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Es werden Posts vom September, 2011 angezeigt.

Gravebook

30. September 2011
Nicht nur bei Facebook Datenskandale

Politiker reden viel Kauderwelsch. Wie jetzt Kauder, der eine Netzsperre für Datendiebe fordert und dann selbst als Datendieb ertappt wird. Wurmt ihn aber gar nicht. Der sagt einfach: "Seht ihr, Kontrollsystem funktioniert." Soll wohl heißen: Wenn dieser CDU-Politiker und Vorsitzende des Justizausschusses im Bundestag erwischt wird, kriegt man andere auch.

Datenschützer schlagen wieder einmal Alarm. Facebook speichert auch Daten, die von den Nutzern gelöscht worden sind. Macht aber nicht nur dieses soziale Netzwerk zur Steigerung von Umsätzen eines Milliardenunternehmens. Gravebook geht mit Daten auch nicht pfleglich um. Kann man bei jedem Friedhofsbesuch feststellen. Was da alles in Stein gemeißelt wird und deshalb die Jahrhunderte überdauert, ist unglaublich. Jedem mitgeteilt werden nicht nur Geburts- und Todestag, sondern auch die Lieblingssprüche der biologisch schon lange Gelöschten. Schritt für Schritt ermitteln lä…

Preiswürdig

26. September 2011
Hervorragende Jugendamts-Arbeit für das Kindesunwohl

Bei einem Hundespaziergang ist dem Wilhelmshavener Redakteur und Schriftsteller Heinz-Peter Tjaden eine Idee durch den Kopf geschossen, die wurde sofort Internet-Umfrage. Gesucht wurde 2009 und 2010 per Abstimmung das Jugendamt, das sich den von Tjaden erfundenen Kindesunwohlpreis verdient hat. Erste Preisträger waren die Jugendämter von Lüneburg wegen glänzender Zusammenarbeit mit einer Einrichtung, die Familien zerstört, und Oldenburg i. O. wegen Abneigung gegen Großfamilien.

2010 war die Umfragebeteiligung größer als 2009, 2011 hat sie schon Ende September eine Rekordhöhe erreicht. 892 Stimmen wurden bislang abgegeben. In Führung gegangen ist wieder das Jugendamt von Oldenburg i. O. mit 630 Stimmen. Auf den Plätzen: Münster mit 116 Stimmen, Ratzeburg mit 56 Stimmen, Lüneburg mit 11 Stimmen, Mönchengladbach mit 6 Stimmen, Viersen, Duisburg und Gronau mit jeweils 2 Stimmen, Schleswig mit 1 Stimme.

Erstaunlich: D…

Opa Benedikt

25. September 2011
Ist seiner Frau immer treu gewesen

Das gibt ihm wohl das Recht zu Kritik an Paaren, die sich trennen: Der katholische Papst ist seiner Ehefrau stets treu gewesen, als man ihm einen Job in Italien anbot, hat sie keinen Augenblick gezögert: Sie hat ihn zu seiner neuen Wirkungsstätte begleitet, kümmert sich dort liebevoll um ihre beiden Enkel, wenn ihre Tochter mit ihrem Mann aus Deutschland zu Besuch ist.

Das ist nun wirklich keine Selbstverständlichkeit, hat der katholische Papst vor dem Präsidium des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) im Freiburger Priesterseminar betont: "Man findet kaum noch den Mut zu versprechen, ein Leben lang treu zu sein; sich das Herz zu nehmen und zu sagen: Ich gehöre jetzt ganz dir."

Auch nach fast 60 Jahren Ehe könnte dem katholischen Papst und seiner Frau nie geschehen, was nach seinen Worten einer deutschen Durchschnittsfamilie passieren würde, wenn jemand aus einem fernen Land nach dem Rechten schauen würde: "…

Facebook - oder:

24. September 2011
Keine Chance für Mark Zuckerberg

"Wenn man zeigt, dass man Cola mag, darf man sich nicht wundern, wenn man nachher Werbung für Cola bekommt." Sagt Jo Bager, Redakteur der Computerzeitschrift "c´t", in einem Gespräch mit der "Neuen Presse Hannover" (NP) über das neue Facebook von Mark Zuckerberg.

Alles soll noch schneller werden, in einem Tickerfenster erscheinen Meldungen in Echtzeit. Aus Facebook wird eine riesige Medienplattform, auf der sich viele Unternehmen ansiedeln werden.

Schade, dieses Zeitfenster hätte es schon vor der Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven geben sollen. Sicherlich für Aufsehen gesorgt hätten diese Meldungen: "+++Heinz-Peter Tjaden richtet Facebook-Seiten zur Kommunalwahl in Wilhelmshaven ein+++Manfred Adrian, Verleger der Wilhelmshavener Zeitung, droht Tjaden mit Klage, falls er Gerüchte über Adrian und den CDU-Oberbürgermeister-Kandidaten Andreas Wagner veröffentlichen sollte+++Tjaden informiert die CD…

In der Schweiz

23. September 2011
"Neutrinos" schneller als das Licht

Ausgerechnet in der Schweiz. Haben Forscher den Verdacht, dass Elementarteilchen mit Namen "Neutrinos" schneller sind als das Licht. Dieser Verdacht soll nun international auf den wissenschaftlichen Prüfstand gestellt werden, bevor die in Genf fragen: "Wer hat´s erfunden?"

Für Albert Einstein ist die Lichtgeschwindigkeit eine universelle Konstante gewesen, für die Schweizer das Schneckentempo. Aber eines Tages sind auch die Eidgenossen etwas schneller geworden. Warum also nicht auch die "Neutrinos".

Für uns ändert sich nichts, versichern die Wissenschaftler aus Genf. Ob nun nichts schneller sein kann als das Licht oder diese Lütten doch, wird sich weder auf unseren Alltag noch auf das Universum auswirken. Klingt beruhigend.

Warum die Schweizer trotzdem Geschwindigkeitsnachmessungen in Auftrag geben, bleibt so rätselhaft wie die Sprache der Eidgenossen in Zürich, Zug, Luzern und Bern für alle,…

Die Piraten

19. September 2011
Das unbekannte Parteiwesen

In  Berlin hat die Piratenpartei allen anderen Parteien Stimmen abgejagt, die meisten den Grünen. An die Wahlurnen lockte sie auch Wählerinnen und Wähler, die sonst nicht hingegangen wären. Reichte für 9,0 Prozent.

Nun hat in den Medien das große Rätselraten begonnen. "Wer sind eigentlich diese ´Piraten´?" fragt heute "Bild" auf Seite 2. Redakteur Einar Koch fand heraus: Gegründet worden ist diese Partei vor fünf Jahren, die Mitgliederzahl liegt bei 1 000, steigt aber "stündlich", das Vorbild stammt aus Schweden.

Außerdem haben die Piraten "Post von Wagner" bekommen. Der findet den Kampf dieser Partei "für die Freiheit im Internet" erst einmal "super-super-sympathisch", dann aber nicht mehr: "Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, ist es superidiotisch und lebensgefährlich."  Denn: "Die Piraten lehnen jede Überwachung des Internets ab."

Die "Welt" sc…

Papst kommt

16. September 2011
Der Papst kommt - Gott auch?

Der Papst kommt. Und spricht im Deutschen Bundestag. Der Papst kommt. Und im Internet gibt es Seiten zum Besuch. Der Papst kommt. Und im Internet gibt die katholische Kirche das Motto aus "Wo Gott ist, da ist Zukunft". Der Papst kommt. Und in der Nähe stehen Verkaufsstände. Angeboten werden Erinnerungsbänder, T-Shirts, Kerzen, Rosenkränze, Taschen und Medaillen. Auch schon online. Nicht gefunden habe ich dort: die Bibel.

Dass Jesus nicht katholisch gewesen ist, merkt man daran: Der hat die Händler aus dem Tempel geworfen. Die Organisatoren des Papstbesuches laden sie ein. Nicht direkt in den Tempel. Aber in die Nähe.

Nicht streiten will ich mich über das Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft". Diese Aussage ist nicht überprüfbar. Überprüfbar sind jedoch die Aussagen des Papstes zur Sexualmoral, zur Rolle der Frau und zur evangelischen Kirche. Überprüfbar ist, was in der katholischen Kirche geschieht.

Werbetrommel statt …

Lie to me

16. September 2011
Faszinierende Serie bei VOX

Da ich mir gestern Abend schon nach 45 Minuten keine Sorgen mehr um Bayern München machen musste, habe ich wie jeden Mittwoch Vox eingeschaltet. Vom runden Leder weggelockt wurde ich von der Serie "Lie to me". Die gefällt mir nicht nur wegen des Hauptdarstellers, bei dem man nie so genau weiß, wie er im nächsten Augenblick als Wissenschaftler oder als Vater reagiert.

Faszinierend finde ich auch die Vorstellung, dass man aus Mimik und Gestik eines Menschen schließen kann, ob er die Wahrheit sagt oder lügt. In der Serie mit einer Trefferquote von 100 Prozent, es sei denn, dieser Wissenschaftler bekommt es mit einem Psychopathen zu tun.

Im Alltag gelingt uns die Unterscheidung zwischen Schein und Wirklichkeit nur selten. Deshalb gehen wir  häufig davon aus, dass wir besser misstrauisch bleiben.

Ist aber schlechter. Dass mich Menschen täuschen, riskiere ich immer wieder. Merke ich früh genug. Bis dahin hoffe ich auf verrückte Moment…

Schmidteinander

11. September 2011
Wenn er doch nur jünger wäre...

Jeden Abend beenden sie den heutigen Koalitionsstreit. Dazu kommt ein starker Abgang bei der Europäischen Zentralbank. Den sich auch viele von Angela Merkel wünschen. Wenn die überhaupt noch etwas sagt, ist das schon geradezu sagenhaft. Sie will Athen Zeit lassen. Die Mehrheit der Deutschen dagegen will Griechenland pleitegehen lassen.

Da braucht Deutschland einen Macher? Ja, sagen 27 Prozent bei einer Umfrage von Infratest Dimap. Wenn Helmut Schmidt nicht 92 Jahre alt wäre, sondern jünger, würde der die Euro-Krise in den Griff bekommen. Per Doppelbeschluss? Wie schon einmal? Der Altkanzler macht eine Verjüngungskur und setzt sich energisch an die Regierungsspitze?

Alle Macht geht vom Volke aus. Steht im Grundgesetz. Doch das Volk hat Angst. Ist also nicht mächtig. Hat Alpträume. Nach jeder Nachrichtensendung.

Was tun? Helmut Schmidt verjüngen oder Nachrichtensendungen verbieten? Ich mach mal eine Umfrage...

Oder sollten wir uns einfa…

Suchtbildend?

6. September 2011
Sind meine Beiträge eine Droge?

Sind meine Beiträge suchtbildend? Eine  Droge, die man sich reinziehen muss, weil man sonst unter Entzugserscheinungen leiden würde? Muss deshalb vor meinen Beiträgen gewarnt, Anwälte und Gerichte eingeschaltet werden?

Besonders juristisch bunt hat es der Leiter einer Einrichtung aus Lüneburg getrieben. Was ich unter http://familiensteller.blogspot.com/ schrieb, trieb den immer wieder nach Uelzen. Nicht, weil dieser Ort besonders schön wäre. Dort hatte sein Anwalt seine Kanzlei. Nach sieben Niederlagen bekam der sogar noch eine fristlose Kündigung.

Im Jugendamt von Münster liest man täglich mein blog http://kommissarinternet.blogspot.com/   Ein Mitarbeiter dieser Behörde behauptet sogar, dass auch die Pflegeeltern eines widerrechtlich entzogenen Kindes täglich wegen meiner Beiträge am PC hängen. Warum gibt man der Mutter nicht einfach ihr Kind wieder? Würde sich das Lesen doch erledigen.

Erledigen wollten die Zeugen Jehovas mein blog ht…

Im Autokino

2. September 2011
Wippen die Enten

"Wo jahrelang das "Autokino Hannover-Messe" stand, wird es wieder stehen. Vom 2. bis 4. September ist der Messeparkplatz Ost 14 Treffpunkt für Autokinofans aus der ganzen Region. Die Veranstaltungs- und Kommunikationsagentur "events hoch zwo" präsentiert DAS Ereignis für alle, die zwei Hobbies miteinander verbinden wollen: Auto und Kino, 3 Tage lang. Kassenschlager und Klassiker. Pommes und Popcorn. Bier und Burger. Hannover freut sich. Der Kult Autokino kommt zurück."

Steht im Internet. In den Sechzigern und Siebzigern hat dort aber noch mehr gestanden. Und nicht nur in einer Ente, deren Gardinen von einem Pärchen zugezogen wurden. Die wippten dann im Takt. Auch meine Freundin und ich hätten damals jede Aussage verweigern müssen, wenn man uns gefragt hätte, worum es in dem Film gegangen war, der über die überhaupt nicht beachtete Leinwand geflimmert war.

Zu einem Hannover-Besuch (es war mein erster und nicht nur deshalb…

Die Texterin

1. September 2011
Macht aus Facebook-Seiten ein Geheimnis

"In Flyern oder Imagebroschüren wird Blindtext zu Text. Weniger ist hier oft mehr. Damit Ihre Zielgruppe dabei den Durchblick bekommt, texte ich Texte exakt auf Themen oder Unternehmen zugeschnitten und so, dass es Spaß macht, den Text nicht wieder aus den Augen zu verlieren."

Stellt sich eine freie Journalistin und Texterin aus Wilhelmshaven im Internet vor. Zurzeit textet sie zur Kommunalwahl für einen der neun Oberbürgermeisterkandidaten. Auf ihren Seiten verrät sie auch, dass sie an Sonderseiten der "Wilhelmshavener Zeitung" (WZ) mitarbeitet (mitgearbeitet hat?).

Das hat einen Risikofaktor von 8 auf der nach oben offenen Adrian-Skala. Adrian heißt der Verleger der "Wilhelmshavener Zeitung". Der fegt rücksichtslos jede Konkurrenz vom Medienmarkt. Wie 2004 unsere Wochenzeitung 2sechs3acht4. Als sich seinerzeit bei uns eine Fotografin gemeldet hat und fragte, ob sie auch für uns Schnappschüsse mach…