Donnerstag, 31. Mai 2012

Die Satanspriesterin

Wichtige Fragen des Lebens

Eine Satanspriesterin aus Düsseldorf hat mir gegenüber einmal die Vermutung geäußert, dass viele katholische Priester aus der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen häufiger bei ihr seien als in der Kirche. Dem konnte ich nichts entgegenhalten, weil ich nicht wusste, wie oft ein durchschnittlicher katholischer Priester in der Kirche ist.

Auch auf andere wichtige Fragen bekommt man nur selten eine Antwort. Außer man geht mit seinem Hund an einen Fluss, damit er baden kann. Wie ich gestern mit meinem Jagdterrier. Am Ufer lag ein Buch aus einem Verlag der Adventisten. Während mein Hund so vor sich hinschwamm, blätterte ich in diesem Werk und erfuhr Erstaunliches. Der Verfasser wusste genau, wie groß das nächste Paradies sein wird, außerdem verriet er mir, dass 20 Milliarden Menschen in diesem Paradies leben werden. Bis dahin müsse aber noch so einiges erledigt werden, obwohl bereits manches geschehen sei. So erkläre Gott seit 1844 dem Teufel, warum er bei ihm in Ungnade gefallen sei.

Wie lange es dauern wird, bis der Teufel endlich begreift, was er falsch gemacht hat, wusste der Autor allerdings nicht. Dafür war er aber sicher, dass anschließend die 20 Milliarden Menschen, für die das Paradies bestimmt ist, dort leben werden, sobald Gott ihnen 1000 Jahre lang verklickert hat, warum sie so viel Glück haben.

Bescheid bekämen auch alle, die nicht ins Paradies dürfen. Erkenntnis helfe denen aber nicht mehr weiter. Sie seien dem Untergang geweiht. In einem Aufwasch werde dann auch dem Teufel der Garaus gemacht.

Als ich mit meinem Hund weiterradelte, hatte ich begriffen, dass Adventisten mehr über die Zukunft der Menschheit wissen als ich über katholische Priester in Düsseldorf... 

Dienstag, 29. Mai 2012

Bruder gestorben

Acki (Mitte) - ein Kind aus Voslapp.



















Wilhelmshavener BASU-Ratsherr Joachim Tjaden ist tot

In diesem Jahr habe ich oft um das Leben meiner 82-jährigen Mutter gebangt. Sie stürzte im evangelischen Alten- und Pflegeheim Fedderwardergroden, sie erlitt einen Schlaganfall, mit dem Rad pendelte ich zwischen Krankenhaus und Heim hin und her. Meine Mutter überstand jede Krise, ist zwar ein wenig tütelig geworden und schwach auf den Beinen, aber sie lebt, hat es immer ein wenig eilig, will schon eine Stunde vor dem Abendbrot am Tisch sitzen.

Jetzt hat sich der Tod ein anderes Familienmitglied geholt, meinen Bruder Joachim (Acki) Tjaden, der am 20. Juni 56 Jahre alt geworden wäre. Er kam zur Welt, als ich sieben Jahre alt war. Auf dem Weg zum Krankenhaus teilte uns mein Vater mit: "Ihr habt wieder einen Bruder bekommen." Damit war ich gar nicht einverstanden, nach meinem Bruder Detlef wollte ich endlich eine Schwester. Schwestern bekam ich aber erst später.

1972 verließ ich Wilhelmshaven, ich wohnte in Mainz, Luzern, Arad, Hamburg und in Hannover. Der Kontakt zu Acki wurde erst 2001 wieder enger. Ich kandidierte für einen Stadtrat in der Region Hannover, er trat in Wilhelmshaven an. Wir wünschten uns gegenseitig Glück, tauschten Erfahrungen aus, bei Gesprächen in der Küche meiner Eltern ließ er kein gutes Haar am JadeWeserPort. Als ich wieder in Wilhelmshaven wohnte, lud er mich ins Wilhelmshavener Tierheim ein, erzählte von seinen Plänen als Vorsitzender des Tierschutzvereins.

Wann er mit wem Krach bekommen hatte, erfuhr ich aus der Zeitung, nicht von Acki. Über die Gründe schwieg er sich aus. Er blieb ein Fremder in der eigenen Familie. Vieles kam für uns alle überraschend: erst WALLI, dann BASU, erst Wilhelmshavener Tierschutzverein, dann Tierschutz aktiv in Friesland. Alles schien er irgendwie allein zu entscheiden, wenn man etwas von den Organisationen hörte, dann meistens von ihm.

Acki muss mehr Anträge und Pressemitteilungen geschrieben haben als alle anderen Ratsmitglieder zusammen. Als ich Wilhelmshaven verließ, interessierte er sich überhaupt nicht für Politik, er gehörte auch keinem Verein an. Das kam alles viel später - und für seine eigene Familie ebenfalls überraschend.

Jetzt ist Acki tot. Einen Streit, den wir ein paar Monate lang hatten, legten wir kürzlich bei. Wenigstens das glückte uns noch rechtzeitig und gemeinsam...

Samstag, 26. Mai 2012

Schweiz gewinnt

5 :  3-Sieg gegen das Löw-Team

Für alle Fans der Schweizer Nati speichere ich hier für die nächsten 56 Jahre den Bericht der Boulevardzeitung "Blick" über den heutigen Überraschungserfolg.

Fürs internette Poesiealbum

Verschwinden

1. Mai 2012
Verschwunden - verschwindend

Meine Geschichte bewegt sich in irgendeinem Bermuda-Dreieck, in dem sogar eine Verfassungsbeschwerde verschwunden ist. Da die Staatsanwaltschaft Hannover "aus unerfindlichen Gründen eineinhalb Jahre untätig geblieben war" (Landgericht Hildesheim im September 2006 in einem Einstellungsbeschluss), wendete ich mich erst einmal an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der auch nur knapp drei Jahre benötigte, um mir mitzuteilen, dass man nicht zuständig sei, weil ich in Deutschland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hätte. Fiel mir das Bundesverfassungsgericht ein. Das bekam von mir am 15. Dezember 2009 eine Verfassungsbeschwerde wegen der "unerfindlichen Untätigkeit" der hannoverschen Staatsanwaltschaft.

Wie das mit einer Verfassungsbeschwerde läuft, steht in einem Merkblatt. Allerdings wehre ich mich nicht gegen ein bestimmtes Verhalten einer Behörde, sondern gegen ein Nichtverhalten, also gegen die Verschleppung eines Verfahrens, die nicht nur verfassungswidrig ist, sondern auch gegen europäisches Recht verstößt. Mit meinen Protesten gegen diese Untätigkeit bin ich weder beim niedersächsischen Justizministerium noch bei der Generalstaatsanwaltschaft durchgedrungen. Sie taten ebenfalls nichts, dewegen wurden der Staatsanwaltschaft von Hannover in Hildesheim die Leviten gelesen. Der Vorsitzende Richter hielt dem Vertreter der Staatsanwaltschaft eine Standpauke.

Und wer liest nun dem Bundesverfassungsgericht die Leviten, weil ich bis heute nicht einmal eine Eingangsbestätigung für meine Verfassungsbeschwerde bekommen habe?

Fax an das Bundesverfassungsgericht vom 1. Mai 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach fast drei Jahren Warten auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das mich schließlich an das Bundesverfassungsgericht verwies, habe ich am 15. Dezember 2009 Verfassungsbeschwerde eingelegt. Dabei geht es um die Verschleppung eines Ermittlungsverfahrens gegen mich, die im September 2006 vom Hildesheimer Landgericht gerügt worden ist.

Bis heute ist mir weder der Eingang meiner Beschwerde bestätigt worden noch gab es eine Entscheidung. Deswegen frage ich Sie nach dem Verbleib meines Schriftsatzes, der seit einigen Monaten auch der Ehefrau des niedersächsischen Ministerpräsidenten, Dunja McAllister, als Schirmherrin der Opferhilfe Niedersachsen bekannt ist.
Sie können meine Verfassungsbeschwerde auch im Internet unter http://staatsanwaltschafthannover.blogspot.com nachlesen.

Eine Kopie meines Faxes bekommt Bundespräsident Joachim Gauck, der mit mir die Auffassung teilen dürfte, dass niemand das Recht hat, mich seit dem 3. November 2003 von Pontius zu Pilatus zu schicken. Zwischenzeitlich haben sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages und der Rechtsausschuss des Niedersächsischen Landtages gegenseitig die Zuständigkeits-Bälle zugeworfen, bis ich mich gefragt habe, warum jemand, der wegen dieser leidigen Geschichte drei Jobs verloren hat, verhöhnt werden soll. Auch diese Schreiben habe ich im Internet dokumentiert.

26. Mai 2012
Die Antwort des Bundesverfassungsgerichtes
Hier lesen

Freitag, 25. Mai 2012

Farbe bekennen

Ist in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg weitgehend unbekannt

Gisela van der Heijden ist seit fast eineinhalb Jahren Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) wurde Anfang Juli 2011 entlassen. Für die Zeit nach Ruthard Stachowske versprach Gisela van der Heijden:

- Einrichtung einer Hotline für alle Betroffenen

- Einschaltung der Jugendämter und der Familiengerichte zur Klärung noch offener Sorgerechtsfragen

- Einrichtung eines "Runden Tisches" zur Aufarbeitung der TG-Geschichte

- Ein Computerexperte beschäftigt sich auch mit der Frage, warum von meinen Seiten die google-Anzeigen verschwunden sind, mit denen ich einen Teil meiner Arbeit finanzierte

- Überprüfung der Abschlussrechnung des ehemaligen Anwaltes von Ruthard Stachowske und der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg nach der Beendigung aller juristischen Auseinandersetzungen mit einer Ex-Klientin und mit mir

- Verhinderung jeder Zwangsvollstreckungsmaßnahme gegen mich

Die Versprechen eins bis vier sind schnell wieder in Vergessenheit geraten, bei der Einhaltung der Versprechen fünf und sechs schlichen sich angeblich immer wieder Probleme ein, die ich im Alleingang lösen musste. Dabei ist mir zugute gekommen, dass sogar ein Gerichtsvollzieher, der von Stachowske losgeschickt wurde, nach gut zwei Monaten völlig entnervt war von Ankündigungen seitens der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg. Als ich bei ihm zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über meine Vermögensverhältnisse erschien, sagte er nur: "Dass Sie die abgeben, kommt überhaupt nicht infrage."

Schuld sind für Gisela van der Heijden übrigens immer die anderen. In einer mail an so genannte Multiplikatoren verglich sie mich jüngst mit Stachowske. Das war nicht das erste Mal. Die Empfänger solcher mails sind verwundert - weil sie für einen derartigen Vergleich keinen Grund sehen. Nicht einmal das klappt: Auch Gisela van der Heijden kann meinen Ruf nicht beschädigen...

Derweil kommt mir Ruthard Stachowske mit den Web-Killern aus München. Die versprechen ihren Kunden, dass sie Web-Inhalte aus der google-Suchmaschine wieder entfernen können. Weiß ich besser. Als die Zeugen Jehovas ein Verbot meines blogs http://zeugenjehovas.blogspot.com anstrebten, rief mich ein google-Mitarbeiter an und sagte: "Ein Verbot kommt überhaupt nicht infrage. Das haben wir auch den Zeugen Jehovas geantwortet."

Falls also die Web-Killer von google überhaupt eine Antwort bekommen, dann diese. Nicht einmal blogs, in denen Ex-Klientinnen und Ex-Klienten der TG angegriffen und sogar die Namen ihrer Kinder veröffentlicht worden sind, wurden von google entfernt. Daran änderten auch Strafanträge nichts.

In das Schreiben der Web-Killer habe ich zwei Löcher zum Abheften reingehauen. Dann wackelt der Brief im Schnellhefter nicht...

Enttäuscht bin ich von den Anonym-Mädels und von den Anonym-Jungs, die voriges Jahr ein angeblich interaktives blog über mich gestartet haben. Der endete abrupt mit der Ankündigung, man werde nun eine meiner Frauen interviewen. Daraus wurde nichts. Ich hätte für diese Anonym-Mädels und Anonym-Jungs auch ein gutes Wort eingelegt, denn ohne ein solches würden Frauen, mit denen ich zusammen war, sagen: "Mit euch will ich nichts zu tun haben." Zumal eine von ihnen gerade sehr beschäftigt ist mit einer Ausstellung im Rathaus von Barsinghausen...Das Ausstellungsmotto lautet "Farbe bekennen". Derlei ist in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg weitgehend unbekannt.

Die Web-Killer

Donnerstag, 24. Mai 2012

Gut gebrüllt, Carsten Bätge

Von Wahlversprechen und großen Lügen

"Wir leben in einer Staatsform, in der Wahlversprechen die größten Lügen sind und sich kein Regierungsvertreter noch als Beauftragter versteht. Die sogenanten Spitzenpolitiker jeder etablierten Partei sind im eigenen Parteiapparat glatt geschliffen, entscheiden im Parteiinteresse nach Fraktionszwang und handeln nach eigenem Machtkalkül und Karriereplan..." Schreibt heute Carsten Bätge, Helmstedter Landtagskandidat der Piraten-Partei, in einem Beitrag für die "Wilhelmshavener Zeitung".

Schade nur, dass Carsten Bätge das Feld der Pauschal- und Vorurteile nicht verlässt. Auch in der deutschen Nachkriegsgeschichte kennt er sich offenbar nicht sonderlich aus. So ist es beispielsweise nicht wahr, dass "der Wähler" seit Jahrzehnten "keine Atomkraft" will. Die Forderung nach einer "friedlichen Nutzung der Kernkraft" ist bei Demonstrationen häufiger erhoben worden als seinerzeit in Parlamenten. Die Probleme, die diese Nutzung mit sich bringen würde, sind nur von wenigen Experten und dann von den Grünen thematisiert worden, während die Industrie bereits eine solche Anlage testete, die dieser Tage stillgelegt wurde. Auf ein sorgfältiges Genehmigungsverfahren durfte damals  getrost verzichtet werden, denn viele taumelten einer Zukunftstechnologie entgegen, die angeblich alle Energieprobleme löste. Wer fragte schon nach dem Atommüll?

Außerdem werden Spitzenpolitiker nicht nur in Parteiapparaten glatt geschliffen, sondern auch von der öffentlichen Meinung und von den wirtschaftlich Mächtigen, die sich von der Politik nicht einmal dann bändigen lassen würden, wenn jemand den Versuch startete. Zumal jeder Politiker, der sich das wagen würde, mit der Behauptung, er vernichte Arbeitsplätze, sofort Gegenwind von allen Seiten bekäme.

Imponiert haben mir schon immer die Menschen, die mit positiven Veränderungen im Kleinen anfangen, die Projekte auch gegen den Widerstand von Politikern starten, die Initiativen gründen, um Probleme zu lösen. Wenn daraus eines Tages "Alle Macht geht vom Volke aus" werden sollte, könnte man für alle Politiker und Wirtschaftsbosse, die nur ihrem eigenen Karriereplan folgen, einen eigenen Staat gründen, in dem sie sich gegenseitig im Wege stehen...

  


Dienstag, 22. Mai 2012

Montag, 21. Mai 2012

Preetz noch?

Fortuna Düsseldorf soll kein Aufsteiger bleiben

Preetz noch? Hertha BSC Berlin will gegen die heutige Entscheidung des DFB-Sportgerichtes Einspruch einlegen. Gerüttelt werden soll an der Entscheidung, dass es dabei bleibt: Fortuna Düsseldorf ist in die erste Liga aufgestiegen, der Hauptstadt-Club spielt dort, wo er hingehört. Denn in Wowereit-Town können sie drei Dinge nicht: S-Bahn, Flughafen und Fußballmanager.

Der Protest gegen die Wertung des Spiels mag zwar noch arm, aber sexy gewesen sein, weil sich Sportredakteure noch ein paar Tage vertreiben müssen, bis sie sich auf die Fußball-Europameisterschaft konzentrieren können, aber wer will sich schon noch mit Hertha BSC Berlin beschäftigen, wenn Bastian Schweinsteiger dem Meer der Bayern-Tränen wieder entstiegen ist, um als Löw-Boy nie wieder einen Elfmeter an den Innenpfosten zu setzen?

Was ihm in Düsseldorf gar nicht hätte passieren können. Denn während einer Spielunterbrechung wegen einer zwischenzeitlichen Versammlung von Fortuna-Anhängern auf dem deswegen nicht mehr bespielbaren Rasen buddelte ein Fan des Aufsteigers beim Stande von 2 : 2 ausgerechnet in dem Strafraum den Elfmeterpunkt aus, wo vorher die Abwehr der Gäste gestanden hatte. Hätte die in den restlichen Sekunden nach dem Wiederanpfiff noch einen Strafstoß verursacht, wäre der in Ermangelung einer Markierung für die Ballortung gar nicht ausführbar gewesen.

So ist der moderne Fußball in einer Stadt, die viele Jahre als Parkplatz von Köln ein fußballerisches Schattendasein gefristet hat, den wollen wir auch in der Ersten Liga sehen: Mit Fans, die ein Tor umnieten, bevor ein Schuss im Netz zappelt, mit Grillpartys im Innenraum, wenn einem Spiel die Spannung fehlt, mit fröhlichen Anhängern, die mit der Rasenpflege nicht warten, bis irgendso ein herumpfeifender Schiedsrichter meint, dass die Spielzeit beendet ist.

Samstag, 19. Mai 2012

Streisand-Effekt

Warnungen können Werbung sein

Zugegeben: Die blog-Angebote, die wordpress macht, gefallen mir besser als die von google. Aber mit allen meinen Seiten umziehen, möchte ich nicht. Denn ich weiß nicht, ob mir die wachsende Leserschar folgen würde.

Derzeit besonders spannend finde ich "Live Traffic Feed".  Angezeigt wird dort, aus welcher Gegend die Besucherinnen und Besucher stammen, wann sie auf meinen Seiten gewesen sind und was sie gelesen haben.

Erstaunlich finde ich den Ansturm auf mein blog über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch.  Der lässt nicht nach, obwohl ich viele posts aus drei Jahren Berichterstattung über diese Lüneburger Einrichtung aus dem Netz genommen habe.

Die Hauptpersonen sind dort derzeit eine Geschäftsführerin aus Lüneburg, die bis Ende 2009 als kaufmännischer Vorstand für die Finneck-Stiftung bei Erfurt gearbeitet hat, ein Mitarbeiter dieser Stiftung und Anhänger eines in Lüneburg entlassenen Sozialpädagogen, der jenen Stiftungs-Mitarbeiter wohl zu seinen Verbündeten zählen darf.

Dieser Stiftungs-Mitarbeiter hat mich im Februar 2011 angerufen. Er behauptete, dass der ehemalige kaufmännische Vorstand der Finneck-Stiftung überall "eine Spur der Verwüstung" hinterlasse, außerdem sei ihm der Dr.-Titel weggeklagt worden.

Seit einiger Zeit ist die Geschäftsführerin aus Lüneburg nach eigenen Angaben das Opfer von Intrigen. Gleichzeitig erhob sie schwere Vorwürfe gegen die Finneck-Stiftung, mit denen sich nun die Staatsanwaltschaft von Erfurt beschäftigt.

Wenn man bedenkt, dass Finneck-Stiftung und Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch Menschen helfen sollen, kann man sich nur darüber wundern, womit die ihre Zeit verschwenden.

Doch das Spiel wird munter fortgesetzt - und ich soll nicht mehr berichten...Diesen Wunsch haben auch schon andere geäußert. Der Verleger der "Wilhelmshavener Zeitung" beispielsweise, der mir mehrfach mit Klage gedroht hat. Erreicht hat er nur eins. Auch meine Internetseiten über Wilhelmshaven und Friesland sind immer erfolgreicher geworden.

Zwishendurch macht ein Mitarbeiter des Jugendamtes von Münster Werbung für meine Seiten über das "Kinderfeindesland Deutschland", wenn er Eltern nach einem Kindesentzug vor meinen Seiten warnt.

Nun hoffe ich auf ein Bündnis der Genannten. Freuen würde ich mich über Warnungen vor meinen Büchern, die bei Lulu erschienen sind. Dann werde ich Bestsellerautor...

Donnerstag, 17. Mai 2012

In einem andern Land

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24. Januar 1969









Antworteten Politiker noch mit persönlichen Briefen

"In einem andern Land" heißt ein Roman von Ernest Hemingway, der 1929 erschienen ist. 40 Jahre später schrieb mir Willy Brandt einen persönlichen Brief, weil ich ihm als Schüler Fragen gestellt hatte. Für seine Antworten benötigte er nur wenige Tage. Damals war er Vizekanzler und Bundesaußenminister.

Heute ist alles schneller geworden. Nur die Politiker nicht. Bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten habe ich Joachim Gauck meine Broschüre "Zerstreutes Wohnen - Ratgeber für alle ab 70" geschickt. Dafür bedankte er sich bis heute nicht. Auch Stephan Weil, der nächstes Jahr Ministerpräsident von Niedersachsen werden will und nicht wird, raffte sich zu keiner Antwort auf, als meine Broschüre "Ein anderer deutscher Herbst" über die Wendejahre in Hannover und Leipzig auf seinem Schreibtisch gelandet war. Oder hat ihm eine Putzfrau, die morgens das Rathaus der niedersächsischen Landeshauptstadt sauber macht, die Lektüre vor der Oberbürgermeister-Nase weggeschnappt?

Erhard Eppler 10. Mai 1982












1982 erschien eine fiktive Reportage von mir, in der ich Erhard Eppler zum Bundeskanzler machte. Als solcher unterschrieb er 1990 einen Einigungsvertrag mit der DDR. Die Broschüre, in der diese fiktive Reportage vom Werkkreis Literatur der Arbeitswelt herausgegeben worden war, schickte ich ihm. Eppler antwortete handschriftlich und teilte mir mit, dass er irgendwann einmal Kanzler werde, habe ihm gerade noch gefehlt.

Johannes Rau 29. August 1986











1986 kam mit "Streichelnde Worte" mein erster Roman auf den Buchmarkt. Dazu ließ sich der Verlag den folgenden Umschlagtext einfallen: "´Streichelnde Worte´ ist ein Roman aus der Gegenwart. Seine Themen sind Dummheit, Phantasielosigkeit, Abhängigkeit, Korruption, Machtmißbrauch, Gewalt, Liebe, Zärtlichkeit und Prostitution. Der Autor schreibt über eine Generation, die ihren eigenen Weg sucht, scheitert und weitermacht." Johannes Rau fand diese Lektüre anregend, sie habe ihm einen anderen Blick auf den Alltag gewährt, der ihm wichtig sei. Damals war er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, 1987 Kanzlerkandidat der SPD.

Heute dagegen wird getwittert, Bundeskanzlerin Angela Merkel beantwortet im Netz ausgewählte Fragen, bei Facebook veröffentlichen Politiker vorgefertigte Texte, der Gedankenaustausch endet, wo sich Wählerinnen und Wähler eigene Gedanken machen. Hauptsache, viele klicken "I like" an. Irgendwann kommt vielleicht auch noch "I vote for you" hinzu. Aber noch sind die Piraten keine Regierungspartei...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Der Rauswurf

Wird Norbert Röttgen Trainer von Hertha BSC?

"Muttis Klügster" ist nun "Muttis erster Gefeuerter". Nach der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen war Norbert Röttgen schneller kein Umweltminister mehr als gestern in Düsseldorf das Relegationsunterbrechungsspiel zwischen der Fortuna und Hertha BSC Berlin relativ betrachtet beendet werden konnte.

Hertha will gegen die Wertung des Spiels, das gelegentlich mit einem Ball, dann mit Bengalos auf den Tribünen und schließlich mit 1 000 Fans auf dem Rasen ausgetragen wurde, Protest einlegen. Norbert Röttgen jedoch wird gegen seinen Rauswurf wohl keinen Protest einlegen.

"Welt online" schlägt als Bestrafung für Fortuna und Hertha heute mehrere Möglichkeiten vor, die bis hin zum Ausschluss vom Spielbetrieb reichen, der gestern zumindest in der zweiten Halbzeit kaum noch stattgefunden hat. Für Norbert Röttgen dagegen dürfte der Rauswurf aus dem Kabinettsbetrieb gar keine Strafe sein. Der findet schon seit langer Zeit nicht mehr statt. Weshalb Horst Seehofer auch nicht mehr hingeht.

Umweltminister wird nun "Muttis Vertrautester" und Norbert Röttgen sollte sich als Nachfolger von Otto Rehhagel bewerben, falls die Hertha wirklich nicht mehr Bundesligafußball spielen darf. Wo man den Müll entsorgt, den andere produziert haben, müsste er als Umweltminister gelernt haben.



Sonntag, 13. Mai 2012

Rechts

Und rechts gesellt sich gern

"Seine Botschaft: Harte Arbeit, Familie und Glaube seien die Grundpfeiler der amerikanischen Gesellschaft. Seinen persönlichen Glauben erwähnte der Republikaner Romney mit keinem Wort." Warum sollte Mitt Romney Evangelikalen, bei denen er sich nun mit Erfolg anbiedert, verklickern, was er als politisch rechts stehender Mormone glaubt? Dass aus Menschen mit weißer Hautfarbe Menschen mit dunkler Hautfarbe geworden sind, weil sie Gott erzürnten? Nachzulesen in "Das Buch Mormon - Ein weiterer Zeuge fur Jesus Christus": "Und er hatte wegen ihres Übeltuns den Fluch über sie kommen lassen, ja, einen schweren Fluch. Denn siehe, sie hatten ihr Herz gegen ihn verhärtet, so daß es wie ein Kieselstein geworden war. Da sie nun hellhäutig waren und überaus schön und angenehm, ließ der Herr Gott - damit sie für mein Volk keinen Anreiz mehr hätten - ihre Haut dunkel werden." (2. Nephi, 5. Kapitel, Vers 21).

Die Abneigung rechter Evangelikaler in den USA gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe gibt es doch auch ohne solche Zitate. Da muss Einigkeit gar nicht erst hergestellt werden. Auch bei der Diskriminierung von Homosexuellen ist das keinesfalls erforderlich. Da finden rechte Evangelikale und Romney das vermeintlich Passende für ihren Holzweg in der Bibel.

Eigentlich müsste der wahrscheinliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner aus der Geschichte seiner eigenen Glaubensgemeinschaft gelernt haben, wie kurz ein Holzweg ist. So haben Mormonen eine Zeitlang die These vertreten, wenn ein Schwarzer Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft werde, bekomme er eine weiße Hautfarbe, werde also von einem Fluch befreit. Solche Geschichten sind längst eingemottet worden, weil sie lächerlich waren.

Ebenso lächerlich ist hoffentlich für die Mehrheit der Amerikaner die Vorstellung, Romney habe im Weißen Haus mehr zu suchen als seinen Besucherausweis...







Samstag, 12. Mai 2012

Münster-Modell

Gefahr erkannt - leibliche Eltern gebannt

Jetzt läuft es in Münster wie geschmiert für Pflegeeltern (PE´s): Das Jugendamt hat heute im Sankt-Mauritz-Kinderheim ("Katholisch-praktisch-Kind weg") ein Modell zur Bekämpfung der größten Gefahr vorgestellt, die es für Kinder geben kann: leibliche Eltern (lE´s). Schon früh erkannt wurde diese Gefahr von dem Psychologen-Ehepaar Nienstedt und Westermann, das bei der Entwicklung dieses Modells die Kindesentzugs-Führung übernahm.

Für die Kinder der lE´s werden drei Klassen eingeführt: gefährdet mit unter 6 (gu6), gefährdet mit 6 bis 14 (gu14) und gefährdet mit 14 bis 18 (gu18). Festgesetzt wird die Zeit des Kindesentzuges in der Klasse gu6 auf sechs Jahre, in der Klasse gu14 auf acht Jahre und in der Klasse gu18 auf 4 Jahre. Journalistisch begleitet wird dieses Modell von dem Jugendamts-Zentralorgan (JZ) "Westfälische Nachrichten", das in jeder Wochenendausgabe auf der Sonderseite "Pflegeeltern - schon lacht das Kind" wie heute auch schon unabhängig über PE´s berichtet.

Sollten PE´s trotz vom Jugendamt verordneter Verhütungsmittel (JvV) zu lE´s herabsinken, werden deren Pflegekinder (Pk) sofort in die Klasse gefährdete Pflegekinder (gP) auf- und von anderen PE´s übernommen. Die leiblichen Kinder (lK) dieser vom Pfad der Tugend (PdT) abgewichenen PE´s kommen ins Sankt-Mauritz-Kinderheim ("Katholisch-praktisch-Kind der Sünde") und dort nach der Taufe in der heimeigenen Kapelle (hK) nie wieder abhanden.

Oberbürgermeister Markus Lewe, ehemals Vater von fünf lK´s, begrüßt das Modell: "Auf meine Kinder muss ich nun zwar verzichten, aber dafür sparen wir Geld für soziale Dienste, Hilfepläne und andere Maßnahmen zur Rückführung von Kindern zu ihren lE´s." Wo seine Kinder nun seien, wolle er gar nicht wissen: "Warum soll es mir besser gehen als anderen?"

Wie alles begann

Anmerkungen zum Sankt-Mauritz-Kinderheim

Donnerstag, 10. Mai 2012

In meinem Briefkasten

Pressemitteilung des Osnabrücker Landgerichtes

Osnabrück. Am Montag hat ein Mann in der Burgstraße in Lingen mit einem Plakat demonstriert, auf dem er einen Richter des Amtsgerichts aufgefordert hat, mit seinem angeblichen Kindesmissbrauch aufzuhören. Gestern sind außerdem in zahlreichen Briefkästen im Lingener Stadtgebiet Zettel mit gleichem Inhalt aufgetaucht.

Der Direktor des Amtsgerichts Lingen Dr. Michael Schwickert bedauert den Vorfall: "Der betroffene Mann ist dem Amtsgericht bereits seit längerem bekannt. Er wollte offenbar mit seiner Aktion gegen Entscheidungen des Lingener Familiengerichts protestieren. Seine Vorwürfe sind völlig haltlos und entbehren jeglicher Grundlage. Ein solches Vorgehen ist in keiner Weise akzeptabel und aufs Schärfste zurückzuweisen."

Wegen des beleidigenden Inhalts des Plakats und der Verteilung der Zettel hat der Präsident des Landgerichts Osnabrück, Antonius Fahnemann, Strafantrag gestellt. Die bisherigen Ermittlungsverfahren, die wegen früherer Aktionen eingeleitet worden waren, wurden jedoch von der Staatsanwaltschaft Osnabrück jeweils eingestellt, weil der Mann laut Sachverständigengutachten aufgrund einer Geisteskrankheit schuldunfähig ist. Ein Straftäter kann aber nur verurteilt werden, wenn er schuldfähig ist, wenn er also das Unrecht seiner Tat einsehen und auch hiernach handeln kann. Eine Einweisung in einem psychiatrischen Krankenhaus, die bei schuldunfähigen Straftätern in Betracht kommt, ist nur möglich, wenn von dem Täter erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich ist.

Dienstag, 8. Mai 2012

Bildungsferne Schichten

Machen Politik

Wenn wir als Wählerinnen und Wähler über Politik diskutieren, vergessen wir allzu leicht, dass wir uns mit den Folgen einer Arbeit beschäftigen, die von bildungsfernen Schichten verrichtet wird. Die Diäten, die sich diese Kreise genehmigen, sind zwar so hoch, dass sich davon so mancher Kursus an einer Volkshochschule finanzieren ließe, aber wer nichts weiß, weiß auch nicht, dass er endlich etwas lernen sollte.

Einer dieser Mister Ahnungslose hat sich gestern zu den Wahlen in Griechenland und in Frankreich geäußert. Er warnte beide Länder vor einem Politikwechsel und fügte hinzu: "An einem Abbau des Schuldenberges durch eine Verringerung der Neuverschuldung lassen wir nicht rütteln."

Da ist doch dieser Politiker auf seine eigene Vernebelungstaktik hereingefallen. Denn Neuverschuldung steht für neue Schulden. Macht man 2012 weniger Schulden als 2011, wachsen die Schulden weiter. Nur das Tempo sinkt. Der Schuldenberg wächst nicht mehr so schnell wie vorher, aber er wächst.

Ob sich die Griechen jemals wieder eine Regierung leisten können, steht noch nicht fest. Möglicherweise vertreiben die sich die nächsten Jahre mit Neuwahlen. Ein Land, das keine Regierung hat, muss sich auch nicht mit den Folgen einer Arbeit herumplagen, die von bildungsfernen Schichten in Deutschland verrichtet wird.

Die Franzosen dagegen haben mit Francois Hollande einen neuen Präsidenten, der an Angela Merkels Fiskalpakt nicht rütteln darf, wenn er nächste Woche von ihr "mit offenen Armen" empfangen werden will. Der Arme. Kaum haben ihn die Franzosen gewählt, soll er sich in Berlin die ersten Denkverbote verordnen lassen. Heißt: Er soll schnell wieder vergessen, warum er Präsident von Frankreich geworden ist.

So wächst zusammen, was zusammengehört? Oder driftet Europa auf diese Weise weiter auseinander?  Bis die Kranken auf diesem Kontinent so krank sind, dass man sie isolieren muss, um nicht selbst so krank zu werden?

Sonntag, 6. Mai 2012

Wer hat´s erfunden?

"Blick" in ein Paradies

Wer bislang den Garten Eden vergeblich auf der Landkarte gesucht hat, wird jetzt fündig: Gott lebt zwar in Frankreich, aber das Paradies befindet sich in der Schweiz. Verrät der "Blick". Die Hölle dagegen ist in Deutschland angesiedelt, womit bewiesen wäre, dass es in der Hölle gar nicht so heiß ist wie bislang von den Katholiken angenommen. Den Weg in ihr Paradies frei gemacht haben die Schweizer vor zwei Jahren. Damals rechneten sie noch damit: Kommt jemand von draußen, geht jemand von drinnen. So viele Schlangen gibt es aber gar nicht.

Dazu der "Blick" auf die Wirklichkeit: "Doch seit dieser Entscheidung kamen auf jeden ausgewanderten Schweizer zwölf eingewanderte Ausländer. Was Deutschland betrifft, steht die Quote sogar bei 1:21."

Spricht für die Deutschen: Erst wenn 21 gekommen sind, haut ein Schweizer ab. Dabei handelt es sich meistens um einen gehörnten Ehemann. Denn die Schweizerinnen sind sehr verführerisch. Die begnügen sich zwar nicht mehr mit einem Apfel, aber ein Nummernkonto in Zürich reicht noch. Dann gehört man zum in der Schweiz gehegten und gepflegten Mittelstand. Außer: Man ist Steuerfahnder. Die werden dort noch gesucht, während die anderen 21 Deutschen relativ gesehen schon da sind.

Samstag, 5. Mai 2012

Die Monierung

Mahncomputer besteht auf "Sonstiges"

Dem geneigten Leser sei erst einmal erklärt: Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) ist eine 1993 gegründete Einrichtung unter dem Dach der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg (SJL), der TG-Chef wurde am 4. Juli 2011 von der Karriereleiter geschubst, blieb aber nicht lange liegen, sondern rappelte sich zum Arbeitsgericht auf, während internette Heckenschützen das Feuer auf Kritiker eröffneten. Deshalb verordnete die SJL-Chefin per Abschlusserklärung eine Feuerpause, die der von der Leiter gefallene TG-Chef für den Kauf neuer Waffen nutzte, die er sogleich im Internet abfeuerte. Da hielt sich die SJL-Chefin die Ohren zu.

Damit die Hörgänge wieder frei gepustet werden, habe ich vor einigen Wochen der SJL-Chefin eine Rechnung per Einschreiben wegen Nichteinhaltung der Feuerpause geschickt. Die muss ihr in irgendeinem der SJL- und TG-Schützengräben zugestellt worden sein. Doch sie kam nicht raus.

Also beantragte ich beim zentralen Mahngericht in Uelzen einen gerichtlichen Mahnbescheid, der unter die Räuber des Computerzeitalters fiel. Da ich aus dem Katalog der möglichen Schadenersatzansprüche nicht das zur SJL Passende ausgewählt hatte, spuckte der Computer eine Monierung aus, die von menschlicher Hand eingetütet wurde. Deswegen blätterte ich noch einmal in diesem Katalog und suchte mir etwas anderes aus. Darauf reagierte der Computer mit einer zweiten Monierung, die mich heute erreichte.

Fünf Minuten später erreichte ich beim zentralen Mahngericht in Uelzen auf telefonischem Wege eine Rechtspflegerin, die ich kurz mit TG und SJL bekannt machte. Schon war ihr klar, dass dafür nur "Sonstiges" infrage käme, wenn der Computer statt einer weiteren Monierung einen Mahnbescheid ausspucken soll. Kaum hatte sie den Computer damit gefüttert, versicherte der: Das passt zur 1993 in Lüneburg gegründeten Einrichtung. Ob der SJL-Chefin das schmecken wird, ist fraglich. Sicher aber ist: In welchem Schützengraben sie derzeit auch sein mag, der Mahnbescheid ereilt sie...

5. Mai 2012
Widerspruch gegen den gesamten Anspruch

Da die SJL-Chefin Gisela van der Heijden vor einigen Wochen der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" versichert hat, dass alles über ihren Schreibtisch gehe, wird auch der gerichtliche Mahnbescheid über ihren Schreibtisch gegangen sein. Das Mahngericht von Uelzen teilte mir heute mit, dass van der Heijden meiner gesamten Forderung widerspreche. Eine Begründung habe sie dafür nicht abgeliefert.

Außerdem steht in diesem Bescheid: "Der Rechtsstreit wird erst dann an das Amtsgericht Lüneburg abgegeben, wenn Sie auch die nachstehend berechneten weiteren Kosten bezahlt haben." Die belaufen sich auf 302,50 Euro.

Das ist mir die finanzielle Sache wert. Denn solche Verhandlungen sind öffentlich. Zur Sprache bringen kann ich dann nicht nur, warum van der Heijden eine Abschlusserklärung abgibt, an die sich einer ihrer leitenden Angestellten gar nicht halten muss, ich kann auch das Thema "eidesstattliche Versicherung" anschneiden, in der die SJL-Chefin behauptet hat, genau dieser Angestellte habe mich als "pädophil" verleumdet.

Inzwischen habe ich dieser SJL-Chefin auch einen Strafantrag wegen Unterschlagung von Unterlagen angekündigt, die sich in der Einrichtung befinden müssen. Die brauchen wir für einen Sorgerechtsstreit. Dabei geht es um eine Mutter, die einen Monat lang in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen ist. Diese Zeit nutzte der besagte Angestellte für einen Kindesentzug im Säuglingsalter. Gedeichselt hat er das wahrscheinlich wie so oft mit haltlosen Verdächtigungen.

Die schwer in Mode zu sein scheinen in dieser Parallelwelt. Die SJL-Chefin ist bis Ende 2009 kaufmännischer Vorstand der Finneck-Stiftung in Sömmerda gewesen. Offiziell trennte man sich einigermaßen vernünftig. Doch 2011 überraschte mich die SJL-Chefin mit schweren Vorwürfen gegen die Finneck-Stiftung. Denen wollte ich auf den Grund gehen. Die Finneck-Stiftung lud mich zu einem Gespräch ein. Mitkommen sollte meine Informantin. Darüber informierte ich die SJL-Chefin und die Finneck-Stiftung. Beide Seiten hüllten sich daraufhin mir gegenüber in Schweigen...



Donnerstag, 3. Mai 2012

Mein Kampf

Ein Machwerk soll gelesen werden

"'Mein Kampf' im Klassenzimmer – man wird doch wohl noch lesen dürfen?", lautete die Fragestellung bei Anne Will und ihren Gästen (v.l.): Norbert Geis (CSU), Gabriele Baring (Therapeutin und Autorin), Wolfgang Herles (Journalist), Wibke Bruhns (Journalistin), Serdar Somuncu (Comedian und Schauspieler) und Volker Beck (Grüne)."  Berichtet "Welt online" heute über eine Talkshow, die ich mir gestern bis zur 10. Minute angeschaut habe, weil ich eine Antwort auf die Frage erwartete, warum der Freistaat Bayern im Jahre 2016 eine kommentierte Ausgabe dieses Machwerkes herausgeben will.

Besonders reizlos fand ich die Runde, weil Wibke Bruhns dazu gehörte, die vor der Weltausstellung in Hannover (Expo) als Expo-Botschafterin zugeben musste, dass sie die niedersächsische Landeshauptstadt schlecht gemacht hatte, ohne sie zu kennen. Sie blieb ihrer Linie treu und machte gestern Abend junge Leute schlecht, die sie ebenfalls nicht kennt. Als bei mir der Bildschirm längst wieder dunkel war, soll sie gesagt haben: "Ich finde, da gibt es genügend Literatur, die diesen jungen Leuten erzählen kann, was das für eine Hypothek ist, mit der sie leben müssen, weil wir alle werden diese Hypothek nicht los."

Da fallen mir wieder Szenen aus Israel ein. Dort habe ich in einer Gastfamilie gelebt, die zwei Töchter hatte. 12 und 13 Jahre alt. Die fragte ich auf dem Weg zur Bushaltestelle: "Habt ihr schon einmal den Namen Hitler gehört?" Hatten sie noch nie, also wechselte ich das Thema. Auf dem Programm unseres Israel-Besuches stand auch eine Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Yad Vashim. Draußen saßen junge Isrealis, die Musik hörten. Ich nahm unseren Reiseleiter beiseite. Der sagte: "Du  solltest einmal einen Roman schreiben über das Verhältnis von jungen Leuten bei euch und bei uns. Du kannst das." War er dieser Auffassung, weil ich immer wieder kritische Fragen gestellt hatte?

In der zweiten Besuchswoche riss mich mein Gastvater mitten in der Nacht aus dem Schlaf, weil das israelische Fernsehen einen Film über Auschwitz zeigte. Er war der Meinung, dass ich diese grauenvollen Szenen noch nie gesehen hatte. Ich versicherte ihm, dass er sich irrte, dann durfte ich weiterschlafen.

Kein Israeli kam uns mit der Behauptung, wir hätten eine Hypothek zu tragen, die keine deutsche Generation jemals wieder los werde. Statt dessen wurden wir zu Festen eingeladen, erlebten überall Gastfreundschaft und führten spannende Diskussionen.

Die ab 2016 in deutschen Schulen über das Machwerk eines Schwerverbrechers geführt werden sollen, der mit der Hilfe einflussreicher Kreise an die Macht kam, die vom 2. Weltkrieg und vom Massenmord profitierten? Dazu hätte ich in der gestrigen Talkshow gern die Meinung von Schülerinnen und Schülern aus Isreal und Deutschland gehört. Von einer Hypothek, die man nie wieder los werden kann, wäre da wohl nicht die Rede gewesen.










Mittwoch, 2. Mai 2012

Axel Springer

Ebenfalls von Aliens entführt?

"Sie wurden entführt, flogen in Raumschiffen ins All, mussten medizinische Versuche über sich ergehen lassen – Alien-Opfer!" Berichtet "Bild" heute über Berichte aus den USA - und hat offenbar keine Zweifel am Wahrheitsgehalt. Wie gestern Peter Bachér, lange Zeit Chefredakteur von "Bild am Sonntag", an seiner Würdigung eines geradezu Überirdischen, der heute auf Sylt seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, wenn er nicht am 22. September 1985 in Berlin von  Aliens entführt worden wäre. Dieser in andere Welten Entführte heißt Axel Springer und wird heute vollends zur Lichtgestalt. Das Licht ist so gleißend wie sonst nur bei der Landung von Raumschiffen der Außerirdischen, die auf Zeichnungen stets so aussehen wie sie schon immer ausgesehen haben sollen.



"Sie wurden verleumdet, flogen aus ihren Betrieben, mussten umziehen, begingen Selbstmord - Bild-Opfer!" Wäre dagegen eine wahre Geschichte. Die der Springer-Verlag sicherlich sofort vom Hamburger Landgericht verbieten lassen würde. Damit das gleißende Licht nicht verdunkelt wird.

Was sich all jene, die sich derzeit in solchen Lobhudeleien über Axel Springer ergehen, dabei denken, ist rätselhaft - und man wartet geradezu auf die Schlagzeile "Er ist wieder da!" Falls er von den Aliens wieder freigelassen wird...