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Es werden Posts vom Dezember, 2012 angezeigt.

Stein-Brückentage

Für die Bundeskanzlerin

Das weiß doch auch kaum jemand: David McAllister, der am 20. Januar 2013 aus dem Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten scheidet, hat nicht nur zwei Staatsbürgerschaften, sondern auch zwei Vornamen. Der zweite lautet James. Also kann er sich selbst in knapp drei Wochen nach seinem letzten Interview anrufen und sagen: "James, wir nehmen noch einmal den Dienstwagen." Ist sicherlich ein VW, also ein Verliererwagen.  Damit düst er zum Flughafen in Hannover-Langenhagen, nimmt sich einen Düsenflieger und verschwindet mit Dudelsack im schottischen Hochland. - Was aber bringt uns das Jahr 2013 sonst noch?


Der Bundeskanzlerin wird alles in den Schoß fallen. Die kann ihre Beine hoch legen. Die Krise kehrt auch ohne sie zurück. Sobald der Bundestagswahlkampf beginnt, kann sie sich auch noch Stein-Brückentage nehmen. Die SPD tritt nämlich versehentlich mit einem dann 66-jährigen Hamburger an, der sich seit seiner Nominierung am 9. Dezember 2012 mit sozialen…

Das hätte...

...man mir sagen müssen!

Da beschäftige ich mich seit fünf Jahren mit Jugendämtern, Familiengerichten und Gutachtern, berate Eltern, helfe ihnen, so gut ich kann, obwohl ich mir gelegentlich auf nichts mehr einen Reim machen kann, weil sich sogar Scharlatane als Experten aufspielen dürfen - wenn man mir aber schon im Dezember 2007 verraten hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich mich auch nie gewundert. Was ich jetzt weiß, ist: Bekommt man eine Richterstelle am Familiengericht von Münster, muss man nicht einmal lesen können. Man macht, was das Jugendamt sagt - und gut ist.

An dieser Stelle gestehe ich aber auch: Mir ist auch schon von einer Familienrichterin aus Münster berichtet worden, die sich ihr eigenes Urteil bildet (sie besucht beispielsweise die Eltern). Ob ich das hier aber verraten darf, müsste noch geklärt werden. Wäre doch schade, wenn diese Familienrichterin, die lesen kann, einer Kollegin, die diese Fähigkeit nicht besitzt, vorlesen müsste, was ich sogleich berichte.

Im Aug…

Zugenagelt

Der Hinterausgang der Staatsanwaltschaft von Hannover

Da meine Behauptung nicht dementiert worden ist, scheint nun Tatsache zu sein: Anfang November 2006 rief mich der Chef der Staatsanwaltschaft Hannover, Manfred Wendt, an und versprach mir eine Entschädigung. Darauf habe ich bis heute gewartet, wen ich auch einschaltete, irgendwie wurde ich stets abgewimmelt.

Heute bekam ich vom Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes bei der Polizeiinspektion Garbsen die versprochene Bescheinigung für die geführten Gespräche und den Gesprächsinhalt: “In diesem Telefonat haben Sie mir u. a. mitgeteilt, dass Sie von der Staatsanwaltschaft Hannover eine Entschädigung für die offensichtlich beschädigt ausgehändigten Computer erwarten.”

Hinterausgang zugenagelt

Weltuntergang

Hab ich keine Lust drauf

Also, ich habe keine Lust auf den Weltuntergang. Wer so was überlebt, muss anschließend alles aufräumen. Das kann Jahre dauern. Sogar, wenn man den Zeugen Jehovas die Arbeit überlässt. Aber die lassen einen nicht mehr rein, wenn erst wieder alles steht. Die wollen dann alles für sich alleine haben. Das kündigen die schon seit fast 100 Jahren an. Wer so was so lange ankündigt, macht es auch.

Außerdem haben die Mayas drei Kalender, die Zeugen Jehovas aber nur zwei Zeitschriften: "Erwachet!" und "Wachtturm". Die Maya-Kalender verändern sich nicht, die Zeitschriften der Zeugen Jehovas aber alle paar Jahre. Wer so unzuverlässig ist, dem sollte man auch nicht die Arbeit nach dem Weltuntergang überlassen.

Außerdem wirkt so ein Weltuntergang auch aus anderen Gründen störend. Ist man mit dem Rad unterwegs, endet plötzlich der Radweg. Man steigt aus dem Bett und fragt sich, warum man überhaupt aufgestanden ist. Denn so ein Weltuntergang hat es nicht …

Bettler vor Postbank

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Die kursive Geschichte ist unwahr.
Die andere Geschichte ist wahr.

Seit einigen Tagen treffen sich Bettlerinnen und Bettler vor der Postbank in Hamburg, sprechen Angestellte an, die hier alles lernen können. Die Bettler fragen nicht: "Haste mal´n Euro?" Sie fragen: "Haste mal´n Sparbuch?" Denn immer mehr Postbankkunden schicken Sparbücher nach Hamburg, die sie angeblich verloren haben. Sind die erst bei der Postbank in Hamburg, sind sie wirklich weg.

Ich habe am 18. November 2012 in einer Tasche, die seit über acht Jahren im Stubenschrank lag, ein auf mich ausgestelltes Sparbuch der Postbank Hamburg gefunden. Die letzte Buchung stammte vom 28. November 2003, das Guthaben betrug 650 Euro. Mit diesem Sparbuch ging ich am 19. November 2012 zu einer Postfiliale. Die Angestellte fand das Konto im Computer nicht, rief deswegen in Hamburg an, machte Kopien von meinem Sparbuch und schickte diese nach Hamburg. Sie notierte sich auch meine neue Adresse und meine Telefonnummer…

Betr. OB von Münster

Ein satirischer Brief an Markus Lewe

Dringender Hinweis: Diesen Brief keinesfalls als Vorlage für Schreiben nutzen. Sonst droht Verheerendes.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir sind kürzlich nach Münster gezogen, weil wir auch schon vorher in einer eher hässlichen Stadt gewohnt haben und uns nicht umstellen mussten. Ende des Jahres erwarten wir zum ersten Mal Nachwuchs. Es wird ein Junge! Müssen wir die Geburt unseres Kindes schon jetzt dem Jugendamt anzeigen - oder können wir uns darauf verlassen, dass diese Meldung vom Krankenhaus übernommen wird? Uns ist inzwischen bekannt, dass man in Ihrer Stadt Pflegeeltern für die besseren Eltern hält. Dabei wollen wir keinesfalls stören. Wir sind also bereit, unser Kind sofort nach der Geburt einem Jugendamtsmitarbeiter auszuhändigen, damit unser Junge von Anfang an die Erziehung bekommt, die er verdient und nicht erst von uns vernachlässigt werden muss, damit das Jugendamt mit seiner sicherlich segensreichen Arbeit beginnen kann. Sollt…

Inklusion

Was wären wir nur ohne Politiker und Pädagogen?

"Inklusion bedeutet, dass alle Menschen in die Gesellschaft eingebunden werden, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Einstellungen oder Einschränkungen, wie beispielsweise körperlichen und geistigen Behinderungen. Für die Bildung in Deutschland bedeutet dies, dass auch die Schulen Menschen mit Behinderungen berücksichtigen, integrieren und gleichstellen müssen. Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Konvention, welche schon 2006 verabschiedet wurde, in Deutschland eingeführt. Da die Inklusion eine große Herausforderung sowohl für Schulen als auch für die Behinderten darstellt, bietet der Deutsche Bildungsserver umfassende Informationen zu dem Begriff und der Definition von Inklusion sowie der inklusiven Bildung."

Heißt es im deutschen Bildungsserver

Und ist für mich wieder einmal ein Beispiel dafür, dass wir ohne Politiker, Pädagogen und Soziologen gar nicht so recht wüssten, was wir unser Leben lang so tun. Schon  fällt mir der Fußball…

Frage nicht beantwortet

Fax an Staatsanwalt Türkay aus Hannover

Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 30. November 2012, dass mich und wohl auch die Kripo von Garbsen gestern erreicht hat. Meine zweimal gestellte Frage, ob es sich bei dem Anrufer, der mir Anfang November 2006 telefonisch eine Entschädigung versprochen hat, tatsächlich um einen Rechtspfleger der Staatsanwaltschaft Hannover mit Namen Wendt oder vielmehr um den Chef der Staatsanwaltschaft Hannover handelte, wurde von Ihnen leider nicht beantwortet.

Mir liegt seit einigen Wochen die Akte der Staatsanwaltschaft Hannover mit allen Vorgängen aus November und Dezember 2003, außerdem aus dem Jahre 2004 vor. Darin enthalten sind eine Hausmitteilung der Kripo Garbsen vom 8. März 2004 und ein Schreiben der Kripo Garbsen, das am 1. September 2004 bei der Staatsanwaltschaft Hannover eingegangen ist. Beide Male wurde auf die Lagerprobleme in Garbsen hingewiesen, die Staatsanwaltschaft Hannover wurde “dringend” um eine Entscheidung über die weitere …

Die schönsten Liebeserklärungen

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Die ich in meinem Leben gehört habe

"Peter, darf ich dich was fragen? Sind wir jetzt der Mittelpunkt des Alls?"
Einer meiner Neffen bei einer Radtour

"Ich sage jetzt nie wieder Herr Tjaden zu dir. Auch Peter nicht. Ab heute bist du mein Papi."
Der Sohn meiner späteren Ehefrau kurz vor dem Schlafengehen

"Du tust dem Jungen gut."
Eine Mutter auf dem Weg zur Domplatte in Köln

"Kannst du eigentlich noch mehr als Zeitung lesen?"
Eine Frau in einer Kneipe

"Du musst mir nichts zu Weihnachten schenken. Du musst nur da sein."
Einer meiner Neffen kurz vor dem Fest

"Ich habe dich seit 3 Wochen, 2 Tagen und 23 Stunden nicht mehr gesehen."
Ein Sechsjähriger bei einem Fußballspiel

"Komm, wir verstecken uns. Dann findet uns niemand."
Ein Pflegekind, das nie wieder nach Hause wollte

"Kannst du mir den Weg zu meinem Bett zeigen? Allein finde ich das nicht mehr."
Eine Frau in der Altstadt von Hannover

"Mir ist heute Mo…

Merkels Einheitspartei

...und die sozialdemokratische Antwort

Der Mann kann Kanzler? Peer Steinbrück hat jetzt einen Vortrag bei der Sarasin-Bank abgesagt. Diese Privatbank soll einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge des Steuerbetrugs verdächtig sein. Die Staatsanwaltschaft war etwas schneller als der SPD-Kanzlerkandidat. Rudolf Scharping ist als Gräfinnen-Versenker schon peinlich genug gewesen, aber genug ist Steinbrück offenbar nicht mehr genug.

Die CDU dagegen ist sich wieder einmal selbst genug. In Hannover präsentiert sie sich als Merkels Einheitspartei - und die Bundesbildungsministerin soll sich während der Rede der Parteivorsitzenden gefragt haben, wo die Kanzlerin eigentlich so unauffällig abschreibt, dass es niemandem auffällt.  "Wir alle sind CDU", sagt Merkel. Im Saal sitzen angeblich 1 000 Freundinnen  und Freunde. Für die FDP soll sich Gott zuständig erklären. Ansonsten jedoch kämpft Merkel für die "Chancengesellschaft". Denn Ochs und Esel in ihrem Lauf …

Alice im Geburtstagsland

Männer rasieren sich morgens nicht

Die achtjährige Virginia O´ Hanlon aus New York hat sich 1897 beim Chefredakteur der "Sun" nach der Existenz des Weihnachtsmanns erkundigt. Den gibt es, versicherte die Zeitung immer zum Fest, bis das Blatt eingestellt wurde. 110 Jahre später nahm ich in der Broschüre "Briefe im Auftrag der kleinen Virginia" diesen Faden wieder auf und verfasste Schreiben an das Bundesfamilienministerium, an die Bundeskanzlerin und an Alice Schwarzer, die heute 70 Jahre alt wird. Antworten ließ ich das emanzipierte Geburtstagskind u. a.: "Seit Jahrhunderten reden Väter ihren Kindern ein und das Schlimme ist auch Mädchen - dass ein Mann die Geschenke bringt, ein Mann mit Bart und in rotem Mantel. Das hätten die Männer gern: Wir Frauen sollen dazu schweigen, dass sich Männer morgens nicht rasieren..."

Laut "Titel, Thesen, Temperamente" (TTT) von gestern hat sich jeder irgendwann einmal mit der "Emma"-Herausgeberin angel…

Die Bundeskanzlerin

Trägt Glockenrock

Ältere Mütter sollen höhere Renten bekommen. Für Kinder, die vor 1992 geboren sind, bekommen Mütter bislang 28 Euro monatlich, für Kinder, die später auf die Welt kamen, gibt es 84 Euro. Mit der so genannten "Mütterrente" beschäftigt sich die CDU im Dezember bei ihrem Parteitag in Hannover. Der Kompromiss könnte lauten: Ältere Mütter bekommen mehr, jüngere Mütter weniger Rente.

Klingt wie eine Meldung aus Schillers Zeiten: "Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder, und herrschet weise im häuslichen Kreise und lehret die Mädchen und wehret den Knaben und reget ohn' Ende die fleißigen Hände." ("Das Lied von der Glocke")

Dass inzwischen viele Mütter nicht mehr nur "drinnen walten", scheinen CDU-Frauen noch nicht mitbekommen zu haben - oder warum bedienen die sich veralteter Begriffe? Warum diskutieren die nicht über eine Elternrente? Sollen Väter, die sich ebenfalls um die Kinder kümmern, draußen vor de…