Freitag, 28. November 2014

Die Schwarze Null steht

Kein Okkultismus - sondern Diebstahl

Die Frau von CDU-Fraktionschef Volker Kauder hat soeben die Autobahn verlassen, sie will so schnell wie möglich nach Hause, denn ihr Mann hat ihr per SMS mitgeteilt: "Die Schwarze Null steht." SMS stand bei ihm viel zu oft für Sex mit Schlappschwanz. Doch heute will Volker Kauder nicht weinerlich sein. Migräne wird erst nächste Woche wieder vorgetäuscht. Das Geld für die Tabletten nimmt er stets aus der Sozialkasse, sonst wäre Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht so gut bei Kasse wie er vortäuscht.

Die Schwarze Null hat Sahra Wagenknecht als Finanzexpertin der Linken mit Okkultismus verglichen. Sie machte sich über die Anbetung lustig. Sie ist von Union und SPD jedoch ernst gemeint. Falls man die Große Koalition überhaupt noch ernst nehmen kann. Eine andere Große Koalition hat einen anderen Begriff angebetet. "Konzertierte Aktion" hieß der. War ebenfalls Diebstahl und kein Okkultismus. Man nahm den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern per Lohnverzicht weg, was man den Großunternehmen in den Rachen warf.

Die Worte werden oft gewechselt. Der Sinn bleibt. Er heißt Täuschung. Sobald daraus Enttäuschung wird, ist des Wortes genug gewechselt. Es wird ein neues erfunden. Wichtig ist immer nur, was sich dahinter verbirgt. Das will die Frau von Volker Kauder so schnell wie möglich herausfinden.

Was der einen Großen Koalition die Lohntüten sind der anderen Großen Koalition die Sozialkassen...

Montag, 24. November 2014

Demo für alle

Aber nur, wenn auch alle kommen

Zwanzig Organisationen haben an diesem Wochenende in Hannover eine "Demonstration für alle" veranstaltet, zu der nach Medienangaben 50, 200, 1000, 1200 oder 1500 Leute gekommen sind, die Plakate in die Luft reckten, auf die Vati, Mutti, Schwesterlein und Brüderlein gezeichnet worden waren. Das Motto an der Leine lautete "Ehe und Familie vor".

Vor der Demo bekamen die weiblichen Wesen einen roten, die männlichen Wesen einen blauen Luftballon. Sonst hätten sie vielleicht nicht gewusst, wofür sie als Mitglieder der AfD, der Freien Wähler und der Partei Bibeltreuer Christen vor dem Rednerpult stehen.

In den Medien stehen am Montag falsche Teilnehmerzahlen, ahnten die Organisatoren bereits am Samstag und stellten deswegen - eigenen Angaben zufolge - Zähltore auf. Das ist bei Organisationen, die sich sonst nicht über den Weg trauen, vielleicht nichts Ungewöhnliches, aber sonst schon. Die Zähltore passierten 1500 Männer, Frauen, Knaben und Mägdelein, erfuhr man auf den Facebook-Seiten von "Demo für alle". Ein Lästermaul stellte deshalb die Frage "Wurden auch die Schädel vermessen?"

Nicht vermessen, sondern verlesen hatte sich wohl ein Facebook-Kommentator, der in der Bibel einen Hinweis auf die schändliche Herkunft von Homosexuellen gefunden haben wollte, aber nicht erwähnte, dass man dann auch darauf hinweisen sollte, dass laut Bibel der Fortbestand der bis dahin bekannten Menschheit zwei Frauen zu verdanken ist, die ihren Vater betrunken machten, um ihn zu verführen.

Wenn sich mehrere ansonsten nicht wohlgesonnene Organisationen auf einen Nenner einigen, ist der niedrigste der bevorzugte. Der niedrige Demo-Mathematiker begnügt sich mit einfachen Aufgaben. Frau und Mann ist gut, alles andere höhere Mathematik. Höhere Mathematik ist anstrengend und sollte deshalb gemieden werden. Was zählt, ist das Tor. Kein Tor stellt Fragen. Er/sie lässt nach der Demo blaue und rote Luftballons in den Himmel steigen. Genau 1500 am Samstag. Den Hinweis, dass auch im Sternenzelt Zähltore gestanden haben, fand ich bisher auf den Facebook-Seiten von "Demo für alle" nicht.

Schlussfolgerung: Kommt wohl noch.

  


Mittwoch, 19. November 2014

Der Vatikan liest

Meine Seiten über Kinderheime

Wenn es der Wahrheitsfindung dient...Nun liest auch der Vatikan meine blogs über Kinderheime, in denen Entsetzliches geschehen ist. Hier klicken Der Charakter eines Menschen oder einer Organisation zeigt sich erst in schwierigen Situationen. Hätte die katholische Kirche den Charakter ihres angeblichen Stifters, wäre vieles nie geschehen. Da vieles geschehen ist, hätte die katholische Kirche sich irgendwann auf ihren angeblichen Stifter besinnen müssen. Hätte sie das getan, hätte sie alle ihre Reichtümer verkauft und an die Opfer verteilt, wäre sie zu ihrem angeblichen Ursprung zurückgekehrt. Doch irgendwie kommt immer die Macht des Faktischen dazwischen.

Leben in die muffige Bude kommt nur, wenn man an seinen Worten gemessen werden kann. Scheitert dieser Versuch, bricht die Bude in sich zusammen. Alles rennet, rettet, flüchtet...Der Papst wird nur noch in der Zeitung abgelichtet. Der angebliche Stifter allerdings kennt ihn nicht mehr.





 

Mittwoch, 12. November 2014

Knutschen

Mit Linda Hesse aus Halberstadt

Wenn es doch immer so fröhlich wäre: Sie sieht ihn wieder, sie gehen zu ihm. "Knutschen. Ich kann nichts dafür". Hier klicken Dieses Lied habe ich am Montag zum ersten Mal im Mitteldeutschen Rundfunk gehört. Der Tag war gelaufen - er lief sozusagen wie von selbst. Angeschubst von der Leichtigkeit der Liebe in einem frechen Lied.

Ernster kommt Wikipedia daher. Obwohl diese Sängerin aus Halberstadt erst 27 Jahre alt ist, hat sie dort schon Eintragungen in der Rubrik "Leben und Karriere". Aber bei Wikipedia Eingetragene singen wahrscheinlich länger. Nicht nur "Ich bin ja kein Mann" - ein ebenfalls augenzwinkerndes Lied.

"...die Gefühlsexplosion der Musikerin Linda Hesse beweist eindrucksvoll: Schlager kann auch Poesie", heißt es auf ihren offiziellen Internet-Seiten. Möglich. Ich bin ja kein Werbetexter. Wenn mir früher Deutschlehrer den Spaß an Literatur verdorben haben, dürfen Werbetexter wahrscheinlich auch den Spaß an der Freude verderben (wollen).

Doch wo ein Wollen ist, ist noch lange kein Weg. Linda Hesse singt sich einfach die Bahn frei. Sie will Geschichten erzählen, sagt sie. Wenn sich sogar Mann in ihren Geschichten wiedererkennt, ist das doch gut für das Publikum. Nur Frauen bei ihren Konzerten wäre doch irgendwie langweilig.






Dienstag, 11. November 2014

Sichere Dritt-Redaktionen

Für alle "Bild"-Chefredakteure, die nicht so verrückt sind wie Kai Diekmann

Eine Frau startet eine Petition gegen das "Bild-Girl", das aus dieser Boulevard-Zeitung verschwinden müsse - und bekommt von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann ein Foto von einer nackten Frau mit dem Hinweis, er brauche Bewerbungen von weiteren Nackedeis.

Wenn das stimmt, was ich soeben auf change.org gelesen habe, dann klappt es für Diekmann sicherlich auch mit der Klapsmühle. Sollte er sich dort darüber beschweren, dass alle anderen nicht so verrückt sind wie er, bekommt er von den Psychiatern den Hinweis, dass "Bild"-Chefredakteure eigentlich als unheilbar gelten und deshalb nicht ein-, sondern an sichere Dritt-Redaktionen ausgeliefert werden.




Donnerstag, 6. November 2014

Arschloch-Faktor

Ein Radio-Pastor entschuldigt sich

Der Radio-Pastor entschuldigt sich für das Wort, das gleich über seine Lippen kommen wird, aber der Buchtitel laute eben so. "Arschloch-Faktor". Geschrieben von einem bekannten Professor, der Robert L. Sutton heißt. Der Pastor wünscht sich eine Welt ohne A..., sagt er im Mitteldeutschen Rundfunk am 6. November 2014.

Arschlöcher richten Schaden an. Nicht nur wirtschaftlichen. Sondern auch psychischen. Sie machen Menschen hilflos, weil sie nicht wissen, wie sie sich wehren sollen. Oder sich nicht wehren können. Denn Arschlöcher werden auch Chefs. Aber Arschlöcher, die keine Chefs werden, sind auch nicht erfreulicher.

Wir finden sie überall. Wir müssen nur hinhören. Wenn zum Beispiel eine Frau erzählt, dass sie jeden Abend von ihrem Mann niedergemacht wird, wenn sie über ihre beruflichen Erfolge berichtet. Dann wissen wir: Die ist mit einem Arschloch verheiratet. Wer fragt sich da nicht gleich: Warum eigentlich?

Arschlöcher sitzen in Behörden. Beispielsweise in Jugendämtern. Weiß ich aus Erfahrung, weil ich Eltern, Mütter und Väter berate, die Stress mit diesen Behörden haben. Wir müssen nur hinhören. Bei Jugendämtern, wenn sie schweigen. Das machen viele derzeit geradezu betreten. Während sich der Richterbund fragt, warum Richter auf falsche Familiengutachten hereingefallen sind, fragen sich Jugendämter - nichts? Von denen kein Wort zu einer wissenschaftlichen Studie mit vernichtenden Ergebnissen? Da wissen wir: Wer jetzt noch schweigt, ist ein Arschloch. Soll ich deshalb beruhigt sein, wenn mir eine Mutter berichtet, dass es in dem für sie zuständigen Jugendamt keine Mitarbeiterinnen und keine Mitarbeiter gibt, die Kinder haben?  Eigentlich müssten Eltern, Väter und Mütter, denen die Kinder weggenommen worden sind, jetzt einen Brief bekommen, in dem steht: "Wir überprüfen derzeit alle Gutachten."

Auch die Medien sind nicht arschlochfrei. Wenn sich dann auch noch so ein Arschloch hinsetzt und darüber berichtet, dass es ein anderes Arschloch enttarnt hat, dann ist das schon erweiteter Rufmord. Arschlöcher enttarnen Arschlöcher nur, wenn sie das größere sind. Denn es gibt auch noch einen Arschloch-Wettbewerb. An dem sich Arschlöcher ergötzen und Mitgefühl mit dem kleineren Arschloch heucheln. "Der Arme", sagen sie dann, "warum macht man das mit dem?" Man denke nur an den "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und an Christian Wulff.

Das Buch von Robert L. Sutton ist der Verlagswerbung zufolge rotzfrech. Dieser Professor hat darauf bestanden, dass er das Arschloch beim Namen nennen darf. Dafür muss sich niemand schämen - nicht einmal ein Radio-Pastor...

Arschlöcher finden wir überall. Wir müssen nur hinhören. Danach sollten wir ihnen zeigen, wo der Ausgang ist. Das reinigt die Luft...

Luft gemacht habe ich mir beispielsweise in den Broschüren "Zwei Schweinchen und ein Anzeiger" und in "Lügen haben Jugendamts-Beine", beide erschienen bei www.lulu.com und auch erhältlich bei Amazon.