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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Wie der Schwachsinn

Beim Glotzen entsteht

"Der nächste Montagabend wird schrill! Wenn «Die Geissens» zur besten Sendezeit (20.15 Uhr, RTL2) auf ihrer Luxusyacht in ihre neuen Folgen schippern, flimmert erstmals ihr Schweizer Pendant «Die Bellers» (20.15 Uhr, 3+) über den TV-Bildschirm. Das Zürcher Jet Set-Paar Walter (65) und Irina Beller (42) sagt «Rooobärt» (50) und Carmen Geiss (49) den TV-Kampf an!"

Eröffnet die Schweizer Kopie der "Bild"-Zeitung, die "Blick" heißt, die Yacht der Reichen und Verblödeten. Aber gut blasen kann sie. Behauptet Irina Beller jedenfalls. Das sei wichtig, fügt sie hinzu. Pornofilme gucken auch - und nackte Haut unter dem Pelzmantel. Der Nerz ist ja schon länger tot. Hat also so beyachtet irgendwie Glück gehabt. Gekämpft wird um zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die "Glotze" wörtlich nehmen, wahrscheinlich aber nicht fehlerfrei schreiben können. Irina und Walter vögeln fünfmal in der Woche, verrät Irina - und warum nicht a…

Ziviler Ungehorsam

Ist den Mächtigen ein Dorn im linken Auge

Menschen, die zivilen Ungehorsam geleistet haben, sind zu Legenden geworden. Denn zivil Ungehorsame mögen die Mächtigen ganz und gar nicht. Wenn man dabei auch noch friedlich bleibt, werden die Mächtigen richtig fünsch. Herkömmliche Medien haben die strikte Anweisung, über solche Aktionen nicht zu berichten. Die Angst vor Nachahmern ist groß. Auch unter Verlegern, die zu den Mächtigen gehören (wollen). Friedlich und auch noch ideenreich ist ihnen so sehr ein Dorn im linken Auge, dass einige von ihnen sogar die AfD unterstützen.

2009 hat eine Kunstprofessorin aus Leipzig Cent-Aktionen erfunden. Da einige Redakteure aus den neuen Bundesländern noch nicht auf das getrimmt sind, was die Mainzer Professorin Elisabeth Noelle-Neumann als CDU-Vorzeigefrau vor 40 Jahren "Schweigespirale" genannt hat, wurde in Sachsen darüber sogar berichtet. Diese Professorin überwies täglich einen Cent an das Bundesfinanzministerium. Das Steuersystem blieb …

Das Gebüsch-Gerücht (XV)

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Nur ein Schuss in den Ofen?

Bei dem Unternehmer Tom Nietiedt aus Wilhelmshaven bleibt es wohl bei einem juristischen Schuss in den Ofen, Oberbürgermeister Andreas Wagner hat seine Rechts-Kanone gegen mich gar nicht erst in Stellung gebracht. Die Behauptung, ich hätte etwas Ehrverletzendes veröffentlicht, bricht also in sich zusammen wie in Wilhelmshaven sonst nur die politischen Tagträume von Wagner.

Die Frist für den Erlass einer Einstweiligen Verfügung jedenfalls ist verstrichen. Damit hat man vor Gericht nur Erfolg, wenn man sich beeilt. Sind vier Wochen verstrichen, glaubt kein Richter mehr an Eilbedürftigkeit. Nietiedt müsste also gegen mich klagen. Was vor Gericht einen eher schlechten Eindruck machen würde, denn Wagner fällt als juristischer Wegbegleiter aus. Wie sollte Nietiedt erklären, dass ich seine Ehre verletzt habe, die des Oberbürgermeisters aber nicht? Außerdem ist das mit der Ehre so eine Sache. Aufgeklärte Menschen benutzen den Begriff nicht. Da liegt nicht nur Staub…

Das Gebüsch-Gerücht (XIV)

Wie Hundescheiße an den Schuhen

20. September 2014. Ist das nun Nervenkrieg nach Wilhelmshavener Art? Seit ich über das "Gebüsch-Gerücht" berichtet habe, klebt mir diese Stadt an den Fersen wie Hundescheiße an den Schuhen. Erst werde ich am 2. September 2014 im Gerichtssaal im Namen des Oberbürgermeisters als Stalker einer Jugendamtsmitarbeiterin verleumdet, nun wird das Jobcenter immer unverschämter.

Die Tatsachen: Der Leiter des Wilhelmshavener Jugendamtes hat mich in persönlichen Facebook-Mitteilungen belogen, als er mir versicherte, dass er einer Mutter aus Münster helfen würde, wenn diese Mutter erst in Wilhelmshaven wohne. Das hatte mir 2011 in einem Telefonat auch schon sein Stellvertreter versprochen. Darüber habe ich berichtet. Nach dem Umzug der Mutter führten wir zwei Gespräche mit dem Jugendamt, das sich die Akten aus Münster besorgen wollte. Was nicht geschehen ist. Dass sich zwei Kinder nicht sehen dürfen, interessiert offenbar niemanden. Lieber verleumdet man …

Das Gebüsch-Gerücht (XIII)

Dann trifft er den Kakao

Seine ausgestreckten Beine berühren den Stuhl auf der anderen Seite des runden Tisches. Sein Gesicht ist hinter einer Broschüre verschwunden. Vor ihm steht eine Tasse mit Kakao, daneben ein Teller mit Nusstorte von einem Bäckermeister aus Celle. Neben der Broschüre erscheint seine linke Hand mit einer Gabel, die er nach unten dirigiert, bis sie auf Widerstand trifft. Die Gabel bohrt sich in ein Stück Nusskuchen, die Gabel mit Nusskuchen-Stück verschwindet hinter der Broschüre. Das klappt ein Mal, das klappt zwei Mal, das klappt sogar dreimal. Beim vierten Mal trifft er den Kakao. Die Tasse kippelt. Er lässt die Broschüre sinken. Hält die Tasse fest. Er schaut mich an.

"Du hier?", fragt er. Jeder von uns stellt täglich viele dumme Fragen. Deshalb frage ich: "Du liest meine Broschüre über den Oberbürgermeister von Wilhelmshaven?" "Ich amüsiere mich köstlich", sagt er. "Was ist das denn für eine Geschichte?" "Eine über…

Das Gebüsch-Gerücht (XII)

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Und jetzt mittellos?

Nun erinnern wir uns alle gemeinsam erst einmal an das, was der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner und der Unternehmer Tom Nietiedt am 23. August 2014 im "Neuen Wilhelmshaven" (NW, ehemals "Wilhelmshavener Zeitung", WZ) haben verlautbaren lassen:

Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln setzen sich Oberbürgermeister Andreas Wagner und Tom Nietiedt, Firmenchef und Vizepräsident des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes Wilhelmshaven-Friesland, gegen Verunglimpfungen im privaten Bereich zur Wehr.Bislang unbekannte Personen hätten – wohl zuerst im Internet – gezielt Gerüchte über Wagner und Nietiedt gestreut. „Alle Vorwürfe sind erstunken und erlogen“, sagte Wagner am Freitag der WZ. „Die Verunglimpfungen unserer Familien sind ehrverletzend“, fügte Nietiedt hinzu. „An allen Vorwürfen ist nichts dran.“Wagner und Nietiedt haben Anwälte beauftragt, diejenigen, die die Gerüchte verbreiten, ausfindig machen zu lassen und von…

Das Gebüsch-Gerücht Nullkommanix

Jeder 10. deutsche Anwalt hat schon eines meiner Bücher gelesen

Es war einmal ein amerikanischer Sciene-fiction-Autor, der 1950 mit "Dianetik" einen Bestseller veröffentlichte, den er wahrscheinlich selbst nie gelesen hat. Der Erfolg kam mit einer Vorankündigung in einer Science-fiction-Zeitschrift. Dort gehörte der Aufsatz auch hin. Da aber L. Ron Hubbard - so hieß dieser Autor, der nach Angaben seiner Anhängerinnen und Anhänger 1984 nicht gestorben ist, sondern seine Daseinsform änderte - von Zukunftsgeschichten-Fans gründlich missverstanden wurde, machten sie aus "Dianetik" nicht nur einen Bestseller, sie gründeten mit diesem Buch unter dem Arm auch eine Psycho-Sekte, die fortan den Verstand auf Trab brachte, bis der Letzte um den Verstand gebracht worden war. Weitere völlig uninteressante Einzelheiten habe ich in einer Broschüre mit dem Titel "Meine Freunde, die Scientologen" veröffentlicht, die bei www.lulu.com erschienen ist und auch bei der Presses…

Das Gebüsch-Gerücht (XI)

Jetzt mit Häubchen

Jetzt hat das Gebüsch-Gerücht ein Häubchen. Darunter lässt sich so manches verstecken. Viele Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener erinnern sich sicherlich noch an die Geschichte, die ich am 11. Juni 2013 erzählt habe. Hier klicken Vor dem Bericht war Recherche. Doch das Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft reagierte gar nicht. Er setzte einen Wilhelmshavener unter Druck, den er als Urheber vermutete. Dabei erwischte er den Falschen.

Jetzt hat der Unternehmer Tom Nietiedt mit mir den Falschen erwischt, als er mir am 23. August 2014 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zukommen ließ, die ich bis zum 25. August 2014 unterschreiben sollte. Eine Wilhelmshavenerin gab mir gestern den Rat: "Rufen Sie doch mal den Nietiedt an. Vielleicht ist das alles nur ein Scherz. Vielleicht hat der gar keinen Anwalt eingeschaltet." Denn: Ein Nachbar von ihr behaupte, dass ihm dieser Unternehmer die Geschichte vom Seitensprung seiner Frau selbs…

Das Gebüsch-Gerücht (X)

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Gilt in Wilhelmshaven nicht









Die Nürnberger sind auf den Trichter gekommen: In einer Stadt, in der nicht gevögelt wird, droht auch sonst Langeweile. Ob in Nürnberg bisher nicht genug gevögelt worden ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Wenn ich in dieser Stadt war, war ich immer nur auf der Durchreise nach München. Dort haben wir dann dafür gesorgt, dass an der Isar genug gevögelt wird. Die Orte an diesem Fluss, die dazu einladen, werden allerdings immer seltener - und wenn man beim Vögeln erwischt wird, ist das Erregung öffentlichen Ärgernisses, weil es immer ein paar andere gibt, die sich darüber ärgern, dass sie keinen zum Vögeln haben.

Bei Kriegswaffen ist das anders. Obwohl sich fast alle darüber ärgern, dass wir jetzt auch Waffen in Kriegsgebiete liefern, darf sich Ursula von der Leyen immer noch öffentlich zeigen, ohne als öffentliches Ärgernis zu gelten. Aber das ist Demokratie. Was die Mehrheit will, ist nur dann für die Regierung wichtig, wenn die Regierung gleicher Mein…