Sonntag, 28. Dezember 2014

SPD liebt Wahlwochen














Ergebnis darf bei Edeka umgetauscht werden

Stell dir vor, es sind Wahlwochen - und alle gehen hin. Weil niemand mehr an der Wahl vorbeikommt. Wahlhelferinnen und Wahlhelfer lauern überall - in Schulen, Altenheimen, Rathäusern, in Lokalen und Theatern, in Sporthallen, in Kirchen, in Wald und auf dem Flur, besonders aber bei Edeka, wo die Verkäuferinnen und Verkäufer nicht mehr Lebensmittel lieben, sondern die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi.

Gewählt werden darf nicht mehr ab 18, sondern ab jedem ersten Montag im Monat. Damit die Wahlbeteiligung in der zweiten Jahreshälfte weiter steigt, werden englische Wochen eingeführt. Heißt: Samstags die Erst- und mittwochs die Zweitstimme abgeben.

Die Wahlplakate werden den Jahreszeiten angepasst: "Auch bei Schnee wähl ich EsPeDe", "Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Sozi-Schar", "Sommer, Sonne, SPD",  "Bunt sind schon die Wälder, nur Merkel wählt die CDU noch selber", "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, die CDU gewinnt die Wahl wohl kaum".

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit strahlt die ARD einen Wahl-Marathon aus. Damen an Telefonen in Glaskabinen nehmen Stimmen an, bis die Ergebnisse mit den Umfragen übereinstimmen. Das Sendemotto lautet "Ich glaube fest an Infratest". Ulrich Deppendorf erläutert die Wählerwanderungen: "Ein Wähler ist während der Stimmabgabe bei Edeka von der Wurst- zur Käsetheke gewandert, deswegen wählte er die FDP." "Die SPD hat 150 000 Stimmen von Kundinnen und Kunden verloren, die ihren Einkauf mit Karte bezahlen." "Die SPD hat dafür aber 300 000 Stimmen von Ladendieben gewonnen. Hartz IV wirkt sich also positiv auf das Abschneiden der Sozialdemokraten aus."

Heiligabend verkündet der Weihnachtsmann das Wahlergebnis. Dieses Ergebnis darf bis Silvester bei Edeka umgetauscht werden. SPD-Stimmen sind vom Umtausch ausgeschlossen.

Dreimal krähen

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Broschüre über Peter Hahne überspringt 1,7 Millionen Verkaufsränge

"Den kennen wir: Kommt in den Biergarten, labert einem schräg am Bierglas vorbei eine Zigarette aus der Packung, lehnt sich paffend zurück und hofft, dass er in einer Viertelstunde noch eine schnorren kann. Kann er, denn bis die Kippe im Aschenbecher liegt, redet er weniger. Peter Hahne ist so einer. Der erscheint allerdings nicht in einem Biergarten, dessen Kolumne erscheint jeden Sonntag in einer Zeitung. Seine „Gedanken am Sonntag" gehören in vielen Haushalten zur Frühstückslektüre." Steht auf der Rückseite meiner Broschüre "Sticheleien am Sonntag - Ehe Peter Hahne dreimal kräht", die bei Amazon von gestern auf heute immer häufiger gekauft wird. Sie hat über Weihnachten 1,7 Millionen Verkaufsränge übersprungen.

Vor einiger Zeit ist jemand auf die Idee gekommen, sein Exemplar bei Amazon zum Verkauf anzubieten. Dort lagerte es vor sich hin. Niemand zeigte Interesse. Bis zum 25. Dezember 2014. Peter Hahne fand einen Käufer - die Broschüre bekam den Verkaufrang 1 735 442. Weitere Exemplare hatte Amazon nicht auf Lager. Dennoch gab der Käufer einen Bestell-Impuls - am zweiten Weihnachtsfeiertag sprang "Sticheleien am Sonntag - Ehe Peter Hahne zweimal kräht" auf Verkaufsrang 30 221.

Erschienen ist diese Broschüre vor fünf Jahren bei www.lulu.com. Dort gab ich am 27. Dezember 2014 meine Lästereien über eine Laber-Backe für den Vertrieb auf mehreren Kanälen frei und aktualisierte den Umschlag.

Das Netz birgt viele Geheimnisse. Die meisten kann man nie lüften. Manchmal vergeht viel Zeit, bis ein Beitrag von mir die Neugier vieler weckt, die sich mit bestimmten Themen beschäftigen. Meine Erkenntnisse fließen in Zeitungsartikel ein, werden in Diplom-Arbeiten und in Sachbüchern zitiert. Auch bei Wikipedia taucht mein Name immer häufiger in Literaturverzeichnissen auf. Wie bei Peter Hahne. Hier klicken

Über 6 Millionen Bücher hat Peter Hahne bisher verkauft. Er sieht sich als Verteidiger des Christentums. Das halte ich für ein Gerücht - jedenfalls bei seinen Kolumnen für die "Bild am Sonntag".  

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das Gebüsch-Gerücht (XIX)

Der Wilhelmshavener Unternehmer Tom Nietiedt klagt

1. November 2014. In 14 Tagen muss mein Anwalt dem Oldenburger Landgericht angezeigt haben, dass ich mich verteidigen werde, anschließend haben wir drei Wochen Zeit für die Entgegnung: Der Wilhelmshavener Unternehmer Tom Nietiedt und seine Ehefrau Karin klagen auf Unterlassung.

Unterlassen soll ich die folgenden Behauptungen: "a)...die Klägerin habe mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Ehebruch begangen, b) der Kläger habe wegen des Ehebruchs der Klägerin mit dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven diesen krankenhausreif geschlagen". Für jeden Fall der Zuwiderhandlung soll ich ein Ordnungsgeld bis zu 250 000 Euro zahlen. Sollte ich das Geld nicht aufbringen können, will mich das Ehepaar Nietiedt ins Gefängnis werfen lassen. Die Höchststrafe soll sechs Monate betragen. Die Klageschrift stammt vom 6. Oktober 2014.

Beantragt hat der Anwalt von Karin und Tom Nietiedt einen "frühen Termin". Das klappte schon einmal nicht. Das Landgericht von Oldenburg ordnete ein schriftliches Vorverfahren an. Ich werde für einige Überraschungen sorgen...

Die ganze Geschichte in meiner Broschüre "Jagdszenen aus Wilhelmshaven" - Bitte bei Amazon bestellen, so lange ich noch ein freier Mann bin :-) Hier klicken

Eine Stadt wie eine Registrierkasse

10. November 2014. Wilhelmshaven gleicht einer Registrierkasse. Schlechte Erfahrungen werden in der Schublade verstaut. Zu ist sie wieder. Irgendwann kommen die nächsten schlechten Erfahrungen dazu. Berichten soll man darüber nicht. Macht man es doch, werden Anwälte aktiv. Jetzt also der Anwalt des Unternehmers Tom Nietiedt, der mich verklagt hat, damit ich Behauptungen nicht mehr aufstelle, die ich gar nicht aufgestellt habe. Ich habe nie behauptet, dass die Ehefrau von Tom Nietiedt mit dem Oberbürgermeister „Ehebruch“ begangen hat, ich behauptete auch nicht, dass Nietiedt deshalb den Oberbürgermeister krankenhausreif schlug. Das taten andere. Ich beschrieb lediglich, wie ein Gerücht immer wieder abgewandelt wurde, bis eigentlich niemand mehr wusste, was die eigentliche Geschichte sein sollte. Was die Urheber anrichten wollten, haben sie angerichtet. Wer aber waren die Urheber? Was wollten sie?

Schon vor gut drei Jahren sind über Andreas Wagner Gerüchte verbreitet worden. Eines Tages erzählte mir einer der neun Oberbürgermeister-Kandidaten, dass an seinem Stand ein Mann aufgetaucht sei, der sich als CDU-Mitglied ausgebe und behaupte, dass Wagner mit 100 000 Euro von der „Wilhelmshavener Zeitung“ unterstützt werde. Die Lokalzeitung wolle Wagner zum Oberbürgermeister machen. Ich solle doch einmal recherchieren.

Das tat ich. Ich fragte den Verleger der „Wilhelmshavener Zeitung“ nach diesem Gerücht. Der schaltete sofort seinen Anwalt ein und ließ mir drohen. Ich sollte meinen Informanten verraten. Ich schrieb einen Bericht über diese Drohung. Meinen Informanten verriet ich nicht. Danach geschah nichts mehr. So kannte ich das von diesem Verleger. Er hatte mir schon häufiger drohen lassen, wenn ihm Berichte von mir nicht gefielen.

Aus der zweiten Auflage meiner Broschüre "Jagdszenen aus Wilhelmshaven", am 10. November 2014 bei Facebook als Print und als e-book erschienen. Hier klicken 

Auch Oberbürgermeister klagt

15. November 2014. Nun klagt auch Oberbürgermeister Andreas Wagner, und zwar wegen dieser Glosse. Hier klicken Vertreten wird Wagner von einem Anwalt, der auch die "Wilhelmshavener Zeitung" vertritt. Diesen Anwalt habe ich in meiner Broschüre "Jagdszenen aus Wilhelmshaven" erwähnt, weil er mich 2005 auf einem Wilhelmshavener Gerichtsflur verleumdet hat. Dagegen klagte dieser Jurist bis heute nicht - auch zu "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger" schwieg er. In dieser Broschüre habe ich mich mit einem Verleumder-Netzwerk beschäftigt. Bestellungen auf www.lulu.com oder www.amazon.de Ins Suchfeld "Heinz-Peter Tjaden" eintragen.

Zurück zur beklagten Glosse: Würde Wagner dem roten Faden der fadenscheinigen Geschichte folgen, müsste der Oberbürgermeister den Lokalchef der "Wilhelmshavener Zeitung" verklagen, denn der hat für das "Gebüsch-Gerücht" ganz neue Leserkreise erschlossen, die sonst nie von diesem Thema erfahren hätten...Warum machen Wagner und Nietiedt das nicht? Weil der Lokalchef auf Geheiß von Oberbürgermeister und Unternehmer kommentar-aktiv geworden ist?

Wagners Anwalt fordert Informanten-Verrat  Hier klicken

 Neugier geweckt

Googelt man "Andreas Wagner", schlägt google sofort die Namenskombination "Andreas Wagner/Tom Nietiedt" für die weitere Suche vor. Ganz oben steht hier klicken Die Einträge beweisen: Einige sind erst wegen der Veröffentlichungen in der "Wilhelmshavener Zeitung" neugierig geworden.

Erster Beschluss

17. Dezember 2014. In Sachen Nietiedt gegen Tjaden hat uns das Oldenburger Landgericht einen ersten Beschluss geschickt. Weitere Infos, hier klicken 






Dienstag, 16. Dezember 2014

Polizei und Gewalt

Alexander Bosch von Amnesty International hat leider Recht: Es kann jeden treffen

"Ausgegraben haben die Filmemacher, wie selten die Staatsanwaltschaft tatsächlich Anklage erhebt. In der Statistik aus dem Jahr 2013 zeigt sich: Wenn die mutmaßlichen Täter Polizisten sind, wird nur in 2,4 Prozent der Fälle angeklagt. Wenn sie keine Polizisten sind, ist der Wert sechs Mal so hoch: In 15,4 Prozent der Fälle kommt es zur Anklage. „Es kann jeden treffen“, sagt Alexander Bosch von Amnesty International. „Übergriffe können jeden treffen?“ fragt die Voiceover-Stimme ungläubig."

Berichtet die "taz" über eine Dokumentation, die am 15. Dezember 2014 von der ARD ausgestrahlt worden ist. Nicht zur besten Sendezeit, sondern zu später Stunde. Hier klicken 

Alexander Bosch scheint zu übertreiben, wenn er sagt, dass jede und jeder das Opfer von Polizeigewalt werden kann. Er hat leider Recht. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Zwei Polizeibeamte dringen am 17. Juni 2013 gegen 21.40 Uhr mit Gewalt in meine damalige Wohnung in Wilhelmshaven ein, weil das Jugendamt behauptet: "Tjaden versteckt sein Patenkind." Sie weisen sich nicht aus, den erfundenen Grund für die Wohnungsdurchsuchung erfahre ich erst in meiner Stube, die Polizeibeamten nennen sich Wiegand und Schweiger, die Namen sind falsch. Da anschließend niemand bereit ist, mir reinen Wein einzuschenken, stelle ich Strafantrag gegen die beiden Polizeibeamten. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren im Dezember 2013 ein. 

Damit endet die Geschichte nicht, die Polizeibeamten wollen mich als Verleumder abstempeln, der im Netz und in einer Broschüre mit dem Titel "Lügen haben Jugendamts-Beine" Hier klicken falsche Behauptungen über die Wohnungsdurchsuchung aufgestellt hat. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft erlässt gegen mich einen Strafbefehl, einer der beiden Polizeibeamten strengt einen Zivilprozess gegen mich an. In beiden Verfahren haben die Polizeibeamten inzwischen das Wilhelmshavener Amtsgericht belogen. Sie hätten sich keine falschen Namen gegeben, haben sie behauptet. Dass sie sich nicht ausgewiesen haben, bestritten sie im Strafprozess, gaben das aber im Zivilprozess zu. Noch gibt es keine rechtskräftigen Urteile. 

Zur Aufklärung hätte die Jugendamts-Mitarbeiterin beitragen können, die am 17. Juni 2013 die Durchsuchung meiner Wohnung veranlasste und schweigend vor meiner Tür stand, während sie die Polizisten machen ließ. Sie bekam im Namen des Wilhelmshavener Oberbürgermeisters nicht nur ein Aussageverbot, in der vor Gericht verlesenen schriftlichen Begründung wurde sogar behauptet, ich sei ein Stalker, der die Arbeit des Wilhelmshavener Jugendamtes lahm gelegt habe. Diese schriftliche Begründung haben mein Anwalt und ich bis heute nicht bekommen.

Polizei und Politik blocken ab, wenn es um Polizeigewalt geht, heißt es in dem ARD-Beitrag. Auch das stimmt. Leider. 

ARD-Dokumentation
Polizei: Gewalt und Videos
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Neue Statistik
Gewalt gegen Polizei nimmt zu
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Montag, 8. Dezember 2014

Es ist ein Mädchen!

Der liebe Gott bekommt eine Tochter

Der Papst hat heute Morgen seinen Rücktritt angekündigt, die katholische Kirche will eine Päpstin wählen. Da es bislang keine Frauen in Führungspositionen gibt, wird das Wahlrecht in nomini domini geändert. Angeknüpft werden soll an jene Zeiten, in denen nicht nur Kardinäle in Konklave geschickt worden sind. Gewählt werden soll auch nicht in der Sixtinischen Kapelle, da Frauen nur selten etwas für sich behalten können. BibelTV hat die Senderechte bekommen und berichtet exklusiv über die Wahl der Päpstin, die am 24. Dezember 2014 in allen katholischen Kirchen stattfinden soll.

Die Nachricht, dass Gott dieses Jahr eine Tochter bekommt, hat sich im Internet wie ein religiöses Lauffeuer verbreitet. Sie wurde vom Vatikan in einer ersten Stellungnahme als gotteslästerlich eingestuft. Papst Franziskus erklärte auf dem Petersplatz vor 100 000 Gläubigen: "Die Kirche soll arm sein, aber nicht weiblich." Kaum hatte er diesen Satz gesagt, gebot ihm eine Donnerstimme: "Schweig!" Die Gläubigen fielen zu Boden und standen erst wieder auf, als die Donnerstimme sagte: "Steht auf und wählt eine Päpstin. Denn euch wird eine Erlöserin geboren, die Josephine heißt."

BibelTV entdeckte inzwischen im Heiligen Land ein Ehepaar an einer Tankstelle bei Bethlehem. Die junge Frau war hochschwanger, der wesentlich ältere Mann hatte es eilig: "Wir sind die Hauptpersonen in der Weihnachtsgeschichte." Dass seine Frau bisher zu Weihnachten immer einen Sohn bekommen habe, sei ihm nicht bekannt: "Dann hätten wir schon über 2000 Söhne. Wer glaubt denn so was?" Seine Frau fügte hinzu: "Wenn Sie mir erzählen, dass es eine Organisation gibt, die mir jedes Jahr einen Sohn andichten will, dann sollten Sie sich mit dieser Organisation näher beschäftigen. Ich halte sie für dubios."

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend auf die Nachricht, dass Gott eine Tochter bekommt. Angela Merkel ließ über ihren Regierungssprecher mitteilen, dass die Kanzlerin auch 2014 das Weihnachtsfest aussitzen werde. Sei das Christkind wirklich ein Mädchen, werde sie den Eltern selbstverständlich genauso herzlich gratulieren wie jedes Jahr.

Claudia Roth mahnte im Namen der Grünen bessere Bedingungen für die Geburt an: "Dieses Mädchen darf keinesfalls in einem Stall zur Welt kommen." Gregor Gysi sah Parallelen zu den aktuellen Diskussionen in Thüringen: "Wenn sich dort der Ministerpräsident von der DDR als Unrechtsstaat distanzieren soll, dann muss sich nun Gott von der katholischen Kirche distanzieren." In seiner bekannt ironischen Art sagte er noch: "Falls Gott die katholische Kirche überhaupt kennt."

 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Die Esoterik-Glocke

Der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit Dresden

»Gefährlich ist´s, den Leu zu wecken,/Verderblich ist des Tigers Zahn,/Jedoch der schrecklichste der Schrecken,/Das ist der Mensch in seinem Wahn.« Aus Schillers “Glocke”

Bert Hellinger gilt als Psycho-Guru, seine Methoden sind umstritten, seine Seminar-Ankündigungen seltsam. Auf seinen Internet-Seiten behauptet er, man müsse sich nur auf sein Gefühl verlassen, wenn man sich für eine Teilnahme entscheide oder dagegen. Studiert man an der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit Dresden (EHS) Sozialpädagogik, dann darf man Hellingers Methoden durchaus für geeignet halten. Dafür gibt es eine 2. Was Esoterik an einer evangelischen Hochschule zu suchen hat, bleibt unerfindlich.

Hier weiterlesen 

Dienstag, 2. Dezember 2014

Von der Un-Fähigkeit

Wo der Jauch drinsteht, kommt kein Quell der
Weisheit heraus.













In der Bundesrepublik Täuschland

Wenn es in Deutschland "Hamburger Abendblatt" wird, soll man das Frühstück nicht vor dem Artikel loben. Will man anschließend den Redakteur tadeln, sollte man das Frühstücksei sorgfältig gepellt haben. Denn auf Kritik pellt sich diese Zeitung einen. Was das Abendblättchen nicht gelernt hat, lernt das Abendblatt nimmermehr. Irgendwann ruft immer jemand in die Redaktionsstube "Was heißt eigentlich rescherschieren?" Wenn zum Beispiel einem Scharlatan die Zerstörung von Familien vorgeworfen wird, sollte man auch nicht in den "Spiegel" schauen. Denn dort steht auf dem Spiegelbild des Scharlatans sogar "Wissenschaftler".

Erste Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: Trau keinem Medium bis zum nächsten Zeitungsstand.

Wenn es in Deutschland tolerant wird, soll man das Abendbrot nicht vor den Ausländergesetzen loben. Die werden immer menschlicher, versichert uns so mancher Politiker. Auf Kritik pellt er sich einen. Was das Politikerchen nicht gelernt hat, lernt der Politiker nimmermehr. Irgendwann ruft immer jemand in den Plenarsaal: "Was bringen uns die Ausländer eigentlich ein?" Außer Ebola, wachsende Terrorgefahr und brennende Asylbewerberheime natürlich.

Zweite Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: Trau keinem Politiker, bis er nicht selbst abgeschoben wird.

Wenn bei Günther Jauch darüber diskutiert wird, ob der Solidaritätszuschlag (Soli) auch nach 2019 noch einen Sinn macht, dann kann man auf eine Antwort bis 2024 warten. Kraft ihres Amtes ignoriert die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen alle fünf Minuten den Hinweis, dass schon heute 50 Prozent der Soli-Einnahmen gar nicht mehr in den Osten fließen, sondern im Bundeshaushalt versanden. Was Hannolorchen nicht gelernt hat, lernt Hannelore nimmermehr.

Dritte Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: In Nordrhein-Westfalen sind manche Regionen schwach, im Berliner Gasometer Jauch auch.

Wenn man in der katholischen Kirche Homosexualität für heilbar hält, soll man nicht fragen, mit wem der Papst eigentlich verheiratet ist. Trotz vieler Irrtümer hat kein katholischer Würdenträger eine Schwiegermutter. Was das Vatikanchen nicht gelernt hat, lernt der Vatikan nimmermehr. Darauf kann man sich sogar dann noch verlassen, wenn der nächste Priester heimlich Vater geworden ist. Kinderreichtum ist für die katholische Kirche genauso heilbar wie Homosexualität.

Vierte Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: Wenn du nicht willst, dass man dir tu, dann mach die Augen zu.