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Es werden Posts vom September, 2012 angezeigt.

Talgshows

Edmund Stoiber enthüllt: "Auch ich bin zur Schule gegangen"

Talg (lat.Sebum, auch Ungel, Unschlitt oder Inselt) ist aus geschlachteten Wiederkäuern gewonnenes festes Körperfett. Es handelt sich um eine feste, gelblich-weiße Masse, die hauptsächlich Triglyceride mit gesättigten Fettsäure-Resten gerader Anzahl von Kohlenstoff-Atomen enthält. Es kommen jedoch auch veresterte Fettsäuren mit ungerader C-Zahl wie die Pentadecansäure (C15) und die Margarinsäure (C17) in den Triglyceriden vor.

Wikipedia

Ich liebe Talgshows - fast so sehr wie die Übertragung von Fußballspielen. Dann kann ich mich so schön zurücklehnen, das Gehirn ausschalten und einstudierte Diskussions- oder Spielzüge über mich ergehen lassen. Leicht einschläfernd ist gestern Abend auch die Talgshow mit Günther Jauch gewesen. Wiedergekäut wurde wieder einmal der Reichtums- und Armutsbericht. Bei diesem Bericht handelt es sich um eine feste, schwarz auf weiße Masse, die gerade eine gewisse Anzahl von Wortmeldung…

Sonntags-Blick

Auf einen rechten Schweizer

Sonntags blickt die Schweiz in eine Boulevardzeitung, die auf eidgenössische Weise der "Bild"-Zeitung nacheifert. Aber von einem deutschen Medium lernen, kann auch verheerende Folgen haben. Wie für Erich Hess als rechten jungen Mann der Schweizerischen Volkspartei (SVP). Der bekam jüngst Besuch vom Zweiten Deutschen Fernsehen und wurde vorgeführt, was am Freitag in der "heute show" vorgeführt wurde.

Mit dem Zweiten sah dieser Erich Hess nicht einmal, dass der Deutsche, der ihm angeblich eine Farb- und Imageberatung zukommen lassen wollte, immer wieder hinter ihm ins Bild kam und herumalberte, brav wiederholte er in jeder Kameraeinstellung seinen Namen, während der vermeintliche Berater auf der Toilette verschwand. Derart blamiert hat sich ein Rechter schon lange nicht mehr.

Die jungen SVPler sind nur scheinbar 68-er. Diese Nachwuchsorganisation wurde zwar gegründet, als in Deutschland Studenten auf die Straße gingen, doch der SVP-Nachwuc…

Pech-Pflegeeltern

Ein Junge macht Spritztour - ein Mädchen will Ausbilder umbringen

"Langwedel/Verden - Obwohl er kaum über das Lenkrad schauen konnte, schnappte sich ein elfjähriger Junge die Autoschlüssel seiner Mutter und kurvte durch die niedersächsische Gemeinde Langwedel."

Diese Meldung hat am 24. Januar 2012 in fast allen deutschen Zeitungen gestanden. Auch bei google taucht sie mehrfach auf. Dort findet sie eine Mutter aus Lübeck. Die fragt sich sofort: "War das mein Junge?" Der hat fast sein ganzes bisheriges Leben bei Pflegeeltern in Langwedel verbracht. Er schnappte sich also nicht die Autoschlüssel seiner Mutter, sondern die seiner Pflegemutter.

Vor diesen Zeitungsberichten hatte die Mutter aus Lübeck einen Anruf des Verfahrensbeistandes ihres Kindes bekommen. Der erzählte, dass der Junge etwas angestellt habe, er sei nun in einer Einrichtung. Mehr wisse er nicht. Was gelogen war. Gesteht der Verfahrensbeistand einen Monat später vor dem Familiengericht in Verden.

In Fami…

Der Südkurier

Hat die Schweiz verlegt

"Auch Johannes Mario Simmel hatte sein Herz an die Schweiz verloren, er lebte überwiegend in Luzern." Schreibt der "Südkurier" am 22. August 2012. Stimmt nicht. Dort ist dieser Bestsellerautor am 1. Januar 2009 gestorben. Wovon ich Wikipedia seinerzeit überzeugen musste. Denn dort stand, Simmel sei in Zug gestorben. Dort hatte er gelebt.

Seine Adresse gab mir Simmel während der Frankfurter Buchmesse: "Ich wohne jetzt in Zug. Wenn Sie Simmel, Zug, schreiben, kommt Ihr Brief an", sagte er 1983, als ich in das Hotel kam, in dem er sich vom Messetrubel erholte, während ich von Interview zu Interview eilte und Sandra Paretti in diesem Hotel auf mich wartete.

Uli Fricker, der sich als "Südkurier"-Redakteur mit dem Wohnort von Simmel vertat, wünschte sich "In der Schweiz müsste man leben". Würde wohl schiefgehen. Schweizer können empfindlich reagieren, wenn man die Kantone verwechselt und in Bern nicht weiß, dass ma…

Abraham-Effekt

Hört der evangelische Pressedienst auch Stimmen?

Und es begab sich zu einer Zeit, in der es noch keine Jugendämter gegeben hat, als einem Vater von höherer Stelle befohlen wurde, seinen Sohn zu verbrennen. Also gehorchte er diesem Befehl, bis sich wieder eine Stimme meldete, die ihm Einhalt gebot. Anschließend grillten Vater und Sohn einen Widder. (1. Mose 22, 1-14)

Dabei handelte es sich nach Auffassung der Kirchen keineswegs um Kindeswohlgefährdung, der Vater hatte lediglich getan, was ihm Gott befahl. Das machte man früher so. Ist aber lange her. Aber eins hat sich nicht geändert. Die evangelische Kirche hört auf Stimmen. Dafür unterhält sie den Evangelischen Pressedienst (epd), der gestern auf vielen Radiostationen diese Meldung verbreiten ließ: "Die Zahl der Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz aus ihren Familien herausgenommen werden, ist in Niedersachsen nach aktuellen Statisken erneut überdurchschnittlich gestiegen."

Wie Abraham hört der epd also - auf höhere Stellen?…

Heilige Kühe

Die Bundesbank und das Bundesverfassungsgericht "Das Bundesverfassungsgericht ist der Rolle gerecht geworden, die es seit seinem Maastricht-Urteil von 1993 spielt. Getrieben von einem Unbehagen gegenüber dem europäischen Integrationsprozess, der auch zu Zentralismus und Aushöhlung nationaler Souveränität führen könnte, hat es die Bürger quasi ermuntert, den Weg nach Karlsruhe zu gehen.
Wenn diese dort aber ankommen, werden sie zwar nicht ganz, aber in der Hauptsache enttäuscht. Das Bundesverfassungsgericht, das uns fast so heilig ist wie die Deutsche Bundesbank, ist auch nur ein Spieler im europäischen Spiel, und nicht der mächtigste."Kommentiert heute die "Welt" das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Einmal abgesehen davon, dass wohl niemand eine andere Entscheidung erwartet hat, muss die Anmerkung gestattet sein, dass mir weder die Deutsche Bundesbank noch das Karlsruher Gericht heilig ist. Die Bundesbank sollte die deutsche Währung schützen, das Bund…

Eine Einreibung

Bild
Ausschussvorsitzende bekommt ein Päckchen mit Salbe

Da der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages auf meinen Vorschlag vom 27. Februar 2012 nicht reagiert hat, bekommt die Ausschussvorsitzende Kersten Steinke heute ein Päckchen von mir. Den Ausschuss bat ich damals um Zusendung eines Brummkreisels, weil nach meiner Erfahrung eine Eingabe nach Berlin schicken so sinnlos ist wie auszukreiseln, ob man jemals angehört wird oder nicht.

Einreibung verdient

Beim Psychologen

Meine Schnürsenkel haben ein Bindungsproblem
Mit meinen beiden Schuhen bin ich heute bei einem Psychologen gewesen. Die Schnürsenkel sind nicht bindungsfähig. Ich kann sie schleifen wie ich will, sie halten nicht zusammen. Zusammen mit dem Psychologen habe ich dieses mangelnde Solidaritätsgefühlsproblem meiner Schnürsenkel lösen wollen. Wollte der Psychologe aber erst einmal wissen, wo ich meine Schuhe gekauft habe. Hatte ich zum Glück die Kaufquittung dabei. Unten stand "25 Prozent auf alles, außer auf Tiernahrung". Tiernahrung kaufen sie dort also nicht? fragte mich der Psychologe. Der Psychologe schloss daraus sofort, dass ich zwar Füße habe, aber kein Haustier. Was nicht stimmt. Aber mein Hund trägt keine Schuhe.

Schuhe sind also das eigentliche Thema dieser Therapiestunde, stellte der Psychologe nach einem ersten Blick auf seine Uhr fest, mit dem Bindungsproblem der Schnürsenkel wollen sie davon nur ablenken. Das sei typisch für alle, die keine Schuhe mit Klettverschlus…

Marie ist weg

Schock für SPD-Chef Sigmar Gabriel

Eine Glosse

Gut eine Woche vor seinem 53. Geburtstag: Schock für den SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die Umzugskartons im Stadtteil Kinderhaus von Münster waren noch nicht ausgepackt, als bereits eine Jugendamtsmitarbeiterin mit einer Gefährdungsmeldung des Diakonischen Werkes erschien, die knapp fünf Monate alte Marie aus dem Kinderwagen nahm und mit der Tochter von Gabriel in ein Auto mit laufendem Motor stieg, das sofort zum Sankt-Mauritz-Kinderheim fuhr. Dieses Heim verhängte sogleich ein Besuchsverbot.

In der Gefährdungsmeldung – liegt der Redaktion vor – wurde Gabriel vorgeworfen: Für die Erziehung eines Kindes sei er zu alt, seine Ehefrau mit 35 dagegen zu jung. Außerdem tauche der SPD-Chef laufend in Fernsehshows auf, was dazu führen könne, dass Marie ihren Vater wenigstens dann sehe wolle, wenn der im Fernsehen sei. Deswegen könne das Mädchen fernsehsüchtig werden. Was eine schwere Gefährdung des Kindeswohls darstelle. Schaue man sich zu…

Verdrängt

Die christlichen Wurzeln von Vorurteilen

"In Berlin wird auf offener Straße ein Rabbi zusammengeschlagen. Er hatte gerade seine Tochter vom Klavierunterricht abgeholt. "Wir f… deine Frau, wir f... deinen Gott", schrien die "mutmaßlich arabischstämmigen" Täter (wie es so schön heißt), bevor sie Daniel A. bewusstlos prügelten." Berichtet "Welt online" und macht sich Gedanken über die Sicherheit von Juden in Europa, die von zwei Seiten gefährdet werde: Von hirnlosen religiösen Fanatikern und von einer Gesellschaft, die sagt: "Was Israel macht, ist aber auch nicht in Ordnung."

Allerdings kenne ich niemanden, der einen brutalen Überfall auf einen Geistlichen mit einer tatsächlich oder angeblich falschen Politik einer Regierung rechtfertigt. So dumm kann eigentlich niemand sein. Vielleicht will "Welt online" auch nur etwas verdrängen. Und nicht so tief schürfen, dass auch die christlichen Wurzeln noch nicht überwundener Vorurtei…