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Es werden Posts vom Oktober, 2012 angezeigt.

Ruhrpott-Deutsch

Wenn ein Feuerwehrmann ein Exempel stationiert

"Ich werde nun ein Exempel stationieren. Wenn das nichts hilft, wird das Haus ejakuliert."

Diese Probleme mit Fremdwörtern haben laut Dr. Stratmann nicht nur Feuerwehrmänner, sondern alle, die im Ruhrpott leben. Wenn dieser Komiker auf der Bühne steht, bleibt kein Auge trocken. Mit Fremdwörtern hat der es ebenso wenig, wie mit Theaterbesuchern, die ihm mit EN auf dem Nummernschild die Einfahrt zum Bühneneingang zuparken, oder mit Ostwestfalen. Die sollten nach seiner Auffassung nicht Medizin, sondern Geschichte auf Lehramt studieren...

Was aber eigentlich ist dran an den Ostwestfalen, dass sich so viele über sie lustig machen? Eigentlich nichts. Bei meinem ersten Besuch in Münster habe ich auf einem Platz in der Altstadt meine Freundin geküsst. Sofort wurde uns mit der Polizei gedroht. Wir knutschten weiter in Düsseldorf. Seither habe ich keinerlei Zweifel an der Behauptung von Dr. Stratmann, es sei noch gar nicht so lange her, …

Kasten Bier statt Farbe

Bleibt nur ein Job im Jugendamt oder als Gutachter

Würde ein Maler immer wieder den Kasten mit Bier mit dem Farbeimer verwechseln, würde er nie fertig werden. Bekäme er wegen Trunkenheit am Pinsel die Kündigung, könnte er immer noch in vielen Jugendämtern, als Familienrichter oder Gutachter einen Job finden. Dann müsste er nicht einmal mehr wissen, wie sich ein Kasten mit Bier von einem Farbeimer unterscheidet. Was er täte, wäre Anwendung einer Erfahrungswissenschaft - und wer wollte es einem Maler verdenken, dass ihm die nötige Erfahrung fehlt?

Das Jugendamt von Eutin beispielsweise darf man nicht darauf hinweisen, dass man irrtümlicherweise zwei Gesprächstermine bekommen hat. Weist man dann auch noch darauf hin, dass einem der erste Termin nicht in den Berufsalltag passt, werden beide Termine wieder gestrichen. Man bekommt nie wieder einen.

Etwas weiter südlich praktiziert ein Gerichtsmediziner, der bei der Untersuchung von drei Kindern feststellt, dass keins der Kinder sexuell mis…

Ich hätte da...

...gern einmal eine Frage

Vor Wahlen werfen nicht nur Parteien, Fernseh- und Rundfunksender, sondern auch Magazine wie der "stern", der schon immer einmal die deutsche Geschichte umschreiben wollte (und sei es mit gefälschten Hitler-Tagebüchern), Geld für Umfragen aus dem Fenster. Dieses Mal für eine über die Arbeit des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister.

Morgens um 10 Uhr in Alzey. Das Telefon klingelt bei der Weinbäuerin Emilie Kröhl.

Der Anrufer: "Haben Sie eine Minute Zeit für mich?"
Emilie Kröhl: "Wenn´s nicht länger dauert..."

Der Anrufer: "Wir machen eine Umfrage im Auftrag des ´stern´."
Emilie Kröhl: "Kenn ich. Das ist ein Lokal in Worms."

Der Anrufer: "Nein, ich meine das Magazin aus Hamburg."
Emilie Kröhl: "Hamburg? Da war ich noch nie. Längere Reisen ins Ausland kann ich mir nicht leisten."

Der Anrufer: "Hamburg liegt nicht im Ausland, sondern an der Elbe."
Emilie Kröhl: &quo…

Peace? No!

Mein erster Tag als Friedensnobelpreisträger in Carolinensiel

Als Vorschuss auf das Preisgeld, das ich im November in Oslo bekomme, habe ich heute in Jever mein Auto vollgetankt und bin nach Carolinensiel gefahren. Dort standen Windmühlen aus Holz vor einem Souvenirladen. Eine Mühle schnappte ich mir, ging damit in das Geschäft und erklärte in einer kurzen Ansprache, dass ich mit diesem Geschenk meine freundschaftlichen Beziehungen zu den Niederlanden festigen wolle. Bezahlen werde ich in vier Wochen, beendete ich meine Rede, wenn die knappe Mille auf meinem Konto sei.

In ihrem Geschäft, entgegnete die Verkäuferin, müsse alles bar bezahlt werden. Nicht einmal Bezahlung mit Karte werde akzeptiert. Die ich ihr wohl auch von einer Südseeinsel schicken würde, wenn ich als Friedensnobelpreisträger die knappe Mille abgestaubt hätte. Die Mühle solle ich wieder dort hinstellen, wo ich sie weggestellt hätte.

Wie konnte sich nur jemand so anstellen, fragte ich mich, als ich mich wieder nach dr…

Irres aus Münster

Jugendamtsmitarbeiter macht sich über Oberbürgermeister lustig

Andere Städte – andere Sitten? Wenn ich in Wilhelmshaven Ärger mit einer Behörde hätte, mich deswegen an Oberbürgermeister Andreas Wagner wenden würde, bekäme ich dann von dieser Behörde die Antwort: “Glauben Sie, dass der Oberbürgermeister sich darum kümmert? Wo sind wir denn?” In Münster…

Geschehen in Münster-Kinderhaus

Hoff hofft

"journalist"-Autor will endlich recherchieren

"Wer recherchiert noch wirklich? Wer hat je recherchiert? Natürlich wird der Mythos Recherche hochgehalten, aber mal ganz im Ernst: Früher bedeutete Recherche oft auch nur, einen Anruf ins Archiv zu tätigen und sich alles, was bereits erschienen war, auf den Schreibtisch legen zu lassen. Heute heißt das Archiv Google."

Macht sich "journalist"-Autor Hans Hoff  Sorgen um seinen Berufsstand. Denn Zeitungen und Zeitschriften leiden unter Auflagenschwund, verlieren an Glaubwürdigkeit und bekommen immer mehr internette Konkurrenz von pfiffigen bloggern, die Redakteuren täglich den Rang ablaufen. Schlage ich morgens die Lokalzeitung auf, frage ich mich, warum mir die Redaktion abgeschriebene Pressemitteilungen als eigene Berichterstattung verkaufen will. Bin ich bei einem Ereignis selbst dabei gewesen, erkenne ich das Geschehene nicht wieder. Habe ich mich mit einem Thema näher befasst, frage ich mich, woher ein A…