Donnerstag, 30. Januar 2014

Romance Scam

Gauner kopieren Betrugsmasche
Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, die von Politikerinnen und Politikern schon lange angewendet wird: "Romance Scam". Gaunerinnen und Gauner bauen im Internet eine Beziehung zu einem Mann oder zu einer Frau auf, sie fälschen ihre Lebensläufe und gaukeln die große Liebe vor. Dann passiert ihnen ein Unglück - sie brauchen dringend Geld, das sie auch noch bekommen. Zu einer persönlichen Begegnung kommt es nicht. Die Opfer schöpfen keinen Verdacht, bis sie übers finanzielle Ohr gehauen worden sind. 
Diese Methode kennen wir aus jedem Wahlkampf. Plötzlich ist jede Kandidatin und jeder Kandidat bei Facebook, in Datingportalen der Parteien werden Besuche angekündigt, in Lebensläufen tauchen Doktortitel auf, die kaum jemand hat, alle können angeblich mit Geld umgehen und wollen nur das Beste  - und dann geschieht das erste Unglück. Einige dieser Kandidatinnen und Kandidaten werden gewählt. 
Schon dauert es nicht mehr lange bis zum zweiten Unglück. Die Versprechen müssen finanziert werden. Flinten-Uschi will Kindergärten mit Schützengräben bauen, Renten-Andrea kann die Sozialversicherung nur ein paar Jahre plündern, Energie-Sigmar will Minister bleiben und Familien-Manuela darf die teure Erbschaft ihrer Vorgängerin nicht ausschlagen. Kassier-Wolfgang rutscht eines Tages von der Schuldenbremse ab. Alle brauchen dringend mehr Geld. Das sie sich einfach holen.
Wieder ist jede Kandidatin und jeder Kandidat bei Facebook, in Dating-Portalen der Parteien werden Besuche angekündigt...Der nächste Wahlkampf beginnt.     

Dienstag, 28. Januar 2014

Sprachlos

Bei der Staatsanwaltschaft von Oldenburg

"Es ist durchaus als ein erheblicher Angriff auf die Ehre eines Kommunalpolitikers anzusehen, wenn diesem unterstellt wird, er habe über die Verhöhnung eines Vorstandsmitglieds ("Vergasen") nur gelächelt und sei diesem gegenüber gewalttätig geworden." Die Behauptung, ein Ratsherr aus Wilhelmshaven habe einen Parteifreund verprügelt, soll ich in einem Artikel über eine turbulente Mitgliederversammlung veröffentlicht haben, warf mir der Oldenburger Staatsanwalt Eiser am 27. November 2013 in einem Schriftsatz an das Oldenburger Landgericht vor. Da diese falsche Anschuldigung dazu führen könnte, dass ein Verfahren auf unzulässige Weise verlängert wird - was laut Strafgesetzbuch verboten ist - zeigte ich Eiser bei der Staatsanwaltschaft von Oldenburg an. Die hat nicht einmal ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das teilte mir jetzt Staatsanwalt Kunze mit. Gegen diese Entscheidung könne ich innerhalb von 14 Tagen Beschwerde bei der Oldenburger Generalsstaatsanwaltschaft einlegen.

Mit einer anderen Antwort habe ich auch nicht gerechnet. Sonst hätte der Staatsanwalt Kunze seinem Kollegen Eiser bescheinigen müssen, dass er längere Texte nicht verstehen kann oder - was noch schlimmer wäre - nicht verstehen will. Schon Eisers Klageschrift wegen meines Berichtes über diese turbulente Mitgliederversammlung fand ich wegen eklatanter sprachlicher Mängel erschreckend. Diese sprachlichen Mängel erkannte auch das Oldenburger Landgericht und würdigte sie in der Begründung für meinen Freispruch. Die Tatsache, dass Eiser in seiner Revisionsbegründung noch einen drauf setzte und eine neue falsche Behauptung aufstellte, ist keinesfalls ein Beleg dafür, dass er sein Sprachvermögen mittlerweile verbessert hat. Ich bin von zwei Vorwürfen freigesprochen worden - der Staatsanwalt setzt nun einen dritten Vorwurf in die Gerichts-Welt? Behauptet Eiser demnächst auch noch, ich hätte seinerzeit auch über die Ermordung eines Mitglieds berichtet?

Das Oldenburger Landgericht wird sich nun mit dieser Revision beschäftigen müssen und dabei feststellen, dass Eisers Antrag auf sprachlichen Missverständnissen beruht. So verschwendet er die Zeit von Richtern, die immer mehr hinter Aktenbergen verschwinden. Auch viele Anwälte leiden unter mangelnder Sprachkenntnis, stellte vor geraumer Zeit ein Wilhelmshavener Amtsrichter fest, der einen Verhandlungstag mit dem Stoßseufzer begann: "Ich möchte endlich einmal ein Schriftstück lesen, das klar und deutlich formuliert ist. Auch heute werde ich alle Anträge ablehnen müssen, weil ich sie gar nicht verstehe."

Mein Bericht über den Freispruch: http://islamprozess.blogspot.com

Meine Erfahrungen mit der Staatsanwaltschaft von Hannover, die mich sogar belogen hat http://staatsanwaltschafthannover.blogspot.com





 




Sonntag, 19. Januar 2014

Wohnungssuche

Der Burgdorfer CDU-Ratsherr Paul Rohde
reiht 2004  in seinem Magazin "Burgdorfer
Umschau" eine Erfindung an die andere.
2011 - also 7 Jahre später - tauchen diese
Verleumdungen in einem anonymen blog
wieder auf. 























Von einem Hetzer aus der Region Hannover vertrieben - Rückkehr geplant

Im November 2003 hat der Burgdorfer CDU-Ratsherr Paul Rohde als Herausgeber eines Monatsmagazins Verleumder-Morgenluft geschnuppert. Ein bis heute unbekannter Denunziant verriet ihm, dass die Kripo von Garbsen meine Wohnung durchsucht und meine Computer beschlagnahmt hatte, die Staatsanwaltschaft von Hannover verschleppte das Verfahren bis ins Jahr 2006, schon Weihnachten 2003 war ich nach Wilhelmshaven zurückgekehrt und wohnte ein paar Wochen bei meinen Eltern, bis ich eine Wohnung fand. Rohde hatte sich in der Kleinstadt mit ein paar Verbündeten zusammengerottet, ein Optiker aus Burgdorf behauptete, ich hätte eine Rechnung nicht beglichen, mein Vermieter hatte mir ins Gesicht gesagt "Ich werde dich los. Darauf kannst du dich verlassen" und erfand bei dieser Gelegenheit "wilde Partys", die ich in seiner Wohnung gefeiert hätte. Da war mir nur noch die Rückkehr nach Wilhelmshaven geblieben.

Wir gründeten noch im gleichen Jahr die Wochenzeitung "2sechs3acht4" (www.zweisechsdreiachtvier.de), ich besuchte meine Eltern so oft wie möglich, weil es ihnen immer schlechter ging. Mein Vater starb 2008, meine Mutter vor elf Monaten. Seither ist meine Rückkehr in die Region Hannover für mich beschlossene Sache. Doch so ein Umzug gleicht einem Abenteuer, das auch komische Momente hat.

Vor 14 Tagen wird in der "Neuen Presse" Hannover eine Wohnung in Misburg-Nord angeboten, die ab Mitte Februar 2014 frei wird. Ich erreiche den Mieter per Handy, er sagt: "Die Wohnung ist im dritten Stock. Sie sind doch schon ein wenig älter..." Plötzlich kann ich also nicht mehr Treppen steigen? Eine Woche später bietet die Zusatzversorgungskasse der Stadt Hannover (ZVK) eine Wohnung in Bothfeld an. Die liegt im 5. Stock. Die schaffe ich nun gar nicht mehr? Dennoch soll ich am Mittwoch bei der ZVK sein, damit wir die Einzelheiten besprechen. Immerhin. Vielleicht bin ich wieder sportlich geworden? Heute habe ich einen Vermieter angerufen, der in der List eine Wohnung im 4. Stock anbietet. Besichtigungstermin ist am Donnerstag um 18 Uhr. Ich werde also am Dienstag Anlauf nehmen, am Mittwoch in Bothfeld bis in den 5. Stock sprinten und den Schwung am Donnerstag in der List nutzen. Im vierten Stock breche ich dann zusammen...

Wenn Paul Rohde noch Magazinmacher in Burgdorf wäre, könnte er melden "Tjaden richtet seit 30 Jahren Schaden an". Aus Hannover könnte er mich trotzdem kein zweites Mal vertreiben. Das ist meine gefühlte Heimatstadt, über die ich einen Fußball-Krimi mit dem Titel "Mord und andere Fouls" schreiben will. Vielleicht schaue ich auch einmal bei der Staatsanwaltschaft in Hannover vorbei und frage die, warum ein Hetzer wie Paul Rohde zweieinhalb Jahre Zeit für seine Verleumdungen bekommen hat, bis das Hildesheimer Landgericht endlich feststellen durfte, dass die Staatsanwaltschaft in jeder Hinsicht untätig geblieben war. Sie hatte meinen Fall zwischenzeitlich schlicht vergessen...So lächerlich war der, aber nicht lächerlich genug für Leute, die sich in Burgdorf gegen mich zusammenrotteten. Doch es waren nur wenige Verleumder. Die meisten hielten zu mir. Dazu gehörte auch der Bürgermeister. Hetze aber ist ein klebriges Zeug, von dem eine Zeitlang immer etwas haften bleibt...

Manchmal taucht dieses klebrige Zeug im Netz sogar wieder auf - in meinem Fall 2011, als ein Sozialpädagoge aus Lüneburg Material gesammelt hat, das er für belastend hielt. Dieser Sozialpädagoge hielt seiner Chefin die Ergüsse von Rohde unter die Nase, ein paar Wochen später standen sie im Netz. Dort wurden sie 2013 von Historikern aus dem Umfeld der Neuapostolischen Kirche gefunden und sogleich - ebenfalls im Internet - weiterverbreitet, um mir zu schaden. Doch die haben schnell eingesehen, dass sie damit nur ihre eigene Arbeit in Misskredit bringen...

Siehe auch 2sechs3acht4-Geschichte

Wie Marius Müller-Westerhagen

Samstag, 11. Januar 2014

Sexuelle Vielfalt

Gibt es seit wann in den "großen Kirchen"?

"Zuvor hatten sich die großen Kirchen gegen eine Aufwertung des Themas Homosexualität im Schulunterricht Baden-Württembergs gewandt. Sie forderten die grün-rote Landesregierung auf, sich an die in der Landesverfassung ausführlich festgeschriebenen christlichen Wertegrundlagen zu halten. „Wir lehnen eine Überbewertung des Themas sexuelle Vielfalt in den Bildungsplänen ab“, sagte der Bildungsreferent der württembergischen Landeskirche, Werner Baur, gegenüber FAZ.NET."

Diese Meldung klingt wie ein schlechter Witz. Denn eigentlich geht es um Toleranz. Die sollte aber immer Thema sein. Auch in Schulen. Dafür muss doch hoffentlich nirgendwo der Lehrplan geändert werden. Außerdem sollten sich die Grünen zum Thema Sexualität erst wieder äußern, wenn sie geklärt haben, wie Kinderschänder in ihre Reihen gelangt sind. Die Grünen müssen also auch erst einmal ihr damaliges Verhältnis zur Toleranz klären. Warum sich auch die "großen Kirchen" zu Wort melden, ist mir ebenfalls rätselhaft. Die hätten genug damit zu tun, wenn sie "christliche Wertegrundlagen" bei sich selbst immer und überall verteidigen würden.  Dann hätten sie eine Vorbildfunktion, die niemand ausdrücklich in einen Lehrplan schreiben müsste.

Und was heißt eigentlich "Überbewertung des Themas sexuelle Vielfalt"? Sexuelle Vielfalt ist doch etwas Schönes - und wird von den "großen Kirchen" wie bewertet? Zumindest von der katholischen Kirche doch wohl eher negativ.  Die hat doch noch nicht einmal ihr Verhältnis zu Frauen geklärt - und will sich nun auch noch einmischen, wenn Frauen Frauen und Männer Männer lieben? Zäumt doch nicht immer das Pferd von hinten auf.

Wenn Schülerinnen und Schüler Fragen haben, müssen sie beantwortet werden. Wenn Lehrerinnen und Lehrer feststellen, dass jemand aus welchen Gründen auch immer von der Gemeinschaft ausgestoßen wird, dann müssen sie reagieren.  Wenn in den Kirchen etwas faul ist, müssen die Kirchen bei sich selbst aufräumen. In die Bildungspolitik dürfen die sich eigentlich gar nicht einmischen. Für die Verbreitung ihrer Werte haben die schon ihren Religionsunterricht in Schulen, an dem allerdings niemand teilnehmen muss.

Wie da Toleranz mit Füßen getreten wird, habe ich selbst erlebt. Da nehmen alle Schülerinnen und Schüler am Religionsunterricht teil. Der Religionslehrer erzählt ihnen etwas über Filme, die er im Fernsehen betrachtet hat, er würdigt Alltagsbegebenheiten - bis einer der Schüler fragt: "Sind Sie nicht hier, um uns etwas über Gott und Jesus, über Weltreligionen und über Religionsgeschichte beizubringen?" Nach dem Unterricht beschwert sich dieser Religionslehrer bei seiner Frau über diese kritische Frage. Die ist an der gleichen Schule Kunstlehrerin und setzt nun den Kritiker unter Druck. Der Unterricht ihres Mannes sei gut, Kritik daran völlig unberechtigt. Die gesamte Klasse meldet sich vom Religionsunterricht wieder ab. Haben diese Schülerinnen und Schüler ihre Teilnahme etwa überbewertet?

Unterbewertet wird dagegen die Rolle der Eltern. Sie sollten die ersten Vertrauenspersonen der Kinder sein. Das kann spannend werden.  Denn eines Tages stellen die Kleinen auch Fragen zur Sexualität. Dann passiert oft Folgendes: Die Frau geht zu ihrem Mann oder der Mann geht zu seiner Frau und will jeweils dem anderen/der anderen die Beantwortung überlassen. Gelten sollte: Wer gefragt wird, antwortet auch...Darauf könnten Eltern auch von Schulen vorbereitet werden.  



Donnerstag, 9. Januar 2014

Respekt!

Schreit mir heute die "Bild"-Zeitung entgegen

Zeitungen gibt es im Supermarkt kurz vor der Kasse, vor der laut Werbung nie mehr als fünf Kundinnen und Kunden stehen, weil sonst eine zweite Kasse geöffnet wird. Ist aber eben nur Werbung. Mein Blick fällt auf die "Bild-Zeitung". Die schreit mir in Rot das Wort "Respekt" entgegen. Ein Fußballer habe sich geoutet. Er liebe Männer.

Respekt! Die Kassiererin hat die Schlange weggescannt. Zuhause lese ich die neuesten Meldungen bei Facebook. "Solch ein Schritt ist nicht selbstverständlich - leider", schreibt Cem Özdemir von den Grünen über den homosexuellen Fußballer. Er hoffe, dass dieses Bekenntnis dazu führe, dass im Männerfußball Normalität einkehre.

Respekt! Dieser Cem Özdemir hat sich vor Monaten bei Facebook darüber aufgeregt, dass auch CDU-Politiker gern Rockmusik hören. Das sollten sie gefälligst bleiben lassen. Diese Musik passe nicht zu Konservativen. Also eigentlich nur zu den Grünen.

Respekt! Könnte Özdemir die Tabelle lesen, wüsste er, dass im Männerfußball längst Normalität eingekehrt ist. Die Bayern stehen an der Spitze, dann kommt lange Zeit nichts. Nun muss dieser Grüne nur noch über sein Verhältnis zur Rockmusik nachdenken...




Mittwoch, 8. Januar 2014

Wieder Plagiate?

Schwere Vorwürfe gegen Ex-Verteidigungsminister

Wieder werden gegen den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Plagiats-Vorwürfe erhoben - dieses Mal nach einer Klage vor dem Hamburger Landgericht gegen den Lit-Verlag aus Münster. Der Ex-Minister verlangt von dem Wissenschaftsverlag eine Zahlung von 633,32 Euro. Außerdem soll das Satire-Bändchen "Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen" nicht mehr erscheinen. Karl-Theodor zu Guttenberg nimmt Anstoß an dem Vorwort, das ein fiktiver Guttenberg am 1. April 2011 geschrieben haben soll. Das Hamburger Landgericht hat für den 11. April 2014 einen Gütetermin anberaumt, da am 1. April 2014 kein Richter Zeit hatte.

Das Verfahren könnte sich jedoch für den ehemaligen Verteidigungsminister als juristischer Rohrkrepierer erweisen. Aus unerfindlichen Gründen ist die Klage im Internet veröffentlicht worden. Diese Veröffentlichung führte zu Recherchen von Plagiats-Jägern. Die wollen inzwischen festgestellt haben, dass Guttenbergs Klage in weiten Teilen von einer Klage aus dem Jahre 2006 abgeschrieben wurde. Damals ging der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Eberhard Menzel gerichtlich gegen den örtlichen Journalisten Heinz-Peter Tjaden vor, weil dieser im Internet ein fiktives Interview mit Menzel veröffentlicht hatte. Der Oberbürgermeister verlor den Prozess. Deshalb erntet der ehemalige Verteidigungsminister bei Twitter bereits spöttische Anmerkungen wie "Guttenberg macht jetzt den Menzel", "Münster wird Gerichtsstand von Wilhelmshaven" etc.

Auch die Schadenersatzsumme von 633,32 Euro führt zu Diskussionen. Eine Hausfrau behauptet, sie habe vor einigen Wochen an der Kasse neben Karl-Theoder zu Guttenberg gestanden. Sie erinnere sich noch genau daran, dass sie der Kassiererin des Möbelmarktes 640 Euro gegeben habe. Sie habe jedoch nicht 6,68 Euro zurückbekommen, sondern 6,60 Euro. Das sei Guttenberg aufgefallen, der die Kassiererin mit den Worten zurechtgewiesen habe: "Die Dame muss 633,32 Euro bezahlen und nicht 633,40 Euro."  Diese Hausfrau vermutet nun bei Twitter: "Auf die Schadenersatzsumme ist der ehemalige Verteidigungsminister an der Kasse des Möbelmarktes gekommen. Er hat sie von meinem Bon abgeschrieben."

Zum Hintergrund

Ex-Verteidigungsminister klagt gegen Buch
Der nach Plagiatsvorwürfen zurückgetretene Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat den münsterischen Lit-Verlag verklagt. Es geht um das Vorwort in dem Satire-Bändchen „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“.
Der Ex-Minister fordert von dem Wissenschaftsverlag die Zahlung von 633,32 Euro sowie eine Erklärung, den Buchtitel „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“ nicht weiter zu vertreiben. Für den 11. April ist eine Güteverhandlung vor dem Hamburger Landgericht angesetzt, wie ein Verlagssprecher der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Münster sagte.
Westfälische Nachrichten, 8. Januar 2014

Fiktive Reportagen

Ernest Hemingway hat auch fiktive Reportagen geschrieben, die in "49 Depeschen" veröffentlicht worden sind.

Der Link zum Buch

Sonntag, 5. Januar 2014

Hoeneß als Rumäne

Aus dem Netz gefischt.











Müsste Bayern verlassen

Die Moral von Horst Seehofer ist auch doppelt. Diese Erkenntnis des Karikaturisten ist nicht neu. Neu ist dagegen eine Umfrage der "Bild am Sonntag" (BamS), die in der heutigen Ausgabe veröffentlicht worden ist. Überschrift: "Sozialleistungen für Zuwanderer frühestens nach einem halben Jahr". Das fordern laut BamS-Umfrage 71 Prozent der Befragten. Weiter schreibt BamS-Redakteur Olaf Wilke: "Laut Umfrage ist jeder zweite Deutsche besorgt über Zuwanderer aus Osteuropa." Dieses Ergebnis kommentiert Wilke so: "Durch die Umfrageergebnisse kann sich die CSU bestätigt fühlen, die mit ihrer Warnung vor Armutszuwanderern die SPD verärgert und einen Krach in der Großen Koalition provoziert hatte."

Bewiesen wird wieder einmal: Medien vermischen regelmäßig Bericht und Kommentar. Diese Mischung dient der Manipulation. Wenn dann auch noch Tatsachen weggelassen werden, ist die Volksverdummung perfekt. Die geradezu systematisch betrieben wird. So hat am Freitag eine große Tageszeitung geschrieben, dass sich in ihrem Verbreitungsgebiet der "Beschäftigungsabbau abgeschwächt" habe, was positiv klingt, aber nicht positiv ist. Die Übersetzung lautet nämlich: die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Nur etwas langsamer.

Wer Zeitungen aufmerksam liest und bei den Nachrichten im Fernsehen und im Rundfunk genau hinhört, wird feststellen, dass immer häufiger verbale Nebelkerzen gezündet werden. Da steht dann ein seriös wirkender Sprecher im Anzug und mit Krawatte hinter einem Tisch und verliest Vokabeln, die Drogencharakter haben: Verschlankung, Anpassung, Stellenabbau, marktkonform, jahreszeitbedingt...Anschließend wird er auch noch unverschämt und kündigt einen Beitrag, der 30 Sekunden dauert, als umfassende Analyse an: "Wir zeigen Ihnen nun, was die Menschen in Bulgarien über die Diskussion in Deutschland über Armutszuwanderer sagen." Kaum sind fünf oder sechs Leute zu Wort gekommen, endet die Geschichte mit der Behauptung: "164 000 Bulgaren werden zu uns kommen."

Wenn das so ist, wird sich wohl auch BamS-Redakteur Olaf Wilke gedacht haben, dann kann ich doch machen, was ich will. Illustriert wird sein Bericht/Kommentar mit einem dunklen Foto von einigen Männern, die angeblich in einem Bus sitzen. Die Bildunterschrift lautet: "Rumänen in Bukarest vor ihrer Abfahrt mit dem Bus in Richtung Deutschland." Wer den Schnappschuss gemacht hat, wird nicht verraten, wann und wo in Bukarest er entstanden soll, bleibt Redaktionsgeheimnis...

Olaf Wilke verrät den BamS-Leserinnen und -Lesern auch nicht, dass die deutsche Wirtschaft vor der gegenwärtigen Diskussion warnt. Hören wir dazu doch einmal Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): "Die Zuwanderung insgesamt darf nicht durch eine aufgeheizte politische Diskussion in ein schlechtes Licht gerückt werden." Deutschland brauche wegen der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren 1,5 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland, sonst seien Wachstum und Sozialsysteme in Gefahr.

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