Freitag, 30. Mai 2014

Trabt auf Platz 1

Neue Züchtung in Wettmar bei
Hannover. Foto: Tjaden



















Von Pferden mit X-Beinen und...

"Das Foto ist nichts geworden", habe ich gedacht, als ich an einer Koppel in Wettmar bei Hannover vorbeikam, vom Fahrrad gestiegen war und auf den Auslöser meiner Kamera gedrückt hatte. Nun stellte ich fest: Ich habe den ersten Schnappschuss von einer neuen Züchtung gemacht.

Wettmar gehört zu Burgwedel. Die Beilage der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse", die dort erscheint, heißt "Nordhannoversche Zeitung". Die hat ein Honigkuchenpferd, das bei den Klicks auf meine Seiten an allen anderen vorbeitrabt und seit Tagen Platz 1 verteidigt. Dieses Honigkuchenpferd wieherte mir vor langer Zeit das Versprechen ins Ohr, es werde seinen Bericht so schreiben, dass man mich nicht erkennen könne und tat dann alles, damit jeder wusste, wer gemeint war. Die Kripo hatte dieses Honigkuchenpferd hereingelegt, die Polizei war angewidert.

Die vielen Klicks beweisen: Es gibt anständige Menschen, die neue Züchtungen lieber mögen als solche Honigkuchenpferde.

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Montag, 26. Mai 2014

Ein kleiner Italiener

  1. Giovanni di Lorenzo ist Journalist und Autor. Er ist Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels und Moderator der Talkshow 3 nach 9 bei Radio Bremen.Wikipedia
  2. Geboren9. März 1959 (Alter 55),Stockholm, Schweden

Auch das Netz rechnet bei Giovanni di Lorenzo mit allem, nur nicht damit, dass er für immer mit Sabrina Staubitz zusammenbleibt, denn 2005 wird wohl kaum ihr Geburtsjahr sein, eher wohl das Jahr des Kennenlernens. Wie dem auch sei. Der Mann zählt doppelt. Jedenfalls bei der Europawahl. Hat er gestern bei Günther Jauch erzählt. Erst habe er im italienischen Konsulat gewählt, dann in einer Grundschule. Das dürfe er. Er habe zwei Pässe. 

Das darf er nicht, sagt jetzt die Staatsanwaltschaft von Hamburg und ermittelt wegen Wahlbetruges. Deswegen ist Giovanni di Lorenzo ein wenig geknickt. Das habe er nicht gewusst, sagt der "Zeit"-Chefredakteur. Dazu kann man nur sagen: Einen Chefredakteur, der so was nicht weiß, kann man knicken. 

Freitag, 23. Mai 2014

Für Pöppelchen (IV)

Wie krank sind die?

Pöppelchen, nun versuchen miese Schweine, dich in den Dreck zu ziehen. Auch vor dem Tod haben diese Widerlinge offenbar keine Achtung mehr.

Im Netz kursiert ein "offener Brief", den angeblich meine Familie und drei meiner vier Ehefrauen an mich gerichtet haben. Die Fälscher missbrauchen auch meine dritte Ehefrau, die am 25. Januar 2014 gestorben ist, als Kronzeugin, sie berufen sich auf falsche Behauptungen, die der heutige Burgwedeler Redakteur Martin Lauber am 7. November 2003 im "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte" veröffentlicht hat, und sie setzen die Lüge in die Netz-Welt, mein Name stehe auf einer Liste mit Sebastian Edathy. 

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Mittwoch, 21. Mai 2014

Statt Wilhelmshaven

So schön ist Hannover. Foto: Heinz-Peter Tjaden





















Spaziergang im Schatten alter Bäume

Endlich fühle ich mich wieder pudelwohl. Das Kapitel "Wilhelmshaven" habe ich zugeschlagen. Ich bin dort geboren, leben kann ich dort nicht. Das habe ich in 10 Jahren nach meiner Rückkehr im Jahre 2004 festgestellt. Täglich musste ich auf meinen Seiten www.zweisechsdreiachtvier.de und www.szenewilhelmshaven.de mit gehässigen Kommentaren rechnen - von Niveau konnte man nicht mehr sprechen. Das (Bürger-)Radio Jade beteiligte sich im Netz an solchen Beschimpfungen, wenn ich mich auf den Facebook-Seiten dieses alles andere als unabhängigen Senders hin und wieder zu Wort meldete, wurde ich zensiert, bis mir ein Mitarbeiter ganz den Mund verbot.

Gestern bin ich mit meinem Hund zum Lister Turm gefahren. Dort gingen wir im Schatten alter Bäume spazieren, kamen vorbei an einem Biergarten, an einem Bolzplatz und an einem Spielplatz. In Wilhelmshaven gibt es keinen einzigen Platz, der auch nur annähernd so schön ist wieder dieser - und in Hannover gibt es viele schöne Plätze. Ich liebe die Alleen, die grünen Bänder, die Stadtteile miteinander verbinden, die vielen Seen in und um Hannover - und auf meinen Seiten www.regionhannover.co und www.altkreiskurier.de muss ich nicht mit gehässigen Kommentaren rechnen. Was ich schreibe, wird auf Facebook sogar gelegentlich verlinkt und weiter verbreitet.

Wann in Wilhelmshaven der Letzte das Licht ausmacht, ist mir inzwischen egal - besonders hell ist es dort auch nie gewesen...

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Sonntag, 11. Mai 2014

Für Pöppelchen (III)

Heute wollte ich eigentlich...

...nicht an dich denken. Doch du scheinst etwas dagegen gehabt zu haben. Ich war heute in Burgdorf, dort wurde der "Tag des Ehrenamtes" gefeiert. Ich schlenderte mit meinem Hund die Marktstraße hinunter. Auf einer Bank saß ein Bekannter in der Sonne, er hielt eine Broschüre in der Hand, die er sich gerade gekauft hatte. Ich las den Namen des Autors. Dieter Rohles.

Genau, Pöppelchen, dein ehemaliger Chef bei der Versicherungsagentur EAS in Hannover, hat diese Broschüre geschrieben. Wie oft du dich mit dem gestritten hast! Fast täglich. Immer wieder hast du ihm seitenlange Verbesserungsvorschläge für den Arbeitsablauf auf den Schreibtisch gelegt. Das machte ihn jedes Mal sauer, weil er der Meinung war: "So was kann ich morgens nicht vertragen. Wenn Sie mir was mitzuteilen haben, dann machen Sie das bitte nach dem Mittagessen."

Danach hast du mir stets dein Leid geklagt. Wie oft habe ich dich gefragt, warum du so was schriftlich machst und nicht mündlich unter vier Augen. Denn die EAS war kein Riesenbetrieb, sondern eine eher kleine Firma. Wie oft hast du Besserung gelobt - und dann doch wieder seitenlange Verbesserungsvorschläge für den Arbeitsablauf verfasst. Eines deiner Schriftstücke hatte 36 Seiten.

Daran habe ich gedacht, als ich den Namen Dieter Rohles las. Und ich dachte an dich - und an eine Wette mit Dieter Rohles, der irgendwann den Streit mit dir auf läuferische Weise beilegen wollte. Auf einem Sportplatz in Hannover-Misburg habt ihr euch zu einem 100-Meter-Lauf verabredet. Ich machte die Fotos. Ihr beide kamt gleichauf ins Ziel. Meinte ich. Ihr nicht. Ihr hattet ein neues Streitthema.

Für Pöppelchen (I)

Für Pöppelchen (IV)

Freitag, 9. Mai 2014

Für Pöppelchen (II)

In Hannover und in der Region gibt es viele öffentliche
Bücherschränke. 
















Liebes Pöppelchen,

wo du jetzt bist, weiß ich nicht. Du bist tot, sagen sie. Das bist du nicht. Liebes Pöppelchen, ich bin heute nach Burgdorf gefahren. Wo wir uns am 14. Oktober 1985 kennengelernt haben. Im "Pfarrwitwenhaus", einem der ältesten Häuser in dieser Kleinstadt, wo die Witwen der Superintendenten lebten und wo Kinder den ersten Schulunterricht bekamen. In Burgdorf gibt es - wie in Hannover - inzwischen öffentliche Bücherschränke. Man stellt Bücher hinein oder man nimmt Bücher mit. Das mache ich auch. Meine Broschüren stehen nie lange in den Regalen. "Lügen haben Jugendamts-Beine", meine Geschichte über Polizeibeamte aus Wilhelmshaven mit falschen Namen, kreist gerade durch die Stadt. Jetzt kreist "Wahl spezial - Gelebte Demokratie an der Jade" hinterher. Südlich vom Sumpf staunen sie noch über die Möglichkeiten, die Wilhelmshaven einer Clique bietet. Du kennst diese Stadt nur von Besuchen bei meinen Eltern. Das reicht.

Das "Pfarrwitwenhaus".


















Von Burgdorf bin ich nach Hannover gefahren - und ich dachte daran, dass ich dich einmal für verrückt gehalten habe. Das war an dem Tag, als du mich anriefst und sagtest: "Komm sofort in die Hoffmann-von-Fallersleben-Straße in Hannover. Ich habe eine tolle Wohnung für uns gefunden." Als ich in die Straße abbog, zweifelte ich an deinem Verstand, als ich aber die Maisonette-Wohnung mit kleinem Garten dahinter sah, war ich so begeistert wie du. Wir haben die Wohnung sofort gemietet. Den Vertrag unterschrieben wir beim Hausmeister, der ab 20 Uhr immer betrunken war. Was wir verstanden, als wir die Eigentümerin des Hauses kennengelernt hatten. Eine Gewitterziege, die in Celle wohnte. Madame Neureich, die den Hausmeister herumkommandierte, als sei er ein Leibeigener.

Fenster unserer Wohnung in der von-Fallersleben-Straße.
















Wenn wir mit dem Auto unterwegs waren, hast du immer dein Stoff-Nilpferd mitgenommen. Nilikowski hat viel gesehen und wenn wir wieder einmal so albern waren wie Kinder, führte er Gespräche mit uns. Nilikowski wusste alles besser. Grüß ihn von mir. Er ist sicher bei dir.

Für Pöppelchen (III)

Für Pöppelchen I

Donnerstag, 8. Mai 2014

Für Pöppelchen/Angelika Tjaden

Hochzeitsreise 1987. 


















Ich hab dich lieb

Weine ruhig, Liebster.
Ich küsse dir die Tränen fort.

Angelika Tjaden, 1988, veröffentlicht in "Auf nach Lyrupa - Lyrik und Prosa des Literaturvereins Dachluke"

Ein Abschied

Für Pöppelchen II


Donnerstag, 1. Mai 2014

Bild am 1. Mai

Marion Horn - was für eine Ziege!

 "Nehmen sich die Babyboomer zu wichtig?", fragt die "Bild" am 1. Mai. Gemeint sind die heute um die 50-Jährigen, zu denen sich auch Marion Horn, als Chefredakteurin beschäftigt im Springer-Verlag, zählt. Das scheint eine ziemlich blöde Zicke zu sein mit einer Kindheit wie sie sonst nur noch Mike Krüger erlebt hat. Eigenem Bekunden zufolge ist sie "geboren auf einem Bauernhof bei Kiel, aufgewachsen in einem Nest an der Nordseeküste". Zur Schule habe sie sich ordentlich angezogen, die Jungs in ihrer Klasse machten - so Marion Horn - einen Diener. Damit endet ihre Leidensgeschichte aber noch nicht. Die weiteren zu Tränen rührenden Kapitel: Die Eltern waren zu faul, sie in die Schule zu bringen. Sie musste sich aufs Fahrrad schwingen und gut fünf Kilometer bis zur Schule strampeln. Original-Leid Marion Horn: "Eine Strecke! Wer das Klima an der Nordsee kennt, weiß was das bedeutet." Stimmt. Gut fünf Kilometer. Jedes Mal seien ihre Strampelhosen nass geworden. Muss furchtbar gewesen sein für eine eingebildete und verzogene Göre.

Entsetzlich war es für Marion Horn aber nicht nur in dem Nest an der Nordseeküste und auf dem Schulweg mit anschließend nasser Strampelhose im Klassenzimmer, auch die Welt war böse. Geht bergab mit der Welt, habe sie aus der Schule in Hamburg mitgenommen. Ziemlich mitgenommen sei auch ihr Opa gewesen. Der habe sich deswegen immer wieder Herbert Wehner zur Brust genommen.

Halten wir doch einmal einen Augenblick inne: Als Marion Horn zur Schule kam, schrieben wir entweder das Jahr 1971 oder 1972. Damals war Willy Brandt Bundeskanzler. Dieser Politiker riss die Fenster und Türen der bis dahin ziemlich muffigen Bundesrepublik Deutschland auf, Hunderttausende gingen für den Frieden auf die Straße, sie forderten mehr Mitbestimmung in den Betrieben und mehr Chancengleichheit in der Bildungspolitik, weggepustet werden sollte der Mief von 1000 Jahren, während sich reaktionäre Kreise an den Schalthebeln der Macht festklammerten. Brandt hatte die Schule zur Schule der Nation erklärt, die Opposition spuckte deswegen Gift und Galle.

Zur gleichen Zeit machten die Jungs in der Klasse von Marion Horn noch einen Diener und sie ging ordentlich zur Schule? Erst in einem kleinen Nest an der Nordsee und dann in Hamburg? Irgendwo in der Bibel steht, dass dem Reinen alles rein sei. Wenn das stimmt, dann ist einer Zicke alles zickig. Das sei ihr verziehen, denn geboren worden ist sie auf einem Bauernhof bei Kiel. Kurz darauf hat sie wahrscheinlich ein Pferd getreten. Ein paar Jahre später ist dann auch noch ein Ministerpräsident aus Kiel in einer Badewanne ertrunken. Wenn es in Schleswig-Holstein nicht ein paar Dänen gäbe, wäre mit denen wahrscheinlich überhaupt nichts los. Weiß irgendwie auch Marion Horn, die ihre Leidensgeschichte so beendet: "Wenn alles chancenlos ist, dann mache ich einfach, worauf ich Lust habe. Schreiben."

Sag ich doch, Marion Horn ist eine Ziege. Wenn die bockig werden, tun sie immer genau das, was sie am wenigsten können...