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Es werden Posts vom November, 2013 angezeigt.

Hebamme in Afrika

Tagebuch über ein Geburtshaus in Uganda

Sie hat ihre Habseligkeiten von Koblenz nach Münster zu ihrer Familie gebracht, nun sitzt Julia Hagedorn auf gepackten Koffern. Samstag steigt sie in einen Flieger nach Afrika, eine Freundin begleitet sie so lange, bis sie mit ihrer Arbeit als Hebamme in einem Geburtshaus in Uganda beginnt. Warum sie das macht? "Ich will mein Leben nicht nur erträumen", sagt sie, gelegentlich brauche sie einen Tapetenwechsel.

Das Dorf, in dem Julia Hagedorn arbeiten wird, findet man auf keiner Landkarte. Doch das Geburtshaus hat einen Internet-Auftritt. Julia Hagedorn ebenfalls. Sie will regelmäßig aus Uganda und über ihre Arbeit berichten. Das wird sicherlich ein spannendes Tagebuch. Angst hat Julia Hagedorn nicht. Uganda sei inzwischen ein relativ sicheres Land - und dass sie nach ihrer Rückkehr in Deutschland wieder als Hebamme arbeiten kann, daran zweifelt sie nicht. In Uganda arbeitet sie ehrenamtlich.

Der Klick zu Julia Hagedorns Tagebuch

Ich als Nikolaus

Bin mit dem Programm nicht zufrieden

In irgendeiner Kirche soll ich am 8. Dezember 2013 den Nikolaus spielen. Dazu bin ich heute eingeladen worden. Die Einladungs-mail landete in meinem AOL-Briefkasten. Auf dem steht Peter Wilmers. Das ist ein Pseudonym von mir aus meinen Hamburger Zeiten als Redakteur einer Nachrichtenagentur. Bei der mail, die mich erreicht hat, kann es sich durchaus auch um einen Irrläufer handeln. Nun der Text:

Hallo! Nachdem ich noch einmal mit Marie-Luise Rücksprache gehalten habe, sende ich euch jetzt den Ablauf zu. Die Tür am Plakat soll mit den Kindern gemeinsam geöffnet werden, es soll aber keine große Sache daraus gemacht werden. Außerdem wird für den Nikolaus noch ein großer roter Sessel bereitgestellt, in dem er während des Adventssingens sitzen darf. Liebe Grüße
Heike Niebiossa
Auf den großen roten Sessel freue ich mich schon. Das der mail angehängte Programm allerdings gefällt mir nicht. Das sieht bisher so aus:
Thema: NikolausGeistliche Vertretung: …

Hirnforscher

Können etwas damit anfangen?

Vielleicht können Hirnforscher etwas damit anfangen - ich auch. Heute habe ich im Internetcafé eine Tasse Kaffee mit einem Riegel "Yogurette" bekommen. Ein Blick genügte und schon stieg ich mit einem Jungen auf den Schultern die Stufen zur Domplatte in Köln hoch. Neben mir lief wieder die Mutter des Jungen. Es war ein wunderschöner August-Abend, wie man ihn vor einer so großartigen Kulisse nur in wenigen Städten verbringen kann. Ein Clown stand in einem Kreis von Menschen, die auf der Domplatte saßen. Der Junge setzte sich zu ihnen. Ich setzte mich neben ihn. Irgendwann beugte sich die Mutter des Jungen zu mir herunter, gab mir einen Kuss und sagte: "Du tust dem Jungen gut." "Yogurette" war ihre Lieblings-Schokolade.

Ein paar Jahre später nervte ich in Köln einen Hotelangestellten. Weit nach Mitternacht waren wir von einem Stadtbummel zurückgekehrt, wir ließen uns den Schlüssel geben und als wir auf dem Bett lagen, fiel mir au…

Marion Horn

Chefredakteurin der "Bild am Sonntag" hat Karl May gelesen

"Bild am Sonntag" (BamS) hat Angst vor der Schweiz. Denn dort wird heute über die Höhe der Managergehälter abgestimmt. Das stimmt die Chefredakteurin Marion Horn ängstlich: "Keiner weiß, wie die Schweizer heute entscheiden. Ob sie ihre Managergehälter beim 12-Fachen des niedrigsten Angestelltenlohnes deckeln wollen."

Wie eine Volksabstimmung in Deutschland verlaufen würde, weiß die BamS-Chefredakteurin aber schon. Hier zu Lande käme ein Deckel drauf, meint sie und hat Karl May gelesen, den sie in ihrem Kommentar mit Karl Marx verwechselt: "Die marxistische Arbeitswerttheorie ist Unfug. Also, dass der Wert davon abhängt, wie viel Arbeit man reingesteckt hat." Frau Horn, in den Romanen von Karl May wimmelt es von Roten, in Deutschland aber nicht. Das Ergebnis einer Volksabstimmung wäre also keinesfalls darauf zurückzuführen, dass alle Karl Marx gelesen haben. Sie doch auch nicht.

Die "…

Die Gedanken

Sind frei...

Dieses Lied kennen wir alle. Die meisten von uns sind von Lehrerinnen und Lehrern mit den Strophen bekannt gemacht worden - und ich als Schüler habe gedacht: "Da haben Sie Recht. Wenn Sie wüssten..."

Was aber geschieht, wenn die Gedanken nicht nur frei sind, sondern man auch noch so frei ist, sie jemandem mitzuteilen? Richtig, da gibt es mehrere Möglichkeiten. Will jemand die Freiheit der Gedanken verbieten, isoliert er den Gedankenträger und meidet ihn. Will aber jemand die Freiheit des Gedanken nicht verbieten, kann sich ein weites Feld öffnen - das Feld der Gedankenspiele.

Die Rede ist hier nicht von Gedanken an Gewalt und andere Niedertracht, sondern von Gedanken der Solidarität, der Zärtlichkeit und der Ermutigung. Meine Großmutter hat mein weiteres Leben mit einem Gedanken geprägt. Sie ärgerte sich darüber, wie schüchtern ich als 14-Jähriger war und gab mir diese Sätze mit auf den Weg: "Wenn du dich immer versteckst, betrügst du die anderen um dich. D…

Glück ist

Wenn man diese Psychologin nicht zum Bahnhof schickt

"Positiv denken, sich etwa mit einem Glücks-Tagebuch auf die schönen Dinge im Leben zu besinnen, Dankbarkeit üben - diese Dinge können zu mehr Zufriedenheit beitragen. Dabei stimmt es aber nur zum Teil, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Zwar ist ein einzelnes Glücks-Gen noch nicht identifiziert, dennoch ist die Glücks-Fähigkeit auch genetisch bedingt. Die amerikanische Psychologin Sonja Lyubomirsky meint: 50 Prozent unseres Glücks hängen vom Erbgut ab, zehn Prozent vom Zufall, und 40 Prozent von unserem bewussten Handeln."

Das ist nun öffentlich-rechtlich gesichert. Denn zum Glück gibt es die ARD-Themenwoche? Ich bin da anderer Meinung. Die da ist: Glück ist zu 100 Prozent vom Glück abhängig. Sonst kann Folgendes passieren: Man kann sein Glück nicht fassen. Weg ist es wieder. Man will das Glück festhalten. Dann ist es weg, bevor es da ist.  Man will sein Glück nicht dem Zufall überlassen. Dann kommt es nie. Man wartet a…

Schuhe und Sex

"Bild"-Ratgeber nicht vollständig

Immer wieder widmet sich die "Bild"-Zeitung wichtigen Themen. Dieses Mal geht es auf der Ratgeber-Seite um die Schuhe, die Frauen tragen. Mit ihnen signalisieren Frauen angeblich, was sie beim Sex besonders gern mögen. Barfuß sei jedoch am besten, dann könne mit entspanntem Sex gerechnet werden. Leider aber ist dieser Ratgeber wieder einmal unvollständig und soll deswegen hier erweitert werden.

Lesen Sie aber bitte vorher erst einmal die Tipps der "Bild"-Zeitung.

Danke für Ihre Geduld! Nun die dringend erforderlichen Erweiterungen. Trägt die Frau

Reiterstiefel: Dann gibt sie dem Mann zu verstehen, dass sie nicht immer nur unten liegen will.

Gummistiefel: Dann gibt sie dem Mann zu verstehen, dass er ein Wasserbett kaufen sollte.

Gummistiefel mit Sauerstoffmaske: Dann gibt sie dem Mann zu verstehen, dass sie Nichtschwimmerin ist und Angst davor hat, im Wasserbett zu ertrinken.

Porsche Schuhe: Dann gibt sie dem Mann zu verstehen,…

Petition

Auf Change.org zu einem Justizskandal Meine Computer werden unzulässig gelagert und sind nach der Rückgabe nicht mehr brauchbar, eine Verfassungsbeschwerde verschwindet auf drei Wegen (als Internet-Fax, als mail und auf dem Postweg), ich informiere darüber den Bundespräsidenten Joachim Gauck – der reagiert überhaupt nicht. Bis das Verfahren eingestellt wird, verliere ich drei Jobs. Der Anwalt der "Wilhelmshavener Zeitung" behauptet auf einem Gerichtsflur sogar, ich sei "wohl vorbestraft".  Wer unterschreibt diese Petition, veröffentlicht bei Change.org?Hier anklicken (zweimal)Die Seiten über einen älteren Herrn, dem zum NSA-Skandal immerhin eingefallen ist, dass die Stasi Akten angelegt hat. Die NSA mache etwas anderes. 

Medienkompetenz

Wie sehen diese Meilensteine aus?

Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung und die Niedersächsische Medienanstalt setzen nach eigenem Bekunden Meilensteine für die Medienkompetenz. Heute findet in Hannover eine landesweite Fachtagung statt. Motto "Lernen ohne Zeit und Raum". Das sei wichtig, weil man sich bei häufigeren Ortswechseln in der Welt sonst gar nicht mehr zurechtfinden würde.

Die Medienkompetenz hat mehrere Seiten. Kinder und Erwachsene müssten nicht nur lernen, wie sie Informationen finden und gewichten können. Die Medien müssten auch verraten, woher ihre angeblichen Weisheiten stammen und für wen sie verbreitet werden.

Der Präsident des Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung drückt das vor der Fachtagung so aus: „Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, ihr eigenes Leben selbstständig und verantwortungsbewusst zu gestalten und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch, dass sie fähig werd…