einem Interview mit der “Bild am Sonntag” (BamS). Hier klicken Und nächste Woche führt die BamS ein Gespräch mit einem Bankräuber, der Ladendiebe zu mehr Ehrlichkeit ermahnt?
Für Parteien ist der Staat ein Selbstbedienungsladen. Als Flick die Union, die FDP und die SPD mit Spenden unterstützte, sollten die Gesetze ausgehebelt werden, dieser Steuerbetrug zugunsten der Parteien sollte ohne juristische Folgen bleiben. Die Verabschiedung des Amnestiegesetzes wurde vom “Spiegel” verhindert, der Druck auf die Redaktion war groß. Die Berichte sollten mit allen Mitteln verhindert werden. Helmut Schmidt goss Hohn und Spott über dieses Magazin aus, als die Wahrheit doch ans Licht gekommen war. Er verglich die Flick-Enthüllungen des “Spiegel” mit der Blamage des “stern”, der auf gefälschte Hitler-Tagebücher hereingefallen war.

Samstag, 6. Februar 2016

Die gelieferte Pizza

Macht uns so reich wie Carsten Maschmeyer

Seit 43 Jahren verzichtete Carsten Maschmeyer auf alles, deswegen ist er jetzt Millionär und finanziert ab Montag den Vertrieb seines Buches "Die Millionärsformel-Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit". Ob der 56-Jährige die "Bild"-Redaktion unter Druck gesetzt hat, damit diese Zeitung exklusiv Auszüge druckt, muss noch geklärt werden. Klar ist aber: Die Schauspielerin Veronica Ferres hat ihn freiwillig geheiratet.

Früher hat Carsten Maschmeyer nicht nur kleine Sparer verwirrt, sondern auch Gerhard Schröder und Christian Wulff, die gar nicht wussten, wie ihnen Spenden geschahen. Das ist damals - wie man mit der Millionärsformel schnell ermitteln kann - ein Pizza-Erfolg gewesen. 

Ein wenig verwirrt Carsten Maschmeyer seine Leserinnen und Leser aber schon, wenn er in seinem Buch vorrechnet, dass man in 43 Jahren 500 000 Euro anhäufen kann, wenn man pro Woche nur noch eine gelieferte Pizza isst, denn sogleich stellt man sich die Frage: "Wie ist Carsten Maschmeyer nicht nur ein halber, sondern ein ganzer Millionär geworden?" Dabei ist die Antwort ganz einfach: Er hat pro Woche keine gelieferte Pizza gegessen.

Doch - lesen wir den AWD-Meister selbst: "Statt beispielsweise für 50 Euro essen zu gehen, lassen Sie für 10 Euro den Pizza-Bringdienst kommen, was 40 Euro Gewinn bedeutet." Inzwischen habe ich einige Pizza-Bringdienste angerufen. Für 10 Euro kommen die nur ohne Pizza vorbei. Ich soll selbst vorbeikommen, mich an einen Tisch setzen und mir eine Pizza schmecken lassen, die zwischen 6,50 und 9 Euro kostet. Wie Carsten Maschmeyer auf 50 Euro kommt, konnte mir kein Pizza-Bäcker beantworten.

Wie man kostengünstig einen Magen füllt, scheint der 56-Jährige also nicht zu wissen, wie man aber ein Buch mit 352 Seiten füllt, weiß er. Mit Wiederholungen. Der Rest ist Gefühlssache: "Das Ergebnis des finanztechnischen Teils der Millionärsformel wird besonders erfolgreich sein, wenn Sie auch den emotionalen Teil der Formel starten. Traumerfüllung=(Wissen+Optimismus+Konsequenz) x Tun x Durchhaltedauer."

Bevor Sie jedoch am Montag zu Ihrer Lieblingsbuchhandlung starten, sollten Sie auch diese Formel beherrschen: (Buchseiten 352) : (Buchpreis 19,99 Euro) + Benzinpreis + Parkgebühren x Lesedauer = die Konsequenz. 



     

Montag, 1. Februar 2016

Islam und Christentum

Die merkwürdige Rolle der Frauen

Das "Cicero"-Interview mit Peter Sloterdijk ("Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung.") ist in den Medien bereits ausreichend gewürdigt worden, seine Pegida-nahen Thesen sollen hier nicht wiederholt werden. In der Januar-Ausgabe dieses Magazins geht es aber auch um die Frauen-Rolle im Islam. Der Politik-Wissenschaftler und Autor Hamed Abdel-Samad meint: "Eine Religion, die die Frau entweder als Besitz oder Gefahr sieht, ist Teil des Problems." 

Moses wird da sicherlich - wenn es um die Frauen geht - nicht zustimmen. In seinem Bericht über den Sündenfall zitiert er Gott so: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen, der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er:...Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein."

In die Hamed-Abdel-Samad-Kerbe schlägt auch der Journalist Frank A. Meyer, der auf 3sat die Sendung "Vis-á-Vis" moderiert: "Seit der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof reden Politiker wieder um den heißen Brei herum, statt das Problem zu benennen: den Islam."

Da es Theologen gibt, die den Islam für überflüssig halten, weil er nicht mehr sei als die Summe von Juden- und Christentum, sollten wir uns das Ergebnis anschauen: Dazu schauen wir erst einmal in die Johannes-Offenbarung, die wie der Koran angeblich direkt von Gott stammt, "dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat..." Geschildert werden in dieser Offenbarung die Ereignisse bis zur Vernichtung der Gottlosen. Das Gemetzel überleben demnach "die Versiegelten", das sind jeweils 12 000 aus den zwölf Geschlechtern Israels und die Überwinder, "...eine große Schar, die niemand zählen konnte" aus "allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen..."

Die Versiegelten zeichnet laut Johannes-Offenbarung aus: "Diese sind´s, die sich mit Frauen nicht befleckt haben..." Ergo: Frauen sind etwas Schmutziges. Ähnlicher Meinung ist auch schon Moses, in seinem "Gesetz für die Wöchnerinnen", das unmittelbar von Gott stammt, steht, dass eine Mutter, die einen Jungen bekommen hat, 33 Tage daheim bleiben soll "im Blute ihrer Reinigung", hat sie ein Mädchen bekommen, sind es 66 Tage, "bis die Tage ihrer Reinigung um sind". Mädchen sind also schmutziger als Jungen.

Nun betritt Jesus im Neuen Testament die Bühne, er bestätigt und erfüllt das Gesetz, dann überwindet er es, eigentlich gilt bis zu seinem Wiederkommen "in aller Kürze" nur noch: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater denn durch mich." Frauen spielen für ihn eine große Rolle.

Doch Jesus kommt nicht in aller Kürze wieder, wer - wie von ihm empfohlen - seine Familie verlassen hat, wer sich deswegen mit Bruder und Schwester hat entzweien lassen, steht vor einem Rätsel, das im "Brief an die Hebräer" noch nicht existiert: "...und lasset uns aufeinander acht geben, uns anzutreiben zur Liebe und guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern einander ermahnen..." Wozu ermahnen bis sich "der Tag naht" (an dem Jesus wiederkommt)? Dazu: "Wenn jemand das Gesetz des Moses bricht, der muss sterben ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin."

Also gilt auch weiterhin: Das Weib ist dem Manne untertan. Auch alle anderen Gesetze von Moses bleiben gültig. Hat da jemand etwas missverstanden? Haben die Jünger Jesu gar nicht begriffen, was sie von Jesus gelehrt bekamen? Scheint so.

Zweifellos ist Mohammed von den alten Schriften, auf denen Juden- und Christentum basieren, inspiriert worden, einiges hat er neu formuliert oder weiter gesponnen - nicht zum Vorteil der Frauen. Das heutige Christentum ist nur mehrere Schritte weiter als der Islam. Diese Schritte machte das Christentum nicht freiwillig, es wurde dazu gezwungen. 

Daran stört sich heutzutage kaum noch ein Pfarrer oder Pastor. In jeder Predigt kommen Jesus und Gott nur noch am Rande vor, und zwar manchmal so plötzlich, dass man sich fragt: Warum wechselt der jetzt eigentlich das Thema, gerade war er doch noch beim Krieg in Syrien oder bei Hungernden in Afrika oder bei einer Aktion seiner Kirche für benachteiligte Jugendliche? Die Kurve zu den Vögeln unter dem Himmel, die nicht säen und nicht ernten und dennoch von Gott ernährt werden, bekäme er sowieso nicht mehr.

Ergo: Die meisten christlichen Kirchen sind gar nicht mehr auf der Bibel gegründet, sie haben eine neue Religion geschaffen, die in der Welt so wenig wie möglich aneckt. Da nicht nur viele Politiker, sondern auch Theologen meinen, dass sogar mit Jesus kein Staat zu machen ist, ist das Christentum auch nicht mehr Teil des Problems. Der Islam aber doch? Und wenn ja, wie lange noch? Oder verstehen die Nachfolgenden die Ideen ihrer Vordenker immer nur falsch?    

Die Radtour zum Gerichtsvollzieher

Für 15 629,12 Euro auf den Weg gemacht

25. Januar 2016. Jetzt verschicke ich erst einmal ein paar Briefe...

Zuverlässigen Quellen zufolge ist mein erster Satz "La li lap" gewesen. Meine Eltern übersetzten dieses Kleinkind-Sprech  mit "Lachst dich schlapp". Gesagt haben soll ich das immer, wenn ich auf einen Tisch kletterte und mich fallen ließ, um Sterne sehen. Das hat nun hoffentlich kein Jugendamts-Mitarbeiter der Stadt Wilhelmshaven gelesen, sonst wird meinen Eltern noch nach ihrem Tod rückwirkend das Sorgerecht für mich entzogen. Bei dieser Behörde muss man inzwischen mit allem rechnen. Das wäre das erste Thema meiner heutigen Ausführungen. Also merken: Jugendamt Wilhelmshaven.

Im Januar 2012 hat ein Gerichtsvollzieher an meiner Tür geklingelt. Der Lüneburger Sozialpädagoge Ruthard Stachowske, der bis Anfang Juli 2011 die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch unter dem Dach der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg geleitet hatte, wollte nach einem Säumnisurteil des Hamburger Landgerichtes 5 000 Euro von mir haben. Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg war seinerzeit Gisela van der Heijden, die mit Stachowske im Clinch lag und sich mit mir Anfang Juni 2011 in Bremen getroffen hatte, bevor sie Stachowske fristlos entließ. Bei diesem Treffen versprach sie mir: "'Es kommt gar nicht infrage, dass Sie irgendwelche Kosten tragen müssen." Das berichtete ich dem Gerichtsvollzieher, der an meiner Tür klingelte und danach wieder vondannen zog. Ich informierte Gisela van der Heijden über den Besuch, sie versprach mir Abhilfe, die versprach sie auch dem Gerichtsvollzieher. Also merken: Ruthard Stachowske und Gisela van der Heijden - und vielleicht diesen Bericht aus dem "Hamburger Abendblatt" lesen. 

Mein Anwalt schlug sogleich eine Vollstreckungsabwehrklage vor - ich jedoch bat um Gelassenheit, weil ich Gisela van der Heijden auf meiner Seite wähnte. Das änderte sich am 1. April 2012. An diesem Tag hatte ich einen Termin bei dem Gerichtsvollzieher, der war inzwischen genervt, weil sich die Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe nicht mehr rührte. "Ich schicke die Akte zurück", sagte er. "Sie müssen keine eidesstattliche Versicherung über Ihre Vermögensverhältnisse abgeben." Was ihm passiert sei, könne man mit ihm nicht machen.

Ruthard Stachowske hatte bis dahin schon sehr viel gemacht. Dafür nahm er sich einen Anwalt aus Uelzen, der auch die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg vertrat. Dieser Anwalt legte 2011 sein Mandat nieder, weil er juristische Auseinandersetzungen zwischen der Einrichtung und Ruthard Stachowske erwartete. Womit er richtig lag. Er schrieb an die Geschäftsführerin Gisela van der Heijden, dass ihm dieser Schritt schwer falle, weil es bisher so gewesen sei: "Die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Ruthard Stachowske haben Herrn Tjaden abwechselnd verklagt." Die Kosten allerdings trug stets die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, nie der Sozialpädagoge...Wie ich von diesem Schreiben erfuhr, ist hier kein Thema. 

Also merken: Ruthard Stachowske will Anfang 2012 5000 Euro von mir haben, obwohl er für die juristischen Auseinandersetzungen mit mir keinen Cent bezahlt hat. Zu der Zeit führt er einen Kündigungsschutzprozess gegen die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die 2010 noch von Matthias Lange geleitet worden ist. Der winkte während seiner Amtszeit jeden juristischen Schritt von Ruthard Stachowske durch und klatschte auch im "Hamburger Abendblatt" Beifall. Gisela van der Heijden setzte den Klagen ein Ende. Die meisten Verfahren hatte ich gewonnen.

Im Oktober 2012 hatte ich den zweiten Termin bei dem Wilhelmshavener Gerichtsvollzieher. Der war immer noch wütend, Gisela van der Heijden aber nicht mehr Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg. Das Wilhelmshavener Amtsgericht fragte mich, ob ich mich per Klage gegen die Forderung von Stachowske wehren wolle. Ich zeigte mich nicht abgeneigt, als ich aber einen Vorschuss von 136 Euro zahlen sollte, damit das Verfahren in Gang käme, war ich abgeneigt. Also merken: Vorschuss zahlen, sonst keine Chance auf einen Prozess gegen Stachowske wegen Betruges.

Damit sind wir beim Heute und bei meiner Radtour zu einem Gerichtsvollzieher in Burgwedel, wo ich seit fast zwei Jahren wohne. Die Oberfinanzdirektion Aurich verlangte eine Vermögensauskunft von mir. Warum, erfuhr ich von dem Gerichtsvollzieher. Er gab mir eine Liste mit Forderungen verschiedener Gerichte, die von der Oberfinanzdirektion Aurich eingetrieben werden sollten. Ich las: "Amtsgericht Wilhelmshaven, Telefon 04421/75 800, 6 C 170/13, Zivilsache Tjaden gegen Stachowske". Kosten: 136 Euro.

In der Liste der Oberfinanzdirektion Aurich tauchte der Name Stachowske noch zweimal auf, der zweite Name lautete "Baier". Ich las: "Landgericht Oldenburg, Telefon 0441/2 200, 5 S 124/15". Die Forderung: 584 Euro. Baier ist ein Polizeibeamter aus Wilhelmshaven, der am 17. Juni 2013 im Auftrag des Wilhelmshavener Jugendamtes gegen 21.40 Uhr mit einem Kollegen gewaltsam in meine damalige Wilhelmshavener Wohnung eindrang. Er behauptete, er heiße Wiegand, sein Kollege Schweiger. Sie leuchteten mit Taschenlampen meine Wohnung aus, obwohl die Sonne noch gar nicht untergegangen war. Also merken: Polizei mit Taschenlampen. Vor meiner Tür stand eine Frau. Das war die Jugendamtsmitarbeiterin. Die schwieg.

In einem Zivilprozess und in einem Strafverfahren haben die beiden Polizeibeamten jedoch nicht geschwiegen. Sie logen der Strafrichterin und dem Zivilrichter die Hucke voll. Die Jugendamtsmitarbeiterin durfte auf Geheiß des Oberbürgermeisters nicht aussagen. Im Zivilverfahren sagte Baiers Kollege im Dezember 2014 aus, dass auch noch ein Mann vor meiner Wohnungstür gestanden hätte. Also bat ich das Wilhelmshavener Jugendamt um Aufklärung. Die wurde mir schriftlich verweigert. Den Namen dieses Mannes erfuhr ich nicht. Die Stadt Wilhelmshaven behinderte die Justiz also noch mehr. Dennoch stellte das Landgericht Oldenburg das Strafverfahren gegen mich ein. Vor dem Wilhelmshavener Amtsgericht hatte ich noch verloren. Den Zivilprozess verlor ich ebenfalls. Das Oldenburger Landgericht lehnte eine Berufung ab. Deshalb die Kosten in Höhe von 584 Euro.

Als die Vermögensauskunft unterschriftsreif war, fragte mich der Gerichtsvollzieher, ob ich auf Rechtsmittel verzichten wolle. Ich verneinte. Nun habe ich 14 Tage Zeit für meinen Einspruch, die Frage, ob ich die Aktenzeichen des Gerichtsvollziehers bei meinem Einspruch angeben muss, konnte er nicht beantworten: "So was habe ich noch nie erlebt."

Wer nun nachgerechnet hat, kommt nicht auf 15 629,12 Euro. Des Rätsels Lösung: Auch Anjas Erste Property hat eine Vermögensauskunft von mir verlangt. Dieses Unternehmen behauptet einen Firmensitz in Frankfurt, kauft Häuser in Deutschland, vermietet sie und lässt sie vergammeln. Das Haus in Wilhelmshaven, in dem ich gewohnt habe, gehörte Anjas Erster Property. Wahrer Sitz ist die Isle of man, in Neu-Isenburg hängt ein Briefkasten. Das bewies ich dem Gerichtsvollzieher aus Burgwedel mit Dokumenten. Helfen konnte er mir trotzdem nicht. Das ist nicht seine Aufgabe - aber meine. Anjas Erste Property können Sie googeln. Dann erfahren Sie, wie die Anjas Mieter ausnehmen und Forderungen stellen, die eigentlich unberechtigt sind, von Gerichten aber abgesegnet werden...

Nur eine Geschichte: Der private Eigentümer des Wilhelmshavener Hauses, in dem ich gewohnt habe, teilt am 1. April 2007 schriftlich mit, dass er sein Haus verkauft habe. An wen, verrät M. nicht. Ich informiere sofort das Jobcenter, das meine Miete an M. überweist. Die April-Miete ist bereits überwiesen. Das Jobcenter fordert mich auf, den neuen Eigentümer ausfindig zu machen. Sonst bekäme ich kein Geld mehr. Ich telefoniere herum und erfahre eher zufällig, dass die neue Eigentümerin Anjas Erste Property heißt. Das Jobcenter überweist auch die Mai-Miete an M., obwohl ich diese Behörde über meine Recherchen auf dem Laufenden halte. Dann bekomme ich Post von Treureal aus Hamburg. Diese Firma stellt sich als Verwalterin des Hauses vor, beigefügt ist eine Vollmacht von Anjas Erster Property. Gleichzeitig kündigt Treureal meine Wohnung fristlos, weil ich mit Mieten für April und Mai 2007 im Rückstand sei...

Den ersten Brief habe ich heute an das Wilhelmshavener Amtsgericht wegen Stachowske geschickt...Mal sehen, wer dann noch "La li lap" sagt...

1. Februar 2016. Der erste Brief