Freitag, 30. Januar 2015

Wilhelmshavener Jugendamt

Mit dir bin ich Zuhause angekommen ohne Ziel
Was wir brauchen sind wir beide
Davon brauchen wir soviel
Und wir geben uns neue Namen
Nena, “Leuchtturm”
Bai... und Stolt...heißen diese Polizisten nun länger?
2. April 2014. Ein weibliches CDU-Mitglied aus Wilhelmshaven hat mir schon vor Tagen mitgeteilt: “Im Buschfunk unserer Partei wird eine neue Meldung über Sie verbreitet.” Dabei gehe es um die Durchsuchung meiner Wohnung, die am 17. Juni 2013 vom Wilhelmshavener Jugendamt organisiert worden ist, weil ein Drogensüchtiger behauptete, ich hätte seinen Sohn entführt. Die Beamten, die gegen 21.40 Uhr mit Gewalt in meine Wohnung eindrangen, nannten sich nach mehrfacher Nachfrage meinerseits Wiegand und Schweiger. Diese Namen notierte ich mir nach der illegalen Aktion des Wilhelmshavener Jugendamtes sofort. Dann rief ich die Polizeiwache an. Die bestätigte: “Wiegand und Schweiger gibt es bei uns wirklich.”  Als ich mich einigermaßen wieder gefangen hatte, erzählte ich auch mehreren Facebook-Freunden, was geschehen war. Diese persönlichen Mitteilungen sind gespeichert. In diesen Mitteilungen stehen auch die Namen Wiegand und Schweiger.
Die gibt es wirklich bei der Wilhelmshavener Polizei?

Wahrheit soll verboten werden

19. Januar 2015. Das Amtsgericht von Wilhelmshaven hat mir per Urteil vom 16. Januar 2015 (Az. 6 C 519/14) die Verbreitung der Wahrheit über eine illegale Aktion des Jugendamtes von Wilhelmshaven verboten. Hat mir heute ein Rechtspfleger am Telefon mitgeteilt. Mein Anwalt bekomme in den nächsten Tagen das schriftliche Urteil in diesem Zivilverfahren.

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Oldenburger Landgericht verbietet Wahrheit nicht

30. Januar 2015. Diese Verhandlung ist reine Einstellungssache gewesen. Hier klicken

Montag, 19. Januar 2015

Fickt mal wieder

Was macht eigentlich der Günther Jauch?

Wenn ich durch das Schnoor-Viertel in Bremen schlendere, denke ich stets an folgende Begebenheit. Eine Frau und ich kommen an einem Souvenir-Shop vorbei. In einem Kartenständer entdecken wir eine Postkarte mit dem Spruch "Fickt mal wieder". Die haben wir ihren Eltern geschickt. Wir sind nie wieder eingeladen worden. Die Eltern dieser Frau sind wohl nach langer Zeit auf einen länger dauernden Geschmack gekommen.

Manchmal wandelt mich die Lust an, diese Karte wieder zu verschicken. An alle grauen Frau- und Herrschaften, die einem die Zeit stehlen mit ihren Intrigen und Machtkämpfen. Fast jede Politikerin und fast jeder Politiker würde eine von mir bekommen. Die weinen immer häufiger in ihre Kopfkissen, weil sie von immer mehr Menschen verachtet werden. Doch jetzt sind sie angeblich von Pegida aufgerüttelt worden. Wer das glaubt, hält auch den Islam für eine Gefahr.

Die meisten Politikerinnen und Politiker können nicht nur Intrigen und Machtkämpfe perfekt, auch Fragen nicht beantworten beherrschen sie fehlerfrei. Fällt mir bei jeder Talkshow auf. Besonders wenn Günther Jauch der Moderator ist. Der lässt jedes Gespräch sausen, bis alle vergessen haben, wo die Talkshow-Gäste eigentlich landen sollten.

Kurz vor Ende der Sendung fragt er die "tagesschau"-Sprecherin oder den "tagesschau"-Sprecher stets, ob das Thema seiner Sendung auch Nachrichten-Thema ist. Mich dürfte der nicht fragen. Ich würde nach einem Fernsehprogrammheft greifen und sagen: "Moment. Ich schau erst mal nach, womit Ihre Gäste und Sie sich beschäftigt haben. Mir ist das nicht klar geworden."

Samstag, 17. Januar 2015

Schlecht für Terroristen

Das Paradies und der saure Apfel

In diesen sauren Apfel werden islamistische Terroristen beißen müssen: Kaum ist die Bombe hochgegangen oder der letzte Schuss abgefeuert, wartet nicht das Paradies mit 72 Jungfrauen. Serviert werden Weintrauben. Dass die Zahl 72 gar nicht im Koran steht (Sure 44,54), hätten diese Mörder schon lange wissen können, wenn sie zwischen Bombe basteln und Maschinengewehr laden einen Blick in dieses Buch geworfen hätten. 

Dass Mohammed von Allah Offenbarungen empfangen hat, die nur aus Konsonanten bestanden, hätte ihnen ein deutscher Koran-Forscher sicherlich gern verraten, wenn sie nicht zu sehr mit Mordgedanken beschäftigt gewesen wären. Auf den Gedanken, dass "Huris" falsch übersetzt worden ist, konnten sie deshalb auch nicht kommen. Sollten diese Terroristen trotzdem ins Paradies kommen, kommen ihnen also keine "Paradiesjungfrauen" entgegen, ihnen kommt allenfalls ein "Edeka"-Mitarbeiter entgegen, der schon hier auf Erden Lebensmittel geliebt hat.

Und die Moral von der Geschicht: Islamistische Terroristen sollten nicht länger ihr Geld für Sprengstoff, Waffen und Munition ausgeben, sondern für Weintrauben. Es dürfen auch mehr als 72 sein... 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Die Schweiz zittert

"Blick" richtet Alpenuntergangs-Ticker ein

Deutsche Medien richten Live-Ticker ein, wenn es irgendwo eine Katastrophe gibt oder Terroristen wieder einmal den Koran falsch verstanden haben wollen, das Schweizer Boulevard-Blatt "Blick" hat heute einen Live-Ticker für die Landeswährung eingerichtet. Die Nationalbank garantiert nicht länger für einen Mindestkurs.

An den Geldautomaten der Schweizer Banken gibt es keine Euro mehr, die ersten Tankstellen machen dicht. Demnächst folgen Expertenmeinungen zufolge Unternehmen, die sich auf künstlich schwach gehaltene Franken verlassen haben. Die Notenbank hat ihre Euro-Hand weggezogen. Die Konkurrenz aus dem Ausland pfeift vergnügte Profit-Lieder. Wenn man dem Live-Ticker der Schweizer Boulevard-Zeitung "Blick" glauben darf.

Dabei darf man eigentlich nur eins glauben: Für den Schweizer ist Geld das Wichtigste. Genauer: das eigene Geld. Also der Franken. Wenn der in der Zeitung steht, regt sich der Schweizer. Da kommt keine Katastrophe mit und kein Terrorist, der den Koran falsch verstanden haben will. Nur zum eigenen Geldbeutel hat ein Schweizer ein echtes Liebesverhältnis, das allerdings an den Landesgrenzen endet.

Die Schweizer Uhrenbranche meint bereits, in einer falschen Zeit aufgewacht zu sein und vergleicht die Entscheidung der Notenbank mit einem Tsunami. Diese Branche weiß, was aus Sicht eines Schweizers eine Katastrophe ist. Wenn also demnächst ein paar Alpen an uns vorbeifliegen, ahnen wir, woran es gelegen hat.



  

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ich packe in mein Buch

Cover-Bild: Monka Schmidt



















Auch ein Loblied auf den Psycho-Verein "Scientology Church"


25. Dezember 2014. Dieses Loblied fängt so an:

Bücher wie "Meine Freunde, die Millionäre" oder "Meine Freunde, die Manager" gibt es schon, doch ein Buch wie "Meine Freunde, die Scientologen" gibt es noch nicht. Diesem unhaltbaren Zustand muss ein Ende bereitet werden.

Wenn nicht jetzt, wann dann fangen wir mit der Feststellung an: "Jeder braucht Scientology." Der Verfassungsschutz beispielsweise für den täglichen Horchdienst, der ohne diesen immer beschäftigten Haufen viel langweiliger wäre als er nie werden sollte.


Scientologen sind wie Ameisen, immer fleißig auf der "Brücke in die totale Freiheit", über die sie nicht etwa Lasten schleppen, sondern auf der sie eine psychische Last nach der anderen loswerden, bis sie ihr Geld dorthin gebracht haben, wo es hingehört.


Diese Brücke ist lang, sehr lang, das beweist schon allein die Tatsache, dass bislang niemand auf der anderen Seite angekommen ist. Viele sind nämlich noch gar nicht aus der Sauna herausgekommen, in der sie alle Übel dieser Welt ausschwitzen.


Ich bin doch nicht Ursula Caberta und erkläre nicht nur Schwachsinn, sondern jeden Schwachsinn zur Gefahr, damit man mir in Hamburg die Leitung einer Arbeitsgruppe anträgt, die sich mit einem ganz speziellen Schwachsinn beschäftigt, bis man die Warnungen vor diesem Schwachsinn ebenfalls für Schwachsinn hält, weil wieder ein Buch daraus geworden ist, das intellektuell betrachtet mit jedem Science-fiction-Roman des Scientology-Erfinders L. Ron Hubbard verwechselt werden kann.

Inzwischen gleicht die 64-Jährige einer kaputten CD, die nur noch die Zeile "Das ist gefährlich" abspielt. Womit ich nicht sagen will, dass in den deutschen Zentren der Scientologen keine Gefahr lauert. Nirgendwo ist die Gefahr, unter Einsamkeit zu leiden, so groß wie dort. Wer da noch hineingeht, stellt schnell fest: Auf diese dumme Idee ist schon lange keiner mehr gekommen. Seltsam, allein durch die Gänge zu wandern, ich sehe nie einen andern...

Deswegen gibt der letzte deutsche Scientologe schon Kontaktanzeigen in Flirt-Portalen auf, habe ich jüngst in der "Bild"-Zeitung gelesen. Was Ursula Caberta - na, was schon findet: "Das ist gefährlich." Nebenbei schreibt er auch noch Pressemitteilungen für Portale, die alles abdrucken, und füllt das Facebook mit speziellem Schwachsinn. Und da wundern sich die "Bild"-Zeitung und Ursula Caberta darüber, dass eine Frau, die auf die Kontaktanzeigen des letzten Scientologen geantwortet hat, nichts weiter fand als Scientology? Was sollte der denn sonst zu bieten haben?

"Ich packe mein Buch" sicherlich nicht. Das ist jetzt bei Lulu erschienen. In mein Buch gepackt habe ich nicht nur Loblieder auf die Scientology Church, sondern auch auf einen Kolumnisten der "Bild am Sonntag" und auf Super-Ficks, einen Brief von Alice Schwarzer, Geschichten über eine friedliche Revolution, über Gott, der Überraschungen erlebt, über Verbote und über einen Spitzbuben, der Leiter einer Sonderkommission wird.

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14. Januar 2015. Diese Broschüre gibt es nun auch bei Amazon Hier klicken

Sonntag, 11. Januar 2015

Angst und Wahrheit

Der "Spiegel" und ein Wissenschaftler

Terroristen können dem "Spiegel" angeblich keine Angst vor der Wahrheit machen. Versichert das Magazin nach den "Charlie Hebdo"-Morden in Paris. Manchmal ist der "Spiegel" der Wahrheit aber auch nicht auf den Grund gegangen. In der Ausgabe 15 des Jahres 2007 berichteten Matthias Bartsch und Michael Fröhlingsdorf über "Kinder der Sucht". Und zwar auch so:

"Ob jemand süchtig wird, ist kein Zufall, Suchtverhalten wird gelehrt", warnt der Wissenschaftler Ruthard Stachowske. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder dem Drogenschicksal anheimfallen, sei in einer Suchtfamilie sechsmal höher als in einer normalen Familie. Stachowske leitet die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch im niedersächsischen Lüneburg, wo Kinder und ihre süchtigen Eltern gemeinsam behandelt werden können. "Es gibt nur eine Handvoll solcher Einrichtungen, aber einen riesigen Bedarf", klagt der Heimleiter.

Zu jener Zeit warf dieser Ruthard Stachowske mit Titeln nur so um sich. Auch der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen fiel auf ihn herein und strahlte am 24. Oktober 2007 eine Werbesendung für die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch aus. Alle fröhlichen Kinder waren schon da. Dass in dieser Einrichtung etwas nicht stimmte, kam der Redakteurin überhaupt nicht in den Sinn. Vier Jahre später entging Ruthard Stachowske einem Ermittlungsverfahren der Lüneburger Staatsanwaltschaft nur, weil er den Titel psychologischer Psychotherapeut für Erwachsene nicht mehr führte. Im gleichen Jahr war Ruthard Stachowske als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) fristlos entlassen worden. Die TG wurde 2014 geschlossen.


Zu dem "Spiegel"-Gespräch hatte dieser Sozialpädagoge eine Klientin mitgenommen, die in der Einrichtung isoliert und von ihm beschimpft wurde. Berichtete sie mir im vorigen Jahr. Was sie erzählen sollte, hatte Ruthard Stachowske ihr demnach eingeimpft. Hätte sie etwas anderes gesagt, wäre es ihr in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch noch schlechter ergangen, fürchtete sie. Auch andere Klientinnen wurden von diesem Sozialpädagogen für die Medien zu Papageien gemacht, die aufsagten, was ihnen vorgesagt worden war.


Keine Redakteurin, kein Redakteur hat gemerkt, dass es in der TG überhaupt keine gemeinsame Therapie von Eltern und Kindern gab. Niemandem fiel der Etikettenschwindel auf. Auch die waghalsige These, dass Kinder aus Suchtfamilien sechsmal wahrscheinlicher süchtig werden als andere Kinder, stellte keine einzige Redaktion auf den Prüfstand. Zu dieser Erkenntnis war Ruthard Stachowske auch nur auf höchst windige Weise gekommen. Er dichtete so mancher Familie, die in seiner Einrichtung zerstört wurde, andere Drogensüchtige einfach an. Wissenschaft war für ihn, was er selbst gefälscht hatte, und zwar in einem Institut, das in seinem eigenen Haus beheimatet war. Hätte auch jemand merken müssen. Ruthard Stachowske glaubte nur an sich selbst.


Eines Tages musste Ruthard Stachowske nur noch die Bären füttern, die er den Medien aufgebunden hatte. Schon ist aus ihm in einer Sendung nach der anderen ein "anerkannter Therapeut" geworden - und im "Spiegel" sogar ein Wissenschaftler, der Fundiertes über "Kinder der Sucht" mitzuteilen hat. Mit diesen Kindern gab er sich nie ab, er ließ sie bei Pflegeeltern unterbringen oder in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch von anderen Klientinnen betreuen, nur nicht von den Müttern.


Ich bin von diesem Sozialpädagogen wegen meiner Berichte auf jede erdenkliche Art und Weise verfolgt worden, vor Gericht verlor er gegen mich die meisten von ihm angezettelten Verfahren. Den "Spiegel"-Bericht aus dem Jahre 2007 dagegen dürfte Ruthard Stachowske immer noch mögen. 


Bei Amazon gibt es zwei Broschüre von mir über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch. Gegen die erste hat Ruthard Stachowske geklagt. Vergeblich.   


    

Donnerstag, 8. Januar 2015

Freche Heuschrecken

Treureale Wirklichkeit in deutschen Städten

Frechheit siegt auch vor Gericht? Ein Unternehmen, das sich sinnigerweise Treureal nennt, handelt im Auftrag von Spekulanten, die sich Anjas Erste Property, Anjas Zweite Property, Beates Erste Property, Beates Zweite Property...nennen. Ein Fernsehteam besucht den treurealen Sitz in Mannheim, ein Mitarbeiter gesteht in die laufende Kamera: "Wie wir Anjas erreichen können, wissen wir nicht." Der im Handelsregister angegebene Sitz in Frankfurt ist eine freie Erfindung. Haben sich die Mieter-Proteste angehäuft, wechselt Treureal den zuständigen Sitz oder verschwindet wieder von der spekulativen Bildfläche.

Ich habe in einem treurealen Haus gewohnt. Wenn ich oft genug protestierte, tauchte ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin in meiner Wohnung auf. Die Treurealen kamen aus Hamburg, sie kamen aus Leipzig, sie kamen schließlich aus Munster. Sie entschuldigten sich für die Mängel, sprachen von Skandalen - und verschwanden wieder. Die Mängel und Skandale blieben. Frankfurt als frei erfundener Anjas-Beates-Sitz auch. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die bei Treureal beschäftigt gewesen sind, arbeiten inzwischen nicht mehr für dieses Unternehmen, eine sagt mir bei einem Anruf (ich rufe sie zuhause an): "Mit dem Laden will ich nichts mehr zu tun haben." An die Öffentlichkeit wendet auch sie sich nicht.

Gerichte spielen mit. Ich lege einem Gericht Kontoauszüge vor, mit denen ich meine Miet-Überweisungen nachweisen will, die Richterin erkennt die Originalauszüge nicht als Beweismittel an. Ich soll die Mieten noch einmal bezahlen. Das findet die nächsthöhere Instanz ganz o. k. Eine mündliche Verhandlung lehnt dieses Gericht bislang ab, weil kein öffentliches Interesse bestehe. Es besteht kein öffentliches Interesse an Spekulanten und Verwaltungen, die Mieterinnen und Mieter über den Tisch ziehen, die Häuser vergammeln lassen? Reicht es nicht, dass sich die meisten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker nicht für dieses Thema interessieren?

Würde die Einschaltung der Staatsanwaltschaft weiterhelfen? Hätte ein Strafantrag wegen Betruges Aussicht auf Erfolg? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich gerade sehr intensiv.

Die Heuschrecke bei Facebook Hier klicken  

Dienstag, 6. Januar 2015

Kundengespräche

Mit Kabel Deutschland

- Guten Tag. Mein Name ist Tjaden. Ich bin bei Ihnen Kunde.
- Können Sie Ihren Namen buchstabieren?
- T, j, a, d, e, n. Ich habe bei Ihnen aber einen falschen Namen.
- Sie heißen aber Tjaden?
- Ja.
- Ich finde Sie nicht im Computer.
- Ihr Techniker hat mich bei Ihnen unter falschem Namen gemeldet. Er dachte, ich heiße Schrader. Sie finden mich also unter diesem Namen.
- Und wo wohnen Sie, Herr Schrader?
- Ich heiße nicht Schrader, ich heiße Tjaden. Ich wohne in...
- Ich glaub, ich habe Sie gefunden, Herr Schrader. Ihre Kundennummer lautet 123456-S 20. Wenn Sie Ihre Kundennummer nennen, geht es schneller.
- Fein. Können Sie den Namen bitte ändern?
- Das geht leider nicht. Dazu müssten Sie uns eine Kopie Ihres Personalausweises und eine Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes schicken.
- Bekommen Sie. Auf Wiederhören.

Der Postbote steht ratlos vor den Briefkästen.

- Gibt es hier einen neuen Mieter, der Schrader heißt?
- Nein. Das bin ich. Ich heiße zwar nicht Schrader, aber bei Kabel Deutschland habe ich einen falschen Namen. Der Brief ist also für mich.
- Ich kann Ihnen keine fremde Post geben. Der Brief geht zurück.

- Guten Tag. Mein Name ist Tjaden. Ich bin bei Ihnen Kunde. Haben Sie meine Post bekommen?
- Können Sie bitte Ihren Namen buchstabieren?
- T, j, a, d, e, n.
- Für T bin ich nicht zuständig. Ich verbinde Sie weiter.
- Guten Tag, was kann ich für Sie tun?
- Ich heiße Tjaden und habe Ihnen eine Kopie meines Personalausweises geschickt und eine Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes. Ich habe bei Ihnen einen falschen Namen. Bei Ihnen heiße ich Schrader.
- Für S bin ich nicht zuständig. Ich verbinde Sie weiter.
- Guten Tag, Herr Schrader. Sie haben ein Problem?
- Kann man so sagen, ich heiße nämlich Tjaden. Um das zu beweisen, habe ich Ihnen...
- Moment einmal. Ich glaube, ich habe einen Brief bekommen, mit dem ich nichts anfangen konnte. Die angegebene Kundennummer gehört einem Herrn Schrader. Ist der ausgezogen und Sie sind der neue Mieter? Welche Kundennummer haben Sie denn?
- Ich habe die von Schrader, weil ich bei Ihnen so heiße.
- Ich verbinde Sie mal mit unserer Reklamation. Einen Moment, bitte.
- Reklamation. Was kann ich für Sie tun?
- Sie können mir meinen richtigen Namen wiedergeben.
- Der wie lauten soll?
- Tjaden. T, j, a, d, e, n.
- Und wie lautet Ihre Kundennummer?
- 123456-S 20
- Da sind Sie ja, Herr Schrader. Ich habe Sie im Computer gefunden. Es gibt da auch noch eine offene Rechnung. Sie haben unsere Post zurückgehen lassen.
- Ich heiße nicht Schrader, sondern Tjaden
- Sie rufen im Auftrag von Herrn Schrader an?
- Nein, in meinem eigenen. Ich habe bei Ihnen einen falschen Namen.
- Ich rufe Sie zurück. Geben Sie mir bitte Ihre Telefonnummer.

- Tjaden.
- Guten Tag, Herr Tjaden. Ich arbeite für Kabel Deutschland. Wohnt bei Ihnen ein Herr Schrader?
- Nein, hier wohnt kein Schrader.
- Entschuldigung, dann muss ich mich verwählt haben.

- Guten Tag. Meine Kundennummer lautet 123456-S 20.
- Ich habe Sie gefunden, Herr Schrader. Was kann ich für Sie tun?
- Können Sie Ihre Post bitte so adressieren? Schrader bei Tjaden?
- Kein Problem. Und wie schreibt sich Tjaden?
- T,j,a,d,e,n.

Der Postbote steht nicht ratlos vor den Briefkästen.
- Guten Morgen, Herr Tjaden. Sie hätten mir doch gleich sagen können, dass Sie einen Untermieter haben...Ich habe Post für Herrn Schrader.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Ein Hoch auf Pegida

Loblied auf öffentliche Dummheit

Alle halten Neujahrsansprachen. Also auch ich. Im Gegensatz zur Bundeskanzlerin werde ich die Pegida loben. Die trägt die Dummheit endlich wieder auf die Straße. Sie versteckt sich nicht mehr nur hinter Stammtischen.

Das Argument, die Pegida verbreite Kälte, zieht nicht. Das machen andere auch. Wie zum Beispiel der Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, der von Medien Top-Ökonom genannt wird, wenn er Sätze sagt wie "Wir können nicht alle mit ernähren." Wenn der das sagen darf, warum dann nicht auch die Pegida?

Die Zielgruppe kann doch nicht den Unterschied ausmachen. Hauptsache, man macht jemanden aus, dessen Elend der Pegida und Sinn nichts ausmacht. Dummheit aus schicken Büros unterscheidet sich nicht von Dummheit auf der Straße. Also muss auch der Ifo-Chef gelobt werden. Als Pegida-Co-Referent trägt er die Dummheit in die Medien. Könnte man Arbeitsteilung nennen.

Zugegeben, es hat auch schon andere Zeiten gegeben. Auf unseren Plakaten stand "Petting statt Pershing". Wir waren auch nicht nur 15 000 in Dresden, sondern Hunderttausende auf vielen deutschen Straßen und Plätzen. Die Verbreitung von Kälte warf man uns nicht vor, sondern die Verbreitung von Schweinkram zum Zwecke der Wehrkraftzersetzung. Fummeln mit Frauen war angeblich gefährlicher als am roten Knopf rum zu fummeln. Die Logik der Dummköpfe lautete: Wenn wir nicht am roten Knopf herumfummeln, tun es die anderen. Wir fummeln besser. Ging als Nato-Doppelbeschluss in die Geschichte ein. Doppelt doof war besser.

Die Pegida dagegen ist nur einfach doof, an Montagen öffentlich, an den anderen sechs Tagen an Stammtischen. Außerdem spricht sie nicht mit den Medien. Was ebenfalls doof ist. So doof ist der Ifo-Chef nicht...Nicht einmal dienstags.