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Es werden Posts vom Dezember, 2014 angezeigt.

SPD liebt Wahlwochen

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Ergebnis darf bei Edeka umgetauscht werden

Stell dir vor, es sind Wahlwochen - und alle gehen hin. Weil niemand mehr an der Wahl vorbeikommt. Wahlhelferinnen und Wahlhelfer lauern überall - in Schulen, Altenheimen, Rathäusern, in Lokalen und Theatern, in Sporthallen, in Kirchen, in Wald und auf dem Flur, besonders aber bei Edeka, wo die Verkäuferinnen und Verkäufer nicht mehr Lebensmittel lieben, sondern die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi.

Gewählt werden darf nicht mehr ab 18, sondern ab jedem ersten Montag im Monat. Damit die Wahlbeteiligung in der zweiten Jahreshälfte weiter steigt, werden englische Wochen eingeführt. Heißt: Samstags die Erst- und mittwochs die Zweitstimme abgeben.

Die Wahlplakate werden den Jahreszeiten angepasst: "Auch bei Schnee wähl ich EsPeDe", "Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Sozi-Schar", "Sommer, Sonne, SPD",  "Bunt sind schon die Wälder, nur Merkel wählt die CDU noch selber", "Oh Tannenbaum, oh Ta…

Dreimal krähen

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Broschüre über Peter Hahne überspringt 1,7 Millionen Verkaufsränge

"Den kennen wir: Kommt in den Biergarten, labert einem schräg am Bierglas vorbei eine Zigarette aus der Packung, lehnt sich paffend zurück und hofft, dass er in einer Viertelstunde noch eine schnorren kann. Kann er, denn bis die Kippe im Aschenbecher liegt, redet er weniger. Peter Hahne ist so einer. Der erscheint allerdings nicht in einem Biergarten, dessen Kolumne erscheint jeden Sonntag in einer Zeitung. Seine „Gedanken am Sonntag" gehören in vielen Haushalten zur Frühstückslektüre." Steht auf der Rückseite meiner Broschüre "Sticheleien am Sonntag - Ehe Peter Hahne dreimal kräht", die bei Amazon von gestern auf heute immer häufiger gekauft wird. Sie hat über Weihnachten 1,7 Millionen Verkaufsränge übersprungen.

Vor einiger Zeit ist jemand auf die Idee gekommen, sein Exemplar bei Amazon zum Verkauf anzubieten. Dort lagerte es vor sich hin. Niemand zeigte Interesse. Bis zum 25. Dezember…

Das Gebüsch-Gerücht (XIX)

Der Wilhelmshavener Unternehmer Tom Nietiedt klagt

1. November 2014. In 14 Tagen muss mein Anwalt dem Oldenburger Landgericht angezeigt haben, dass ich mich verteidigen werde, anschließend haben wir drei Wochen Zeit für die Entgegnung: Der Wilhelmshavener Unternehmer Tom Nietiedt und seine Ehefrau Karin klagen auf Unterlassung.

Unterlassen soll ich die folgenden Behauptungen: "a)...die Klägerin habe mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Ehebruch begangen, b) der Kläger habe wegen des Ehebruchs der Klägerin mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven diesen krankenhausreif geschlagen". Für jeden Fall der Zuwiderhandlung soll ich ein Ordnungsgeld bis zu 250 000 Euro zahlen. Sollte ich das Geld nicht aufbringen können, will mich das Ehepaar Nietiedt ins Gefängnis werfen lassen. Die Höchststrafe soll sechs Monate betragen. Die Klageschrift stammt vom 6. Oktober 2014.

Beantragt hat der Anwalt von Karin und Tom Nietiedt einen "frühen Termin". Das klappt…

Polizei und Gewalt

Alexander Bosch von Amnesty International hat leider Recht: Es kann jeden treffen

"Ausgegraben haben die Filmemacher, wie selten die Staatsanwaltschaft tatsächlich Anklage erhebt. In der Statistik aus dem Jahr 2013 zeigt sich: Wenn die mutmaßlichen Täter Polizisten sind, wird nur in 2,4 Prozent der Fälle angeklagt. Wenn sie keine Polizisten sind, ist der Wert sechs Mal so hoch: In 15,4 Prozent der Fälle kommt es zur Anklage. „Es kann jeden treffen“, sagt Alexander Bosch von Amnesty International. „Übergriffe können jeden treffen?“ fragt die Voiceover-Stimme ungläubig."

Berichtet die "taz" über eine Dokumentation, die am 15. Dezember 2014 von der ARD ausgestrahlt worden ist. Nicht zur besten Sendezeit, sondern zu später Stunde. Hier klicken 

Alexander Bosch scheint zu übertreiben, wenn er sagt, dass jede und jeder das Opfer von Polizeigewalt werden kann. Er hat leider Recht. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Zwei Polizeibeamte dringen am 17. Juni 2013 gegen 21.40 Uhr mit…

Es ist ein Mädchen!

Der liebe Gott bekommt eine Tochter

Der Papst hat heute Morgen seinen Rücktritt angekündigt, die katholische Kirche will eine Päpstin wählen. Da es bislang keine Frauen in Führungspositionen gibt, wird das Wahlrecht in nomini domini geändert. Angeknüpft werden soll an jene Zeiten, in denen nicht nur Kardinäle in Konklave geschickt worden sind. Gewählt werden soll auch nicht in der Sixtinischen Kapelle, da Frauen nur selten etwas für sich behalten können. BibelTV hat die Senderechte bekommen und berichtet exklusiv über die Wahl der Päpstin, die am 24. Dezember 2014 in allen katholischen Kirchen stattfinden soll.

Die Nachricht, dass Gott dieses Jahr eine Tochter bekommt, hat sich im Internet wie ein religiöses Lauffeuer verbreitet. Sie wurde vom Vatikan in einer ersten Stellungnahme als gotteslästerlich eingestuft. Papst Franziskus erklärte auf dem Petersplatz vor 100 000 Gläubigen: "Die Kirche soll arm sein, aber nicht weiblich." Kaum hatte er diesen Satz gesagt, gebot ihm ei…

Die Esoterik-Glocke

Der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit Dresden

»Gefährlichist´s, denLeuzu wecken,/VerderblichistdesTigersZahn,/JedochderschrecklichstederSchrecken,/DasistderMenschinseinem Wahn.« Aus Schillers “Glocke”

Bert Hellinger gilt als Psycho-Guru, seine Methoden sind umstritten, seine Seminar-Ankündigungen seltsam. Auf seinen Internet-Seiten behauptet er, man müsse sich nur auf sein Gefühl verlassen, wenn man sich für eine Teilnahme entscheide oder dagegen. Studiert man an der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit Dresden (EHS) Sozialpädagogik, dann darf man Hellingers Methoden durchaus für geeignet halten. Dafür gibt es eine 2. Was Esoterik an einer evangelischen Hochschule zu suchen hat, bleibt unerfindlich.

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Von der Un-Fähigkeit

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In der Bundesrepublik Täuschland

Wenn es in Deutschland "Hamburger Abendblatt" wird, soll man das Frühstück nicht vor dem Artikel loben. Will man anschließend den Redakteur tadeln, sollte man das Frühstücksei sorgfältig gepellt haben. Denn auf Kritik pellt sich diese Zeitung einen. Was das Abendblättchen nicht gelernt hat, lernt das Abendblatt nimmermehr. Irgendwann ruft immer jemand in die Redaktionsstube "Was heißt eigentlich rescherschieren?" Wenn zum Beispiel einem Scharlatan die Zerstörung von Familien vorgeworfen wird, sollte man auch nicht in den "Spiegel" schauen. Denn dort steht auf dem Spiegelbild des Scharlatans sogar "Wissenschaftler".

Erste Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: Trau keinem Medium bis zum nächsten Zeitungsstand.

Wenn es in Deutschland tolerant wird, soll man das Abendbrot nicht vor den Ausländergesetzen loben. Die werden immer menschlicher, versichert uns so mancher Politiker. Auf Kritik pellt er sich einen. W…