Sonntag, 30. August 2015

Lieber Sommer

Auf ein wieder Heißes im nächsten Jahr

In diesem Jahr bist du endlich wieder ein heißer Feger gewesen, die sonst immer Eiligen hast du langsamer gemacht, die Nörgler etwas weniger schlecht gelaunt, schönen Frauen hast du fast alles ausgezogen - leider aber Männern nicht auch noch die Tennissocken mit Sandalen.

Du hast uns aufs Fahrrad gelockt, in die Natur, du hast uns aus den Stuben geholt, in denen der Fernseher dunkel blieb, weil es draußen so hell war. Du hast uns ohne Arbeit schwitzen lassen, in Biergärten und Eiscafés, bei Konzerten und Festen. Wir sind geselliger gewesen als sonst, weil wir lieber gemeinsam über die Hitze stöhnen als allein.

Nun gehst du wieder. Danke, dass du da gewesen bist. Als heißer Feger.

Anmerkung: Strafrechtlicher Rückblick auf den Sommer 2013 

Sonntag, 23. August 2015

Die freundliche Elbe-Stadt

Der Hass der Nazis

Im Internet stellt sich Heidenau als "freundliche Elbe-Stadt" vor, Schlagzeilen macht dieser Ort in diesen Tagen mit Nazis, die sich erst besaufen und dann Steine werfen, Bürgermeister Jürgen Opitz fürchtet in einer aktuellen Pressemitteilung um den Ruf von Heidenau, weil Flüchtlinge um ihr Leben bangen müssen. 

Politiker sprechen von "Schande", der Bundesinnenminister droht dem Mob mit der "ganzen Härte des Rechtsstaates", während der Mitteldeutsche Rundfunk über Verbindungen der sächsischen Polizei zur rechtsradikalen Szene spekuliert. Die NPD schweigt sich auf ihren Internet-Seiten aus - könnte ein Zeichen für "klammheimliche Freude" sein. Aber auch die Bundeskanzlerin schweigt.

Gewalt macht immer fassungslos. Gewalt beginnt im Kopf, wird zu Worten und dann zu Taten. Wie eine Meinung im Kopf entsteht, darüber streiten sich nicht nur die Gelehrten. Kürzlich hat jemand bei Facebook die Antwort eines Kindes gepostet, das gefragt wird, ob es in seinem Kindergarten auch Ausländer gibt. Sie lautet: "Nein, nur Kinder!" Und wenn die Frage eines Tages wieder durch den Kopf dieses Kindes kreist - würde es dann wieder so antworten? Oder hätte es dann schon seine Unbefangenheit verlernt?

Denn genau das verlernen wir, wenn wir nicht aufpassen: unsere Unbefangenheit, unsere Fähigkeit, auf andere zuzugehen und von dem anderen weder etwas Schlimmes zu erwarten noch ihm etwas Schlimmes zu wünschen. So unbefangen sollten wir auch bleiben, wenn wir enttäuscht werden, uns benachteiligt fühlen oder schlecht behandelt werden. Alle haben bei der ersten Begegnung die gleiche Unbefangenheit verdient. Das Unbekannte sollte uns neugierig machen, nicht misstrauisch. Auch Misstrauen ist Gewalt.

Hüten sollten wir uns auch davor, nun alle auf Heidenau zu zeigen und zu sagen: "Siehste, die nun wieder." "Die nun wieder" kann morgen schon ein anderer Ort sein. Heidenau hat 16 500 Einwohnerinnen und Einwohner, keine 16 500 Nazis. Der Mob kann sich überall zusammenrotten, wir müssen uns die Frage stellen: "Woher kommt dieser Mob?" Was treibt ihn in den Hass? Warum richtet sich dieser Hass ausgerechnet gegen Verfolgte, Verzweifelte und Geschundene? Warum hassen sich diese Nazis nicht selbst für ihre Dummheit und für ihre Unfähigkeit zur Solidarität mit Flüchtlingen, die endlich zur Ruhe kommen wollen? Die Antwort könnte sein: Sie hassen sich selbst so sehr, dass sie auch andere nur hassen können.

Dazu fällt der Bundeskanzlerin nichts ein? 

   

Sonntag, 16. August 2015

Peinlicher Wagner

Das arme Schreiben eines armen Kolumnisten

Irgendeiner muss den "Bild"-Leserinnen und "Bild"-Lesern erklären, warum diese Zeitung vorab die Fortsetzung von "50 Shades of Grey" abdruckt, denn peinlich ist das. Da der Kolumnist Franz Josef Wagner meistens peinlich ist, macht er das. Er schreibt: "Ich habe in meinem Leben auch schon Pornos geguckt und gehofft, dass der liebe Gott wegschaut."

Aus diesem Satz sollen wir wohl lernen: Der liebe Gott liest "50 Shades of Grey" nicht.

Später schreibt Franz Josef Wagner auch noch: "Porno ist nicht Liebe. Liebe ist, wenn man Scheu hat, sich voreinander auszukleiden."

Aus diesen Sätzen sollen wir wohl lernen: Wenn Wagner Pornos schaut, dann entweder allein oder aber nur mit einer Frau, die vor dem Porno, während des Pornos und nach dem Porno einen Pelzmantel trägt. Zieht sie den Mantel aus, liebt sie ihn nicht.

Wenn Wagner schreibt, dass "Pornogucker und Pornoguckerinnen" ein armes Leben führen, dann hat er nicht nur Recht, er bestätigt diese These auch noch mit armen Kolumnen. 

Lesetipps: "Sticheleien am Sonntag-Ehe Peter Hahne zweimal kräht" 
Darauf wäre Wagner nie gekommen: Wie Frau und Mann super ficken, wird in dieser Broschüre verraten

  

Freitag, 14. August 2015

Cannabis-Mythos

Kiffen für Wahlerfolge der Grünen

Die "Bild"-Zeitung widmet sich heute dem "Cannabis-Mythos", beschreibt Chancen, Risiken und Gefahren und erwähnt auch, dass die Grünen für eine Legalisierung eintreten. Verschwiegen wird: Das macht diese Partei nicht nur aus medizinischen Gründen, die verständlich wären, sondern auch aus politischen.

Denn: Bei Fernsehauftritten von Claudia Roth kann jeder nachvollziehen, dass Cannabis zu einem heillosen Durcheinander im Kopf führen kann, beschäftigt sich Renate Künast mit den Kindesmissbrauchs-Skandalen der Grünen, sind Herzrasen und Übelkeit die Folge, und wenn Cem Özdemir CDU-Politikern den Besuch von Rockkonzerten verbieten will, spricht alles für eine Psychose. Nur der Haarschnitt von Anton Hofreiter kann nicht mit Kiffen erklärt werden.

Gegründet worden sind die Grünen 1980, schon damals wusste man, wie gefährlich die Verharmlosung von Haschisch und Marihuana ist, doch das ist das Gute für die Grünen an dieser Droge: Sie wirkt sich auch negativ auf das Gedächtnis aus. Berücksichtigt man dann noch Gangunsicherheit und Schwindel als Folgen des Cannabis-Konsums, begreift man im Nu, warum diese Partei als Koalitionspartner aus so vielen Wahlversprechen Schwindel macht, und warum die Grünen in der Energiepolitik eine Gangunsicherheit an den Tag legen, als verbrächten sie die politischen Nächte mit Volker Kauder.

Das also ist der Tüte Inhalt: Wir sollen alle kiffen, damit wir die Politik der Grünen mit Gelassenheit nehmen, und sogar euphorisch reagieren, wenn nichts mehr einen Sinn ergibt. Oder kann mir jemand erklären, warum diese Partei einerseits gegen alles ist, was die Umwelt schädigt, während sie andererseits noch mehr legalisieren will, was der Gesundheit abträglich ist? Darf man wirklich sagen, dass das, was den FDP-Bundestagsabgeordneten früher der Alkohol war heute eben der Drogenrausch der Grünen ist?

Die Kiffer sind übrigens immer fein heraus. Während meiner Zeit als Schüler bekamen sie nicht mit, wie viele Lokale sie in den Ruin getrieben haben, weil sie jeden Platz verschandelt hinterließen, bis sich die Wirte die Renovierung nicht mehr leisten konnten, während diese Kiffer uns vor dem Rausch versichert hatten, sie würden anschließend sogar besser ficken als wir, aber schon nach einer halben Stunde nicht mehr registrierten, dass wir mit den Mädels längst verschwunden waren, um sie zu verwirren, ohne sie um den Verstand zu bringen.

Montag, 3. August 2015

Man wird doch wohl...

...an diesem Sommer-Montag träumen dürfen

Sonnenstrahlen streicheln uns, die Luft ist wie Samt, jede Minute in den eigenen vier Wänden ist verschwendete Zeit. So scheint es. Doch dieser Schein trügt, wenn es um meine Internet-Seiten über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch geht, die auch wegen meiner Berichte geschlossen worden ist. Nach über 20 Jahren unermesslichen Leids, das Müttern, Vätern und ihren Kindern in dieser Psycho-Sekte zugefügt worden ist, kam endlich das Aus für ein nahezu teuflisches System aus Willkür und Schikane, das sich ein Sozialpädagoge ausgedacht hatte, der sich bis zuletzt in der Opferrolle gefiel. Täglich über 3 000 Mal sind meine Familiensteller-Seiten seit Freitag angeklickt worden.

Täglich so viele Klicks hätte ich gerne auch einmal auf den Seiten, auf denen meine Erzählungen und Sachbücher angeboten werden. Das ist das Ende meines Traums. Ich bin wieder wach. Die Sonne scheint immer noch. Immerhin klicken zwei oder drei hier? Oder stöbern bei Amazon?