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Es werden Posts vom Januar, 2012 angezeigt.

Gestern bei Jauch

30. Januar 2012
Schützt der Verfassungsschutz die Verfassung?

Wer gestern die Sendung von Günther Jauch über den Verfassungsschutz beobachtet hat, fragte sich, wann die Talkshow-Gäste endlich zur Sache kommen. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wich der Frage aus, warum er den Gang nach Karlsruhe scheut, wenn die Linke so gefährlich ist wie er behauptet. Vielleicht fürchtete er Ärger mit der Ost-CDU, die der Linken so manchen Posten verdankt.

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Peter Frisch nuschelte die Behauptung in die Runde, Bundestagsabgeordnete der Linken stünden gar nicht unter Beobachtung. Man sammele lediglich Medienberichte über diese "Verfassungsfeinde" (O-Ton Alexander Dobrindt und Vera Lengsfeld, ehemals CDU-Abgeordnete und von den Medien neu entdeckte DDR-Bürgerrechtlerin).

Wenn der Verfassungsschutz jedoch lediglich ein Ausschnittdienst sei, hielt dem der stellvertretende Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch entgegen, dann verschaffe sich dieser Inla…

Trost für Gysi

27. Januar 2012
Vom Verfassungsschutz beobachtet

Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken im  Deutschen Bundestag, regt sich darüber auf, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Gemach, Genosse! Der Verfassungsschutz hat bis heute das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht gelesen. Ihm fehlen also die Vergleichsmöglichkeiten zwischen dem Tun eines Politikers und den verfassungsmäßigen Ansprüchen an das Handeln eines Politikers. Außerdem, Genosse! Ein Verfassungsschützer aus dem hohen Norden hat mir erzählt, dass er mit Ihnen vor einer Wahlkampfveranstaltung gesprochen habe. Ergebnis: "Das ist der klügste Politiker, mit dem ich mich jemals unterhalten habe." Die Beobachtung kann also auch Überraschendes zutage fördern.

Noch einmal außerdem, Genosse! Als Student bin auch ich vom Verfassungsschutz beobachtet worden. Beispielsweise bei einer Demonstration in Bonn. Aus geöffneten Fenstern sind von uns unzählige Schnappschüsse gemacht worden. Einer zeigt wahrs…

Menschen-Typen

22. Januar 2012
Betrachtungen von Zweibeinern

männlich

Der Gleichgültige: Interessiert sich für nichts, wehrt sich gegen nichts und ist mit seiner Geburt nur seiner Bestattung zuvorgekommen.

Der Angepasste: Belegt einen Strickkursus, wenn seine Frau gern Baumwollpullis mag.

Der Eigenwillige: Kauft sich ein Auto, um zu beweisen, dass er mit dem Bus schneller an seinem Arbeitsplatz ist.

Der Träumer: Freut sich, wenn alle anderen die Disco mit einer Schnuckeligen verlassen.

Der Langweiler: Hat 20 Uhren in seiner Wohnung und führt Statistik über die Abweichungen bei der Zeitanzeige.

Der Rücksichtsvolle: Glaubt, dass seine Frau jeden Abend Migräne hat.

Der Gutmütige: Überrascht seine Frau und ihren Liebhaber nicht nur beim Sex, sondern anschließend auch mit Erfrischungsgetränken.

Der Wagemutige: Lässt auf der Autobahn sein Auto stehen und geht zu Fuß weiter.

Der Unentschlossene: Kreuzt bei Wahlen alle Parteien an.

Der Kluge: Sagt seine Meinung  und erklärt seiner Frau, er habe nur im Schla…

Hartz-V-Empfänger

21. Januar 2012
Wann bekommt Christian Wulff das Schloss Bellevue geschenkt?

Wer würde sich noch wundern, wenn nächste Woche in den Zeitungen stünde, dass Christian Wulff von einem Sponsor das Schloss Bellevue geschenkt bekommen hat? Was der Bundespräsident selbstverständlich - wie wir - vorher nicht wusste.

Altkanzler Gerhard Schröder und Peter Hartz haben die Hartz-Gesetze erfunden. Dabei beschränkten sie sich auf die römischen Ziffern I bis IV. Und Christian Wulff bekam die Testaufgabe römisch V, zu der ein Privatkredit, geschenkte Urlaubsaufenthalte, von Dritten finanzierte Werbung, kostenlose Kleider für die Ehefrau und Konfitüre zum Nulltarif gehören, um festzustellen, ob man sich als niedersächsischer Ministerpräsident und als Bundespräsident durch das Leben schnorren kann?

Bestanden hat Wulff diesen Test. Der wird nun heruntergebrochen auf alle Langzeitarbeitslosen, die von den Jobcentern demnächst einen Ratgeber mit dem Titel "Geschenkt ist immer kostenlos" bekommen…

Unseren täglich...

17. Januar 2012
...Wulff gib uns heute

Bevor ich im Internet surfe, lese ich stets erst einmal, was die Springer-Presse über Christian Wulff schreibt. Heute ist´s ein Horrorszenario für die CDU. Das sieht so aus: Sollte die Staatsanwaltschaft, was sie gar nicht will, aufgrund von Anzeigen, die sie immer nur abgeheftet hat, Ermittlungen gegen den Bundespräsidenten einleiten, die nach Auffassung eines Staatsrechtlers, aber nicht nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erforderlich sind, dann könnte es sein, worauf man allerdings erst spekulieren dürfte, wenn die Staatsanwaltschaft aktiv werden sollte, was sie nicht vorhat, dass Wulff damit rechnen müsste, seine Immunität als Ministerpräsident zu verlieren, was er gar nicht mehr ist, falls sich sein Nachfolger David McAllister weiter darüber ärgert, was der bis heute nicht gesagt hat, 2013 ohne die "Affäre Wulff" bessere Wahlchancen gehabt zu haben, worüber sich Demoskopen wohl noch nicht einig sind, als mit einem Privatkredit de…

TjadenLeaks

16. Januar 2012
Gnadenlose Enthüllungen eines Jagdterriers

Er heißt Mike Tjaden. Er ist ein Jagdterrier. Er wohnt in Wilhelmshaven. Er schreibt. Schonungslos. Gnadenlos. Unter TjadenLeaks. Mit seinem Namen. Er schreibt über Schwertransporte im Herbst, rationiertes Fressen. Er wird verfolgt. Auf Schritt und Pfote. Von seinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden. Am anderen Ende der Leine. Ein Stalker. Kein Zweifel.

Mike Tjaden entlarvt sein Herrchen auch als Ideenklauer. Schonunglos. Gnadenlos. Mike Tjaden veröffentlicht Beweisfotos. Macht so sein trauriges Schicksal bildhaft. Und ist sich stets seiner eigenen Verantwortung bewusst.

Mehrfach hat sich Mike Tjaden an den Tierschutzverein gewendet. Der schweigt. Steckt mit seinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden unter einer Decke.

Das ganze Terrierschicksal

Zippert zappt

12. Januar 2012
Sich 2013 ins Schloss Bellevue

Gestern bei Lanz hat Zippert die "B-Taste" erfunden. Fordert jemand den Rücktritt des Bundespräsidenten, drückt er die "Bleib, Christian!"-Taste. Denn: "Ich muss für die ´Welt´ 365 Kolumnen im Jahr schreiben, in diesem Jahr sogar 366. 2012 ist ein Schaltjahr." Wäre Wulff weg, müsse er sich wieder mit der FDP befassen. Das wolle er sich so lange wie möglich ersparen.

Verständlich. Christian Wulff muss also bis 2013 durchhalten. Dann fliegt die FDP aus dem Bundestag. Und Zippert muss nicht mehr damit rechnen, dass er seinen Wortwitz für die Liberalen verschwenden soll. Der Bundespräsident hat also bis dahin eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Den Broterwerb für einen der besten deutschen Kolumnisten sichern.

Heute hat Zippert die "W-Taste" erfunden. Lesen und wissen: So werden sich der Bundespräsident und die Medien bis zur Bundestagswahl die Zeit vertreiben. Übernehmen dann SPD und Grüne die Regierungs…

Neuer Drohanruf

10. Januar 2012
Bundespräsident empört über Texte von Stephan Sulke

So ist Christian Wulff nie wieder vorn. Jetzt berichtet auch der Liedermacher Stephan Sulke über einen Drohanruf des Bundespräsidenten. Dabei habe die Zusammenarbeit ähnlich gut begonnen wie die Zusammenarbeit von Wulff mit dem "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, aber bei einem persönlichen Gespräch im Schloss Bellevue sei das Staatsoberhaupt empört gewesen, als Sulke sein Lied "Uschi, mach kein Quatsch" mit neuem Text vorschlug. Schon die ersten Zeilen "Kai, mach kein Quatsch, Kai, sei lieb zu mir" hätten Wulff derart wütend gemacht, dass er eiligen Schrittes schneller seinen Zug erreicht habe als vorgesehen.

Stephan Sulke: "Also habe ich dem Bundespräsidenten per Brief einen weiteren Text vorgeschlagen. Inspiriert wurde ich dabei von Tim Bendzko und ´Noch kurz die Welt retten´." Denn - so der 68-Jährige: "Eigene Ideen habe ich nur noch selten. Doch der Titel ´Nur noch kurz …

Stolpert Wulff...

6. Januar 2011
...über die Klamotten seiner Frau?

Kredit - nicht das richtige Datum für den schriftlichen Vertragsabschluss genannt. Drohanruf bei "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann - Veröffentlichung des Wortlautes verweigert. Bundespräsident Christian Wulff bleibt im Amt. Oder stolpert er jetzt über die Klamotten seiner Frau Bettina, die laut "Welt online" immer elegant gekleidet ist? Wofür sie gelegentlich aber nicht bezahlt. Enthüllt jetzt der "Focus".

Schon startet die "Welt" online eine Umfrage. "Darf die First Lady geschenkte Luxuskleider tragen?" Zwischenergebnis: 78 Prozent sind dagegen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel.. Die lehne so was für sich selbst ab, heißt es. Wie Friseurbesuche...

Trägt eine schöne Frau Luxuskleider, ist das Werbung für den Hersteller. Trüge Angela Merkel so was, wäre der Hersteller in seiner Firmenexistenz gefährdet.

Wenn sich Enthüllungsjournalisten mit den Kleidern einer Frau befassen, hat das etw…

Knochen abgenagt

4. Januar 2012
Gerippe Wulff bleibt im Schloss Bellevue

"Und was sagt unser Sozialdemokrat dazu?" Diese Frage von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann hat zumindest vor drei Jahren zur morgendlichen Redaktionskonferenz gehört wie das Amen in der Kirche. Ob er diese Frage auch gestellt hat, bevor der Bericht über den Privatkredit von Bundespräsident Christian Wulff erschienen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wie ich jedoch diesen Sozialdemokraten bei "Bild" einschätze, hätte der geantwortet: "Nichts. Sonst kommen Sie mir noch mit Johannes Rau."

Inzwischen sind die Knochen von Wulff abgenagt und das Gerippe bleibt im Schloss Bellevue. Wer schon immer der Meinung gewesen ist, dass Politiker nichts taugen, fühlt sich in seiner Auffassung bestärkt. Die wenigen, die immer noch hoffen, dass Politiker doch etwas taugen können, werden Wulff nicht mehr ernst nehmen.

Bleibt die Frage: Wie dumm ist dieser Bundespräsident eigentlich? Spricht Diekmann auf die …

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2. Januar 2012
Kai Diekmann verkauft Exklusiv-Story an die Konkurrenz

"Der Kredit, um Träume zu verwirklichen." Wird heute in einer Anzeige auf den Internet-Seiten der "Bild"-Zeitung angeboten. Das ist die eine Geschichte. Die andere Geschichte hat "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" angeboten. Die dankend annahmen und notierten, was Bundespräsident Christian Wulff Diekmann am 12. Dezember 2011 auf  die mailbox gesprochen hatte.

Nun fragt sich die lesende Nation, warum der Chefredakteur der "Bild"-Zeitung eine Exklusiv-Story an andere Zeitungen verkauft. Brauchte Diekmann noch dringend ein Weihnachtsgeschenk, das er sonst nicht hätte bezahlen können? Wie hoch war das Honorar, das er bekommen hat?

Müssen wir künftig die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" lesen, um möglichst schnell zu erfahren, wel…