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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Protz-Bischof

Kann fast alles werden

Er hat Vorschriften missachtet, die Kosten klein geredet, die Kirchenverwaltung hat nicht so genau gewusst, was in Limburg eigentlich hingestellt werden sollte, deswegen kann der heute zurückgetretene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auf das Versprechen des Vatikans, man werde für ihn eine andere Aufgabe finden, getrost verzichten. Der Mann kann fast alles werden, die katholische Kirche braucht er dafür nicht. Außerdem wäre eine andere Aufgabe als Protzen für diesen Mann sicherlich nicht sehr reizvoll. Einen Posten bekommt er allerdings nicht, den des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Auch Klaus Wowereit kennt nur einen Herrn - sich selbst.

Wer sich die Frage nach der Schamgrenze solcher Menschen stellt, stellt schnell fest: Er hätte sich diese Frage besser nicht gestellt. Scham kennen diese Leute nicht. So wie Wowereit weiter in jede Kamera grinst, wird auch der Protz-Bischof weiter in jede Kamera grinsen. Was für den Regierenden Bürgermeister von Berl…

Uli Hoeneß

Eine Frage der Persönlichkeitsspaltung

"Richter Heindl hat sein Urteil gesprochen: Dreieinhalb Jahre Haft. Der große Uli Hoeneß muss ins Gefängnis, wenn der BGH die Revision nicht zulässt und das Urteil rechtskräftig wird." Schreibt "Bild"-Redakteur Matthias Brügelmann in einem Kommentar. Verknackt worden ist aber nicht der "große Uli Hoeneß", den wir alle als Lenker und Denker des FC Bayern München zu kennen meinen, sondern der "kranke Uli Hoeneß", den der Teufel geritten hat, wenn er nicht mit Fußball oder mit seinem Unternehmen beschäftigt war. Nun ist auch dem Letzten klar: Wenn Hoeneß auf Heuchler, Betrüger und auf Menschen schimpfte, die er für Versager hielt, schimpfte er auch auf sich selbst. Je lauter er wurde, desto leiser wurde der "große Uli Hoeneß", der den "kranken Uli Hoeneß" irgendwann nicht mehr in den Griff bekam.

Es ist auch der "kranke Uli Hoeneß" gewesen, der sich an einer Talkshow über Steuerfluc…

Wie Marius Müller-Westernhagen

Ich bin wieder hier

Ich packe den letzten Umzugskarton. Im Radio spielen sie "Ich bin wieder hier - in meinem Revier" von Marius Müller-Westernhagen. Diesen Liedermacher mag ich ich eigentlich nicht - aber das Lied passt. Denn in wenigen Stunden bin ich wieder hier - in meinem Revier. Mein Revier - das sind Hannover und die Region, wo ich endlich nicht mehr in einer Gegend lebe, die mindestens 100 Kilometer von der Zivilisation entfernt liegt und von Größenwahnsinnigen immer mehr an den Rand und ins Abseits gedrängt wird. Wilhelmshaven - die Stadt der Blinden, die nach immer Neuem strebt, während das Alte verkommt. Ein Beispiel ist dafür das Industriedenkmal in Südstrand-Nähe - die Südzentrale, die nun doch abgerissen wird, obwohl viele Ankündigungen nach Erhalt geklungen haben. Angeblich gab es vor acht Jahren sogar ein Konzept für die Sanierung - hörte man aus dem Rathaus, dessen Turm inzwischen wackelt.

Gestern parkte ich mein Auto auf dem Schützenplatz von Hannover. Ich …

Keine schönere Bank

Bild
...als diese am Burgwedeler Würmsee. Fotografiert am
zweiten März-Abend des Jahres 2014.