Sonntag, 28. Juli 2013

Verleumdung

Nach neuapostolischer Art

Der Verantwortliche heißt Mathias Eberle, er wohnt in Bielefeld, doch die im Impressum seines Forums angegebene Telefonnummer stimmt nicht. Das hat die Rufnummer gemein mit einem Beitrag über mich. Diese Veröffentlichung erinnert mich an die Verleumdungskampagnen der Neuapostolischen Kirche (NAK) vor 20 Jahren. In mancherlei Hinsicht scheint dieses Forum auch genauso spießbürgerlich zu sein – oder warum wird extra vermerkt, dass ich viermal verheiratet gewesen bin?

Donnerstag, 25. Juli 2013

Sex im Freien

Jeder Park muss eingekesselt werden

Jeden Donnerstag und Montag schaue ich mir die Lottozahlen in der Zeitung an und denke: "Wieder 6,25 Euro gespart." Weil ich nicht getippt habe. Doch ich habe offenbar auch Geld gespart, weil ich nie erwischt worden bin, erfahre ich heute aus der "Bild"-Zeitung:

"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kritisiert jetzt, dass Hartz-IV-Empfänger für Sex in öffentlichen Parkanlagen anstatt 150 Euro nur 34 Euro zahlen müssen.

Eine BA-Sprecherin zu BILD: „Das setzt falsche Anreize und spaltet die Gesellschaft. Im Straßenverkehr gibt es ja auch nur einen Bußgeldkatalog.“

Da hat sie Recht. Für alle, die Arbeit haben, ist der Anreiz, sich nicht erwischen lassen zu wollen, viel größer als für Langzeitarbeitslose, die andererseits für Sex im Park viel mehr Zeit haben. Die Tarife müssen also dringend angeglichen werden. Aber wie? Was zahlt eigentlich ein Hartz-IV-Empfänger, der beim Open-air-Sex mit einer Angestellten erwischt wird? 92 Euro?

Noch schwieriger wird es, wenn diese schamlosen Paare Kinder bekommen. Dürfen sie dafür mit Kindergeld belohnt werden? Wohl kaum. Wenn für die Ursache Bußgeld verlangt wird, darf das Ergebnis keinesfalls belohnt werden.

Der Gesetzgeber muss also Konsequenzen ziehen. Erster Schritt: Für Sex im Park wird kein Bußgeld mehr erhoben, sondern Vergnügungssteuer. Zweiter Schritt: Damit die Steuerlast gerecht verteilt wird, ist eine Videoüberwachung erforderlich. Aller Parks. Paare, die nicht erwischt werden, darf es nicht mehr geben. Dritter Schritt: In Parks gezeugte Kinder werden sofort nach der Geburt wegen Kindeswohlgefährdung den Jugendämtern übergeben. Sonst könnten diese Kinder zu gefährlichen Nachahmungstätern werden, die sich irgendwann daran erinnern, warum sie auf der Welt sind - und ebenfalls derlei Schändliches planen.

Einfacher wäre allerdings ein Park-Verbot für alle Liebespaare. Öffentliche Grünanlagen müssten dafür von Polizeibeamten eingekesselt werden. Das wäre eine tolle Übung für Demos, die allerdings nur noch erlaubt werden dürfen, wenn sie in eingekesselten Parks stattfinden.

 

Montag, 22. Juli 2013

Jürg Arpagaus

Verspricht mir eine Erbschaft

Die lese ich schon gar nicht mehr: Mails mit Kreditzusagen, Gewinnversprechen oder der Betreff-Zeile "Susi will dich heute noch kennenlernen". Doch die Abzocker werden immer raffinierter. Ihre Informationsquellen scheinen unerschöpflich zu sein. Die Tricks werden immer raffinierter.

Als Student habe ich ein Jahr lang in Luzern gelebt, dort war ich mit einer Frau zusammen, die ihr Vater für so gefährlich hielt, dass er extra bei mir vorbeikam, um mich vor ihr zu warnen. Wenn der wüsste, dachte ich. Denn seine Tochter war gerade erst wieder gegangen. Ich hatte also wieder einmal alle Warnungen in den Wind geschlagen. Und zwar an diesem Nachmittag in einem Wald.

Und was geschah gestern? Ich bekam eine Mail von Arpagaus aus Luzern. Ist ja spannend, dachte ich, diese Frau hat mich immer noch nicht vergessen. Also öffnete ich die mail. Was ich aber nicht bekommen hatte, war ein Gruß dieses gefährlichen Mädels, sondern die Ankündigung, dass ich eine große Erbschaft gemacht hätte. Der Absender hieß angeblich Jürg Arpagaus.

Also googelte ich diesen Mann. Jürg Arpagaus gehört zur Leitung der Pädagogischen Hochschule in Luzern, stellte ich fest. Die auf den Hochschul-Seiten angegebene mail-Adresse war dieselbe wie die Absender-Adresse der Erbschafts-mail.

Also informierte ich diesen Doktor über das merkwürdige Internet-Geschehen. Sofort bekam ich eine automatische Bestätigung, dass meine mail angekommen sei. Der Empfänger kehre nächste Woche aus dem Urlaub zurück, für dringende Angelegenheiten wurden mir zwei Kolleginnen empfohlen.

So dringend ist es nicht. Ich warte auf die Antwort von Jürg Arpagaus.



Dienstag, 16. Juli 2013

"Bild" doof?

Chefredakteur twittert rhetorische Frage

"Findet ihr Bild, so wie wir heute sind, doof und würdet alles anders machen?" Diese Frage twittert Chefredakteur Kai Diekmann und macht sich auf die Suche nach Visionären, die das Blatt mit neuen Darstellungsformen aufpeppen.

Aber: Welche neuen Darstellungsformen sollten das denn sein? In "Bild" gibt es doch schon alles: die Übertreibung, die Lüge, die Hetze, den Voyerismus, den Klatsch, die Gerüchte, das geklaute Foto und Post von Wagner für Bushido, der eigentlich von ihm gar keine Post bekommen sollte.

Alles anders zu machen, würde doch bedeuten, "Bild" nicht mehr zu machen. Und was würde dann Kai Diekmann machen? Den letzten Brief von Wagner lesen, der da lauten würde: "Lieber Kai, du bist immer ein hervorragender Journalist gewesen. Ein toller Kollege. Ich werde dich vermissen. Lieber Kai, was du nun auch tun magst, mach es gut wie du ´Bild´ gemacht hast. Ich leere jetzt eine gute Flasche Wein auf dein Wohl"?

Wenn Bushido einen Integrationspreis gewinnen kann, dann kann Kai Diekmann auch Chefredakteur der "Bild"-Zeitung bleiben, die wir alle kennen.

Freitag, 12. Juli 2013

Aufschreiin - die Nächste

Volle Zustimmungin zu Kritikin an ZDFin-EMin-Spotin

Die erste Aufschreiin hat dazu geführt, dass Rainer Brüderle eine Treppin hinuntergefallen ist, denn kleine Sündinnen bestraft die Göttin sofort. Nun muss die Zweite Deutsche Fernsehin mit der Schlimmsten rechnen.

Die Meldungin, gefunden auf Bildin online:
 
In dem kurzen Video kickt eine Spielerin im schwarz-weißen Trikot einen Fußball zielsicher in eine geöffnete Waschmaschine. Sie stellt den Waschgang auf „Leder" und setzt sich auf die Waschmaschine. Das ist alles. 20 Sekunden, die für einen Riesen-Wirbel sorgen.

Bei Twitter hagelt es Kritik. Das Video sei „frauenfeindlich“ und „sexistisch“.  
 
Diese Kritikin findet meine volle Zustimmungin. Die allerdings noch energischer werden muss. Gestern Abendin bei der Übertragungin der Spielin Deutschlandin gegen Niederlandin hat der frauenfeindliche Reporter behauptet, die Trainerin der deutschen Teamin heiße Silvia Neid. Neid jedoch ist Frauen völlig fremd. Deswegen wird die Trainerin auch nicht so heißen. Erfahren möchte ich endlich die richtige Namin.
 
Auch von Foulins ist während der Reportagin die Redin gewesen. Keine Spielerin foult. Sie hat allenfalls ihre Beininnen irrtümlicherweise an einer Stellin gehabt, die falsch gewesen ist. Das kann immer einmal vorkommen.
 
Schließlich können Frauen nicht die ganze Tagin an der Waschmaschinin stehen...
 
 

Dienstag, 9. Juli 2013

Ein blonder Junge

...und andere Begebenheiten an einem Sommertag

"Jippi ja je", singt ein blonder Junge vor dem Zeitungs- und Zeitschriftenregal im Netto-Markt, während die Schlange vor der Kasse fast bis zum benachbarten Edeka-Markt reicht. Motto: "Wenn an der Kasse 500 Kunden vor Ihnen stehen, sind Sie der 501." An Sommertagen wie diesen kaufe ich nur Milch mit einem Haltbarkeitsdatum von mindestens 14 Tagen, denn ich weiß nie, wann ich zuhause sein werde.

Der blonde Junge singt immer noch. "Bild" singt auch. Uli Hoeneß werde noch in diesem Sommer angeklagt. Der Richter sei knallhart. Das sei bekannt. Sollte Hoeneß verurteilt werden, würde ich ihm ein Gefängnis in der Schweiz empfehlen. Dort haben Totschläger eigene Facebook-Seiten. Hoeneß bekäme also eine Präsidentensuite. Mindestens.

Nun stehen nur noch 400 Kunden vor mir an der Kasse. Der blonde Junge singt weiter "Jippi ja je."

Samstag, 6. Juli 2013

Beim Surfen

Kommt man leicht ins Grübeln

Nach der Radtour ist vor dem Mail-Lesen. Das Angebot, attraktive Singles kennenzulernen, klicke ich weg und schlage das Facebook auf. Dort soll ich "Ja zu Angela" sagen. An einen entsprechenden Heiratsantrag kann ich mich jedoch nicht erinnern. Deswegen kehre ich zu meinen Mails zurück. Nun könnte ich den "Spiegel" abonnieren, ein neues Handy kaufen und einen Kredit aufnehmen. Diese Angela scheint also eine ziemlich anspruchsvolle Frau zu sein.

Ein Anruf bei einem mit mir befreundeten Geheimdienst bringt mich nicht weiter. Der hat keine Informationen über eine gewisse Angela. Mein Hinweis, dass diese Frau bei Facebook um meine Hand anhält, wird mit Interesse aufgenommen. Man werde geheimdienstliche Ermittlungen aufnehmen, verspricht der mit mir befreundete Geheimdienst. Wahrscheinlich handele es sich aber nur um eine Heiratsschwindlerin.

Nach diesem Gespräch schaue ich mir das Facebook genauer an. 1123 andere Leserinnen und Leser sagen bereits "Ja zu Angela". Und ich soll mich hinten anstellen? Dagegen spricht ein französisches Sprichwort: "Frauen sind wie Straßenbahnen, es kommt immer wieder eine neue." Nur: In Wilhelmshaven gibt es gar keine Straßenbahnen. Die sind wegen Umweltfreundlichkeit vor langer Zeit wieder abgeschafft worden. Will diese Angela also eine Notsituation ausnutzen?

Ich googele "Angela Notsituation" und was finde ich? Eine Bitte um Futterspenden für Tiere auf Lanzarote...