Donnerstag, 28. August 2014

Ist Justizministerin aus Japan?

Verweile Fehlurteil - denn du bist so häufig

Das Gerade ist eine Pressemitteilung des niedersächsischen Justizministeriums, das Kursive sind Anmerkungen von mir.

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat heute ihre Sommerreise quer durch Nord-West-Niedersachsen beendet. Die Tour stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Stärkung der Justiz in der Fläche".

„Die Justiz muss nah bei den Menschen bleiben", betonte die Justizministerin mehrfach bei ihren Besuchen der einzelnen Stationen. „Je näher sich beispielsweise Amtsgerichte im eigenen Ort befinden, desto näher ist auch die Justiz an sich greifbarer. Das gilt gerade da, wo sich die Standorte der Justiz eben nicht ballen, da keine Großstadt in der Nähe ist."

Leider ist die Justiz viel zu oft aber auch unbegreiflich. Je näher man so manches Urteil betrachtet, umso undurchsichtiger werden gewisse Entscheidungen von Amtsrichterinnen und Amtsrichtern, die zudem von der nächsten Instanz wieder aufgehoben werden. Deswegen  wünschen sich viele, es gäbe weit und breit gar kein Amtsgericht. Deshalb vermute ich, dass Niewisch-Lennartz eigentlich hat sagen wollen: "Je näher sich beispielsweise Amtsgerichte im eigenen Ort befinden (was immer die Ministerin damit meint), desto näher ist auch die Justiz an sich angreifbarer. Das gilt gerade da, wo sich Wissen eben nicht ballt, da kein guter Richter in der Nähe ist." 

Insgesamt zieht Antje Niewisch-Lennartz ein positives Resümee ihrer Reise. „Mir ist es immer ein ganz besonderes Anliegen zu erfahren, was direkt vor Ort passiert: welche Projekte angeschoben werden, welche Ideen es gibt und natürlich auch mit welchen Problemen sich die einzelnen Einrichtungen beschäftigen."

Das gleicht sich bei dieser Ministerin irgendwie aus. Mit welchen Problemen sich Justizopfer beschäftigen müssen, interessiert sie nämlich nicht. Auf entsprechende Hinweise reagiert sie nicht. Dazu denkt diese Ministerin offenbar: "Mir ist es immer ein ganz besonderes Anliegen, alles zu ignorieren, was Angeklagten vor Ort passiert." Hier klicken

Bei der zweitägigen Sommerreise besuchte die Justizministerin insgesamt fünf Amtsgerichte (Leer, Emden, Meppen, Jever, Varel), zwei Justizvollzugsanstalten (Meppen, Oldenburg (Abt. Wilhelmshaven)) und die Jugendarrestanstalt Emden. Daneben stattete sie dem Arbeitsgericht in Leer, dem Ambulanten Justizsozialdienst Niedersachsen (Büro Aurich), der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen (Büro Aurich) und der Kunsthalle Emden einen Besuch ab. Zudem traf Niewisch-Lennartz zu einem Gespräch mit dem Präventionsrat Wilhelmshaven zusammen.

Im Ganzen suchte die Justizministerin folgende sieben Städte in Nord-West-Niedersachsen auf: Meppen, Leer, Emden, Aurich, Jever, Wilhelmshaven und Varel.

Sieben Städte in zwei Tagen! Ist die niedersächsische Justizministerin Japanerin?

Das Gebüsch-Gerücht (IX) - fiktives Interview

Erschienen bei Lulu.
Weitere Informationen






















Wo sich zwei oder drei wegen eines Gerüchtes versammeln, da will der OB mitten unter ihnen sein

Eigentlich erscheinen die stets aufschlussreichen fiktiven Interviews mit Oberbürgermeister Isnix Geworden auf http://eberhardsfreundeskreis.blogspot.com, aber in Gerüchte-Zeiten wie diesen - aber lesen Sie selbst.

Isnix Geworden (seilt sich vom Rathausturm ab): Schön, dass Sie kommen konnten.
2sechs3acht4 (hängt nicht gern in den Seilen): Gern geschehen. Was haben Sie vor?

Isnix Geworden (zieht eine silberne Stange aus einem geöffneten Fenster): Ich montiere einen Galgen mit hochsensiblem Mikrophon und vorzüglicher Kamera. Woanders gibt es diese Anlage auch schon.
2sechs3acht4 (steht auf dem Schlauch): Um den Verfall von Wilhelmshaven zu dokumentieren?

Isnix Geworden (hängt an einem Seil, nie an einem Schlauch): Nicht Verfall. Vorfall. Ich will der Gerüchtemacher habhaft auf die akustischen und optischen Schliche kommen.
2sechs3acht4 (mag einfache Formulierungen): Und wie wollen Sie die Verleumder erwischen?

Isnix Geworden (auf allen Gebieten allen anderen weit voraus): Sobald in einem Umkreis von fünf Kilometern jemand die Wörter Wagner, Gebüsch, Seitensprung oder Sex auch nur flüstert, schaltet sich das Mikrophon ein, die Kamera richtet sich auf ihn.
2sechs3acht4 (ein wenig vorlaut): Wenn ich also auf der Bismarckstraße erzählen würde, dass mein Nachbar Wagner einen Lottoschein mit sechs Richtigen in einem Gebüsch gefunden hat, weil er wegen eines Hundes zu einem Seitensprung ansetzte, wird das aufgezeichnet?

Isnix Geworden (ein wenig sauer): Es war wohl doch nicht so gut, dass ich sie eingeladen habe.
2sechs3acht4 (geht)

Die Moral von der Geschicht

“Post von Wagner” ist ein in jeder Ausgabe der “Bild”-Zeitung erscheinendes unsägliches Geschreibsel eines Kolumnisten, der sich ungefragt an Persönlichkeiten der Zeitgeschichte wendet, von denen wahrscheinlich bis heute keine verstanden hat, was Franz Josef Wagner ihnen eigentlich mitteilen will. Das scheint nun auch für eine Mitteilung des Wilhelmshavener Oberbürgermeisters Andreas Wagner zu gelten, die am 23. August 2014 im “Neuen Wilhelmshaven” (NW, ehemals “Wilhelmshavener Zeitung”, WZ) veröffentlicht worden ist. 

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Das Gebüsch-Gerücht (X): Vögeln macht lebendiger

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Mittwoch, 27. August 2014

Googel illegal

Im Netz schreiben auch Tote?

Es ist drei Monate her, dass der Europäische Gerichtshof das "Recht auf Vergessen" auch im Internet beschlossen hat. Seither muss google falsche oder nicht mehr zutreffende Inhalte löschen. Also habe auch ich mich an google gewendet, weil es im Netz zwei blogs gibt, die nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Internet verschwinden müssten. Für das eine blog missbrauchen anonyme Verleumder von Ex-Klientinnen und Ex-Klienten der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg meinen Namen, den sie in die Adresse eingebaut haben, in dem anderen blog wird behauptet, dass ein Sohn von mir, den ich nicht habe, und meine dritte Frau, die gestorben ist, Informationen über mich sammeln. Auch dieses anonyme blog ist im Umfeld der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg entstanden. Diese Einrichtung gehört zur Step gGmbH in Hannover. Der Geschäftsführer Serdar Saris, ehemals Fraktionschef der Grünen in der Regionsversammlung Hannover, reagiert auf keinen Hinweis.

Heute hat google per mail auf meinen Löschantrag reagiert. Die Antwort veröffentliche ich ohne Kommentar:

Sehr geehrter Herr Heinz-Peter Tjaden,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 05.06.2014.

Diese Nachricht betrifft folgende URLs:

http://heinzpetertjaden-...com/
http://tjaden...com/

Die URLs in diesem Fall scheinen sich auf Angelegenheiten zu beziehen, die mit Ihrer beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen und von erheblichem öffentlichen Interesse sind. Die URLs könnten zum Beispiel für Ihre jetzigen und potentiellen Kunden oder Nutzer Ihrer Dienstleistung(en) von Bedeutung sein. Dies betrifft ebenfalls Informationen über von Ihnen kürzlich ausgeführte Berufe oder Unternehmen, in denen Sie tätig waren.

Folglich wird der Zugang zu den betroffenen Inhalten bei der Suche nach Ihrem Namen gewährleistet, da dieser von allgemeinem öffentlichen Interesse ist.

Google wird vorerst keine weiteren Maßnahmen treffen in Bezug auf diese URLs.

Sie können sich auch direkt an den Betreiber der betreffenden Webseite wenden, der die Kontrolle über die Inhalte und Einstellungen seiner Seite hat. Darüber hinaus können Sie diesen auch auffordern, eine Sperrung des fraglichen Inhalts für Suchmaschinen vorzunehmen.

Jede Änderung an einer Webseite führt zeitnah zu einer entsprechenden Änderung in den Suchergebnissen. Benötigen Sie die Unterstützung von Google, um eine solche Anpassung der Suchergebnisse zu beschleunigen, können Sie sich in Ihrem Google Account anmelden und unter http://www.google.com/webmasters/tools/removals einen Antrag einreichen.

Unter https://support.google.com/websearch/answer/9109?hl=de erfahren Sie, wie Sie den Betreiber einer Webseite kontaktieren können.

Sollten Sie mit der Entscheidung von Google nicht einverstanden sein, besteht unter Umständen für Sie die Möglichkeit, sich an die zuständige Datenschutzbehörde zu wenden. Bitte geben Sie in diesem Fall die Google Referenznummer 1-5555000003840 an sowie eine Kopie Ihrer Antragsbestätigung, die Sie nach Ausfüllen unseres Formulars erhalten haben.

Bitte beachten Sie, dass es über dieses Formular nur möglich ist, Inhalte auf datenschutzrechtliche Fragestellungen hin überprüfen zu lassen. Wenn Sie eine Beschwerde einreichen möchten, die sich insbesondere auf andere rechtliche Aspekte (z.B. Urheberrecht oder Äußerungsrecht) stützt, besuchen Sie bitte diese Seite: http://support.google.com/legal. Die Nutzung der dortigen Formulare stellt sicher, dass Ihr Anliegen zeitnah und sachgerecht von dem dafür zuständigen Team bearbeitet werden kann.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Google-Team 

Dienstag, 26. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (VIII)

Bei Lulu am 26. August 2014 erschienen.
Weitere Informationen





















24. August 2014

Stephan Hellwig Kim Ber...- ich habe gestern 2h mit Tom N. zusammengesessen und bei Tee und Käsekuchen über alles Mögliche geredet. Das Gerüchtethema kam nur am Rande zur Sprache, weil mehrere Leute anriefen und von ihm wissen wollten, was es mit den Gerüchten auf sich habe. Leute, es handelt sich definitiv "nur" um eine Rufmordkampagne und wir sollten unserem OB und seiner Familie jetzt endlich den verdienten Urlaub gönnen, der Ende nächster Woche schon wieder vorbei ist.

Lügt der CDU-Fraktionschef?

Das hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Hellwig am Vormittag des 11. August 2014 bei Facebook gepostet. In der Unterlassungserklärung des Anwaltes von Tom Nietiedt wird behauptet, dass dieses Gespräch bei Kaffee und Käsekuchen gar nicht stattgefunden hätte. Deshalb soll ich meinen zweiten Beitrag über das "Gebüsch-Gerücht" entsprechend ändern und diese Behauptung löschen. Wenn Tom Nietiedt die Wahrheit sagen würde, hätte Stephan Hellwig gelogen.

Neues Wilhelms-
haven, 23. 8. 14





















An den Lokalchef des "Neuen Wilhelmshaven" (NW, ehemals "Wilhelmshavener Zeitung", WZ) Maik Michalski

Sehr geehrter Herr Michalski,

Sie berichten in der Samstags-Ausgabe, dass sich der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner und der Unternehmer Tom Nietiedt eigenen Angaben zufolge "mit allen ihnen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln" gegen "Verunglimpfungen im privaten Bereich zur Wehr" setzen wollen. Das ist eine durchaus übliche Formulierung, sagt also noch nichts aus. Ihren weiteren Ausführungen müssen die Leserinnen und Leser Ihrer Zeitung entnehmen, dass die Verbreiterinnen und Verbreiter der Gerüchte Wagner und Nietiedt noch unbekannt sind. Dann habe ich es mit einem Phänomen zu tun. Obwohl ich also Wagner und Nietiedt in dieser Hinsicht noch völlig unbekannt bin, habe ich gestern von Tom Nietiedts Anwalt eine Unterlassungserklärung bekommen, die ich bis Montag unterschrieben und an den Anwalt zurückgeschickt haben soll? Wie ist das möglich? Ich werde die Unterlassungserklärung übrigens nicht unterschreiben, weil die Anschuldigungen völlig aus der Luft gegriffen sind.

So soll ich nicht mehr behaupten, dass sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Hellwig und Tom Nietiedt am 10. August 2014 zu einem zweistündigen Gespräch getroffen haben. Genau das aber hat Hellwig am 11. August 2014 bei Facebook gepostet!

Ihr Beitrag endet so: "Wagner und Nietiedt haben Anwälte beauftragt, diejenigen, die die Gerüchte verbreiten, ausfindig machen zu lassen und von ihnen eine Unterlassungserklärung zu fordern." Wie hat man sich denn nun dieses Ausfindigmachen vorzustellen? Gründen die Anwälte jetzt eine Mini-NSA? Schleichen ab sofort überall Privatdetektive herum? Werden Spürhunde eingesetzt, die auf Verleumdungen spezialisiert sind? Wird aus Wilhelmshaven eine Schnüffel-Stadt?

Ihren eigenen Angaben zufolge sind Wagner und Nietiedt strafrechtlich auch noch nicht aktiv geworden. Strafrechtlich aktiv werden in unserem Rechtsstaat doch eigentlich nur die Kripo und die Staatsanwaltschaft. In diesem Fall - von mir einmal abgesehen - bliebe auch nur ein Strafantrag gegen Unbekannt, der nur selten von Erfolg gekrönt wird.

Wenn ich bei Facebook stöbere, stelle ich zudem fest, dass Administratoren nach entsprechenden Hinweisen aus CDU-Kreisen alle Beiträge, die für Kripo und Staatsanwaltschaft interessant sein könnten, längst wieder gelöscht haben. Dass es Gerüchte gibt, verbreiten medienwirksam seit Samstag nur Wagner und Nietiedt. Warum denn das? In den Beiträgen, die ich im Internet veröffentlicht habe, führe ich die Gerüchte ad absurdum. Das soll ich nun bleiben lassen? Noch einmal die Frage: Warum denn das? Falsche Tatsachenbehauptungen kann man mir nicht vorwerfen. Die Gerüchte hat es gegeben...

Ich bitte Sie um Abdruck meiner Stellungnahme, denn ich lasse mich von Wagner und Nietiedt weder direkt noch indirekt einer Straftat bezichtigen.

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Das Gebüsch-Gerücht (IX): Fiktives Interview

Samstag, 23. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (VII)

Anwalt schickt mir Unterlassungserklärung

Oberbürgermeister Andreas Wagner und der Unternehmer Tom Nietiedt wollen nun juristisch gegen alle vorgehen, die das Gebüsch-Gerücht verbreitet haben. Anwälte sollen einem Bericht des "Neuen Wilhelmshaven" (NW, ehemals "Wilhelmshavener Zeitung", WZ) zufolge die Verleumder ausfindig machen. Die Vorwürfe seien "erstunken und erlogen", sagt demnach Wagner. "An allen Vorwürfen ist nichts dran", soll Tom Nietiedt gesagt haben. Dem NW-Artikel zufolge sollen alle Verleumder, wenn sie denn gefunden werden, eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Auch strafrechtliche Schritte sollen unternommen werden. Der NW-Bericht - hier klicken.  Außerdem berichtet das NW, dass Wagner und Nietiedt sich einig darüber seien, dass Stadt und Wirtschaft enger zusammenarbeiten müssten. Zu diesem Bericht gibt es ein Foto, auf dem sich die beiden die Hände schütteln.

Mich haben sie bereits beim Schlafittchen. Meint zumindest der Anwalt von Tom Nietiedt, der mir heute per Einschreiben mit Rückschein eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zukommen ließ. Die soll ich bis zum 25. August 2014 unterschreiben. Für seine Dienste berechnet mir dieser Anwalt 892,02 Euro. Außerdem soll ich einige Passagen aus meinen Veröffentlichungen streichen.

Das genau werde ich nicht tun! Was ich geschrieben habe, bleibt im Netz. Wagner und Nietiedt erreichen das, was sie eigentlich vermeiden sollten: Sie machen das Gebüsch-Gerücht zu einem lange aktuellen Thema. Erreicht haben Wagner und Nietiedt auch: Hier steht zum ersten Mal der Name des Bauunternehmers!

Unüblich ist die kurze Frist, die mir der Anwalt setzt. Die Unterlassungserklärung soll bereits am Montag bei ihm sein. Ich hätte nicht einmal die Zeit, mich mit einem Anwalt zu beraten. Was allerdings nicht nötig ist, denn mit solchen Auseinandersetzungen kenne ich mich nach vielen gewonnenen Verfahren aus. Da vergehen Jahre - über alles, was geschieht, darf ich berichten. Weitere Einschüchterungsversuche sind bei mir also nicht mehr möglich.

Ich habe in den Beiträgen I, II und VI. die Passagen blau markiert, die ich löschen soll, weil sie falsche Tatsachenbehauptungen bzw. rufschädigende Äußerungen enthalten sollen.

Die Vermutung liegt nahe, dass ich auch noch Post von Wagners Anwalt bekommen werde. Meine persönliche Meinung zu dieser Geschichte: Wagner und Nietiedt beklagen eine Hetzjagd von Gerüchteköchen - und starten nun ihrerseits eine anwaltlich betreute Hetzjagd?  Das eine ist so übel wie das andere...Eines Oberbürgermeisters ist so etwas unwürdig!

Gebüsch-Gerücht (VIII): Brief an den Lokalchef des "Neuen Wilhelmshaven" Hier klicken

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Freitag, 22. August 2014

Kein Gebüsch-Gerücht

Wenn Eltern um ihre Kinder kämpfen

Da diese Seiten derzeit täglich über 4 000 Leserinnen und Leser haben, weil in Wilhelmshaven ein Gebüsch-Gerücht kursiert, das sogar die Aufmerksamkeit überregioaler Medien erregt, widme ich mich hier wieder einmal einem wichtigen Thema: der Arbeitsweise deutscher Jugendämter, die derzeit eigentlich in Sack und Asche gehen müssten, denn einer wissenschaftlichen Studie zufolge ist die Hälfte aller Gutachten, auf die sich diese Behörden so gern berufen, wertlos. Zumindest im Gerichtsbezirk des Oberlandesgerichtes Hamm. Doch woanders sind die Gutachten auch nicht besser. Darauf weisen Experten seit langer Zeit hin. Ich habe viele Gutachten gelesen, mehr als ein Gutachter entpuppte sich später als Scharlatan. Wenn jetzt der Richterbund behauptet, er könne sich gar nicht erklären, warum Familienrichterinnen und Familienrichter auf wertlose Gutachten hereingefallen sind, entbehrt diese Behauptung nicht einer gewissen Lächerlichkeit: Die meisten Familiengerichte sind den Jugendämtern geradezu hörig. Dafür braucht es eigentlich gar keine Gutachten.

Heute berichtet die Wilhelmshavener Lokalzeitung über eine Mutter, die seit sieben Jahren um ihren Sohn kämpft, der in einer Pflegefamilie lebt. Was ihr geschehen ist, folgt einem vorgestanzten Muster. Nach einem Unfall wird eine Kindeswohlgefährdung vermutet, Täter soll der Partner sein, der Mutter wird die Trennung von ihrem Partner empfohlen. Der Verdacht erweist sich als unbegründet, das Kind jedoch bleibt weg.

Das ist nicht nur übel, sondern auch illegal. Das wissen auch die Jugendämter. Deswegen verschleiern diese Behörden gern, was sie tun. Das fällt ihnen leicht, denn eine funktionierende Kontrolle gibt es nicht. In den meisten Jugendhilfeausschüssen sitzen Politikerinnen und Politiker, die sich mit diesem Thema nicht beschäftigen und auf Hinweise gar nicht reagieren. Deswegen läuft die Zeit gegen die Eltern und für das Jugendamt, bis es heißt, nun sei es zu spät für die Rückkehr der Kinder.

Kümmert sich jemand doch, muss er sich auf alles gefasst machen. Bis hin zur Kriminalisierung. Da beschäftige ich mich mit einem Jungen, der nicht zur Regelschule darf, und schon lassen Behörden falsche Behauptungen über mich aufstellen, die Eltern werden unter Druck gesetzt, bis endlich ein Gericht feststellt, dass die Methoden der Behörden scharf verurteilt werden müssen, da erfahre ich von einem Mädchen, das aus unerfindlichen Gründen in einem Kinderheim lebt, und der Oberbürgermeister lehnt jedes Gespräch mit dem Vater und mit mir ab, das Heim auch, da berate ich eine Mutter und schon wird mir eine Passage in einem Guachten gewidmet, die ich beim Oberbürgermeister, beim Jugendamt und beim Gutachter anfordere, um zu lesen, was über mich behauptet wird - niemand antwortet, da darf ein Kind endlich ohne jede Einmischung des Jugendamtes seine Mutter besuchen, bis das Jugendamt von Wilhelmshaven der Polizei grünes Licht für die Durchsuchung meiner Wohnung gibt, die - wie nicht anders zu erwarten - ergebnislos endet, aber nicht ohne Folgen für mich bleiben soll: Die Staatsanwaltschaft von Oldenburg will mich am 2. September 2014, 13.30 Uhr, vor dem Amtsgericht von Wilhelmshaven zu einer Geldstrafe verurteilen lassen, weil sie den Lügen der Polizeibeamten Glauben schenkt, während sich das Jugendamt in Schweigen hüllt - und abwartet, ob ich als Patenonkel dieses Jungen verurteilt werde?

In vielen Fällen sind Jugendämter keine Hilfe, sondern eine Gefahr, die allerdings nur wenige erkennen wollen. Die größte Gefahr geht von Unkenntnis und Unfähigkeit aus. Daraus resultiert Überlastung, die zu noch größerer Unkenntnis und Unfähigkeit führen. Und irgendwann kommt jemand und vertuscht diese Teufelsspirale.

Weitere Informationen auf meinen Seiten http://kinderunwohl.blogspot.com
http://kinderinheimen.blogspot.com  http://bundestagsausschuss.blogspot.com

Wer bei www.lulu.com stöbert, findet einige Broschüren, die ich über Kinderheime und Jugendämter geschrieben habe. Die Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine" gibt es auch bei Amazon.

Mittwoch, 20. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (VI)











Die sagenhafte CDU-Annäherung an ein Gebüsch

Aus unerfindlichen Gründen hat die CDU nicht nur in Wilhelmshaven Mitglieder, sondern auch noch in Friesland. Nicht einmal feiern können die. Was Christdemokraten früher gern über Linke behauptet haben. Die gehen zum Lachen in den Keller, hat seinerzeit die CDU gesagt. Von Gebüschen war da allerdings nicht die Rede. Mit denen kennt sich ein gesitteter Christdemokrat auch nicht so aus. Doch mittlerweile hat eine gewisse Annäherung stattgefunden.

Erstes Gerücht: Den ersten Schritt in Richtung Gebüsch taten CDU-Mitglieder aus Friesland. Die erzählten nach einem Sommerfest herum, der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven habe die Frau des Bauunternehmers Tom N. unsittlich berührt. Der Bauunternehmer habe deswegen zugeschlagen. Schon habe Andreas Wagner im Krankenhaus gelegen, und zwar in Sanderbusch. Das berichtete angeblich auch eine Krankenschwester.

Zweites Gerücht: Andreas Wagner hat die Frau des Bauunternehmers N. gar nicht gegen ihren Willen unsittlich berührt, sondern mit ihrem Einverständnis. Diese Behaupung passte aber nicht in aller Festgäste Öffentlichkeit, sie musste verlagert werden. Diese Verlagerung überließen besagte CDU-Mitglieder aus Friesland anderen, die zudem Geschichten so lange ausschmücken können, bis eine Frau auch ihren Schmuck ablegt. Deswegen schlug der Bauunternehmer zu.

Drittes Gerücht: Das zweite Gerücht verdrängte schnell das erste Gerücht, weil sich die oben erwähnten CDU-Mitglieder aus Friesland  wieder zurückzogen. Sie waren schon bald aus den Augen und somit auch aus dem Sinn derjenigen, für die einmal keinmal war. Also musste zweimal her. Danach kam Andreas Wagner aus dem Krankenhaus gar nicht mehr heraus und lag nun in Oldenburg vor sich hin, sobald er von dem Bauunternehmer wieder einmal niedergestreckt worden war.

Viertes Gerücht: Die Fotos, die der Oberbürgermeister fortan aus dem Urlaub per Facebook verbreitete (warum auch immer), sind ein Jahr alt. So eroberten besagte CDU-Mitglieder aus Friesland erneut das von ihnen bestellte Feld ohne Gebüsch drauf. Das Rad der Geschichte wurde so zurückgedreht auf eine unsittliche Berührung. Andreas Wagner hatte fortan auch nie in Sanderbusch gelegen, sondern immer schon in Oldenburg. Wo er weiterhin sein soll. Der Bauunterehmer muss also eine unglaubliche Rechte haben. Eine unglaubliche Linke ist ausgeschlossen, denn - siehe oben (Keller).

Aus noch unerfindlicheren Gründen hat die CDU immer noch Mitglieder in Wilhelmshaven. In Friesland auch. Wenn die allerdings demnächst zum Prügeln in den Keller gehen, sollte jemand abschließen. Denn möglicherweise abschließend ist nur noch eins festzustellen: Wer wagnert, muss mit allem rechnen. Die Urlaubsfotos von Wagner sind übrigens keinesfalls ein Jahr alt, sie stammen aus 2014, denn auf einem der Schnappschüsse trägt der Oberbürgermeister eine Jacke, die es voriges Jahr noch gar nicht gegeben hat. Habe ich per Recherche im Internet herausgefunden.

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Das Gebüsch-Gerücht (VII): Anwalt schickt mir Unterlassungserklärung. Die blau markierten Passagen soll ich löschen.







Montag, 18. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (V)

Was soll auf die Speisekarte?

Wer Gerüchte hört, will, dass sie auch andere hören. Was aber soll in der nächsten Folge auf die Speisekarte der Gerüchteköche? Das entscheiden Sie per Spende:

Fünf Euro, wenn Sie das nächste Gerücht lieber selbst verbreiten, ohne hier erwähnt zu werden.
Zehn Euro, wenn Sie sich für das Überraschungsmenü entscheiden.
30 Euro, wenn Sie den Gag nicht verstanden haben und sonst hätten fünf Euro spenden müssen.

Gebüsch-Gerücht (VI): Sagenhafte CDU-Annäherung an ein Gebüsch


Samstag, 16. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (IV)

Neues Wilhelmshaven,
16. August 2014
Ein Wilhelmshavener hat eine Glosse über diesen Beitrag von Maik Michalski geschrieben. Er wurde deswegen von Oberbürgermeister Andreas Wagner verklagt. Hier klicken 

Ich habe den Verdacht, dass ich einen Verdacht haben müsste
Hier klicken 


















Nichts wissen reicht für Lokalchef

Der Oberst zum Oberstleutnant: Morgen früh um neun ist eine Sonnenfinsternis, etwas was nicht alle Tage passiert. Die Männer sollen im Arbeitsanzug auf der Straße antreten, und ich werde ihnen das seltene Schauspiel erklären. Falls es regnet, werden wir nichts sehen. Dann sollen die Leute in die Sporthalle gehen.
Der Oberstleutnant zum Hauptmann: Befehl von Herrn Oberst: Morgen um neun ist eine Sonnenfinsternis. Wenn es regnet, kann man sie von der Straße aus sehen. Ansonsten findet sie im Arbeitsanzug in der Sporthalle statt, was nicht alle Tage passiert.
Der Hauptmann zum Oberleutnant: Morgen früh um neun alle Leute im Arbeitsanzug zu einer Sonnenfinsternis in die Sporthalle. Falls es regnet, wird der Herr Oberst Befehl geben, auf der Straße anzutreten, was nicht alle Tage passiert.
Der Oberleutnant zum Leutnant: Morgen früh um neun wird der Herr Oberst im Arbeitsanzug in der Sporthalle die Sonne verfinstern, was nicht alle Tage passiert. Wenn es regnet, dann antreten auf der Straße.
Der Leutnant zum Fähnrich: Morgen um neun Sonnenfinsternis des Herrn Oberst im Arbeitsanzug. Wenn es in der Sporthalle regnet, was nicht alle Tage passiert, antreten auf der Straße.
Fähnrich an alle Kompanien: Wenn es morgen regnet, wird der Oberst anscheinend in der Sporthalle von der Sonne verfinstert. Zu dumm, dass so etwas nicht alle Tage passiert.
Kompaniefeldwebel: So ein Schwachsinn.
Dieser Text, Herr Michalski, stammt von Wolfgang Neuss und gilt als Musterbeispiel für "Stille Post", bei der es keinesfalls darum geht, "aus einer Mücke einen Elefanten" zu machen. Dieses Spiel bezieht seinen Witz daraus, dass sich eine von Spieler zu Spieler weiter geflüsterte Nachricht verändert. 
Sie dagegen verändern in jeder Ausgabe keinesfalls versehentlich, sondern bewusst Tatsachen, indem Sie nur das schildern, was die Leserinnen und Leser für die Wirklichkeit halten sollen. Habe ich einmal in einer Serie Medienwirklichkeit genannt, die man streng genommen als verfassungswidrig einstufen muss, denn wer sich eine Meinung bilden will, der muss alles wissen.
Nun sind Sie, Herr Michalski, dafür bekannt, dass Sie in Ihren Kommentaren so viele schiefe Bilder aufhängen, dass man sich irgendwann nur noch schief lachen kann. Erst behaupten Sie, dass es eine Mücke gibt, dann wird aus ihr ein Ungeheuer, das eigentlich strafrechtlich verfolgt werden müsste.
Da die nicht informierten Leserinnen und Leser aus Ihrem Kommentar nichts erfahren, kann er nur als Warnung an Dritte verstanden werden, die Sie im Auftrag Dritter verfassen. Oder wollen Sie etwa Neugier wecken, sollen nun alle im Internet stöbern, um zu erfahren, worum es geht? Außerdem: Wenn Sie Journalist wären, wüssten Sie, dass man keine Kommentare zu Themen schreibt, die in der Zeitung gar nicht behandelt werden. 
Ihre Zeitung wirbt mit dem Spruch "Das Beste am Morgen", nicht mit "Wir schreiben über jede Mücke". Denken Sie doch auch einmal an die alte Omi und den alten Opi, die heute Nacht nicht schlafen können, weil sie aus dem Grübeln über Ihren Kommentar nicht mehr herauskommen - und deshalb nicht in den Schlaf finden. Schlaflosigkeit ist ungesund. Ungesund leben führt zu Krankheiten. Krankheiten führen schneller zum Tod.
Wenn Sie wollen, dass die Leserinnen und Leser, die Sie noch haben, schneller sterben, damit Sie endlich in Rente gehen können, dann schreiben Sie das bitte auch!  Mögliche Überschrift Ihres Kommentars: "Nichts anderes als tödlich".

Sehr lebendig ausfallen könnte allerdings ein Kommentar über gewisse Machenschaften Ihrer Zeitung. Herr Michalski, erzählen Sie doch einmal ein paar Vorgeschichten zum Banter See, die hinter dem Rücken der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner passiert sind, widmen Sie sich doch einmal jener Verkäuferin, die im NW in einem Leserbrief einer Kundin verleumdet worden ist (weder vor noch nach der Veröffentlichung ist diese Verkäuferin im NW zu Wort gekommen), erklären Sie doch einmal, warum das NW ein Foto von friedlichen Fans des SV Wilhelmshaven mit der Bildunterschrift "Hooligans werden eine immer größere Gefahr" versehen hat, veröffentlichen Sie doch einmal die Leserbriefe von mir, die im NW-Papierkorb gelandet sind, erklären Sie Ihren Leserinnen und Lesern bei dieser Gelegenheit doch einmal, warum Ihr Verleger nie auf einen Brief von mir reagiert hat, in dem ich ihn fragte, was er davon hält, wenn ich von einem Rechtsanwalt, der das NW juristisch vertritt, in aller Öffentlichkeit als vorbestraft verleumdet werde, während Ihr Verleger anschließend auf kritische Veröffentlichungen von mir mit Drohungen genau dieses Anwaltes reagierte. Machen Sie sich doch erst einmal selbst ehrlich. Würde Ihrer Glaubwürdigkeit dienen - die Sie derzeit überhaupt nicht haben!

Sehr geehrter Herr Michalski, diese Broschüre habe ich kürzlich veröffentlicht. Ein Exemplar können Sie auch dem NW-Anwalt schenken. Hier klicken Diese Broschüre können Sie auch bei Amazon bestellen.

Zum Beginn der Serie

Gebüsch-Gerücht (V): Jetzt entscheiden Sie!

Das Gebüsch-Gerücht (III)

Ist inzwischen sechs Wochen alt

Ein Kommentator scheint eine Marktlücke in Wilhelmshaven entdeckt zu haben, ohne es zu ahnen. Aber ich. Nun gehen wir einmal zum Kiosk auf dem Bismarckplatz. Was sehen wir dort? "Die Neue". "Die ganz Neue". "Die besonders Neue". Die "Neue Woche". "Frau im Spiegel". "Die moderne Frau". Und was sehen wir dort nicht? Das "Neue Wilhelmshaven" (NW) meine ich nicht. Das ist bekanntermaßen die "Wilhelmshavener Zeitung", die dem marxistischen Medienprinzip folgt, das nur sein kann, was im NW steht. Was nicht drin steht, wird woanders erzählt. Hinter dem Rücken der Leute. Weiß ich aus Erfahrung. Schließlich hat ein NW-Anwalt vor Jahren über mich behauptet, ich sei vorbestraft. Und irgendwann hat das Wahlamt die Wahrheit auch noch ganz entschieden zurückgewiesen. Hier klicken Was nicht im NW stand - und deswegen auch nicht geschehen ist.

Was wir am Kiosk auf dem Bismarckplatz nicht sehen, ist eine heimische Regenbogenpresse mit Titeln wie "Die saubere Jade", "Die aktuelle Maade" und "Alt werden vor dem Rathausturm". Die fände derzeit reißenden Absatz. Beweisen die Klicks auf Teil 1 und Teil 2 von "Gebüsch-Gerücht". Sind inzwischen weit über 4000.

I'm your biggest fan
I'll follow you until you love me
Papa-paparazzi (Yah-ha)
Baby, there's no other superstar
You know that I'll be
Your papa-paparazzi (Yah-ha)


Wilhelmshaven ist schon immer ein wenig gaga gewesen. Also lautete der Beschluss vor dem "Wochenende an der Jade", dass sich Bürgerinnen und Bürger bei diesem Stadtfest an die Fersen von Politikern heften, um sie nach diesem und jenem, besonders aber nach dem Banter See zu fragen, der laut Volker Block, Kreisvorsitzender der SPD, in zehn, vielleicht aber auch erst in 20 Jahren ein Freizeitparadies für alle Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener sein soll - weil dann dort gut betuchte Häuslebesitzer keinen Eintritt nehmen, wenn sie jemanden auf den Balkon lassen? Das alles kann man bei Facebook lesen. Spätestens, wenn Block schreibt, dass er stolz darauf sei, ein 1964er zu sein, ist man froh, wenn alle Freunde und Bekannten nicht in diesem Jahr geboren worden sind, und hört auf zu lesen, sobald ein hinlänglich bekannter Christdemokrat dem auch noch hinzufügt, dass damals alles besser gewesen sei. 

Der Text ist fast so schön wie der von Lady Gaga:

Nach der Schule gab es Fussball, nicht an der Playstation, sondern auf dem Fussballplatz, oder dem Schulhog. 2 Schulranzen genügten als Torpfosten. Wir Jungs trugen außer im Winter immer kurze Hosen und kamen oft mit kaputten Knien nach Hause. Fernseher hatten wir erst gar nicht und später mit nur einem Programm. Wir waren geistig zufriedener als heute und körperlich fitter, als heute die Jungs im gleichen Alter.

Seither hat das Durchschnittsalter der SPD- und CDU-Mitglieder in Wilhelmshaven nie mehr unter 60 gelegen. Deswegen scheiterte auch jedes Großprojekt nicht auf der Playstation, sondern tatsächlich. 

Das Stadtfest war wieder zu Ende, die Bürgerinnen und Bürger werteten ihre Beobachtungen aus. Die Wichtigste war: Der Oberbürgermeister hatte bei Regen Bier geholt. Die Beobachtungen mussten also fortgesetzt werden. Das ist sechs Wochen her. So alt wurde inzwischen auch das "Gebüsch-Gerücht", das immer mehr Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener für wahr halten. Gestehen müssen sie allerdings: "Beweise haben wir nicht."

Doch die Geister, die sie gerufen haben, werden sie nicht wieder los. Gerufen wurden diese Geister aber nicht erst vor sechs Wochen. Deswegen sollte sich so mancher in sein stilles Kämmerlein zurückziehen und sich dort fragen, welchen Geist er gerufen hat.

Das Gebüsch-Gerücht I 

Gebüsch-Gerücht (IV): Nichts anderes als tödlich    


Freitag, 15. August 2014

Das Gebüsch-Gerücht (II)

Der CDU-Fraktionschef und der Käsekuchen

Wilhelmshaven steht vor einem Bilder-Rätsel. Oberbürgermeister Andreas Wagner postet bei Facebook Urlaubsfotos, die er angeblich gerade geschossen hat. Die werden weiter verbreitet. Einerseits von CDU-Mitgliedern, die so beweisen wollen, dass ihr Parteifreund keinesfalls im Krankenhaus liegt, andererseits von CDU-Mitgliedern, die behaupten, dass diese Fotos ein Jahr alt sind.

Zur gleichen Zeit sitzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Hellwig mit dem Bauunternehmer Tom N. an einem Kaffeetisch. Die beiden lassen sich Käsekuchen schmecken. Sie plaudern über alles, aber nur ganz kurz über das Gebüsch-Gerücht. Postet Hellwig über Facebook und äußert die Bitte, Wagner den Urlaub nicht zu vermiesen. Eine lediglich kurze Plauderei über ein Gerücht, das Hellwig eigenem Bekunden zufolge für Rufmord an Wagner hält, ist so wahrscheinlich wie ein Fluss, der bergauf fließt.

Seit gestern Abend steht die Behauptung in der Gerüchteküche, Tom N. habe Wagner gar nicht während eines CDU-Sommerfestes verprügelt, sondern in der Wohnung des Oberbürgermeisters, wo er ein zweites Mal seine Frau und Wagner überrascht habe. Ein Nachbar erzählt: "Es war sehr laut." Diese Geschichte brodelt auch auf einer anderen Herdplatte in der Gerüchteküche. Haben sich da zwei Köche miteinander abgesprochen oder kocht jeder sein eigenes Süppchen?

Dass die CDU nicht geschlossen hinter Wagner steht, ist bekannt. Schon vor der Wahl ist er vor Heckenschützen aus den eigenen Reihen gewarnt worden. In der Lokalzeitung. Aber es gibt da auch noch einen Arzt aus Wilhelmshaven, der mindestens eine tätliche Auseinandersetzung von N. mit Wagner behauptet.

Was tun? Dem Sprichwort glauben, dass wo Rauch sei auch Feuer sein müsse, oder den Gerüchten kein Gehör schenken, weil es zu viele Widersprüche gibt? Mich persönlich interessieren Sex-Storys nicht die Bohne. Wenn aber ein Bauunternehmer einen Oberbürgermeister verprügelt, sieht die Sache anders aus. Denn das wäre eine Straftat. Schon der Verdacht würde für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausreichen. Seitensprünge dagegen sind nicht strafbar. Sonst würde jeder Zweite im Gefängnis sitzen.

Typisch für Wilhelmshaven sind die Reaktionen auf dieses Gerücht. Man bedroht sich inzwischen gegenseitig. Auch bei Facebook. Ein typisches Beispiel ist auch ein Kommentar zu Gebüsch-Gerüchte, Teil I. Mit Käsekuchen-Geschichten macht niemand diesem Käse ein Ende.

Eine direkte Anfrage von mir zu diesem Thema ist bislang nicht beantwortet worden. Geschieht aber hoffentlich noch, denn meine erste Veröffentlichung kommt bereits auf fast 1 000 Leserinnen und Leser...

Das Gebüsch-Gerücht, Teil I

Das Gebüsch-Gerücht Teil III

23. August 2014. Die blau markierten Passagen soll ich streichen. Fordert der Anwalt von Tom Nietiedt in einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, die ich unterzeichnen soll, aber nicht unterschreiben werde. Siehe Teil 7 der Serie. Hier klicken


Dienstag, 12. August 2014

Facebook-Event
















2. September 2014, 13.30 Uhr
Vor dem Amtsgericht in Wilhelmshaven
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Die ganze Geschichte
Lügen haben Jugendamts-Beine
Jetzt auch bei Amazon

Ein Prozess als Facebook-Event? Das dürfte eher ungewöhnlich sein, aber ich halte die Anwesenheit von möglichst vielen Zuhörerinnen und Zuhörern am 2. September 2014, 13.30 Uhr, im Wilhelmshavener Amtsgericht für wichtig, um zwei Polizeibeamten aus Wilhelmshaven, die sich am 17. Juni 2013 bei einer völlig grundlosen und dazu auch noch gewaltsamen Durchsuchung meiner Wohnung Wiegand und Schweiger genannt haben, zu zeigen, dass sie mit ihren Lügen, sie hätten sich vor der Durchsuchung meiner Wohnung ausgewiesen, nicht durchkommen. Als Zeugin geladen ist auch eine Jugendamtsmitarbeiterin, die während der Wohnungsdurchsuchung schweigend vor meiner Wohnungstür gestanden hat. Warum sprach sie nicht mit mir, bevor die Polizeibeamten meine Wohnungstür aufstießen, als müssten sie eine Bombe entschärfen?

Freitag, 8. August 2014

Ich in der CDU?

Trotzdem Vorschläge für Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung

Soeben hat mir die CDU in einer Mail mitgeteilt, ich sei wie 59 andere auch Mitglied der Partei geworden. Nun soll ich die Gründe für meinen Eintritt mitteilen, außerdem hätte die Konrad-Adenauer-Stiftung gern Fotos von mir, in denen ich beispielhafte Aktionen der CDU dokumentiere. Geplant sei eine Ausstellung, an der sich möglichst viele der fast 500 000 CDU-Mitglieder beteiligen sollen.

Bevor ich hier die Gründe nenne, warum ich niemals in diese Partei eintreten würde, möchte ich statt dessen mit Ausstellungs-Vorschlägen nicht geizen: Horst Seehofer macht Schnappschüsse von den Kindern, die er der Öffentlichkeit und sich selbst bisher vorenthält, Ursula von der Leyen liefert Bilder von Kindergärten mit Schützengräben und Kanonen vor den Eingängen, Alexander Dobrindt drückt auf den Auslöser, sobald er Experten nach dem Sinn der Maut gefragt hat, Wolfgang Schäuble dokumentiert die Folgen der "Schwarzen Null", Angela Merkel macht ein Selfie als "Schwarze Null", Wolfgang Schäuble rollt in einer Fotoserie den Haushalt vom falschen Ende auf, Christian Schmidt wird auf den Bildern, die ihn zeigen, artgerecht von jeder Kabinettssitzung ferngehalten und Thomas de Maiziére dokumentiert seine Vorstellungen von kultureller Vielfalt in Schwarzweiß-Aufnahmen.

Ein wenig wundere ich mich darüber, dass die CDU nicht mehr als 500 000 Mitglieder hat. Die Differenz zwischen Mitgliederzahl und Zahl der Dummköpfe in Deutschland scheint mir doch noch sehr groß zu sein. In Brandenburg hat die FDP nur kurzfristig begriffen, dass sie von keiner Sau gebraucht wird, die CDU sollte das langfristig und nicht nur in Brandenburg begreifen.

Mittwoch, 6. August 2014

Illegale Jugendamts-Aktion

Einspruch gegen Strafbefehl

Ich wehre mich am 2. September 2014 vor dem Wilhelmshavener Amtsgericht gegen einen Strafbefehl über gut 500 Euro, den die Oldenburger Staatsanwaltschaft gegen mich erlassen hat, weil zwei Polizeibeamte aus Wilhelmshaven behaupten, sie hätten sich vor oder während der Durchsuchung meiner Wohnung ausgewiesen. Auch den Grund für die Durchsuchung wollen sie mir vor der Aktion genannt haben, dass sie sich Wiegand und Schweiger genannt haben, stimme nicht. Die Verhandlung beginnt um 13.30 Uhr. Ob diese beiden Polizeibeamten auch das Gericht belügen werden, bleibt abzuwarten.

Die ganze Geschichte erzähle ich in meiner Broschüre “Lügen haben Jugendamts-Beine”, die bei http://www.lulu.com erschienen ist und auch bei Amazon bestellt werden kann. Hier klicken