Sonntag, 29. Juli 2012

Die Psycho-Mafia

Bei Kritik rennt sie zum Staatsanwalt

"Möglich ist das, denn bereits am 30. Oktober 2008 hatte Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch sich beim Amtsgericht schriftlich über diese Zeitgenossen beschwert. Punkt 7 widmete er einem Vater aus Mönchengladbach, der nach des Gutachters Erkenntnissen „zu zahlreichen Gefängnisstrafen“ verurteilt worden ist und einem gewissen „Herrn Tjaden aus Bremerhaven“.

Damit könnte Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch mich gemeint haben: Ich wohne zwar in Wilhelmshaven, aber da sich dieser Gutachter zumindest zweimal auf dem Weg zu Eltern verheddert hat und deshalb Termine kurzfristig absagen musste, könnten auch andere seiner geographischen Kenntnisse mangelhafter Natur sein. Kund tat er in diesem Zusammenhang: ´Zusammen mit den folgenden Internet-Aktionen und den Aktivitäten des Herrn Tjaden wurden alle Internet-Informationen von mir ausgedruckt und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach zugeleitet.´"

Diese Zeilen habe ich nach einem Anruf aus dem Internet-Archiv gefischt. Der Anrufer sprach mich auf  gar merkwürdige Ereignisse aus dem Jahre 2008 an. Dass dieser Gutachter aus Duisburg die Staatsanwaltschaft von Mönchengladbach eingeschaltet hatte, war mir längst wieder entfallen, denn es gab nie ein Ermittlungsverfahren. Hans-Dieter Zoch ist Dr. phil. wie ein gewisser Sozialpädagoge aus Reppenstedt bei Lüneburg, der drei Jahre später mit vollen Segeln Kurs auf die Staatsanwaltschaft in Lüneburg nahm und dort mit einem Strafantrag gegen mich ebenfalls Schiffbruch erlitt, bevor sein Kahn in See gestochen war. Auch sonst sind Ähnlichkeiten vorhanden.

Zoch flog später von einer Hochschule, der Sozialpädagoge aus Reppenstedt, der Ruthard Stachowske heißt, aus der Einrichtung, die er 18 Jahre lang geleitet hatte. Der Gutachter aus Duisburg behauptet, er habe über 20 000 Kinder untersucht, die "Rheinische Post" veröffentlicht diese Zahl am 7. Februar 2011 kommentarlos und bescheinigt Zoch weitere Leistungen. Kopfrechnen beherrscht in dieser Redaktion wohl niemand. Alle Gutachten, die mir von diesem 71-Jährigen vorliegen, umfassen mindestens 150 Seiten. Ruthard Stachowske ist stets mit weniger Seiten ausgekommen, der braucht weniger Platz für den Unsinn, den er verzapft und der in der zu Papier gebrachten Erkenntnis gipfelt, dass ein Kind in Gefahr sei, weil sich sein Team um das Kind kümmere.

Vor Familiengerichten und für Jugendämter spielen Gutachter eine wichtige Rolle, obwohl sich niemand einer Zwangsbegutachtung unterziehen muss. Das ist das Eine. Das Andere ist: Viele Richterinnen und Richter scheinen gar nicht zu wissen, wessen Urteil sie ihre eigene Urteilsfähigkeit opfern. Ganz nebenbei zu Grabe getragen werden die Träume, die Unbeschwertheit und das Vertrauen der Kinder. Kindern werden die Geschwister gestohlen, als handele es sich um Buntstifte, die man jederzeit ersetzen kann.

Zoch und Stachowske haben immer wieder behauptet, ich sei so eine Art "Drahtzieher" für "Internetkampagnen", in Wahrheit aber meinten sie Aufklärung, an der sie gar kein Interesse haben können, weil sonst der Schwindel auffliegt. Derweil schwindelt sich das Kinder- und Jugendhilfesystem in vielen Städten von sinnloser Reform zu sinnloser Reform der Reform - und zu Maßnahmen, die fragwürdig sind. Von Ämtern berufene Kontrolleure sind schneller bei den Kindern als die Eltern, während diese Kontrolleure nicht einmal in der Lage sind, die Einrichtungen, für die sie arbeiten, so zu organisieren, dass auch nur ansatzweise von einer sinnvollen Arbeit gesprochen werden kann. Milliarden verschwinden in einem Labyrinth aus mangelhafter Organisation, Inkompetenz und Bürokratismus.

Eine gemeinnützige GmbH aus Hannover schluckt mit Einwilligung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen marode Einrichtungen, während sich der Geschäftsführer an den Bosporus seiner Kindheit erinnert, wenn er den Maschsee sieht. Sieht der Jugendliche, dann meint er, das seien Wesen, bei denen von Erwachsenen Gesagtes in das eine Ohr hinein- und aus dem anderen Ohr wieder herausgeht. Möglicherweise hat der einen so genannten sozialen Beruf gewählt, um seine Vorurteile pflegen zu können.

Die so genannte Erziehungsfähigkeit von Eltern lässt sich angeblich mit Fragen testen, die da beispielsweise lauten: "Wenn ein Zug in A losfährt und ein Zug in B, wann stoßen sie auf einer 100 Kilometer langen Strecke zusammen, wenn Zug A x Tempo fährt und Zug B y Tempo?" und "Sie sind nachts unterwegs, im Licht der Scheinwerfer sehen Sie in zwei Metern Höhe einen Mann, der in einem Baum sitzt. Was ist dann?" Die richtige Antwort auf Frage 2 lautet: "Dann sind die Scheinwerfer des Autos falsch eingestellt." Wer antworten würde,  er hoffe, dass dieser Mann die Sterne betrachte und nicht Selbstmord begehen wolle, fiele durch.

Und ist es auch Irrsinn, so hat es doch Methode, sagt der Dichter. Die Psycho-Mafia, von der hier die Rede ist, gehört mit Methode zu diesem Irrsinn, wie die politische Wahnidee von frühkindlicher Förderung, die auf Kinder als Produktionsfaktoren der Zukunft fixiert ist.










Mittwoch, 25. Juli 2012

Die Schweiz hat´s erfunden

Handstand für Eidgenossen und Kühe

"Die spannendsten Fotos und Videos sammelt die Website handstanding.ch." Berichtet das Schweizer Boulevardblatt "Blick". Wieder haben´s die Eidgenossen erfunden. Drinks werden in Zürich neuerdings verkehrt herum bestellt, Kühe geben ihre Milch nicht mehr von oben nach unten, sondern anders herum. Die Schweiz steht Handstand. Andere Nationen folgen.

Wo ein Trend ist, sind auch weitere Möglichkeiten: Ehen beginnen mit der Scheidung und enden am Tag des Kennenlernens, erst kommt der Tod, dann das Leben und schließlich die Geburt, Mäuse jagen Katzen, Häuser werden im Wasser gebaut, nicht mehr an Land, Regierungen werden abgewählt, bevor sie eine Wahl gewonnen haben, hebt jemand Geld von seinem Konto ab, wächst das Guthaben, die Schweiz gewinnt die nächste Fußballweltmeisterschaft und die Spanier dürfen gar nicht erst teilnehmen, Griechenland wird das reichste Land Europas und verleiht Rettungsschirme an alle anderen Staaten, wer sich auf seinen Füßen fortbewegen will, wird per Ausgangssperre daran gehindert, Schwiegermütter sind ein Glücksfall für jede Beziehung.

Damit das klar ist: Diese weiteren Hypes habe ich erfunden. Die spannendsten Fotos und Videos sammele ich auf der Website handstandingandmore.de. Jede Einsendung wird als Rücksendung gewertet. Einmal im Monat findet deshalb keine Ziehung der besten Beiträge statt...

Sonntag, 22. Juli 2012

Tonspur auf 3sat

Dieses Mal liegen die "Profiler" daneben

Kann man aufgrund einer Musikliste einen Menschen erkennen? Genau das versucht die Sendung "Tonspur - der Soundtrack meines Lebens". Ausgangspunkt ist eine vom Gast erstellte "Playlist" von rund zehn Musiktiteln, die ihn in seinem Leben berührt und begleitet haben und mit denen er besondere Erlebnisse verbindet. Dieser Liste nimmt sich dann ein dreiköpfiges "Profiler"-Team an, ohne zu wissen, wer dahinter steckt: Chris von Rohr, Nubya und Tim Renner kommen dem bekannten Unbekannten näher, indem sie sich auf dessen "Tonspur" machen. Nina Brunner unterhält sich derweil mit dem jeweiligen Gast über "seine" Musik - und erfährt dabei oft unerwartete Aspekte aus seinem Leben.

Ist auch gestern Abend wieder eine unterhaltsame Sendung auf 3sat gewesen. Erkannt wurde Annett Louisan jedoch nicht. Mit Hildegard Knef und Deichkind verwirrte sie die Jury. Am liebsten von dieser bei Magdeburg geborenen Sängerin ist mir "Würdest du..." Da könnte ich ohne Umschweife sagen: Würde ich...

Ob Lieblingslieder tatsächlich sehr viel über einen Menschen verraten, weiß ich nicht. Ist auch nicht so wichtig. Je unterschiedlicher die Musikmischung ist, desto spannender wird die Spurensuche und gelegentlich hört man in dieser Sendung einen Song, von dem man längst vergessen hat, wie gern man den einmal mochte.

Deshalb mag ich diese Sendung und empfehle sie weiter.

Samstag, 21. Juli 2012

Tom Cruise...

...und ich beinahe: "Ein Freund, ein guter Freund..."

Das hat Sebastian Scherer heute gar trefflich in der “Neuen Presse Hannover” formuliert: “Sie hat noch nicht die entscheidende Stufe erreicht.” Deswegen kenne sie die Geschichte von Xenu noch nicht, der vor 75 Millionen Jahren als galaktischer Herrscher Außerirdische betäubte und in irdische Vulkane warf, deren Seelen der Gefangenschaft entkamen und seither Besitz von Menschen ergreifen. Obwohl Sabine Wagner als Sprecherin der Scientology-Church in Berlin also diesem Bericht zufolge keinesfalls umfassend über die Erkenntnisse des Erfinders vom ganzen Psychoverein informiert ist, ist sie seit Jahrzehnten ergriffen von der Lehre des amerikanischen Science-fiction-Autors L. Ron Hubbard.

Deswegen ist es schiefgegangen

Mittwoch, 18. Juli 2012

Gregor Gysi

Löst Markus Lanz nach wenigen Minuten ab

Gestern zu später Stunde habe ich Tränen gelacht. Bei Markus Lanz. Zu Gast waren Gregor Gysi, der ehemalige Pressesprecher der Piraten-Partei Christopher Lang, der politische Geschäftsführer der Piraten-Partei Johannes Ponader, das Autorenpaar Sonja Schönemann und Ralf Husmann, außerdem der TV-Koch Andreas C. Studer. Schon nach wenigen Minuten nahm der Fraktionschef der Linken das verbale Zepter in die Hand, führte mit Witz, Selbstironie und mit der Fähigkeit, auch schwierige Themen in einfache Worte zu fassen, durch die Sendung,  mit spielerischer Leichtigkeit ließ er die Vertreter der Piraten-Partei Lang und Ponader noch blasser aussehen als sie sonst schon sind und öffnete Beziehungskisten, die eigentlich Sonja Schönemann und Ralf Husmann thematisierten sollten. Die kamen über Frauen sind so und Männer eben anders nicht hinaus.

Gysi war derweil längst über seine Brandrede beim Parteitag der Linken hinausgekommen, die habe er abgelesen, was sonst gar nicht seine Art sei, weil er sich kenne. Hätte er sich nicht an sein Manuskript gehalten, wäre eben wer weiß was passiert.  Doch nun passiere dies: Der Umgang miteinander sei besser geworden, diskutiert werde endlich wieder politisch. Auch Anspielungen auf sein Verhältnis zu Lafontaine und die Vermutung, dass die Befindlichkeiten von West- und Ost-Linken möglicherweise unterschiedlich sind, warfen ihn nicht aus der verbalen Bahn. Der Oskar sei eben so und dass West-Linke anders ticken als Ost-Linke stimme - zumindest als Pauschalurteil - nicht.

Dann wollte Markus Lanz endlich die Sendung übernehmen und bat Gysi darum, das Thema dauerhafter Rettungsschirm und Fiskalpakt vor dem Bundesverfasssungsgericht außen vor zu lassen. Unverzüglich nutzte der Fraktionschef eine Verbal-Lücke der Vertreter der Piratenpartei und lockte sie in ein politisches Seminar über die historische Bedeutung dieser Klage. Die Piraten wollten gerade ihren Mund wieder schließen, als ihnen Gysi auch noch erklärte, was ein Arbeiter von der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen halte müsse. Nichts nämlich.

Wann er sich von der politischen Bühne verabschieden wird, hat Gysi gestern Abend in seiner Sendung offen gelassen. Wenn er sich aber nicht sehr schnell von der Talkshow-Bühne verabschiedet, werden immer mehr potenzielle Gäste Einladungen ausschlagen, sobald sie erfahren, dass der Fraktionschef der Linken da ist.

Die beiden Piraten sollten gelernt haben, dass man Probleme auch in Worte fassen können muss, das Autorenpaar sollte sich aufs Schreiben beschränken.

Montag, 16. Juli 2012

Strafantrag gestellt

Mutter aus Münster zeigt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an

Manchmal habe ich einen Traum: In Braunschweig gibt es einen anonymen Wohltäter, der auf dem Postweg Spenden verteilt. So einer müsste sich auch einmal bei mir einstellen. Damit ich nicht immer auf dem finanziellen Zahnfleisch gehe, weil ich Menschen helfe, die Probleme mit sozialen Einrichtungen, Jugendämtern, Kinderheimen und anderen Organisationen haben.

Ist mir heute von einer ehemaligen Klientin der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch erzählt worden: Als ihre Großmutter im Sterben lag, wurde sie von einer Mitarbeiterin der Einrichtung begleitet. Die blieb nicht draußen, als sich diese Enkelin für immer von ihrer Oma verabschieden wollte.

So viel Pietätlosigkeit ist für mich ein Alptraum. Wie die Tatsache, dass Jugendämter Geschwister trennen, weil die Eltern angeblich versagt haben.

Ist mir heute von einer Mutter aus Münster erzählt worden: Sie hat deswegen jetzt gegen die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, gegen den Justizminister und die Familienministerin des Landes Strafantrag gestellt. Diese Mutter meint: Diese Spitzenpolitiker sind die Ersten, die auf die Einhaltung der Gesetze und auf die Einhaltung von Menschenrechtskonventionen, die Deutschland unterschrieben hat, achten und gegen jeden Verstoß einschreiten müssen.

In Hannover hat es bis Anfang 2010 eine Anlaufstelle der Therapiekette Niedersachsen gegeben. Die beriet Hilfesuchende und empfahl Einrichtungen, die zu dieser Kette gehören.

Ist mir heute geschehen: Der für diese Anlaufstelle zuständig gewesene Mitarbeiter ist nun Gebäudemanager der Step gGmbH in Hannover. Auf Kritik an der Arbeit der Therapiekette Niedersachsen reagierte er in einer mail mit dem Hinweis, dass ihn dieses Thema  "nicht die Bohne" interessiere...

Da solch ein anonymer Spender, wie der aus Braunschweig, wohl ein Traum bleiben wird, wären in der Wirklichkeit auch Bestellungen meiner Bücher, die bei www.lulu.com erschienen sind, was Feines...


Sonntag, 15. Juli 2012

Ton, Steine, Scherben

Über den Tod der politischen Kultur

Ton, Steine, Scherben und kein schöner Juli-Mond: Wie die Grünen in den Bundestagswahlkampf ziehen wollen, wissen sie noch nicht. Die Gutbetuchten, die diese Partei gern wählen, könnten sich auch für die FDP entscheiden, sobald die Liberalen Guido Westerwelle und Philipp Rösler los geworden sind, die Freaks, die mit Augenklappe die Wahlkabinen entern, sind derart mit Trollen beschäftigt, dass sie sich mit politischen Alternativen gar nicht mehr befassen können, sobald die täglich alle Schmutz-mails gelesen haben, fällt denen das linke Auge zu.

Deswegen fallen jetzt die Grünen übereinander her. Parteichefin Claudia Roth und Parteichef Cem Özdemir sind sich nicht grün mit der Bundesgeschäftsführererin Steffi Lemke. Die hätten sie am Dienstag bei einem Treffen des Bundesvorstandes am liebsten grün und blau geschlagen. Wäre die erst blau, gäbe es für sie keinen Platz mehr in dieser Öko-Bewegung, die dermaleinst die Schöpfung bewahren wollte, bis sie in die Machtpolitik wechselte, wo nicht geschöpft, sondern getrickst wird.

"Zerreißt es die Grünen?" fragt heute die "Bild am Sonntag". Sicher nicht. Irgendwann werden die sich schon einig, wer die Hallen und Plätze für Wahlkampfveranstaltungen mietet, denn nach der Wahl wollen sie mit der SPD die Macht pachten. Die Zinsen bezahlt das Volk. Je kindischer sich Politikerinnen und Politiker verhalten, desto höher werden die.

Claudia Roth hat von 1982 bis 1985 "Ton Steine Scherben" gemanagt. Dann waren sie pleite. Rio Reiser sang allein weiter, bis er 1996 starb. Wie schon viel früher die politische Kultur.

Samstag, 14. Juli 2012

Streit beigelegt

Sensationelle Wende vor Untergang der "Titanic"/Papst von Ehefrau besänftigt

Das ist katholische Satire-Liebe: Bei einem Geheimtreffen, über das Stillschweigen vereinbart wurde, haben Papst Benedikt und "Titanic"-Chefredakteur Leo Fischer das Gerichts-Beil begraben. Die Ehefrau des Heiligen Vater soll dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie besänftigte ihren Ehemann, der mit dem Papstmobil heute kurz vor 14 Uhr den Treffpunkt in Münster erreichte. Man traf sich in Ostwestfalen, weil dort keine Papa-Razzi herumlungern.

Das Versöhnungstreffen fand bei einem Mittagessen in der Kapelle des Sankt-Mauritz-Kinderheimes statt. Als Vorspeise gab es Apostel Johannes-Beeren auf Hostie, als Hauptgang Protestantenjäger-Schnitzel mit Hell-Potatoes und zum Nachtisch Sektenstachel-Beeren mit Der Herr sei bei uns-Sahne.

Benedikt versicherte Leo Fischer, dass er Satire schon immer gemocht habe, denn sonst wäre er auch nicht in dieses Amt gekommen, der "Titanic"-Chefredakteur bedankte sich dafür mit dem Hinweis, dass er Kondome schon immer abgelehnt habe, weil es die in seiner Größe nicht gebe.

Bei einer Tasse Kaffee erzählte die Ehefrau des Papstes, wann sie ihren Ehemann kennengelernt hat. Das sei in Lourdes gewesen, als sie von ihrer Frigidität geheilt worden sei. Benedikt, der damals noch Joseph Ratzinger hieß, habe 14 Tage später um ihre Hand angehalten, weil er alles andere an ihr inzwischen gekannt habe, sie aber bis dahin bei jedem Rendezvous Handschuhe getragen hatte. Die Hochzeit fand am 24. Dezember 1968 in Altötting statt. Denn - so Frau Benedikt: "So jung sind wir da ja nicht mehr gewesen."

Nach diesem Treffen startet Leo Fischer in der "Titanic" eine Gott-will-Serie. Dazu der Chefredakteur: "Wir hoffen, dass nach Abschluss der Serie alle unsere Leserinnen und Leser katholisch geworden sind." Den Papst werde man nie wieder als undicht darstellen, der Heilige Vater bekomme einen Beratervertrag mit Verschwiegenheitsklausel. Dann könne er alles bei sich behalten.

Freitag, 13. Juli 2012

Gefälschtes Video

In Bern vögeln Paare am Straßenrand?

Sogar in der Schweiz gelten die Berner als langsam. Bevor die an der Kinokasse eine Eintrittskarte gekauft haben, ist der Film zu Ende. Hochzeiten ziehen sich hin, weil Paare Jahre brauchen, bis sie das Ja-Wort über die Lippen gebracht haben. Das Bankgeheimnis ist bei ihnen bestens aufgehoben. Von den Spielen des Hauptstadtclubs gibt es keine slow motion. Die Young Boys spielen am Sonntag zuhause. Anpfiff ist um 16 Uhr. Aber nur für den Gast aus Sankt Gallen. Bis die Gastgeber auf dem Platz sind, ist auch der erste Zuschauer im Stadion. Also so gegen 17.15 Uhr.

Und da soll ich glauben, was mir die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" per scharfem Video, das sehr unscharf ist, vorgaukeln will? Demnach soll ein Mann aus Bern einer Frau aus Bern auf offener Straße die Kleider vom Leib gerissen, sich selbst nackt gemacht und dann mit ihr eine Nummer geschoben haben, die man nicht einmal in Paris zu sehen bekommt?

Als ich in Luzern gewohnt habe, sträubte sich meine Freundin gegen eine Fahrt nach Bern. Der könne nur meinen guten Eindruck von der Schweiz zunichte machen. Dass sie das tat, weil es Paare dort am Straßenrand treiben, glaube ich nicht. So prüde war die nicht...

Das gefälschte Video aus Bern

Donnerstag, 12. Juli 2012

Papst in Hamburg

Der Chef wehrt sich zu Recht

"Der Papst war auch schon da", singt Marius Müller-Westernhagen in einem Lied über "Freiheit". Das gilt jetzt auch für das Hamburger Landgericht. Dort hat Benedikt eine einstweilige Verfügung gegen Titelbilder der Satire-Zeitschrift "Titanic" erwirkt. Dagegen will sich Chefredakteur Leo Fischer wehren. Vorher hat er aber erst einmal ein Glas Sekt geleert. Denn mehr Werbung geht nicht.

Wer bisher die katholische Kirche für einen Trachtenverein zum gelegentlichen Absingen religiöser Lieder und zur Pflege von Aberglauben an geheimnissvolle Tücher, Wunderheilungen in Lourdes und Sündenvergebung mittels eines Spruches gehalten hat, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Auch dieser Milliardenkonzern, der nicht nur päpstliche Gewänder regelmäßig so gründlich wäscht, dass vorne und hinten gar keine Flecken entstehen können, sondern auch Geldscheine, die sonst niemand mehr anfassen würde, weiß, wo er sich zu wehren hat.

Vor dem Hamburger Landgericht selbstverständlich, wo Michael Ballack die Vermutung, seine Karriere als Fußballer sei beendet, ebenso verbieten ließ wie Altkanzler Gerhard Schröder die Anmerkung, seine Haare seien möglicherweise gefärbt. Auch die Zeugen Jehovas wissen, was sie an diesem Gericht haben. Die wetzen fast so oft nach Hamburg wie ihre Anhänger in den Königreichssaal. Psychosekten lieben dieses Gericht ebenfalls. Eine hat mir in Hamburg sogar die Verbreitung der Wahrheit verbieten lassen, weil ich mit der Wahrheit den Eindruck erwecke, die Psychosekte lüge.

Der Papst dagegen erweckt gelegentlich den Eindruck, er stehe in der Nachfolge Jesu und sei dort anzusiedeln, wo vor 2000 Jahren Petrus gewesen ist. Petrus sollte seinerzeit die andere Backe hinhalten, wenn man ihm auf die eine geschlagen hatte. Von Arschbacken war da nicht die Rede - und genau dort liegt der Fehler von "Titanic" - deswegen wehrt sich der Papst zu Recht...

Die fünf besten wordpress-Beiträge über den Papst auf der "Titanic"

Dienstag, 10. Juli 2012

Heim ins Bild-Reich

Der letzte Donald kehrt heim. Foto:
Heinz-Peter Tjaden




















Der letzte Donald auf dem Heimweg

Hör zu: Aus unerfindlichen Gründen kann der Springer-Konzern seine Zeitschriften und Zeitungen nicht für sich behalten. Sie liegen in Kiosken herum, wo sie Kindern den Blick auf die Süßigkeiten versperren, werden an Bahnhöfen verkauft, weswegen der ICE von München nach Berlin schon nicht mehr in Wolfsburg hält, nehmen in Supermärkten vielen Sonderangeboten den Platz weg.

Da hat Kai Diekmann als "Bild"-Chefredakteur, der nicht ans Telefon geht, wenn ein Bundespräsident anruft, sondern den Anrufbeantworter laufen lässt, die nach seiner irrigen Auffassung geniale Idee gehabt: Am 23. Juni 2012 müllen wir nicht Kioske, Bahnhofsbuchhandlungen und Supermärkte voll, sondern jeden Briefkasten in Deutschland. Postbotinnen und Postboten beschleunigten ihre dienstlichen Radtouren, damit dieses Geschenk mit Donald auf der Titelseite auch überall vor Mitternacht ankam.

Doch eine Ente wie Donald ist sentimental und lungert lieber zuhause herum. Diesem Wunsch konnte von mir entsprochen werden. Gemäß dem Motto, dass der Springer-Verlag seine Zeitschriften und Zeitungen für sich behalten sollte, schickte ich unzählige wieder zurück. Heute ist der letzte Donald heimgekehrt.

Die Aktion in einem Bilderbogen

Freitag, 6. Juli 2012

Erfolgreichster Krimiband












Damit durfte Schimanki nicht kommen...

...ist 1992 erschienen und mein erfolgreichster Krimiband, denn es ist auch meine einzige Krimi-Sammlung. Viele Geschichten trugen sich schnell mit Abwanderungsgedanken, tauchten in Anthologien und in einem schwedischen Schulbuch wieder auf. Jetzt - mit einer Millionenauflage im Gepäck - kehren sie wieder in meine Heimatstadt Wilhelmshaven zurück, sind von mir kurz vor meiner Wohnungstür eingefangen worden und werden von mir im Internet verewigt.

Und zwar hier

Paparazzi beobachten


Scientologen, die Katie Holmes beobachten?

Tom Cruise hat sich in dem Psychoverein Scientology auf Platz 3 hoch geauditingt. Hängt man an diese 3 eine zweite 3, kommt man mühelos auf das Alter, in dem sich Frauen von ihm trennen. Mit 33. Was für 3 Frauen gilt. Die dritte ist Katie Holmes, die seit der Trennung von Tom Cruise von 3 Männern beschattet wird. Zwei sind angeblich Scientologen, der dritte ein Paparazzi, der amerikanischen Sensationsreportern versichert: "Journalisten sind die anderen beiden nicht." Deswegen hat der "stern" eine Anfrage nach Los Angeles geschickt: "Sind die beiden Männer, die nicht Journalisten sind, etwa Scientologen?" Die Antwort steht noch aus. In der wird sicherlich stehen: "Yes, we can!"

Jüngst hat Tom Cruise einen Mann gespielt, der einen Verbrecher umbringen wollte. Der hatte im Jahre 33 des vorigen Jahrhunderts in Deutschland die Macht an sich gerissen. Auf die Idee, auch dies in die Verschwörungstheorie einzubauen, ist bislang niemand gekommen.

Wenn man in Deutschland etwas über Scientology in den Medien verbreiten muss, wird stets eine Hamburgerin gefragt. Die ist sicher: Scientology kämpft um Suri. Das ist das Kind des Platz 3-Scientologen und der Abtrünnigen, die laut "stern" bestens Bescheid weiß über das "Innenleben" des Psychovereins. Was aber auch für Tom Cruise gilt. Dass der jetzt auch beobachtet wird, berichtet niemand. Kommt vielleicht noch. Die Hamburgerin, die stets gefragt werden muss, recherchiert möglicherweise noch.

Auf eine Idee kommt allerdings niemand. Die ist: Dass Katie Holmes seit der Trennung unablässig von zwei Männern, die keine Journalisten sind, beobachtet wird, könnte ihr derzeit genauso lästig sein wie die Beobachtung durch Paparazzi. Ist das so, dann ist nach ihrer Meinung keiner besser als der andere. Damit hätte sie Recht. Als Frau - und als Mutter...

Mittwoch, 4. Juli 2012

Fürchterlich

Ein Gespenst im Internet
Es geht ein Gespenst um im Internet: Die blogs, die in Wilhelmshaven in der Krummen Straße 1 täglich aktualisiert werden. Gefürchtet werden sie von den Zeugen Jehovas, die ein blog vergeblich verbieten lassen wollten, vom Verleger des "Neuen Wilhelmshaven" (NW, ehemals "Wilhelmshavener Zeitung", WZ), von Jugendämtern, die täglich die Berichte lesen und Eltern vor ähnlicher Kritik warnen, wenn sie nicht lange Zeit auf ihre Kinder verzichten wollen, von Abzockern, die Anwälte ein- und dann wieder ausschalten, von sozialen Einrichtungen, die Geld verschwenden.

Mehr über das internette Gespenst