Montag, 30. März 2015

Geldentwertungssucht








Fast ein zweites Mal in der "tagesschau"

Vor 30 Jahren hätte ich es beinahe zum zweiten Mal in meinem Leben bis in die Hauptausgabe der "tagesschau" geschafft, weil ich fast den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß vor Gericht gebracht hätte. Der Anwalt meiner Gewerkschaft prüfte gerade die Klageaussichten, als sich das Erste Deutsche Fernsehen bei mir meldete. Hellhörig war die ARD geworden, weil ich Strauß vorwarf, er habe seinen umstrittenen Maßnahmenkatalog gegen Aids aus meiner Erzählung "GETS-die Seuche" gestohlen, in der ich die von den Medien verbreitete Hysterie aufs satirische Korn nahm. Dafür hatte ich die Geldentwertungssucht erfunden, eine Krankheit, die auf die gleiche Weise ansteckend war wie Aids. Hier klicken

Bevor sich der Anwalt meiner Gewerkschaft der Sache annahm, hatte ich Strauß brieflich aufgefordert, endlich den Ideen-Klau sein zu lassen. Sein engster Mitarbeiter antwortete sofort und verteidigte den Aids-Maßnahmenkatalog des Freistaates, der sich einer satirischen Betrachtung entziehe. Kurz darauf erschien meine Erzählung und brachte mir Einladungen zu Lesungen ein. Eine kam von einer kleinen bayerischen Buchhandlung, die Presse berichtete ausführlich.

Nun hat sich bei mir eine Besucherin dieser Lesung gemeldet, die ihrer mail zufolge seither alle meine Erählungen liest. Das ist eigentlich schon Kompliment genug. Doch sie schreibt auch: "Ihre neue Broschüre ´Ich packe mein Buch´ habe ich mit besonders großem Vergnügen gelesen. Was für eine Text-Mischung, welche Ironie! Ein Ganove, der Leiter einer Sonderkommission der Kripo wird, hat meine Lachmuskeln strapaziert. Die in dieser Erzählung enthaltene Kritik an den Medien ist mir erst später klar geworden. Danke für das Lesevergnügen!"

Gern geschehen. Ein Gerichtsprozess gegen Strauß ist damals übrigens nicht geschehen. Mein Anwalt meinte, dass meine Erzählung viel zu gut sei für eine Verwechslung mit dem Aids-Maßnahmenkatalog des Freistaates Bayern. Dieser Katalog geriet auch schnell wieder in Vergessenheit - "GETS-die Seuche" aber nicht.

Der Klick zu "Ich packe mein Buch"

Wie funktioniert dieses Betrugsmodell?

Wenn die Treureal mit Anja und Beate...

Eine Heuschrecke hat sich durch den Häuserbestand in Deutschland gefressen, sie gibt sich viele Namen, wechselt regelmäßig den Fressführer und das Nest. Sich dusselig gebende Schmatz-Gehilfin ist ein Tier, das sich Treureal nennt - und alles andere ist, aber Gehilfin ist sie. Auch die Gehilfin wechselt laufend ihr Nest.

Ihre Opfer nennen sie Mieter. Die sitzen in maroden Nestern. Darüber beschweren sich diese Opfer hin und wieder. Immer vergeblich bei der Heuschrecke, die sich Anjas Erste Property nennt oder Beates Zweite Property. Sie ist immer die Erste, die sich taub stellt, während die sich dusselig gebende Gehilfin los fliegt und in den maroden Nestern der Opfer fristlose Kündigungen hinterlässst, die sie wieder zurück nimmt, wenn die Mieter nicht aus ihren Nestern fallen, die immer maroder werden.

Manchmal gibt die sich dusselig gebende Gehilfin auch die Verständnisvolle. Ja, sagt sie dann, die Heuschrecke ist schon schlimm, da haben Sie recht, wenn Sie deswegen nicht mehr so viele Vorräte wie bisher abliefern, dann ist das in Ordnung so. Das behält sie aber für sich. Da kann kommen, wer Opfer ist, er bleibt Opfer. Denn mit der Heuschrecke hat sie vereinbart, dass niemand weniger Vorräte als bisher abliefern darf. Die werden auch gut versteckt. Wie die Vereinbarungen mit den Opfern über sinkende Vorratslieferungen. Die Gehilfin der Heuschrecke ist schließlich sich dusselig gebend. Wer sich so dusselig gibt, kann auch schon mal völlig versehentlich etwas vernichten.

Bis sie sich auch noch dumm stellt. Weil die Heuschrecke einfach nicht genug kriegt. Dann schicken Anjas Erste Property und Beates Zweite Property und all die Heuschrecken, die es sonst noch gibt, die sich dusselig gebende Gehilfin zu einem Anwalt, den es sogar tatsächlich gibt. Das ist gut für Heuschrecke und sich dusselig gebende Gehilfin. Hinter einem tatsächlich existierenden Anwalt kann man sich gut verstecken. Kein Gericht holt Heuschrecke und sich dusselig gebende Gehilfin aus ihren Verstecken. Das wissen Heuschrecke und sich dusselig gebende Gehilfin. Sie haben schon so viele Nester marode gemacht und wissen deshalb genau, kein Gericht schaut nach. Die Opfer sollen beweisen, dass sie Opfer sind, Beweise werden aber gar nicht zur Kenntnis genommen.

Schaut doch einmal jemand nach, dann behauptet die sich dusselig gebende Gehilfin, dass sie die Heuschrecke gar nicht kennt. So funktioniert das Betrugsmodell von Anjas Erster Property, Anjas Zweiter Property, Beates Erster Property, Beates Zweiter Property und Treureal. Gesegnet wird dieses Modell von deutschen Gerichten.

Glauben Sie nicht? Dann hier klicken





 

Donnerstag, 26. März 2015

Co-Pilot als Mörder

Flug 4U9525 wird in Massenhinrichtung gestürzt

10:30:00 Uhr: Flug Germanwings 4U9525 bestätigt die letzte von der französischen Flugsicherung erhaltene Anweisung.

Auf dem Stundenplan unseres Deutsch-Unterrichts steht Goethes "Die Leiden des jungen Werthers", jede Seite dieses Briefromans lese ich nur widerwillig, fast schon angewidert, in Kommentaren an den Rändern des Reclam-Heftes mache ich mir Luft. "Quatsch!" "Was für ein Spinner!"

10:31:02 Uhr: German Wings 4U9525 verlässt ohne Freigabe der französischen Flugsicherung seine Reiseflughöhe und beginnt einen Sinkflug...

Unser Deutsch-Lehrer gibt uns die Hausaufgabe: "Darf ein Mensch Selbstmord begehen?" Diese Frage entlockt mir nur ein einziges Aufsatz-Wort: Nein.

Crew-Mitglieder hämmern an die Tür, der 28-jährige Co-Pilot hat sich eingeschlossen. Er reagiert nicht.

Der Co-Pilot plant seinen erweiterten Selbstmord, wie Kriminalisten das nennen, wenn ein Selbstmörder andere mit in den Tod reißt. Meistens sind das Familienmitglieder. Dieser Co-Pilot reißt auch Menschen mit in den Tod, die Fremde für ihn sind. Er wird zum 149-fachen Mörder. Wie Krimalisten das möglicherweise nicht nennen würden. Aber ich.

"Du hast es dir aber einfach gemacht", sagt mein Deutsch-Lehrer. Meine Klassenkameradin Freya auch. Sie meint: "Jeder Mensch hat das Recht, sich das Leben zu nehmen." Das macht mich noch wütender als Goethes Briefroman über einen Selbstmörder wegen einer für ihn unerreichbaren Frau. Ich erinnere an Freunde, Bekannte, die Familie, die bei einem Selbstmord ratlos zurückgelassen werden, ich spreche von Wut, Verzweiflung bei den Hinterbliebenen. Wütend macht mich auch: Ich bin in Freya verliebt, sie angeblich auch in mich. Verliebte denken nicht an Selbstmord.

10:36:47 Minuten: Die französische Flugsicherung startet den letzten Versuch, German Wings 4U4525 auf der internationalen Notfrequenz zu erreichen.

Welche Gedanken schießen durch den Kopf des Co-Piloten? Woran denkt ein 28-Jähriger, wenn er 149 Menschen und sich selbst umbringen will? Denkt er nur an sich?

10:40 Minuten: Germanwings 4U4525 verschwindet vom Radarschirm.

Auf NDR 2 sagt gerade eine Radiopastorin, dass wir aus diesem Massenmord auch lernen sollten, dass das Leben endlich ist, dass wir es deshalb auskosten sollten. Die Unfähigkeit dieses Co-Piloten, sein Leben zu genießen, hat ihn zum Massenmörder gemacht? Würde diese Radiopastorin derlei auch sagen, wenn dieser 28-Jährige in Düsseldorf auf offener Straße erst 149 Menschen und dann sich selbst erschossen hätte?





Montag, 16. März 2015

In einem verbotenen Land

In der Schweiz und in einer Kleiderkammer

Selbstverständlich könnte ich behaupten, dass ich ihre unglaublich schönen braunen Augen nie vergessen werde. Doch wenn ich heute Fotos von ihr betrachte, wundere ich mich, dass ich sie auch bekleidet gesehen habe. Wenn wir uns trafen, war sie meistens so schnell nackt, dass ich mich an die Klamotten, die sie in Nullkommanix abgestreift hatte, nicht mehr erinnern konnte.

Dafür habe ich mich beim Lesen der jüngsten "Cicero"-Ausgabe daran erinnert, dass sie mich in ihrem Elternhaus sogar in eine Kleiderkammer lockte, um sich in Windeseile nackt auf mich zu setzen. Eile war immer geboten. Kaum saß sie auf mir, pochte jemand an die Tür. Einmal fragte sie durch die geschlossene Tür das Familienmitglied, das draußen stand: "Steht in diesem Haus eigentlich irgendwo, dass man hier nicht ficken darf?"

Diese Frage führt mich zurück zur jüngsten "Cicero"-Ausgabe. Auf Seite 90 nimmt sich Christoph Schwennicke vor: "Nie wieder Wengen!" Wengen ist ein wunderschöner Ort im Berner Oberland. Warum also will der "Cicero"-Chefredakteur nie wieder dorthin? Erstens, weil die Schweiz immer teurer wird. Und zweitens: "Das letzte Mal waren unsere Wohnung, die Spülmaschine, die  Schränke, die Tiefgarage, der Treppenaufgang voller Verhaltensregeln. Damals dachte ich, es wäre vielleicht einfacher, in der Schweiz nur Hinweise anzubringen, wenn etwas ausdrücklich erlaubt ist."

Das Schöne im Leben ist: Man muss nicht alles verstehen. Ansonsten galt seinerzeit für meine Freundin aus der Schweiz: Was in ihrem Elternhaus verboten war, konnte sie besonders gut. Die Verbote weckten ihre Fantasie. Das ist oft das Gute an Verboten...

Sonntag, 15. März 2015

Leipziger Buchmesse

Bücher lesen wird nie unmodern.














Verlage lächeln nicht mehr über blogger

Das Feuilleton in Tageszeitungen gilt als "Idiotenwiese", auf der Redakteure auch einmal neckischer, frecher oder kritischer als die Kollegen aus den anderen Ressorts sein dürfen. Lesen ja nur wenige, denken sich die Verleger und Verlage als Anzeigenkunden sind für jede Rezension dankbar. Es darf auch ein Verriss sein, wichtig ist nur: Das Buch wird erwähnt. Möglichst im "Spiegel" oder in einer überregionalen Zeitung, die sich Leser halten, die etwas von sich halten.

Doch nun halten die Verlage auch etwas von Bloggern. Erfährt man auf der Leipziger Buchmesse, die heute ihre Tore schließt. Blogger sind gut vernetzt und müssen deshalb um Rezensionsexemplare nicht mehr betteln. Autoren suchen das Gespräch, Blogger geben sich gegenseitig Tipps, das Netz wird immer dichter, auch im Facebook und bei Twitter.

Wie schnell sich ein Buchtipp verbreiten kann, beweist gerade ein Artikel, den ich auf www.burgdorferkreisblatt.de veröffentlicht habe. Das Thema: Deo-Schnuppern. Die von mir empfohlene Lektüre: Marion Schimmelpfennig, "Giftcocktail Körperpflege". Hier klicken Bei Amazon steigt der Verkaufsrang dieses Buches seither täglich. Wie hoffentlich nun auch bei meiner Broschüre "Ich packe mein Buch" mit ironischen Texten und Erzählungen. Hier klicken  Oder bei anderen Veröffentlichungen von mir...

Dienstag, 10. März 2015

Alles, was Recht ist

Dieser Gutachter aus Duisburg ist nicht inter-nett

"Ich erstelle seit über 30 Jahren psychologische Gutachten in Familienrechtsangelegenheiten und bin stets ohne eine Web-Seite oder vergleichbare Darstellungen ausgekommen.

Es ist daher ein gutes Recht des Nutzers dieser Web-Seite zu erfahren, warum es denn nun anders ist:

Einerseits ist es nicht nur die im Internet zunehmend erkennbare Tendenz, dass sowohl Träger bestimmter Berufe wie auch Privatpersonen kritisiert oder gar verleumdet werden. Behauptungen ersetzen dann die Beweise. Gutachter werden (wie etwa auch ich) ohne realen Nachweis als „umstritten“ oder sonst wie defizitär dargestellt."

Schreibt ein gewisser Hans-Dieter Zoch aus Duisburg auf seinen Internet-Seiten. Bei diesem Mann gilt das Igel-Hase-Prinzip. Er ist immer schon da und auf seinen Seiten fehlt nur noch die Behauptung, er sei auch schon auf dem Mond gewesen und habe dort das Licht angemacht. Hinter dieses Licht wollte mich Zoch führen, als ich mich ab 2008 mit einer Familiengeschichte aus Mönchengladbach beschäftigte.

Der Vater eines Heimkindes hatte mir ein Gutachten von Zoch geschickt. Das war wirklich stark - allerdings nur, wenn es um die Seitenzahl ging. Also stellte ich diesem ungewöhnlichen Experten drei Fragen per Fax. Die er sogleich beantwortete. Allerdings gab er mir keine drei Antworten auf meine drei Fragen, sondern mehr als ein Dutzend. Zu schlechter Fax-Letzt behauptete Zoch, der Vater, der sich an mich gewandt hatte, habe nicht alle.

Das fand ich doch ein wenig unfreundlich und berichtete darüber. Schon meldeten sich weitere Mütter und Väter, die mir Unglaubliches über diesen Gutachter erzählten. Auch darüber berichtete ich. Was Zoch nicht gut fand. Deshalb fand eine Mutter eines Tages einen Brief dieses Gutachters in ihrem Briefkasten, in dem stand: "Ich freue mich, dass Sie sich nicht an Herrn Tjaden gewandt haben." Nur: Diese Mutter kannte mich gar nicht, sie hatte noch nie von mir gehört. War nun aber neugierig geworden und meldete sich bei mir.

Als mir dann auch noch ein Hochschulrektor erzählte, Zoch habe ihn vor mir gewarnt, weil ich ein Rechtsradikaler sei, war Vollmond. Deshalb ließ sich dieser Rektor nicht hinters Licht führen, er trennte sich von Zoch. Jeder Nutzer meiner Seiten hat das Recht, so was zu erfahren...Er darf auch meine Broschüre über das Wirken dieses Herrn lesen. Hier klicken

Immer wieder erstaunlich finde ich, wie empfindlich Zoch-Kreise auf Kritik reagieren. Deshalb ist der Mond auch über Lüneburg aufgegangen. Dort stellte ein Sozialflickschuster die Behauptung auf, ich sei pädophil. Auch das darf jeder Nutzer meiner Seiten erfahren. Er darf auch meine Broschüre "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger" lesen. Hier klicken

Donnerstag, 5. März 2015

Gender-Toni

Muss man den Hofreiter wirklich nicht zum Arzt schicken?

Ob der Gender-Wahn schon so weit fortgeschritten ist, wie die "Welt" vermutet hier klicken - dass man also Toni Hofreiter von den Grünen nicht dringend zum Arzt schicken sollte, wage ich zu bezweifeln. Der Mann ist so korrekt, dass er eine Frau erst auszieht, wenn er drei notariell beglaubigte Einverständniserklärungen vorweisen kann, die er sich nach jedem Kleidungsstück, das zu Boden fällt, noch einmal mündlich bestätigen lässt. Darf ich weitermachen oder fühlst du dich jetzt belästigt?

Immerhin, der Mann mit dem schütteren Haupthaar, das er offen trägt, hat "weibliche Freundinnen". Grantelte er am Montag in die Fernsehkameras, während man sich wünschte, in dieser Sendung mit dem Plasberg würde als Mann nur noch der neben dem Toni sitzende Wolfgang Kubicki von der FDP zu Wort kommen. Oder die Mädels, die alles viel lockerer nahmen.

Gut, kann man sagen, die Grünen haben keine Themen mehr, die Führungspersönlichkeiten sind nur noch peinlich, da kann man schon so krank werden wie der arme Toni, der wird doch nur in Mitleidenschaft gezogen. Mann muss sich aber auch ziehen lassen - und wer das tut, ist eben immer so schlecht gelaunt wie dieser Doktor der Kunde über Pflanzen, die schneller eingehen als Hofreiter sie gießen kann.

Im Januar 2015 hat Hofreiter dem "Main-Echo" versichert, dass er sich nicht "auf Äußerlichkeiten reduzieren" lasse. Schade. Dieser männliche Mann hat so schönes Haar.