Dienstag, 21. August 2012

Beck-Sozialismus


In Zürich geht es um die Wurst für 83 Euro

In Rheinland-Pfalz gibt es den Beck-Sozialismus. Dort zu Lande nimmt man den staatsmonopolistischen Kapitalismus nicht so ernst wie beispielsweise in Berlin auch nicht. Deshalb geht es einem ehemaligen Hoteldirektor in Mainz besser als in Wiesbaden.

Dafür erforderlich ist ein ehrgeiziges Projekt, das Rheinland-Pfalz nicht allein in den Sand setzen will. Sagen wir mal am Nürburgring. Dann muss erst einmal Zeitdruck hergestellt werden, denn unter Druck kann man sich nicht lange nach Investoren umschauen. Man kann die Erstschlechtesten nehmen. Also auch einen ehemaligen Hoteldirektor aus Wiesbaden. Der bekommt eine Provision in Millionenhöhe und da er davon allein nicht leben kann noch einen Vorschuss in sechsstelliger Höhe. Der Investor braucht das Geld, weil er in einem teuren Hotel in Zürich untergebracht wird. Das Frühstück kostet 80 Euro, das Mittagessen noch mehr. Wer so wenig zu sich nimmt, darf sich auch einmal nachts eine Wurst bestellen, die einschließlich Taxifahrt 83 Euro kostet. Von der soll gelegentlich auch eine Prostituierte genascht haben.

So hat dieser ehemalige Hoteldirektor ausgiebig vom Beck-Sozialismus genascht. Daran teilhaben durfte ein ehemaliger Assistent eines Zirkusdirektors, denn wir wissen doch alle, dass es sich nur um Zirkus handelt, wenn Politiker versichern, dass sie Schaden vom deutschen Volke abwenden wollen.

Beck ist übrigens wie fast alle in der SPD gegen das Steuerabkommen mit der Schweiz. Was jetzt erst so richtig verständlich wird. Denn wenn Rheinland-Pfalz auch noch versteuern müsste, was der ehemalige Hoteldirektor aus Wiesbaden und der ehemalige Assistent eines Zirkusdirektors in Zürich verprasst haben, müsste Beck das Mainzer Schloss verpfänden.  Einen Elferrat mit Pfandsiegeln auf der Stirn bei "Mainz bleibt Mainz - wie es singt und lacht" kann die Beck-SPD nun wirklich nicht wollen, denn in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wird vieles verziehen - so lange Karneval immer bis Aschermittwoch dauert.



Freitag, 17. August 2012

Die Webkiller

Sie versprechen ihren Kundinnen und Kunden, die auch im Internet nichts Negatives über sich lesen wollen, eine Menge: die Web-Killer aus München. Angeblich lassen sie gegen Bezahlung Beiträge löschen und bei google verschwinden. Darauf hat sich im Mai 2012 auch ein Sozialpädagoge aus Lüneburg verlassen. Deshalb baten mich die Web-Killer schriftlich in seinem Auftrag um Löschung/Entfernung der Beiträge auf www.wagniskinder.de/11.html  Ich jagte zwei Löcher in dieses Schreiben.

Haben meine Beiträge nicht vertrieben

Für Medienzensur ist eigentlich das Hamburger Landgericht zuständig. Dieses Gericht verbietet auf Antrag per einstweiliger Verfügung so schnell kritische Anmerkungen, dass Journalistinnen und Journalisten, Bloggerinnen und Blogger aus dem Staunen nicht herauskommen. Ein Beobachter dieses gerichtlichen Geschehens erfand dafür den Begriff  "Zensurkammer" und stellte die Seiten www.buskeismus.de ins Netz.

Erst schleppten mich die Zeugen Jehovas vor dieses Gericht und gewannen das Verfahren ohne jede Beweisaufnahme bei einem mündlichen Termin, dann entdeckte auch dieser Sozialpädagoge aus Lüneburg dieses Gericht für seine vermeintlich gerechte Sache, war aber weniger erfolgreich als die Zeugen Jehovas. Nach einem Anfangserfolg landete er mehrfach auf der juristischen Nase. Für die Niederlage bezahlt hat er nicht. Die Bezahlung überließ er seiner Arbeitgeberin, die für ihre Arbeit Geld von der Rentenversicherung, von Jugendämtern und von der Krankenkasse bekommt.

Warum mein Anwalt aus Münster und ich so viele Verfahren vor dem Hamburger Landgericht gewonnen haben, ist besagtem Erfinder der Buskeismus-Seiten bis heute schleierhaft. Denn eigentlich bedient sich dieses Gerichts stets eines Tricks zugunsten der Klägerinnen und Kläger. Schriebe beispielsweise jemand "Angela Merkel trägt rote Kleider, die ihr so gut stehen wie einer Kuh ein Regenmantel", könnte die Bundeskanzlerin diese Meinungsäußerung leicht verbieten lassen. Das funktioniert so: Das Gericht würde dem Autor bestätigen, dass er eine Auffassung vertreten hat. Das sei zulässig. Da aber jede Meinungsäußerung einen "Tatsachenkern" enthalte, müsse er nun beweisen, dass a) Merkel rote Kleider trägt und dass b) einer Kuh ein Regenmantel nicht steht. Kann niemand. Schon hätte die Bundeskanzlerin gewonnen.

Mit der Einschaltung der Web-Killer hat der Sozialpädagoge aus Lüneburg jedoch noch weniger gewonnen als vor dem Landgericht in Hamburg. Googeln Sie doch einmal "Wagniskinder"...

  

Mittwoch, 15. August 2012

Angela bei mir zuhaus

K-Frage geht mir auf den Radio-Sender

Mir doch jetzt noch egal, ob Angela Merkel Kanzlerin bleibt oder jemand aus der SPD Kanzler wird. So lange niemand von denen bei mir übernachten will, interessiert mich das bisher nicht. Sollten dennoch Angie, Peer, Sigmar oder Frankieboy eines Tages bei mir vor der Tür stehen, wüsste ich dennoch, wie der Empfang ausfallen würde. Und zwar dergestalt, dass Angie anschließend singt "Aufgestanden als Ruine", Sigmar mit Harzer Rollern dem Schweizer  Käse in meinem Kühlschrank keine Abreibung verpasst, Peer meine immer viel zu knappen Euro aus der Haushaltskrise führt und Frankieboy die nächste Brille bei Fielmann kauft. Zum Abschied bekämen alle vier von mir eine Steuer-CD geschenkt, damit sie nicht durch Nordrhein-Westfalen reisen müssen, wo inzwischen das Motto gilt "Wirtschafts-Kraft durch Gerüchte".

Damit das klar ist: Die K-Frage zum jetzigen Zeitpunkt geht mir inzwischen auf viele Radio-Sender und auf "Welt" und "Bild" offline. Auch Umfrageergebnisse wie "82 Prozent würden Sigmar Gabriel wählen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD wird" langweilen mich. Viel spannender finde ich, dass Friede Springer zum 18. Mal 70 Jahre alt wird. Da drängt sich geradezu die B-Frage auf: "Würden Sie die Bild-Zeitung auch noch lesen, wenn die Verlegerin irgendwann 71 Jahre alt wird?"

Samstag, 11. August 2012

Alles transparenter

Bundesregierung mit Fehlermeldung

Liegt am Sommer: Alles wird transparenter. Jetzt auch der Verfassungsschutz. Wahrscheinlich auch, damit nicht mehr geschieht, was früher passiert sein soll. Da haben sich die Schlapphüte gelegentlich gegenseitig überwacht, weil niemand wusste, wer wirklich auf dem Boden des Grundgesetzes steht.

Dort steht zweifellos die Bundesregierung. Das will jetzt "Welt online" transparent machen, hat damit jedoch Probleme. Klickt man auf den Link zur Graphik mit allen Kabinettsmitgliedern, bekommt man eine Fehlermeldung. Hat Angela Merkel etwa schon wieder einen Minister entlassen, plant sie die Entlassung von Ministern, verlässt die CSU die Regierung?

Seit dem Rauswurf des Bundesumweltministers jedenfalls ist Merkels Mannschaft weiter mit sich selbst beschäftigt. Gespielt wird inzwischen mit einer Vierfach-Sechs. Schnappt sich jemand die Pille, kommen drei andere herangeeilt und kicken das Leder auf die Tribüne.

Derweil kassiert der Bundespräsident eine Auszeichnung nach der anderen. Jetzt für seine Verdienste,  die er sich 1990 um die deutsche Einheit erworben hat. Wer zu spät kommt, den bestraft also nicht mehr das Leben. Auch das ist transparenter geworden.

Freitag, 10. August 2012

Verfassungsschutz

Halte ich ebenfalls für unverzichtbar

Der Verfassungsschutz ist unverzichtbar. Sagt der neue Chef der Schreddergruppe "Lausch & Horch". Yes, we scan! Dem stimme ich voll schlapphutmäßig zu. Da ich kein Rechtsradikaler bin, wurde ich von den Jungs während meiner Schul- und Studienzeit beobachtet. Bei diesen damals noch fußläufigen Beobachtungen stellte der Verfassungsschutz fest, dass ich am Bahnhofskiosk von Wilhelmshaven das "Neue Deutschland" bestellt hatte, das dort nicht vorrätig war, weil mir das einzige Exemplar wahrscheinlich von einem Verfassungsschützer vor der verfassungsfeindlichen Nase weggeschnappt worden war. Da die Schlapphüte ein Auto hatten und ich nur eine Schülerfahrkarte für den Bus, waren sie auch schneller bei meinen Eltern als ich. Mein Vater erschrak derart ob der Missetat, die man mir vorwarf, dass er einer Durchsuchung meines Zimmers zustimmte. Das war 1971, als ich im Deutschunterricht das "Neue Deutschland" analysieren sollte.

Der Vorfall wurde vom Verfassungsschutz mit dem Vermerk versehen, dass ich wahrscheinlich ein Spion der DDR sei. In diesem Verdacht bestärkt wurden die Schlapphüte, als ich in Mainz, Bonn und Frankfurt an Demonstrationen für mehr BaFöG und gegen die NPD teilnahm. Als sich jemand aus meiner Familie um einen Job in einem sicherheitsrelevanten Betrieb beworben hatte, wurde er zu einem Gespräch gebeten, bei dem man ihm klar machte, dass er seine Bewerbung schnell wieder vergessen sollte, da es in seiner Familie wahrscheinlich einen DDR-Spion gebe.

Deshalb halte auch ich den Verfassungsschutz für unverzichtbar. Wer sonst wäre besser für den Schutz der Verfassung geeignet als solche Leute? Wo ein Scanner ist, ist auch ein Schlapphut. Nur nicht bei der NSU...