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Es werden Posts vom September, 2013 angezeigt.

Jürgen Rück-Tritt-in

Was macht eigentlich der Spitzenkandidat der Grünen?

Soeben habe ich eine Mail von der CDU bekommen. Angela Merkel bittet mich um meine Erst- und meine Zweitstimme. Die könnte von mir allenfalls eine Tritt-Stimme bekommen. Und wo ist eigentlich Jürgen Rück-Tritt-in geblieben? Den Umfragen-Niedergang der Grünen muss zurzeit immer Katrin Göring-Eckardt erklären. Der selbstverständlich nichts damit zu tun hat, dass Rück-Tritt-in die Öffentlichkeit getäuscht hat. Erst erinnert er sich nicht, was er 1981 presserechtlich in Göttingen verantwortet hat, nun schweigt er zu 1989. Gewählt wird der doch nur noch von der Grünen Jugend (weiblich, ledig, jung), die ihre Vagina vor dem Spiegel betrachtet, bis wieder einmal alle Discos geschlossen sind.

Die FDP ist derweil völlig verklebt. Auf jedem Plakat heftet sie ihre Direktkandidaten ab und fleht um Zweitstimmen. Wenn aber schon die Kandidaten, die in den Wahlkreisen um Stimmen werben, nichts mehr taugen, warum sollte man dann glauben, dass die …

Almleuchter

Packen die Koffer

Die Seenplatten sind wieder geputzt, die Berge stehen wieder gerade und Deutschland atmet auf: Bayern hat gewählt! Die Almleuchter von der FDP packen ihre Koffer und verlassen den Freistaat, der nicht wählerisch ist. Ein Bayern - eine CSU - ein Horst Seehofer.

Aber wie wählt Deutschland? Bei der Bundestagswahl will sich die FDP mit Zweitstimmen begnügen, was der CDU allerdings nicht gefällt. Die CDU will die Zweitstimmen für Merkel haben, weil es die in der DDR nicht gegeben hat. Dort hieß es eine DDR - eine SED - ein Staatsratsvorsitzender. War also so ähnlich wie in Bayern.

Nun rätseln die Wahlforscher, was die Wahl in Bayern zu bedeuten hat. Die Antwort ist einfach. Nichts. Wer dort die SPD wählt, kommt in die Hölle, wer die CSU wählt, kommt überall hin, so lange er Bayern nicht verlässt.

"Die Menschen, die kommen, und die Menschen, die schon immer in Bayern leben – sie leben in einem anderen Land", hat die CSU schon vor der Wahl in ihrem "Bayern…

Ein Verfassungsfeind?

Peer Steinbrück in der "Wahlarena"

Artikel 21 Grundgesetz

(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist gestern Abend ziemlich befreit durch die ARD-Wahlarena gehüpft. In den jüngsten Umfragen wurde er von den Grünen als Koalitionspartner befreit, so dass sich auch Fragen nach einer rot-rot-grünen Koalition erübrigen. Auf fast jede Zuschauerfrage hatte Steinbrück eine Antwort - ich kenne das Problem - das hat man mir auch schon erzählt - ich stecke da zwar nicht drin, aber... - es gibt durchaus Unterschiede zwischen SPD und CDU - das ist aber meine Idee gewesen. Doch dann fiel Peer Steinbrück doch noch die Kinnlade herunter.  

Als ein Zuschauer angekündigt hatte, dass er zum ersten Mal nicht zur Wahl gehen wer…

Milchpolitikerrechnung

Stell dir vor, es sind Wahlen...

...und es geht sogar noch jemand hin. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 werden es wohl unter 70 Prozent sein. Was für eine Klatsche für die Parteien! Bei Landtagswahlen lässt die Beteiligung schon lange zu wünschen übrig. Bei Kommunalwahlen ist sie katastrophal.

Diese Katastrophe trägt die Namen der Parteien. Die von diesen Parteien aufgestellten Kandidaten haben auf kommunaler Ebene inzwischen die Strahlkraft einer Sonnenfinsternis. Doch es soll so finster bleiben. Hat jetzt das Verwaltungsgericht von Hannover vor der Oberbürgermeisterwahl entschieden. Für Einzelbewerber werden deswegen weiterhin Hürden aufgestellt. Sie müssen Unterschriften sammeln. Wie viele das sind, hängt vom Wohnort ab. In Erfurt werden mehr Unterschriften verlangt als in Hannover. Aber das ist in Ordnung, sagt das Verwaltungsgericht von Hannover.

Ansonsten gilt: Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln. 1996 hat Niedersachsen als letztes Bundesland die Eingleis…

Grüne Jugend

Startet mösenverwirrten Wahlkampf

Die Grüne Jugend (ledig, weiblich, jung) sorgt mit einem Filmchen für Aufregung in sozialen Netzwerken und bei youtube. Der Filmtitel lautet "I love my vagina". Ein Mädel nach dem anderen schnattert seine Sätze im Eiltempo herunter. Der Teleprompter ist wohl zu schnell gewesen. Kein Wunder also, dass die Mädels ziemlich lustlos hinter der Schrift auf dem Monitor herhecheln.

Besser gepasst hätte der Filmtitel "Ich mache Stress mit meiner Vagina - und das auch noch blitzschnell". Kaum hat das eine Mädel einen Sexualkundeunterricht gefordert, der Spaß macht, will sich das nächste nicht vorschreiben lassen, wie sich Frauen und Männer verhalten sollen, wozu einem anderen Mädel bereits eingefallen ist, dass die Pornos, die es bislang sah, mit der Realität nichts zu tun hatten und schon ist da das vierte Mädel, dem Sex Spaß, aber keine Kinder machen soll.

Mit diesem mösenverwirrten Wahlkampf will die Grüne Jugend (ledig, weiblich, jung) d…

Hausfriedensbruch

§ 123Hausfriedensbruch (1) Wer in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das befriedete Besitztum eines anderen oder in abgeschlossene Räume, welche zum öffentlichen Dienst oder Verkehr bestimmt sind, widerrechtlich eindringt, oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht entfernt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt.Strafantrag gegen zwei Polizeibeamte und eine Jugendamtsmitarbeiterin Ich stelle hiermit Strafantrag und erstatte Strafanzeige gegen zwei Polizeibeamte der Polizeidirektion Wilhelmshaven/Friesland, die sich Weigand und Schweiger nennen, und gegen eine Mitarbeiterin des Wilhelmshavener Jugendamtes, deren Name mir von den Zentalen Diensten der Stadt Wilhelmshaven nicht verraten wird, wegen Hausfriedensbruchs und aller weiteren infrage kommenden Straftaten.Die ganze Anzeige

Mit den Schweizern

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Immer nur Ärger

Ein Inserat sorgt in der Schweiz für eine gewisse Aufregung. Auf den Internet-Seiten der Boulevard-Zeitung "Blick" ist der Artikel über einen Vermieter, der nicht mehr an Schweizerinnen und Schweizer vermietet, derzeit der meistgelesene. Seine Entscheidung begründet er mit schlechten Erfahrungen. Demnach nehmen Schweizerinnen und Schweizer so lange Drogen, bis sie von einem Gerichtsvollzieher aus der Wohnung geworfen werden müssen. Ausländer dagegen zahlen regelmäßig die Miete. Drogen nehmen sie auch nicht. Die sind im Lande und ernähren sich redlich.

Ein gewisser Stefan Globus hält dem entgegen: "Mein Vater musste mit einem Polizisten die Tür aufbrechen in einer Mietwohnung. Darin lebten 12 Albaner in einer 3 1/2-Zimmerwohnung. Es wurde über fünf Monate kein Zins bezahlt. Alle flogen raus. Wir hatten Sanierungskosten von 15 000 Franken."

Damit will er den "Blick"-Leserinnen und -Lesern wahrscheinlich sagen: Sperrt man 12 Ausländerinnen und…

Raab gewinnt Duell

Gelegentlich gähnt doch nicht die Langeweile

Langeweile verbreiten ist ein Markenzeichen von Angela Merkel. Zu jedem Thema sagt sie: "Wir kennen das Problem." "Wir denken darüber nach." "Wir sprechen darüber." "Es ist auch schon ein bisschen besser geworden." "Wir dürfen nicht alles so schwarz malen." Doch dann ist gestern Abend beim so genannten Duell Stefan Raab gekommen. Und zwar in Fahrt. Mehrfach zerschmetterte er das Boot, auf dem Merkel durch die Sendung dümpeln wollte.

Erst einmal kletterte Raab auf den Schuldenberg und rief der Kanzlerin von oben zu: "Wenn Sie diesen Berg ab sofort mit einer Milliarde Euro pro Monat abtragen, dann ist er 2184 weg." Schon fand Merkel nicht mehr ins plätschernde Fahrwasser zurück. Sie stammelte etwas von sinkender Neuverschuldung, während Raab abwinkte: "Habe verstanden. Was ich fordere, ist zu ehrgeizig." Dann versenkte Raab die Pkw-Maut in der Isar. Merkel stotterte sich zu…

Mit Eva (III)

Immer nur Ärger - das Hohe (G)lied

Solche Geschichten erzählt der Gartenbesitzer nicht: Adam und Eva gehen Hand in Hand, Evas Feigenblatt verrutscht ein wenig, Krieg, Tod, Hass, Elend, Intrigen, Vertreibungen und Leid sind sein Thema. Eva wird entweder verschwiegen oder zur Gefahr erklärt. Töchter verführen ihren betrunkenen Vater, ins neue Paradies kommen nur Unbefleckte. Für die Flecken sorgt Eva. Sie hat eigentlich nur dafür zu sorgen, dass immer genug Männer da sind. Eva gebäre in der Gemeinde.

Einmal allerdings gebärdet sich der Gartenbesitzer wie ein erotischer Schriftsteller, der verständlicherweise darin keine Übung hat. Geübt wird mit Vergleichen. Augen sind wie Taubenaugen, die Freundin gleicht einer Stute, Evas Haare erinnern an eine Ziegenherde, ihre Brüste an Weintrauben. Erotik als Hauch der Zauberin, die Sehnsucht heißt, schmiegt sich nicht ans Hohe (G)lied. Eva bebt Adam entgegen und wenn sie nicht in Ohnmacht gefallen ist, hat sie den nächsten Sohn geboren. Im Schweiß…