Samstag, 30. Juni 2012

Cruise vs Holmes

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In dieser Ehe ist nichts mehr clear

Alles clear? Sie beherrschen die Zeit. Sie beherrschen den Raum. Sie werden nicht mehr krank. Aber was ihre Frauen machen, wissen sie nicht? Tom Cruise gibt viel Geld für die Scientology Church aus, damit die einen Geheimdienst finanzieren kann. Der beobachtet offenbar doch nicht jeden, obwohl das gelegentlich behauptet wird.

Sogar Ingo Heinemann von der Aktion geistige und psychische Freiheit (AGPF) aus Bonn meint, dass er beobachtet worden ist. Die Hamburger Scientology-Expertin Ursula Caberta wurde angeblich nicht nur von diesem Psychoverein beobachtet, sondern vor Jahren auch von einer Münchnerin, die sich mit demselben Thema beschäftigte. Man sah sich vor Gericht. Derlei beobachtete die Öffentlichkeit ein wenig erstaunt.

Wie jetzt die Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen muss, dass trotz der von L. Ron Hubbard gebauten Brücke zur geistigen Gesundheit die Differenzen zwischen Katie Holmes und Tom Cruise "unüberbrückbar" sein sollen. Irgendwann versagt eben jeder Psycho-Guru. Mit oder ohne Geheimdienst. An wem mag´s sonst noch gelegen haben? Am Geistwesen Tom, der Besitz ergriffen hat von Cruise, sich aber mit dem Geistwesen Katie von Holmes nicht vertrug?

Oder lag es an der allabendlichen Frage "Alles clear?" mit der das Geistwesen Tom und der Schauspieler Cruise irgendwann ihrer Ehefrau derart auf die dianetischen Nerven gegangen sind, bis sie nur noch antworten konnte "Eher preclear"?

Jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne...

Freitag, 29. Juni 2012

Gauck, der Schweiger

Will das Volk eigentlich, was es will?

"Beobachtet der Bundespräsident, wenn er überhaupt einmal in Berlin ist, das Sternenzelt und freut sich darüber, dass seit seinem Amtsantritt dort auch sein "Leitstern Freiheit" leuchtet - und zwar heller als alle anderen? Oder feilt Joachim Gauck, wenn er überhaupt einmal in Berlin ist, an seinen Reden, damit die im Ausland endlich das tun, wozu er gar keine Zeit hat? Den Bürger ernst nehmen nämlich, damit die Kluft zwischen Politikern und Wählern nicht noch größer wird."

Diese Fragen habe ich am 5. Juni 2012 ins Netz gestellt. Bereits gut drei Monate nach seiner Wahl gilt wohl auch schon für Joachim Gauck, was für die meisten Politikerinnen und Politiker gilt: Entweder kennen sie keine Bürger oder sie kennen die Alltagsprobleme von Bürgern nicht.

Spitzenpolitiker empfangen gern einmal im Jahr Menschen, die sich ohne viele Worte für andere einsetzen und wundern sich darüber, dass es solche Menschen noch gibt. Denn an den anderen 364 Tagen im Jahr treffen sie solche Leute sehr selten. Häufiger begegnen sie Politiker gewordenen Streithähnen, die sich auf Hörensagen, also auf Umfragen verlassen und deswegen bei jeder Gelegenheit behaupten: "Die Mehrheit will das nicht."

Klingt besonders putzig bei FDP und Grünen, die angeblich bei jeder Gelegenheit Volkes Wille verkünden, bei Wahlen aber nie die Mehrheit bekommen, für die sie angeblich sprechen. Dafür könnte es zwei Erklärungen geben: Die Umfrageergebnisse stimmen nicht oder die Mehrheit will gar nicht, was sie will. Deswegen wird es höchste Zeit für eine entsprechende Umfrage... 

Donnerstag, 28. Juni 2012

Das Künast-Smiley

Betreuungsgeld ist
rückwärtsgewandte
Seehofer-Erpressung













Nur eine Babyklappe hätte mich noch retten können

Wenn Renate Künast meine Mutter wäre, hätte ich im zarten Alter von drei Monaten meine Windeln gepackt und wäre in einer Babyklappe verschwunden. Für mich ist die Fraktionsvorsitzende der Grünen die Frau gewordene Franz Josef Strauß. Wie weiland der Ministerpräsident von Bayern gegen die Friedensbewegung giftet sie gegen das Betreuungsgeld, das sich Horst Seehofer hat in den Koalitionsvertrag schreiben lassen.

Love, Peace and Rock´n´Roll, Frau Künast! Die Erziehung der Kinder ist zuerst einmal Aufgabe der Familie. Steht so im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Oder wollen Sie wieder vom Verfassungsschutz beobachtet werden, weil Sie die Verfassung nicht gelesen haben? Für die Erziehung von Kindern in Familien gibt es viele gute Gründe. Keiner davon ist bildungsfern.

Dass Eltern ihre Kinder immer früher in eine Einrichtung schicken müssen, ist kein gutes, sondern ein schlechtes Zeichen. Der Weg dorthin ist gepflastert mit einem Versagen der Politik nach dem anderen, am Wegesrand stehen Ideologiegebäude, in denen sich immer noch viele verschanzen.

Immerhin dürfen Kindertagesstätten inzwischen in Wohngebieten gebaut werden, weil Kinder, die beim Spielen und Herumtoben so laut sind wie Renate Künsast bei ihren Reden im Deutschen Bundestag, nicht mehr als Gefahr für die Umwelt eingestuft werden, aber viele Einrichtungen sind zu einer Betreuung, die man jedem Kind wünschen würde, gar nicht in der Lage. Da Erzieherinnen und Erzieher auch noch schlecht bezahlt werden, sind in Kindertagesstätten Männer so selten wie Weltklassefußballer in Österreich. So werden aus den Kleinen Halbwaisen.

Wer das Übel nicht bei der Wurzel packt, hat bald überall Wurzeln. So mancher Arbeitgeber droht immer noch mit negativen Konsequenzen, wenn jemand ein Kind an den Arbeitsplatz mitbringt, weil Oma und Opa krank geworden und Hort oder Kindertagesstätte geschlossen sind. Wollen sich Mutter und Vater einen Arbeitsplatz teilen, bekommen sie ihre Papiere. Tun sich Eltern zusammen, bauen Bürokraten ein Hindernis nach dem anderen auf.

Neue Modelle müssen her, neue Modelle in der Arbeitsmarkt-, in der Bildungs- und in der Familienpolitik. Die sollten von Experten entwickelt werden. Also von Müttern, Vätern und Kindern. Niemand sollte Eltern die Zeit stehlen, die sie mit ihren Kindern verbringen wollen...





Samstag, 23. Juni 2012

Wir sind Ente?


Sammelstelle: Bald macht sich "Frei-Bild" wieder auf den
Rückweg zu Kai Diekmann. Foto: Tjaden













"Frei-Bild": Zurück an Absender Kai Diekmann

Donald Duck ist ein bisschen schusselig: Begriffen hat er aber, dass die 41 Millionen Exemplare, die heute in den Briefkästen steckten, für die Empfängerinnen und Empfänger kostenlos sind. Die Kosten  trägt der Axel-Springer-Verlag, der den 60. Geburtstag seines erfolgreichsten Druckerzeugnisses feiert. Aber nicht mit allen. Mag sich Donald Duck in seinem Grußwort auf der Titelseite noch so sehr freuen, nicht überall ist Entenhausen. Manche lassen sich nicht zur Ente machen.

Für den feierlichen Anlass hat sich "Frei-Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann einen Drei-Tage-Bart zugelegt. Ohne macht er ab Montag wieder Freiwild. "Machen Sie sich ein Bild von Bild", schreibt er. Auf Seite 3 werden "Die Kanzler bei Bild" abgebildet: Willy Brandt raucht bei einem Telefonat mit einem Leser am 22. April 1971 im Bonner Büro des Axel-Springer-Blattes. Früher hat meistens dabei gestanden, dass dieser Sozialdemokrat dermaleinst Herbert Frahm hieß und unehelich war. Die Ostpolitik der Brandt-Regierung begleitete "Bild" mit einer Hetzkampagne. Bis Willy Brandt dermaßen aus der Haut fuhr, dass er gesagt haben soll: "Woher wissen diese Arschlöcher eigentlich, was ich denke?"

"Diese Schlagzeilen werden Sie auch in 60 Jahren nie lesen", verspricht "Frei-Bild" auf der letzten Seite. Eine davon soll sein "Hartz Bier - Linke verspricht Freibier für alle". So einen Scheiß wollen viele wirklich nicht lesen, deswegen gibt es in Wilhelmshaven jetzt eine Sammelstelle für die Gratisexemplare. Die werden mit dem Vermerk "Zurück an Absender" in gelben Kästen versenkt. Was die Post heute ausgetragen hat, darf sie in den nächsten Tagen auch wieder zurücktragen.

Die "Frei-Bild"-Sammelstellen

Montag, 18. Juni 2012

Nächste Woche in "Bild"

Diese Briefmarke muss nicht sein.

Wir sind auf Rücksendung

Jede Leserin und jeder Leser meiner Internet-Seiten über den JadeWeserPort ist 79 Cent wert, jede Ausgabe der "Bild"-Zeitung 60 Cent. Diesen Vorsprung hielte ich gern.

"Am Anfang war das Bild. Genauer gesagt: am 24. Juni 1952. Eine ganz neue Zeitung sollte es sein, ein revolutionäres Konzept in Form wie Inhalt – „Deutschlands modernste Zeitung“. Eine Bild-Zeitung eben. Am ersten Tag kostenlos, danach für einen Groschen, also zehn Pfennig", schreibt der ehemalige "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust in einer "Bild"-Serie.

Kostenlos soll auch die Ausgabe vom 23. Juni 2012 sein. In jedem deutschen Briefkasten steckt am Samstag eine "Bild"-Zeitung. Fischverkäufer, die irgendwo auf einem Wochenmarkt stehen, werden sich darüber freuen. Doch nicht alle Deutschen verkaufen Fisch. Was machen die mit dem kostenlosen Exemplar?

Sogar der Springer-Verlag gibt zu, dass sich viele über die "Bild"-Zeitung ärgern und sie einfach nicht mögen. Mögen die doch meine Idee haben. Die da wäre: Das kostenlose Exemplar aus dem Briefkasten holen, in einen Umschlag stecken und ohne Axel-Springer-Briefmarke zurückschicken an

BILD
Axel-Springer-Strasse 65
10969 Berlin

Die Absenderangabe sollte man aus zur "Bild"-Zeitung passenden Schlichtheitsgründen vergessen. Vergessen werden darf auch die Annahme, dass nächste Woche eine der "Bild"-Schlagzeilen "Wir sind auf Rücksendung" lauten wird.

Sonntag, 17. Juni 2012

Die Grüne Jugend

Rennt ins Abseits und fühlt sich wohl dabei

"Der Party-Patriotismus rund um den Fußball läßt sich davon nicht trennen. Er lässt sich auch nicht trennen von der alten Zwangsgemeinschaft Nation. Die Trennung zwischen guten PatriotInnen und schmuddeligen NationalistInnen gibt es nicht; der positive Bezug zum eigenen „Vaterland“ bedeutet immer auch die Abwertung von Anderen, weil sie zum Beispiel AusländerInnen sind oder homosexuell. Das widerspricht zwar den gefühlten Erlebnissen und erst recht den Wünschen der meisten Beteiligten, lässt sich aber empirisch nachweisen: Der Bielefelder Soziologe Heitmeyer hat vor und nach der WM in Deutschland im Jahre 2006 Menschen befragt und festgestellt, dass Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit während der WM angestiegen waren."

Rennt die Grüne Jugend auf ihren Internet-Seiten ins Abseits, denn gleiche Höhe mit Fans, die während eines Fußballturniers Flagge zeigen, mögen sie nicht. Wenn allerdings irgendwo Eishockey gespielt wird, ist die Grüne Jugend so schweigsam wie die Berichterstattung in den Medien mager, was ich immer wieder schade finde, weil ich einen Eishockeyspieler, der auf Schlittschuhen die Gegner umkurvt, dabei auch noch den Puck am Schläger mitführt und im richtigen Moment passt oder abzieht, mehr bewundere als jeden noch so genialen Fußballer. Die Abwertung von Anderen ist also auch der Grünen Jugend nicht fremd, denn sonst würde sie auch bei Eishockeyturnieren jede Form der Begeisterung für die deutsche Mannschaft verurteilen.

Von der Grünen Jugend gefordert werden muss deshalb ganz dringend gleicher Schwachsinn für alle Sportarten, wo immer sie auch ausgetragen und bejubelt werden. Denn Party-Patriotismus während eines Fußballturniers unterscheidet sich nicht von Party-Patriotismus bei Eishockey-  oder Handballturnieren. Außerdem muss beim Public Viewing endlich jede und jeder darauf hingewiesen werden, dass sie oder er sich keinesfalls als Ausländerfeindin oder Ausländerfeind neben einen Fan aus Spanien, England, Frankreich, Griechenland, Tschechien...setzen darf.

Unverzüglich aufgeklärt werden müssen von der Grünen Jugend auch jene Homosexuellen aller Nationen, die derzeit bei Fußballspielen mitfiebern und sich so selbst in den Rücken fallen. Schon Mao hat gewusst: "Der Freund deines Feindes kann niemals dein Freund sein." Was selbstverständlich auch für Heterosexuelle gilt. Mischehen von Fußballfans mit allen Anständigen, die deshalb die Ansichten der Grünen Jugend teilen, sind sogleich zu verbieten.

Früher ist das noch etwas anders gewesen: Da unterschieden Leute, die sich deshalb für links hielten, zwischen Fußballmannschaften aus der BRD (die waren immer schlecht) und Fußballmannschaften aus der DDR (die waren immer gut)...

 


Freitag, 15. Juni 2012

UEFA-Euro 2012

Fans aus Irland machen die schönsten Spiele

Von jedem Turnier bleiben Spiele in Erinnerung: Schnellingers Bein schnellt in letzter Sekunde zum Ball, der ins Tor fliegt, Uwe Seeler verlässt mit hängendem Kopf den Rasen, Franz Beckenbauer verliert sich nach dem Abpfiff in Gedanken, Miller aus Kamerun beweist, dass man nicht unbedingt wissen muss, wie alt man ist, wenn man die Gegner wie Slalomstangen umkurvt, Rahn müsste nicht nur, er kommt aus dem Hintergrund, Zidane verteidigt die Familienehre und wird deswegen vom Platz gestellt - und nun die Fans aus Irland.

Während die eigene Mannschaft auf dem Rasen von Spanien eine Lektion erteilt bekommt, singen und feiern sie, jubeln sich auf den Video-Würfel, während sich Trapattoni am liebsten verstecken würde, sobald Iniesta und Xavi zum nächsten Tanz um den kreisenden Ball einladen. Gäbe es eine Fan-Europameisterschaft - die Iren gewännen sie, und zwar nicht nur mit einem Klassenunterschied wie es den gestern Abend zwischen Spanien und Irland gegeben hat.

Da mag man gar nicht daran denken, was wahrscheinlich geschähe, wenn sich im Viertelfinale Deutschland und Polen gegenüber stünden. Der Fußball-Gott möge das verhindern...Oder den deutschen und polnischen Hooligans wenigstens für ein paar Stunden Verstand leihen.

Wie ihn mein Jagdterrier Mike Tjaden als Orakel-Hund beweist.

Sonntag, 10. Juni 2012

Ein Jagdterrier orakelt

Wieder hat Orakel-Hund Mike Tjaden vor dem Einschlafen
das "kicker"-Sonderheft zur Euro 2012 studiert.















Jagdterrier Mike Tjaden
Sagt vorher, was nachher bei der Euro 2012 geschieht
Hier staunen

Donnerstag, 7. Juni 2012

Toter schwänzt

Abstimmungen im Schweizer Nationalrat

Dass Ruedi Lustenberger nicht immer Lust hat, seine Schweizer Käsebrote im Parlament zu essen, sondern lieber am Vierwaldstätter See in der Sonne sitzt und dort einen Milchkaffee genießt, mag verständlich sein, dass aber auch Otto Ineichen immer häufiger Abstimmungen im Nationalrat schwänzt, versteht nur noch die Boulevardzeitung "Blick".

Warum ist dieser freie Demokrat aus Luzern so sitzungsfaul geworden? Warum scheut er die Reise nach Bern? Weil es zuhause viel schöner ist? Schaut man sich die Liste der Schwänzer auf www.politnetz.ch ganz genau an, fällt einem ein anderer Grund auf. Denn hinter dem Namen dieses Politikers steht ein Kreuz.

Da sich in der Schweiz jemand, der für Transparenz sorgen will, auch darum kümmert, warum ein Politiker fehlt, streicht er einen Toten nicht einfach aus der Schwänzer-Liste, zumal für jeden von uns der Tod ein wichtiger Grund sein kann, irgendwo nicht mehr aufzutauchen. Es sei denn als Wasserleiche aus dem Vierwaldstätter See. Aber nicht unbedingt als Nationalrat in Bern.

Der "Blick" jedoch findet makaber, was auf www.politnetz.ch geschieht, und verteidigt deswegen das Fehl-Verhalten von Otto Ineichen. Solche Fürsprecher brauchen freie Demokraten inzwischen nicht nur in der Schweiz...

Dienstag, 5. Juni 2012

Meinungsfreiheit

Die letzte Ausgabe von 2sechs3acht4.
















Ist auf dem Printmedien-Markt ein Verfassungsmärchen

Heute vor acht Jahren haben wir mitten in der Gründungsphase für eine Wochenzeitung in Wilhelmshaven gesteckt. Ende Juni 2004 erschien die erste Ausgabe. Doch mit Konkurrenz an der Jade war der Brune-Mettcker-Verlag als Herausgeberin einer Tageszeitung und von zwei Wochenzeitungen nicht einverstanden. Innerhalb von sieben Tagen stampfte er mit "Szene Wilhelmshaven" ein drittes Anzeigenblatt aus dem Medienboden, das ebenfalls am Freitag verteilt wurde.

Da der Redakteur, der für diese Antwort auf 2sechs3acht4 zuständig war, schwach auf der Ideen-Brust war, kupferte er unser "Girl der Woche" ab, das Werbung für lokale Unternehmen machte. Dann übernahm er auch noch wortwörtlich einen Artikel von mir - ohne Genehmigung und ohne Quellenangabe. So hangelte er sich von Freitag zu Freitag.

Als wir 2sechs3acht4 einstellen mussten, verschwand "Szene Wilhelmshaven" ebenfalls wieder. Da diese Anzeigenzeitung aber nicht völlig in Vergessenheit geraten sollte, sicherte ich mir die Domain

www.szenewilhelmshaven.de

und machte unter

www.zweisechsdreiachtvier.de

im Netz weiter.

Dort gibt es eher Meinungsfreiheit als auf dem Markt der Printmedien...

Montag, 4. Juni 2012

Die Struwwelpetra

Treibt Unfug mit neuen Medien

Wer surft denn da?
Das ist die Struwwelpetra.
Mit den Händen ihren beiden
lassen Fehler sich nicht vermeiden.
Sie surft das ganze Jahr.
Das findet Struwwelpetra wunderbar.
Cool. Ruft da ein jeder. Klar.
Die Kosten trägt die Oh-Mama.

So beginnt das Bilderbuch "Die Struwwelpetra", das ebenfalls von der siebenjährigen Sarah Kodritzki aus Lübeck illustriert wird. Die Kleine hat die ersten Zeichnungen bereits fertig, ist aber noch nicht zufrieden. War beim Bilderbuch "Wenn die Zahlen Kopfstand machen" genauso. Sarah legte eine Schaffenspause ein - und lief dann zu zeichnerischer Höchstform auf. Das gelingt ihr sicherlich erneut.

"Struwwelpetra" treibt allerlei Unfug im Internet und mit anderen modernen Medien. Viele Eltern können davon ein Klagelied singen. Das nicht mehr gesungen werden muss, wenn Vater, Mutter und Kind dieses Bilderbuch lesen, das bei Lulu erscheint, sobald Sarah die Malstifte beiseite gelegt hat, weil ihr alle Werke gefallen, die sie geschaffen hat... Support independent publishing: Buy this e-book on Lulu.

Samstag, 2. Juni 2012

Streisand-Effekt

Wie man Seiten wie Wagniskinder  und Fotos von Anwesen bekannt machen kann

Lang ist es her, da hat die amerikanische Schauspielerin Barbara Streisand eine Schadenersatzerklage klug gefunden, weil jemand im Netz ein Foto von ihrem Anwesen veröffentlicht hatte. Das war gar nicht so leicht zu finden, aber wegen der Klage machten sich viele hartnäckig auf die Suche nach diesem Schnappschuss. So machte Streisand ihr Anwesen bekannt - was sie eigentlich verhindern wollte. Nennt man seither Streisand-Effekt.

Neuerdings gibt es den Stachowske-Effekt. Dieser Sozialpädagoge ist auch so eine Art Schauspieler, der sich nicht nur die Rolle als Therapeut in einer Einrichtung der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg fürstlich entlohnen ließ, sondern von derselben auch noch mehrere 10 000 Euro für Klagen gegen Kritiker in die Hand gedrückt bekam, die für Therapien der Klienten besser ausgegeben worden wären.

Als sich Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Ruthard Stachowske vor dem Hamburger Landgericht eine blutige Nase geholt hatten, bekam Stachowske dafür die Alleinschuld und wurde von der Geschäftsführerin Gisela van der Heijden entlassen. Was er sich nicht gefallen ließ. Er klagte vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg gegen seine Entlassung - und bekommt demnächst eine Abfindung, die bis zu 100 000 Euro beträgen könnte.

Bis es soweit ist, belauern sich nun beide Seiten. Auf Beobachtungsstation ging auch die Finneck-Stiftung, für die Gisela van der Heijden bis Ende 2009 als kaufmännischer Vorstand gearbeitet hat. Bei Telefonaten, in mails, in Schriftsätzen und anonymen Briefen werden Nettigkeiten ausgetauscht, die inzwischen in eingeweihten Kreisen zur Demontage aller Verantwortlichen geführt haben. An dieser Demontage sind stets die anderen schuld. Einsicht ist nicht.

Dafür gibt es für mich jetzt die Aussicht auf eine immer wertvollere URL. Die lautet www.wagniskinder.de Dort will Stachowske jetzt Veröffentlichungen weg haben, die niemand mehr gelesen hat, weil sie sehr alt sind. Da ich aber über Stachowskes Ansinnen berichtet habe, werden diese Beiträge wieder gelesen, und zwar eifriger als jemals zuvor. Was den Preis der URL steigen lässt.

Stachowske-Effekt könnte also demnächst ähnlich bekannt sein wie Streisand-Effekt.