Freitag, 24. Februar 2012

Staatsanwaltschaft Hannover

24. Februar 2012
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages: Versprochene Prüfung ist gar nicht möglich?

Haben die Mitglieder des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages Angst davor, die Staatsanwaltschaft von Hannover anzurufen, dort zu fragen, ob ein Rechtspfleger, der sich 2006 Wendt genannt hat, tatsächlich existiert und den bei tatsächlicher Existenz zu fragen: "Haben Sie dem Tjaden im November 2006 eine Abfindung nach dem Justizentschädigungsgesetz versprochen, wenn er sich für kurze Zeit still verhält"?

Da mir Dunja McAllister, Ehefrau des niedersächsischen Ministerpräsidenten und Schirmherrin der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, am 8. November 2010 geschrieben hat, dass es "Angelegenheit der Fach- und Dienstaufsicht über die Staatsanwaltschaften (ist), auf solche Beschwerden wie die von Ihnen erhobene angemessen zu reagieren. Die Aufsicht über die Staatsanwaltschaft obliegt dem Niedersächsischen Justizministerium. Deshalb habe ich Ihre Eingabe dorthin weitergeleitet, wo sie weiter bearbeitet wird", hoffte ich, dass endlich jemand meine Entschädigungsforderung wegen eines verschleppten Verfahrens gegen mich, ernsthaft prüft.  Dieses Verfahren endete 2006 mit einem Freispruch aus tatsächlichen Gründen vor dem Amtsgericht in Burgdorf und mit einer Einstellung des Verfahrens vor dem Landgericht in Hildesheim wegen Unhaltbarkeit des Vorwurfs.

Ich täuschte mich. Das Niedersächsische Justizministerium bügelte meine  Eingabe ab, der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages teilte mir am 20. Juni 2011 mit, der niedersächsische Landtag sei zuständig, der schrieb mir am 13. Oktober 2010, er könne sich für "mein Anliegen nicht verwenden", worauf mir der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages am 16. November 2011 versicherte, er werde eine Prüfung einleiten.

Aus dieser angeblichen Prüfung ist ein Windei geworden, denn heute bekam ich erneut Post vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. In diesem Schreiben steht: "Der Deutsche Bundestag hat keine Möglichkeit, auf  Behörden einzuwirken, die der Landesaufsicht unterliegen. Gegenüber der Volksvertretung eines Landes stehen dem Deutschen Bundestag keine Weisungs- und Aufsichtsbefugnisse zu."

Das hat dieser Ausschuss am 16. November 2011 noch nicht gewusst? Und was wollte er prüfen? Wie gut meine Nerven sind - oder: Wann ich endlich merke, dass mich diese Volksvertreter fortwährend verarschen?

Vorsitzende des Petitionsausschusses ist übrigens ein Fraktionsmitglied der Linken, die derzeit Joachim Gauck als Kandidat für das Bundespräsidentenamt vorwirft, er vernachlässige soziale Themen...

Pet 4-17-07-3001-022277

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Montag, 20. Februar 2012

Gauck bekommt

Schon auf dem Postweg: Wichtige Tipps für Gauck.
















20. Februar 2012
Ratgeber für eine vorzügliche Amtszeit

"Freiheit. Ein Plädoyer" - dieses neue Buch von Bundespräsident Joachim Gauck ist zwei Wochen früher erschienen als geplant, damit sich Angela Merkel von der gestrigen FDP-Vorführung ablenken kann. Erschienen ist dieses Werk im Münchner Kösel Verlag.

Wie aus dem Kanzleramt verlautet, gründet Altpräsident Christian Wulff noch in diesem Monat den Großburgwedeler Schnösel-Verlag. Auch Merkel will bereits ins Buchprogramm. Sie plant eine längere Abhandlung, die zur Frankfurter Buchmesse erscheinen soll. Arbeitstitel "Philipp Rösler - der Ärztepfuscher".

Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, hält aber auch das nur für eine Momentaufnahme. So heißt denn auch sein Verlag, in dem vor einem Jahr  "Zerstreutes Wohnen - Ratgeber für alle ab 70" erschienen ist. Den bekommt heute noch der neue Bundespräsident Joachim Gauck, der gestern schon angekündigt hat, dass er während seiner Amtszeit auch Fehler machen wird.

Der größte wäre: Joachim Gauck liest den Ratgeber von Heinz-Peter Tjaden nicht. Liest er diese Broschüre, muss er nur den Warnhinweis auf der Rückseite beachten: "Beim Lesen kann es zu tödlichen Lachkrämpfen kommen."

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Freitag, 17. Februar 2012

Kabarettisten

17. Februar 2012
Müssen Trauer tragen

"Ich habe Fehler gemacht. Aber ich bin immer ehrlich gewesen." Mit diesen Worten hat sich Christian Wulff heute um 11.03 Uhr aus dem Schloss Bellevue und vom Bundespräsidentenamt verabschiedet. Das ist eine schlechte Nachricht für Kabarettisten. Die hätten sicherlich gern noch monatelang ihre Witze über Wulff gerissen. Für Hannover ist das eine gute Nachricht. Denn kaum ein Lästerer über den Bundespräsidenten ist ohne abfällige Anmerkungen über die niedersächsische Landeshauptstadt ausgekommen.

Die Gelackmeierte ist jetzt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor der Wulff-Wahl auf seltsame Weise Personalkarussell fuhr. Erst setzte sie Ursula van der Leyen auf das Kandidatenpferd und wechselte dann den Gaul, der mit Wulff in der Bundesversammlung zweimal ins Straucheln kam. Ein toller Hengst ist daraus nie geworden. Christian Wulff als Bundespräsident wirkte stets wie ein Schüler, der sich auf dem Pausenhof verlaufen hat. Nun muss er auch noch die Schule verlassen, weil herauskam, dass er bei einigen Hausaufgaben geschummelt hat.

Hannover ist derweil  im Freudentaumel. Nicht wegen des Rücktritts von Christian Wulff und wegen Schluss mit den fast schon täglichen Seitenhieben, sondern wegen des gestrigen 2 : 1-Erfolges von Hannover 96 gegen Brügge. Die Roten steckten gestern Abend jeden Rückschlag weg, waren nie so hilflos wie Christian Wulff...Aber der ist ja auch Osnabrücker.

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Mittwoch, 15. Februar 2012

IBAN, die Neureichen

15. Februar 2012
Europa darf diese Chance nicht verpassen

"Keiner will sie...", kommentiert heute Dirk Hoeren auf Seite 2 der "Bild"-Zeitung die ab 2014 geplante IBAN. Dabei handelt es sich um eine 22-stellige internationale Kontonummer. Das Europaparlament hat gestern eine entsprechende EU-Verordnung verabschiedet.

So verpasst Europa die nächste Chance für einen grandiosen Sieg im Kampf gegen die Schuldenkrise. Dazu muss man nicht auf Dirk Hoeren hören und meinen Vorschlag verabschieden. IBAN steht dabei für "Ich bin auch neureich".

Erreicht wird dieses Ziel mit einer IBAN, die nicht 22, sondern 23 Stellen hat. Meine wäre 20021949/26384/62/28250110. Die ersten acht Ziffern sind mein Geburtsdatum und stünden zudem für meinen Kontostand am 1. Januar 2014. 26384 ist die Postleitzahl meines Wohnortes und wäre meine PIN-Nummer am Geldautomaten und beim Homebanking. 62 ist mein Alter und entspräche der Zahl der Überweisungen, die pro Jahr für mich kostenlos wären. 28250110 ist und bleibt die Bankleitzahl der Sparkasse Wilhelmshaven.

Sie sehen da ein Problem, weil alle Sparkassen-Kunden in meinem Postleitzahl-Bereich die gleiche PIN-Nummer hätten? Das Problem sehe ich nicht. Bei dem Kontostand...Bedient sich jemand bei mir, bediene ich mich bei ihm. Reich genug wären wir alle...

Dienstag, 14. Februar 2012

Mein Lebenslauf

14. Februar 2012
Soll bis zu meinem 70. Geburtstag fortgeschrieben werden

"Zufall ist der Schnittpunkt zweier Notwendigkeiten." Hat meines Wissens Friedrich Engels festgestellt. Deshalb habe ich heute festgestellt, dass bei google eines der Fotos, das man unter meinem Namen findet, verlinkt ist mit einem blog, das im März 2011 ins Netz gestellt wurde. Dort sollen angeblich Freunde und Bekannte von mir aus meinem Leben berichten, fertig sein soll das Teil an meinem 70. Geburtstag. Doch wie bei allen anonym ins Netz gestellten Veröffentlichungen haben die Initiatoren dieses Vorhabens schnell wieder das internette Weite gesucht.

Der Sozialpädagoge Ruthard Stachowske und seine Anhänger sind weder intelligent noch fantasievoll genug, um sich vor dem Start solcher anonymen Projekte klar zu machen, dass Verlinkungen und die Veröffentlichung bestimmter Dokumente verräterisch sein können. Der Foto-Link bei google liegt unter einem Artikel über mich, den ich das erste Mal gelesen habe, als er in einem Schriftsatz von Stachowskes Anwalt auftauchte.

Verfasser ist der ehemalige Magazinmacher Paul Rohde aus Burgdorf, der im Frühjahr 2004 über mich behauptete, ich sei wohnungslos und Sozialhilfeempfänger. Zu jener Zeit wohnte ich seit einem guten Vierteljahr in Wilhelmshaven und bereitete die Gründung der Wochenzeitung 2sechs3acht4 vor.

Ebenso jämmerlich ist das, was die anonymen blogbetreiber über mich zusammengetragen haben. Einmal abgesehen davon, dass sie den Namen der Stadt, in der ich zurzeit lebe, nicht durchgängig richtig schreiben können, behaupten sie, ich sei bei den Zeugen Jehovas zwangsausgeschlossen worden und hätte mit den Frauen, mit denen ich verheiratet war, einen "Rosenkrieg" geführt.

Sicherlich kann sich ein Familienzerstörer wie Ruthard Stachowske nicht vorstellen, dass sich scheiden lassen auch ohne "Rosenkrieg" geht. Warum meine vier Ehen überhaupt erwähnt werden, wird wohl für immer Geheimnis von Energiefeldtherapeuten bleiben. Die Namen der bezaubernden Frauen, mit denen ich verheiratet gewesen bin, werde ich hier nicht veröffentlichen, denn sonst bestünde durchaus die Gefahr, dass über sie auch noch anonyme blogs verfasst werden.

Erweckt wird zudem der Eindruck, ich hätte Ärger mit Jugendämtern, weil in meinem Leben etwas schief gegangen ist. Dann taucht auch noch der Name meines Anwaltes aus Münster in diesem blog auf. Über den dürfte sich Ruthard Stachowske nach etlichen juristischen Niederlagen oft genug geärgert haben. Also darf der wohl keinesfalls fehlen.

Fehlt nur noch ein blog, das mein Hund Mike verfasst. Aber da ist mein Jagdterrier schneller gewesen. Dieses blog gibt es schon - wie es augenscheinlich in Niedersachsen einen Sozialpädagogen zu viel gibt...

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Freitag, 10. Februar 2012

Handy-Skandal

10. Februar 2012
Stolpert Bundespräsident Wulff über Nokia?

92 Prozent aller "Welt Online"-Leserinnen und Leser wollen, dass Christian Wulff als Bundespräsident zurücktritt. Einer noch nicht veröffentlichten Umfrage zufolge sind 44 Prozent dieser Rücktritts-Befürworter Besitzer eines eigenen Handys, 32 Prozent nutzen ein Firmenhandy, 20 Prozent wissen derzeit nicht, wo sich ihr Handy befindet, sind aber sicher, dass sie es wiederfinden, sobald sie akustische Hinweise per Klingelton bekommen.

"Erneut steht die Freundschaft zwischen Christian Wulff und David Groenewold im Fokus: Der Unternehmer soll ihm ein Firmenhandy gegeben haben."

Nach dieser "Welt Online"-Meldung steht fest: Der Bundespräsident schafft nichts allein und sollte im Schloss Bellevue endlich betreut werden. Sonst geht der in diesem großen Gebäude irgendwann noch verschütt. Diese Auffassung teilen einer ebenfalls noch nicht veröffentlichten Umfrage zufolge 56 Prozent der Mitglieder des Arbeiter Samariterbundes, 48 Prozent der Mitglieder des Sozialverbandes, aber nur 12 Prozent aller über 70-Jährigen, die noch nicht betreut werden.

"Es gibt laut Anwalt (von Groenewold, der Verf.) einen Überlassungsvertrag vom 26.10.2005 für ein Nokia-Mobiltelefon. Dieser Vertrag sei von Christian Wulff unterschrieben. Darin heißt es: ´Die Nutzung erfolgt entgeltlich. Wulff hat drei Tage nach Eingang der Telefonrechnung den Betrag auf das Konto von David Groenewold zu überweisen.´"

Darüber empört sind 89 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger laut einer Umfrage, die der "stern" nächste Woche in Auftrag geben wird, weil sich Nokia 2008 aus Bochum verpisst hat. Das, geben 3 Prozent zu bedenken, konnte Wulff 2005 aber noch nicht ahnen.

"Der heutige Bundespräsident Christian Wulff hat bisher nicht auf Anfragen der Redaktion geantwortet. Sein Anwalt verwies auf Wulffs derzeitige Auslandsreise. Er sei kurzfristig nicht erreichbar."

Was heißt kurzfristig? Ist das Handy seit dem Drohanruf bei "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann kaputt?

Mittwoch, 8. Februar 2012

Der Mini-Mafiosi

8. Februar 2012
Christian Wulff schlaflos im Schloss Bellevue

Bevor sie aus nichtigem Anlass ermordet werden. Haben Mafia-Mitglieder immer ein Bündel Geldscheine dabei, mit dem sie den Tod aus jedem Pistolenlauf wedeln. Will uns jetzt Christian Wulff als Bundespräsident erzählen, dass er sich von denen etwas abgeschaut hat.

Pate gestanden haben soll dabei ausgerechnet auch noch ein Filmemacher, der sich im Januar 2012 erdreistet, alle Belege aus dem Drehbuch "Schlaflos im Schloss Bellevue" verschwinden zu lassen. Die Quittungen hat jetzt die "Bild"-Zeitung. Die sich Wulff für die Barzahlung an Hotels Statt hoffentlich von David Groenewold auch hat geben lassen. Vielleicht liegt auch noch ein anonymer Scheck irgendwo herum.

Herum ist die Zeit von Christian Wulff, denn erst ist er nicht mehr Bundespräsident aller gewonnen Umfragen und nun bundesverdummungsresistent. Wenn er schon in Burgwedel nicht mehr auf die Steine bauen kann, die dort als Haus herumstehen, steht er nun vor der Frage: "Kann ich eigentlich etwas selbst oder brauche ich überall einen Amigo?"

Wie dämlich dem auch sei, heute platzt in der "Bild"-Zeitung sogar Jörg Quoos der Kommentarkragen: "Die entscheidenden Antworten auf die wichtigsten Fragen haben alle eins gemein: Sie beleidigen die Intelligenz der Leute." Womit wir demnächst auch noch auf unseren Anrufbeantwortern rechnen sollen, weil der Bundespräsident uns zu nächtlicher Stunde telefonisch nicht erreicht hat, um uns mitzuteilen, dass er den Rubikon im Kriegszustand überqueren wird, da er in Rom die Schulden eintreiben will, die Berlusconi noch bei ihm hat?

Montag, 6. Februar 2012

VHS Lüneburg

6. Februar 2012
Steht VHS für völlig hohle Seminare?

Täglich auf "Bild"-Seite 2 schreibt Franz Josef Wagner einen Brief. Vorige Woche an Rudi Assauer. Der sich hoffentlich noch daran erinnern kann...Heute an die "Scheiß-Kälte". Ein Auszug aus Wagners Prosa: "Wenn ich rausgehe, fühle ich mich nicht mehr geborgen. Draußen ist kein Leben mehr. Alles, was schön war, ist nicht mehr."

Die Volkshochschule in Lüneburg ist offenbar auch nicht mehr, was sie vielleicht nie gewesen ist. Da halten Humbugologen Seminare, leitet eine Sozialpädagogin eine Veranstaltungsreihe über gute Beratung, die in einer anderen Einrichtung sich so verbalisiert: "Adidas ist dekadent."

Alle, die bislang Adidas lediglich für eine Marke gehalten haben, die mit Puma konkurriert, teilen sicherlich auch nicht die Auffassung dieser VHS-Sozialpädagogin, Kinder müssten zusammenbrechen, damit sie sich Erwachsenen öffnen. Hat sie dem Jugendamt von Wolfsburg geraten.

Jedenfalls steht im Verlesungs-Verzeichnis der Volkshochschule von Lüneburg:

"Beraten will gelernt sein - Training für Ehrenamt und Beruf
Für den psychosozialen und Gesundheitsbereich - Modul I und II
Start: 21.04.2012, Infoabend: 05.03.2012."

Auch beim Preis für den Besuch dieser Veranstaltungsreihe muss es sich um ein Verlesungs-Verzeichnis handeln. 765 Euro sollen für sieben Abende geschmückt werden. Modul II ist noch teurer.

Lieb und teuer ist dagegen Franz Josef Wagner in seinem heutigen "Bild"-Brief an die "Scheiß-Kälte": "Erdbeereis essen, die Miniröcke der Mädchen genießen." Der ist sicherlich auch bald reif für die Volkshochschule in Lüneburg. Sobald Wagner nach einem Erdbeereis einen Minirock gegessen hat, steht der im Verlesungs-Verzeichnis...

Samstag, 4. Februar 2012

Lothar Matthäus

4. Februar 2012
Dokumentarsuppe ohne scharfe Gewürze

Mit oder ohne Kameras im Schlepptau, Lolita Morena lässt ihren Ex-Mann Lothar Matthäus nicht ins Haus. Das hat sie dem "Blick" versichert. Deswegen hat der 50-Jährige den Medien auch schon mitteilen müssen: Sex wird es in der Doku-Soap über das Privatleben des ehemaligen Bayern- und Nationalspielers nicht geben?

1999 bei der legendären 1 : 2-Niederlage gegen Manchester United ist Lothar Matthäus beim Stande von 1 : 0 für die Bayern aus unerfindlichen Gründen ausgewechselt worden, jetzt hat bei ihm jemand auch noch die Sicherungen gegen weitere TV-Blamagen ausgewechselt. Sind jetzt kaputte drin.

Was Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauer lernen sollen, wenn sie diesen Ex-Spieler und Trainer bei allem, was er tut, beobachten, bleibt unerfindlich. Lothar Matthäus kündigt an, dass die "Leute von ihm positiv überrascht sein werden". Könnte bedeuten: Kurz vor Ausstrahlung der ersten Sendung lässt er den Scheiß verbieten.

Früher haben es Journalisten spannend gefunden, ihren Leserinnen und Lesern mitzuteilen, dass Lothar Matthäus mit einer Frau in einem Haus verschwunden und mit einer anderen Frau wieder herausgekommen sei. So sind einige Frauen bekannter geworden als der ehemalige Bayern-Spieler das heute noch ist.

Ailton ist ins Dschungelcamp gegangen, Matthäus serviert eine Doku-Soap - was mag folgen? Mit dem Bundespräsidenten auf Schnäppchenjagd auf einem dieser Kanäle mit einer Aufgeregten oder einem Aufgeregten, die oder der dem Publikum einen selten preisgünstigen Staubsauger aufschwatzen will - und dann erscheint Wulff im Bild und berichtet, dass seine Frau so ein Teil keinesfalls geschenkt bekommen hat, weil dieser Staubsauger dafür zu billig ist?

Donnerstag, 2. Februar 2012

Klagemauer

2. Februar 2012
Kann man auch löchrig machen

Schon als Schüler, Lehrling oder Student ist uns klar gewesen: "Alle denken nur an sich, keiner denkt an mich - nur ich". Doch das muss nicht so sein. Mit nächstenlieblichen Aktionen wird der Alltag schöner, jemandem ein Geschenk machen und sei es auch noch so klein, zaubert auch Freude in das eigene Herz. Sogar Anwälte werden wieder gesund.

Anwälte mögen ist nicht immer leicht. Wenn die Termine verschieben, die Wahrheit verdrehen und Schriftsätze fertigen, die zu einer Kunstform gehören, die allen, die ihre Büros nicht nur aus Dekorationsgründen mit Gesetzbüchern vollstellen, unbekannt ist, wird´s auch nicht leichter. Aber dafür haben die auch nicht studiert. Deswegen geben wir ihnen Namen wie Winkeladvokat, Rechtsverdreher und Paragraphenhengst.

Ist aber nicht fair. Denn Paragraphen müssen Anwälte gar nicht kennen. Den Richter müssen sie kennen. Den Richtern gemein ist: Montags sind die immer so schlecht gelaunt, dass sie an diesem Tag mehr Klagen abweisen als an anderen Tagen. Dienstags bis freitags jedoch können die durchaus schöpferisch tätig werden. Wie jener Richter am Landgericht in Hamburg, der in einem Beschluss den Begriff  "prozessuale Wahrheit" benutzt. Es muss also auch noch eine nichtprozessuale Wahrheit geben. Nach der vor Gericht nicht gesucht wird...

Gut zu wissen. Wer sich also als Anwalt an die Klagemauer begibt, muss damit rechnen, dass diese Mauer während eines Verfahrens prozessual löchrig gemacht werden kann, obwohl außerhalb des Gerichtes jeder sagen würde: Die Mauer ist dicht. Was manchmal nicht ganz...