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Es werden Posts vom März, 2013 angezeigt.

Der Mann hat Recht

Endlich ein Schreiberling

Dennoch schreibt Stachowske: “Insbesondere ein Schreiberling aus Wilhelmshaven namens Heinz-Peter Tjaden hat in den vergangenen Jahren umfangreiche perfide und sachlich nicht gerechtfertigte Behauptungen über mich im Internet verbreitet.” Einmal abgesehen davon, dass Richter das meistens anders beurteilt haben, bleibt die Frage, warum dieser Sozialpädagoge (und Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden) schon vor Jahren mein Angebot einer öffentlichen Diskussion in den Papierkorb geworfen hat. Außerdem kniff er bei
einem Ehemaligen-Treffen und ließ jede meiner Anfragen unbeantwortet.

Würdigung eines Meisterwerkes

Die Keimzelle

Keimt auch ohne Trauschein

"Beide Seiten betonten zudem die besondere Bedeutung von Ehe und Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Die Bischöfe unterstrichen, dass es zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses gehöre, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen werde. Ehe und Familie seien wesenhaft miteinander verknüpft. Die Vertreter von CDU-Präsidium und Deutscher Bischofskonferenz bekräftigen erneut das Festhalten am Ehegattensplitting. Auch wurde die Verständigung innerhalb der Union auf eine verbesserte Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung einhellig begrüßt."

Heißt es heute in einer Pressemitteilung der CDU. Angeführt worden sind die Delegationen übrigens von einer kinderlosen Frau (Angela Merkel) und einem kinderlosen Mann (Erzbischof Robert Zollitsch). Dass bei diesen beiden irgendwann noch etwas keimt, ist eher unwahrscheinlich. Auch eine Ehe stieße auf Probleme, denn so was läuft immer noch unter &qu…

Vorauseilende Berichterstattung

Über die "Alternative für Deutschland"

"Dienstagabend, 21.56 Uhr in der schmucklosen Stadthalle der Kleinstadt Oberursel (Hessen): Bernd Lucke reißt strahlend die Arme hoch, lässt sich von 1200 Zuhörern bejubeln."

Glänzt die "Bild"-Zeitung jetzt auch schon mit vorauseilender Berichterstattung? Woher will dieses Blatt wissen, was heute Abend um 21.56 Uhr in Oberursel geschehen wird, wenn die "Alternative für Deutschland" ihren Bundestagswahlkampf begonnen hat, der mit der Forderung nach Abschaffung des Euro bestritten werden soll?

Fest steht: Diese Auftaktveranstaltung hat gestern Abend stattgefunden. Fest steht ebenfalls: Ein Viertel der Wählerinnen und Wähler kann sich vorstellen, diese Partei in den Bundestag zu schicken. Dann wäre allerdings nicht der Euro am Ende, sondern die Union, denn nur dort kann die "Alternative für Deutschland" im Trüben fischen.

Der in Oberursel, das in Unterbernd umgetauft werden sollte, umjubelte Professo…

Gott will nicht...

...Papst werden - Auch im Himmel steigt die Spannung

Ein Vatikan-Korrespondent ist in der Sixtinischen Kapelle gewesen. Darüber berichtete er heute in der "Bild am Sonntag".  Auch im Himmel steigt die Spannung. Gott ist etwas nervöser als sonst, sein Sohn dagegen bleibt gelassen. Als uneheliches jüdisches Kind interessiert er sich nicht für die katholische Kirche. 

Wer übernimmt die Geschäfte Gottes auf Erden? Möglicherweise ein Bettelmönch: Der Amerikaner Sean Patrick O’Malley (68) gilt als starker Krisenmanager. Als Franziskaner meidet er jeden Luxus. Zudem wäre er der erste Papst seit 313 Jahren mit Bart. Weiß die "Bild"-Zeitung.

Darüber hat Gott nur geschmunzelt. Bis er wieder nervös wurde. Seit mehreren 1 000 Jahren hält er sich aus allem heraus, was auf der Erde geschieht. Das soll so bleiben. Gott will nicht Papst werden. Mit den Menschen hat er stets nur schlechte Erfahrungen gemacht. Immer wieder musste er den Krisenmanager spielen, bis er die Geduld verl…

Mehdorn - oder

Verspätungs-Profi wird Flughafen-Chef

Mehdorn is in the air - und soll dem Berliner Flughafen den Rest geben, pardon: den Rest von diesem Flughafen fertig machen. Damit will der 70-Jährige am Montag um 7 Uhr beginnen. Vorher muss er noch seinen letzten Posten bei Air Berlin niederlegen. So will Mehdorn Konflikte mit der Fluggesellschaft vermeiden, die nun dauerhaft auf einen weiteren Landeplatz verzichten muss.

Ein Puppenspiel sei seine neue Aufgabe nicht, hat der Verspätungs-Profi bei einer Pressekonferenz gesagt, zu der er zu spät kam. Stimmt. Ein Puppentheater mit 20 000 Mängeln würden Kinder gar nicht erst betreten. Dafür kennt Mehdorn aber die politische Gemengelage.  Das ist eine Menge wert, denn Klaus Wowereit macht schon Witze über ihn. Wahrscheinlich hat der Regierende Pannenmeister von Berlin nicht damit gerechnet, dass seine Fehler so schnell in Vergessenheit geraten werden.

Angela Merkel erwartet neuen Schwung von Mehdorn. Was das zu bedeuten hat, wissen wir. Spricht die B…

Der Tag, an dem...

...ich eine Frau wurde, die sterben sollte

Prolog

2006: Ein Techniker von Kabel Deutschland verschafft mir einen Internet-Zugang. Die Auftragsbestätigung füllt er falsch aus. Meine Adresse stimmt zwar, aber als Kundenname trägt er nicht Heinz-Peter Tjaden, sondern Christina Tjaden ein. Eine Frau mit diesem Namen gibt es in Wilhelmshaven nicht. Eine Zeitlang versuche ich, Kabel Deuschland davon zu überzeugen, dass ich Heinz-Peter und nicht Christina heiße. Das gelingt mir nicht.

4. März 2013

Jemand steht auf meinem Kabel. Das Internet wird immer langsamer. Deswegen rufe ich die Servicenummer von Kabel Deutschland an. Eine Tonbandstimme bittet mich um Geduld, erzählt mir etwa 10 Minuten lang, dass ich das, was ich telefonisch vorhabe, auch im Internet erledigen könne, dann meldet sich eine Mitarbeiterin.

"Was kann ich für Sie tun?"

Ich nenne meine Kundennummer.

"Der Vertrag läuft auf Christina Tjaden."

"Das ist ein Irrtum. Ich bin der Kunde."

"Trotzdem m…

Die alte Schnepfe

Und Mütterchen Hannelore wünschen sich mehr Kinder

Die Bundesfamilienministerin ist zweifellos eine alte Schnepfe, die zur Generation "Hirn ausschalten - dann reden" gehört, während Mütterchen Hannelore, die vorigen Sonntag ebenfalls bei Günther Jauch war, das Betreuungsgeld lieber für Kindertagesstättenplätze ausgeben würde, die in Köln gerade auf Rheinschiffen entstehen. Denn ab 1. August 2013 gibt es zwar einen Rechtsanspruch auf solche Einrichtungen, aber nirgendwo steht, dass die Kleinen nicht ertrinken dürfen. Die Jauch-Frage, warum die Familienpolitik nicht zu einer steigenden Kinderzahl führt, konnten deshalb weder Schnepfe noch Mütterchen beantworten. Sie starteten nicht einmal Erklärungsversuche, wie Unvereinbarkeit von Beruf und Sex (außer bei Prostituierten).

Dafür bin wieder einmal ich zuständig: Wahrscheinlich haben die Kleinen einfach keine Lust mehr darauf, in irgendeine Schublade gesteckt zu werden, wie zuvor alle Kinder seit meiner Geburt. Als ich noch ein …

Ein widerliches Wort

Nach dem anderen: Jetzt Armutsflüchtlinge

Es könnte am Mittwoch gewesen sein: Das Fußballspiel ist zuende, ich zappe mich zum nächsten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, eine Frau setzt sich ins Bild, mit einem Zettel in der Hand startet sie in eine dieser Talkshows: "Armutsflüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien..." Ich überlege kurz, wer wohl mit ihr an einem Tisch sitzen mag. Kachelmann, der "Opfer-Abos" neu definiert? Ein Vertreter von Nokia, der sich darüber beklagt, dass Jugendliche aus Deutschland, die in Rumänien für ihn arbeiten, wieder nach Hause wollen? Ein Menschenhändler, der Frauen verschleppt? Ein Spekulant, der immer reicher wird, weil andere ärmer werden? Sicher nicht. Mit den Verursachern des Elends diskutiert man nicht, man redet lieber über die Opfer. Von denen nicht zu viele nach Deutschland kommen sollen. Sie sollen sich also von den Tätern fernhalten.

Vor 30 Jahren durfte noch geträumt werden. Wissenschaftler malten die Zukunft in bunten Fa…

Der Peer

Der aus dem Fettnapf stieg und den nächsten fand

Zwei für Lesestoff: Der schwedische Schriftsteller Jonasson mit seinem Bestseller "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" und die 150-jährige SPD mit "Der Peer, der aus dem Fettnapf stieg und den nächsten fand". Positive Kritiken gibt es allerdings für den Autor häufiger als für die Partei.

Roncalli ist schon lange nicht mehr so wütend gewesen, weil der SPD-Kanzlerkandidat einen Berufsstand so sehr in Verruf bringe, wie zuletzt eine so genannte "Sektenexpertin" den ganzen Zirkus, als sie behauptete, der Name sei eine Huldigung für den Scientology-Gründer L. Ron Hubbard, denn rückwärts gelesen werde aus Roncalli "I call Ron".  Die ließ auch keinen Fettnapf aus.

Italien wird zukünftig keinesfalls von zwei Clowns regiert, sondern wahrscheinlich wieder einmal gar nicht. Dort steigt ein ganzes Volk aus dem Fenster, wenn jemand die Wohnung sauber machen will. Eher wird ein Pferd Kon…